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Screaming Trees – "Dust"

24. März 2011 | Matthias | Hall of Fame » Musikrezensionen | 3.022 mal gelesen

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Ein Meisterwerk der Grunge-Ära

Im Falle der SCREAMING TREES braucht man für Eingeweihte sicher nicht auf die Grunge-Ära in den 1990er Jahren hinweisen, denn sie gehören ebenso zu den ganz großen Namen dieser Zeit wie PEARL JAM, SOUNDGARDEN, ALICE IN CHAINS oder NIRVANA. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es die SCREAMING TREES nicht bis ganz oben geschafft haben, was sicherlich an der sehr bedauerlichen Auflösung der Band nach ihrem letzten Studioalbum "Dust" (1996) lag, da sie an ihre beginnenden Erfolge nicht anknüpfen konnten. Dennoch ist ihr Name auch heute noch nicht verblasst und immer wieder präsent, was einmal mehr aufzeigt, dass hier nicht nur verborgene Talente schlummerten, sondern etwas großes brodelte. Zudem ist ihr Sänger Mark Lanegan mit seinem Solowerk nach wie vor sehr aktiv und besitzt ein beachtliches Ansehen in der alternativen Musikszene.

"Dust" war für die Band eine Art seichte Abkehr von den wilden Zeiten, ihrer Vergangenheit und auch von ihren punkigen Wurzeln. Vielmehr besticht das Album durch äußerst feinfühlige Kompositionen, die sich handwerklich über den gesamten Rockbereich ergießen und durch die warmen, mitreißenden Texte, die einmal mehr von der einfach unglaublich schönen Stimme Mark Lanegans intoniert und regelrecht veredelt wurden. Hier greift alles ineinander und ergänzt sich gegenseitig, genau so, wie man es von starker Musik erwartet.

Es gibt Ausflüge in den Bereich Folk, natürlich gibt es an jeder Ecke und an jedem Ende gehörige Portionen Grunge, viele alternative Spielarten des Rock, unterschiedliche Akustikpassagen sowie sehr ruhige Percussion-Elemente, also eine Vielfalt, die es zu erkunden gilt. Die SCREAMING TREES verstanden es bei all dem gebotenen stilistischen Umfang spielend, ihre Songs flüssig und griffig zu gestalten und ein Höchstmaß an Abwechslung und Hitpotential zu kreieren. Man muss eindeutig von einem Jammer sprechen, dass sie sich aufgelöst haben. Kaum auszudenken, was sie heutzutage qualitativ auf die Beine stellen würden…

Es ist auf "Dust" fast unmöglich, einzelne Songs hervorzuheben, denn jedes Stück besitzt seinen eigenen Charme und macht aus diesem Album eine rundum gelungene Sache. Egal, ob es "Halo Of Ashes" ist, das mit einer elektrischen Sitar eine fantastisch intensive Wirkung erzielt, das einfach nur schöne "Look At You", die traurigen Gesänge von "Sworn And Broken" oder das flotte "Witness" mit seinem eingängigen Refrain, diese Band hat mit ihren zehn ergreifenden und mitreißenden Songs definitiv auch zehnmal Gold abgeliefert.

Aufgrund einer vorzüglichen, auf diesem Album perfekten Instrumentalfraktion und ihrem absolut herausragenden Sänger mit seiner wahnsinnig charismatischen Stimme gehört diese Band aus meiner Sicht ganz klar zu den 'fabulous 5' des Grunge.

» Screaming Trees

INFO-BOX
Künstler Screaming Trees
Titel Dust
Format Album
Länge 10 Tracks | 44:14
Label Epic Records
25.06.1996

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (4 Wertungen, Ø 9,50 von 10)
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