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Negator – "Panzer Metal"

11. Dezember 2010 | ME | Musikrezensionen | 1.861 mal gelesen

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Blinde Wut

Negator - "Panzer Metal"Fünf Jahre nach "Die Eisernen Verse" setzt nun auch das Battalion NEGATOR aus der Hansestadt Hamburg zum Großangriff auf, ja auf wen eigentlich? an. Waren es auf dem Vorgänger die subtil eingeflochtenen sehr skandinavischen Melodien, welche das Album ganz interessant machten, sodass es im Wechsel mit TSJUDER und THY PRIMORDIAL gut gehört werden konnte, setzt die Kombo nun auf pausenloses Gedresche, von wenigen Pausen zum Auftanken des Panzers abgesehen.

Und nun machen NEGATOR noch weniger Gefangene. Der beinahe zu glatt produzierte und nun stark in Richtung SETHERIAL, MARDUK und DARK FUNERAL schielende Sound eröffnet eine Panzerattacke mit begleitender Infanterie, die den Verteidigern welcher Behausung auch immer keine Chance geben soll. Doch im Gegensatz zu den Aggressoren von NEGATOR verfügen die Überfallenen über Denkvermögen, können spontane Taktiken sich kreativ Bahn brechen, kann der hysterische Angriff in Niemandsland gelenkt werden. Die äußerst regressiv anmutenden deutschen Texte von NEGATOR, welche sich sehr kämpferisch gerieren und, wenn man denn einmal etwas versteht, reichlich dumm-naiv einher kommen, vergällen das Hören gewaltig.

Die Huldigung des Krieges geht soweit, dass doch eher Ränder des Segments angesprochen werden, welche wir nicht in unserer Mitte dulden wollen, und das geschieht natürlich, indem geschickt die Texte teutonisch-mutig-kriegerisch-vaterländisch tönen, ohne etwa direkt bei der jüngsten deutschen Geschichte ästhetische Anleihen zu nehmen.
Nun, ich unterstelle der Band nichts, aber das voller Begeisterung für den Krieg vorgetragene Schlachtenkonzept zur simpel dreschenden Musik und zum sehr variationsarmen Gesang kann nur abschrecken. Es fehlt die melancholische Raffinesse von NAGLFAR (deren Melodielinien sie zu adaptieren suchen), die Kunst der spannungsreichen Komposition von DISSECTION und die sichelnde Atmosphäre von BLOT MINE. Der Angriff läuft blind ins Leere. Die Produktion mit Hall und 0815-Walzendonner und den nervig blastenden Drums kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass NEGATOR einfach kein wirklich inspiriertes Album abgeliefert haben.

4/10

» Negator

INFO-BOX
Künstler Negator
Titel Panzer Metal
Format Album
Länge 8 Tracks | 36:54
Label Remedy Records
21.05.2010

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (2 Wertungen, Ø 3,50 von 10)
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