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Obituary – "Obituary"

12. April 2017 | Matthias | Musikrezensionen | 228 mal gelesen

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Die alte Schule bebt wieder

Obituary - "Obituary"Im Grunde braucht nicht extra betont zu werden, dass diejenigen, die von einem neuen Album der Florida-Kult-Death-Metaller Innovation oder Stilbruch erwarten bzw. erhoffen, völlig fehl am Platze sind und sich eigentlich den Rest dieser Zeilen sparen können. Selbstverständlich kann ein neues Album von OBITUARY nur bedeuten, dass der Hörer das bekommt, was er schon immer bekommen hat und was er, vorausgesetzt er ist der Band zugeneigt, auch hören will! Einfachen, unkomplizierten und kraftvollen Death Metal mit fetten Nackenbrecher-Riffs.

Die schweren Groover ("Turned To Stone", "Straight To Hell") gibt es ebenso wieder, wie ein paar flottere Abgeh-Nummern ("Brave", "Sentence Day") oder den Mix aus beidem ("End It Now", "No Hope"). Rein musikalisch ist also alles beim Alten im Stall der Tardy-Brüder und das ist auch gut so. Interessanter zu betrachten ist da schon eher die Produktion bzw. der Klang an sich. Der Gitarrensound ist ganz klar OBITUARY (für eingeweihte: only "The Rat" sounds like that), die Brüllerei ist auch wie gehabt klare Linie und das Schlagzeugspiel an sich ebenfalls, allerdings mit einem erfrischenden Aspekt. Der Sound der Kessel ist etwas offener ausgesteuert, nicht mehr so abgedämpft. Deutlich natürlicher hört sich das Gekloppe von Donald an, was wie eine kleine Frischenzellenkur wirkt, denn der Gesamteindruck ist dadurch etwas roher, echter und tatsächlich auch wuchtiger.

Ab spätestens Mitte des Albums fällt allerdings auf, dass der Speed insgesamt deutlich rausgenommen wurde und die Scheibe im Midtempo verläuft und ebenso endet. Hört man das selbstbetitelte, zehnte Album der Kult-Truppe aufmerksam und achtet besonders auf die Dynamik, könnte man kritisch anmerken, dass durch die schnelleren ersten Stücke das Pulver relativ zeitig verschossen wurde. Die eine oder andere kleine Gnadenkeule zwischendurch hätte wohl doch nochmal ganz gut getan, um Abwechslung reinzubringen und dem Hörer auch den letzten Rest an Puste zu rauben. Aber man kann halt nicht alles haben. Unterm Strich, trotz dieses kleinen Mankos, eine gute Platte in gewohnter Art und Weise.

» Obituary

INFO-BOX
Künstler Obituary
Titel Obituary
Format Album
Länge 11 Tracks | 36:28
Label Relapse Records
17.03.2017

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