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Pearl Jam – "Lost Dogs"

2. Mai 2013 | Matthias | Musikrezensionen | 2.362 mal gelesen

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PEARL JAM pur

Über die Seattle-Ikonen braucht man weder großartig Worte verlieren, noch ihren langen Weg an die Spitze der Alternative-Rock-Szene erklären, denn jeder, der Musik hört und stilübergreifend interessiert ist, muss mit dem Namen PEARL JAM schon einmal konfrontiert worden sein, irgendwie, irgendwo, irgendwann. Vorzeigesongs wie "Alive", "Even Flow", "Dissident" oder "Rearviewmirror" sind jedem von uns sicherlich hier oder da schon einmal über den Weg gedudelt. Ihre Alben "Ten", "Vs." und und und erhielten haufenweise Auszeichnungen und sinnbildliche Verneigungen in Funk, Fernsehen,  Printmedien und Internet. PEARL JAM waren und sind an der Spitze. Sie halten sich dort schon über viele Jahre und das mit einer erstaunlichen Sicherheit und Loyalität der Fans, obwohl sie schon lange vom großen Stadionsound abgerückt sind. Der Wandel in der Musik PEARL JAMs begann bereits nach ihrem zweiten Album "Vs." Der Sound wurde schmutziger, roher, etwas punkiger und insgesamt weniger voluminös. Alte Fans wandten sich ab, fünfmal so viele neue Anhänger kamen hinzu und halten der Band bis heute eisern die Treue.

Ihre Compilation "Lost Dogs" beherbergt auf zwei Silberlingen Outtakes, Compilation- und rare Tracks sowie Single B-Seiten. Spannend dabei ist, dass einige Stücke sympathisch schrammelig klingen und man sich beim Anhören kaum vorstellen kann, dass diese Band riesige Stadien füllt. Aber vielleicht ist es genau das, was PEARL JAM heute ausmacht: Ihre Authentizität und ihr Sinn für das Wesentliche in ihrer Musik.

"Lost Dogs" beinhaltet 30 Songs sowie den Hidden Track "4/20/02", der dem verstorbenen Layne Staley (ALICE IN CHAINS) gewidmet ist und man bekommt als Hörer einen umfassenden Eindruck von dem, was PEARL JAM noch in der Hinterhand haben, denn ich gehe davon aus, dass diese Songs hier nicht alles sind, was noch an Material übrig ist. Die Doppel-CD wirkt trotz seines zusammengewürfelten Grundcharakters in sich stimmig und sympathisch zurückhaltend, teilweise nachdenklich und mit der für PEARL JAM so typischen Zerbrechlichkeit bestückt. Ein paar flottere Rocker gibt es natürlich auch, doch sobald die Stimme Eddie Vedders eingreift weiß man, dass es hier nicht um bunte Frühlingsblüten und saftiges Mangoeis geht, sondern um Emotionen und das Auseinandersetzen mit den mitunter komplizierten Lebenssystemen der Menschen. PEARL JAM pur also und somit eine gelungene Zusammenstellung raren Materials.

» Pearl Jam

INFO-BOX
Künstler Pearl Jam
Titel Lost Dogs
Format Compilation-Album
Länge 30 Tracks | 104:57
Label Epic Records
10.11.2003

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (3 Wertungen, Ø 7,67 von 10)
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