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Napalm Death – "Apex Predator – Easy Meat"

28. Februar 2018 | Matthias | Musikrezensionen | 406 mal gelesen

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Ein gemeiner Brocken

Napalm Death - "Apex Predator - Easy Meat"Im Vorfeld der Veröffentlichung hatten die Bandmitglieder in diversen Interviews rumgeunkt, dass das Album wieder etwas experimenteller ausfallen, es aber natürlich keinerlei Abstriche in Sachen Härte oder Geschwindigkeit geben würde. Man würde trotzdem wieder mehr Wert auf Grooves und Abwechslung legen und auch das eine oder andere Experiment wagen, was auch immer sich die Jungs darunter vorgestellt hatten. Nun, das Album ist mittlerweile längst bekannt und im Nachhinein kann man sich fragen, was sie denn nur als Experiment zählen und was an der Scheibe so großartig anders sein soll als früher? Im Grunde doch nix! NAPALM DEATH steht drauf und NAPALM DEATH bekommt man. Fresse dick, Punkt, aus!

Und doch fällt im direkten Vergleich zum überaus gelungenen Vorgänger "Utilitarian" auf, dass "Apex Predator – Easy Meat" einen deutlich kräftigeren, tieferen Sound besitzt. Während das vorangegangene Album produktionstechnisch eher knallig und zackig ausgefallen ist, ist das fleischfressende Raubtier insgesamt deutlich schwerer und wuchtiger, was sich besonders in den kräftigen Beats und dem vollen Klang der Drums wiederspiegelt. Die Blastbeats sind nicht nur schnell, sondern regelrecht brutal geraten und hauen einen einfach nur um. Klasse ist zudem, dass die Birmingham-Fraktion wieder verstärkt ihre SWANS-Einflüsse erkennbar werden lässt, wie z.B. im titelgebenden Opener, bei "Dear Slum Landlord…" oder auszugsweise auch bei "Hierachies". Daneben gibt es natürlich Hardcore-Brecher wie "How The Years Condem" oder "Bloodless Coup", aber selbstverständlich auch ungezügelte Grind-Exzesse wie "Smash A Single Digit", "One-Eyed" oder "Metaphorically Screw You".

Sänger Barney gröhlt sich so sauer und angepisst wie schon lange nicht mehr durch die Songs und mäht mit seinem Organ alles nieder. Selten klang er so brutal. Textlich gibt es natürlich wieder einen politischen Rundumschlag, etwas anderes kann, darf und sollte man von den NAPALMs allerdings auch nicht erwarten. Auffällig am Gesang ist vielleicht noch, dass Barney etwas häufiger als früher zweistimmig zu hören ist, bei den Aufnahmen also zwei Gesangsspuren eingebrüllt hat, die dann übereinander gelegt wurden. Gitarrist Mitch Harris ist mit seinem Kreischorgan auch erneut vertreten und ergänzt dadurch viele Teile des Albums wie gehabt grindig gut.

"Apex Predator – Easy Meat" kann man also als vielseitig und (natürlich!) extrem in jeglicher Hinsicht beschreiben. Selbst, wenn "Utilitarian" im direkten Vergleich vielleicht mehr 'Hits' an Bord hat, sofern man das bei einer Band wie NAPALM DEATH überhaupt in den Mund nehmen darf, ist "Apex…" ein deutlich gewichtigerer Brocken geworden.

» Napalm Death

INFO-BOX
Künstler Napalm Death
Titel Apex Predator - Easy Meat
Format Album
Länge 14 Tracks | 39:57
Label Century Media Records
27.01.2015

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