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Soilwork – "The Panic Broadcast"

3. Juli 2010 | ME | Musikrezensionen | 1.408 mal gelesen

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Auch mit Wichers nichts Neues

Soilwork - "The Panic Broadcast"Eine neue SOILWORK mit Bandrückkehrer und Kreativgeist Peter Wichers? Das lässt die Erwartungen ins Kraut schießen… Na ja, wenigstens etwas. Der Opener der "The Panic Broadcast" betitelten CD gibt sich textlich martialisch: "Late For The Kill, Early For The Slaughter" tönt in der Tat auch musikalisch härter als zuletzt gewohnt; vor allem fehlt der sich auftürmende Zuckerbäckerrefrain, das Markenzeichen dieser schwedischen Boy-Metal-Band. Auffällig, dass Strid seine Gesänge (leider) noch stärker an allseits bewährtem MetalCore-Geshoute orientiert. "Two Lives Worth Of Reckoning" lässt den Fan erleichtert aufatmen: die Choruslinie kennt er auswendig, denn sie wurde sicher bereits einige Dutzend Male variiert und krönt nahezu jeden zweiten Song der Band. Und wir dachten schon, das Album käme ohne diese Schmachtgesänge aus…

Und so geht es weiter. Belangloses Songmaterial wird aufgeboten, dass im einzelnen nicht besprochen werden muss, zu ähnlich sind die Songs angelegt, zu sehr kupfern die Buben bei sich selbst ab. Wichers Anwesenheit fällt überhaupt nicht auf. Nehmen wir "Night Comes Clean": die Gesänge, das Leiden, diese Plastikmelancholie: da tönt alles künstlich. Nein, da sind andere Bands weit besser. Und DARK TRANQUILLITY sind Lichtjahre entfernt. Und selbige integrieren noch immer Melodic Death Metal in ihre Spielart des Rock  und  verwässern nicht jede Idee mit austauschbarem, identitätslosem MetalCore.

Ehrlich gesagt können mich derartig schablonenhaft angelegte Alben nicht mehr begeistern. Ob nun HEAVEN SHALL BURN, CALIBAN, zuletzt auch SLAYER  oder eben SOILWORK (sowie 1200 andere Bands), immer wird auf diesen hektischen Riffs herumgeritten, ohne einmal etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen. SOILWORK drehen sich seit Jahren im Kreis. Das wirklich gute "Natural Born Chaos"-Album mit diesem viel besseren Gesang und noch richtig feinen Songs (oder war das damals nur einfach neu?) wird nie erreicht.

Egal, ob nun das stillere "Epitome", "Let This River Flow" oder andere "Brecher" am Ende des Albums, immer verbleiben die Schweden in ihrer Blaupause, variieren nur minimal die bewährten Strukturen. Diese Art Musik ist ausgereizt. SOILWORK müssen beim nächsten Male etwas vollkommen anderes auf die Menschheit loslassen; die Band verschwendet mal wieder ihr durchaus vorhandenes Talent, leider.

5/10

» Soilwork

INFO-BOX
Künstler Soilwork
Titel The Panic Broadcast
Format Album
Länge 10 Tracks | 47:48
Label Nuclear Blast Records
02.07.2010

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (4 Wertungen, Ø 4,25 von 10)
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1 Kommentar zu Soilwork – "The Panic Broadcast"

Eschi
3. Juli 2010

Das scheinst du so ziemlich als Einziger so zu sehen. Nahezu die gesamte Soilwork-Fanschar ist begeistert von dem Album, aber dass du bei diesem musikalischen Bereich nur wenig Durchblick zu haben scheinst, ist nun nichts Neues. Das ist noch nicht mal böse gemeint, es ist vermutlich einfach nicht sein Stil. Wenn du keine Bands magst, die Härte mit Melodie verbinden, dann schreib aber halt bitte keine rezis mehr drüber *g*

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