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Path Of Golconda – "The Threshold Diaries"

28. Mai 2009 | ME | Musikrezensionen | 1.491 mal gelesen

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Between God and Gutter

Path Of Golconda - "The Threshold Diaries"Schon mit dem Vorgängeralbum "Destination Downfall", dass mit einer netten Mischung aus Black- und Death Metal-Elementen aufwartete, die hier in Deutschland ihresgleichen suchte, konnten die fünf Buben aus Oberhausen hohe Bewertungen einheimsen. Mit „The Threshold Diaries” haben sie noch eine Schippe draufgelegt. Und was für eine: Die oben genannte Mischung wurde weiter verfeinert, wobei die Black Metal-Anklänge etwas zugunsten hammerharten Death Metals zurückgeschraubt wurden.

"Metropolis Rotting" und "Serpent Gate" geben gleich zu Anfang die Marschrichtung vor. Rifforientierter Death Metal mit tiefen Growls, tonnenschweren Gitarren und einer gnadenlos nach vorn dreschenden Drum- und Basssektion hämmert zunächst auf den Hörer ein. Dann wird Tempo herausgenommen, ein Thrash-Riff eingestreut, ein ruhigeres Break zum Atemholen eingebaut, um dann letztlich wieder Fahrt aufzunehmen. Überhaupt legen PATH OF GOLCONDA Wert auf ausgefeiltes Songwriting, was sie von allen Genrekollegen deutlich abhebt. Im Song "Promises In Stone And Fire" lassen sie ihre epische, dramatische Seite anklingen: Songaufbau, Spannung und Struktur erinnern an WHITHERED BEAUTY, ältere OPETH, der Gesang bisweilen an Stanne von DARK TRANQUILLITY. Auch "Between God And Gutter" ist solch ein überlanger facettenreicher atmosphärischer Track mit vielen interessanten Wendungen.

Obwohl der Hörer diese Scheibe keineswegs mit dem ersten Lauschen erschlossen haben dürfte, werden die vielfältigen Ideen sehr songdienlich eingesetzt. Hervorzuheben ist das zentnerschwere druckvolle Gitarrenspiel, die äußerst charismatische Stimme von Manuel, der sowohl exzellent keifen, dunkel grollen oder fette Thrash-Vocals aufbieten kann. Und solch geile Refrains wie in den Songs "Foul Winds Through Utopia" und "Those Pale, Grey Shrouds" schreibt auch so schnell keine andere Band. Für PATH OF GOLCONDA spricht zudem, dass sie weder auf Metal Core setzen noch einhundertmal gespielte AT-THE-GATES-RIFFS kopieren.

Mir ist es völlig unverständlich, dass PATH OF GOLCONDA bisher keinen Plattenvertrag ergattert haben; so sind sie z.B. viel besser als DEW SCENTED oder DISBELIEF, weil abwechslungsreicher und mit erheblich besserem Songmaterial aufwartend. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch die transparente druckvolle Produktion von Andy Classen und seinem Stage One Studio. Diese Band ist interessant für Old School-Death Metal und Melodic Death-Anhänger sowie diejenigen, welche rifforientierten Black Metal favorisieren.

9/10

» Path Of Golconda

INFO-BOX
Künstler Path Of Golconda
Titel The Threshold Diaries
Format Album
Länge 10 Tracks | 45:55
Label Eigenproduktion
09.06.2006

Leserwertung:

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