• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)

Paatos – "Kallocain"

22. Oktober 2009 | Matthias | Musikrezensionen | 1.640 mal gelesen

Tags: , , ,

Tiefe Emotionen und göttliche Musik

Paatos - "Kallocain"Ich möchte an dieser Stelle den Abschluss dieses Reviews vorwegnehmen und es einfach mal rausplatzen lassen: PAATOS sind genial!!!

Ich habe schon lange nicht mehr ein Album mit einer solchen enormen Menge an Gefühl und musikalischer Tiefe gehört. Absoluter Wahnsinn. Von Gänsehaut über tiefer Depression, von Schwindel erregenden Prog-Rock-Passagen, bis hin zu den leisesten Tönen die man sich (im positiven Sinne) nur vorstellen kann. PAATOS ziehen das komplette Register rund um das Genre Progressive Rock, bezeichnen sich selbst äußerst passend als Melancholic Post-Rock. Präziser kann man den Stil der Schweden kaum beschreiben.

Schwerer hingegen ist es die Musik in Worte zu fassen, denn das musikalische Spiel mit Gefühlen ist schlicht und ergreifend umwerfend. Auf "Kallocain" gibt es meiner Meinung nach keinen einzigen schwachen Song, kein einziges unpassendes Riff, keine langweiligen Gesangspassagen, ja nicht mal der Sound lässt Raum zum meckern.

Wenn PAATOS ihre ausgedehnten Instrumentalpassagen präsentieren, erinnern sie mich nicht selten an alte GENESIS zu Zeiten, als die Truppe noch kreativ war und hochkarätige Musik geschrieben hat; damals, als Peter Gabriel noch am Mikro stand und die Band noch nicht vom kommerziellen Sumpf verseucht war. Ich kann hier kaum einzelne Stücke herausheben, da jedes einzelne seinen ureigenen Reiz besitzt und auf seine eigene Art und Weise Akzente setzt.

Getragen von der gefühlvollen und überaus charismatischen Stimme um Goldkehlchen Petronella Nettermalm, die übrigens auch das Cello bedient, erschaffen die Schweden ein Meisterwerk, an dem es sich messen lässt. PAATOS scheuen auch nicht davor zurück, Samples, klassische Instrumente, viel Akustikgitarren und psychedelische Sounds zu benutzen, die vorwiegend in den 70ern angesagt waren. Gerade das macht die Musik der Truppe aus und hebt sie weit über den Standard ihrer Mitstreiter hinaus. Wenn diese Band hier kein Aufsehen erregt weiß ich auch nicht weiter.

Absoluter Oberhammer und Pflichtprogramm für alle, die vor äußerst emotionsgeladener, abwechslungsreicher Rock-Musik nicht zurückschrecken. Vergleiche sind kaum anzumerken, bis auf die oben erwähnten musikalischen Parallelen zu frühen GENESIS-Werken (wohlgemerkt nur stellenweise) und den Proggern von LANDBERK.

Hier heißt es einfach: Reinhören und selbst entscheiden!

PAATOS bringen auf "Kallocain" 110% Leistung.

9/10

» Paatos

INFO-BOX
Künstler Paatos
Titel Kallocain
Format Album
Länge 9 Tracks | 51:36
Label InsideOut Music
07.06.2004

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (2 Wertungen, Ø 8,50 von 10)
Loading...


Ähnliche Artikel:
» Paatos – "Breathing"
» Paatos – "Timeloss"
» Paatos – "Silence Of Another Kind"
» Gazpacho – "Tick Tock"
» Anathema – "Distant Satellites"
» Kapnorth – "Thunder Lightning Storm"
» Crippled Black Phoenix – "200 Tons Of Bad Luck"

No comments yet.

Leave a comment

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *