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Sleepmakeswaves – "Love Of Cartography"

12. Oktober 2014 | Matthias | Musikrezensionen | 1.273 mal gelesen

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Energiegeladener Post-Rock

Sleepmakeswaves - "Love Of Cartography"Der einstige Hype um das nicht mehr ganz so neue Genre Post-Rock dürfte mittlerweile vollends verebbt sein und es hat längst damit begonnen, dass wir Hörer die Spreu vom Weizen trennen, sprich, die wirklich wichtigen Bands herausfiltern und Trittbrettfahrern mit einem strengen Kontrollblick gegenübertreten. SLEEPMAKESWAVES dürfte das alles nicht sonderlich kratzen, denn diese Australier (ja, richtig gelesen, Post-Rock Made in Australien. Kommt auch nicht so oft vor, oder?) haben genug zu bieten, um gar nicht erst dieses Ausleseverfahren mitmachen zu müssen. Sie können ganz sicher diese Sicherheitsschleuse passieren und werden nach dem Eintritt in die heiligen Hallen des Post-Rock sogar noch hofiert.

Schön zu hören ist, dass die Musik auf "Love Of Cartography" sich nirgends anbiedert. Sie klingt weder typisch britisch, noch amerikanisch oder sogar deutsch, sie klingt einfach… tja, australisch könnte man meinen. Ich möchte nicht ganz so stark auf den Tisch hauen und von unverwechselbarer Einzigartigkeit sprechen, aber SLEEPMAKESWAVES klingen schon sehr eigen und besonders, zumindest in dem Rahmen, den das Genre Post-Rock hergibt.

Das Album wirkt wie eine rasante Achterbahnfahrt, vollgepumpt mit Adrenalin und schnellen Reflexen. Wuchtige, teilweise harte Rhythmen werden durch genretypisch verhallte Gitarren ergänzt, die jedoch nicht die melancholische Art der Verträumtheit wiedergeben, sondern etwas neugieriges, aufgeregtes, forderndes in sich haben. Die Musik wirkt wie der Soundtrack für ein neues Zeitalter; wie, als ob man Neuland betritt und sie die passende Untermalung für den im Menschen aufkeimenden Pioniergeist darstellt. Die Musik sagt uns sozusagen: Auf geht's!

"Love Of Cartography" wirkt zu keiner Sekunde langatmig oder mit Lückernfüllern bestückt. Jedes Lied des Albums hat etwas an sich, das man erforschen kann. Sei es das sehr schwungvolle und facettenreiche Schlagzeugspiel oder die vielen Ideen der verspielten Saitenfraktion. Die Gitarren flirren oft in den höchsten Tönen, während die Rhythmussektion alles gibt, um die Songaufbauten spannend zu halten. Man spürt förmlich, wie sich die Musiker bemüht haben, Lieder zu erschaffen, die kaum bis keine Verschnaufspausen beinhalten und die ganze Zeit Gas geben sollen. Und verdammt nochmal, es ist ihnen über die gesamte Albumlänge gelungen. So muss Post-Rock klingen! Saustarkes Teil.

9/10

» Sleepmakeswaves

INFO-BOX
Künstler Sleepmakeswaves
Titel Love Of Cartography
Format Album
Länge 10 Tracks | 55:46
Label Bird's Robe Records
04.07.2014

Leserwertung:

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