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Pan & Me – "Ocean Noise"

31. Oktober 2014 | Bastian | Musikrezensionen | 909 mal gelesen

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Ein Jazzer in Solo-Gewässern

Pan & Me - "Ocean Noise"Wenn Christophe Mevel sich nicht mit seinen Kollegen vom DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONES in düsteren Jazz-Gefilden herumtreibt, lässt er sich von Mutter Natur zu gänzlich anderen Klängen inspirieren. Nach dem Debüt "Paal" stellt er vier Jahre später "Ocean Noise" vor, welches ganz in der Nähe vom Atlantik, im Nordwesten Frankreichs enstanden ist.

Die elementaren Kräfte der Natur finden sich auf dem Album wieder: In dem Werk aus ausgedehnten Ambientflächen spiegeln sich die Wolken, Drones schlagen wie Wellen immer wieder an die Ufer, Streicher und verzerrte Stimmen ziehen teils flüsternd, teils stürmisch intensiv über die Lande. "Ocean Noise" besticht vor allem durch seine klangliche aber auch atmosphärische Dynamik. Laut und leise, hell und dunkel – die Welt des Albums ist eine Welt in ständigem Wandel, wie der riesige Ozean, der niemals ruht. Immer wieder schwingt er sich zu höchster Form auf, wie in "A Bigger Grand Canyon", der in seiner fragilen, melodischen Natur Erinnerungen an BERSARIN QUARTETT weckt. "Nickel Empire" beherbergt einige besonders intensive Streichermomente. Im nicht weniger ergreifenden, aber wesentlich experimentellen "Viva" bewegt Mevel sich auf den Spuren von ONEIROGEN – ein zerhacktes Klangbild, aber mit fast schon sakraler Wirkung. Es wird jäh und abrupt unterbrochen, und mit dem folgenden "Sun In An Empty Room" stoßen wir dann doch noch auf ein paar zarte, jazzige Spuren.

Ein bewegtes, bewegendes Album, gerade für Hörer zu empfehlen, denen reine Ambientbeschallung viel zu wenig ist, und die Lust auf eine ausgedehnte Reise ans Meer haben.

7/10

» Pan & Me

INFO-BOX
Künstler Pan & Me
Titel Ocean Noise
Format Album
Länge 12 Tracks | 71:49
Label Denovali Records
19.09.2014

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