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Neaera – "Omnicide – Creation Unleashed"

30. Juni 2009 | ME | Musikrezensionen | 1.367 mal gelesen

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Ewiges Geholze

Neaera - "Omnicide - Creation Unleashed"Die deutschen Death-Corler NEAERA marschieren nun ganz in Richtung Death Metal. Immer häufiger gibt es auch giftige Black Metal-Vocals in Kontrast zu altbewährten Grunts. Core findet sich nur noch seltener auf "Omnicide – Creation Unleashed" oder wenn, dann fein getarnt. Melodic Death schwedischer Prägung gefällt ihnen seit jeher, "I Loathe" scheppert entsprechend den Vorbildern der Neunziger voran.

NEAERA gehörten auf dem nicht allzu stark besetzten letztjährigen Summer Breeze zu den Highlights. Denn sie sind technisch gut, schieben nicht nur Riffs altbekannter Weise hin- und her. Dennoch, und das fällt auf, auch "Omnicide…" bietet nichts wirklich Neues. Okay, schräg sind die Leads, gemein der Gesang und die fortwährende Midtempo-Ausrichtung, welche sowohl Hornissen als auch Grabräubern Ehre macht.

Dennoch: es muss jedoch auch in diesem Segment mal etwas über den Tellerrand geschaut werden. Warum wohl bauen DARK TRANQUILLITY, IN FLAMES oder SOILWORK immer wieder Elektro-Loops, atmosphärische Sequenzen oder Klargesänge in ihre Songs ein? Nicht nur, weil ein großes Label und Airplay lacht. Nein, es wird langatmig, nur stumpf vor sich hinzumetzeln. Irgendwann sind die Birnen alle ab, was soll dann geholzt werden?

Die Melodielinien melancholischer Art, hinter dem Chorus von "The Wretched Of The Earth" z.B., können durchaus gefallen. Allerdings, etwas variabler könnten die Growls schon eingesetzt werden, welche stets in die Tiefe des Brunnens ziehen. "Grave New World" ist ein nettes Wortspiel, und die Licks, welche zu einhundert Prozent an die großartige "The Fifth Season"-CD der zu Unrecht nur Insidern bekannten Melodic-Death-Ausnahmeband SACRILEGE erinnern, wecken angenehme Erinnerungen an die Neunziger. Bis zur nächsten Strophenphase, dann klackert es nämlich wieder recht eintönig.

Fakt ist, Gesang und Arrangements sind zu vorhersehbar. In den Strophenphasen ähneln sich alle Songs. Mal eine ausgefeilte Akustikpassage, hin- und wieder etwas mehr Tempo und überwiegend eingesetzter Fauchgesang mit nur gelegentlichen Akerfeld-Grunts könnten m.E. Wunder wirken. So ist nur alles ganz nett gemacht, unspektakulär, ohne Überraschungen, eigentlich wie immer bei NEAERA.

6/10

» Neaera

INFO-BOX
Künstler Neaera
Titel Omnicide - Creation Unleashed
Format Album
Länge 10 Tracks | 44:02
Label Metal Blade Records
25.05.2009

Leserwertung:

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