• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)

Maybeshewill – "Fair Youth"

6. September 2014 | Matthias | Musikrezensionen | 1.347 mal gelesen

Tags: , ,

Besser als die anderen

Maybeshewill - "Fair Youth"Als ich die ersten Stücke von "Fair Youth" gehört habe, kam mir ganz spontan eine Beschreibung für die Musik der neuen MAYBESHEWILL in den Sinn, die ich hier niemandem vorenthalten möchte, da ich denke, dass dieser erste Gedanke durchaus zutreffend ist. Ich musste doch tatsächlich an MOGWAI denken, allerdings mit einer ganz entscheidenden Zusatzbemerkung, denn  MAYBESHEWILL sind alles andere als ein Plagiat. Da "Fair Youth" insgesamt viel verspielter und lockerer als die jüngeren MOGWAI-Alben ist, beende ich den Vergleich doch lieber wieder und einige mich auf: Klingt atmosphärisch ähnlich wie MOGWAI, ist musikalisch jedoch lebhafter und viel interessanter. MOGWAI-Fans mögen mir diese letzte Aussage verzeihen aber es ist schlicht und ergreifend die Wahrheit.

Die gesamte Atmosphäre, das verträumte Element und der Gitarrensound sind ähnlich wie bei den Schotten und doch besitzen MAYBESHEWILL dieses gewisse Etwas. Vor allem aber klingen sie für mich eben deutlich vielfältiger als MOGWAI, weshalb der Name jetzt auch das letzte Mal genannt sein soll damit es keine Missverständnisse gibt. Ich erkläre diese Assoziation hiermit für erledigt.

"Fair Youth" bietet feinsten Post-Rock, hörbar von Profihand geschrieben und eingespielt. Fantastische Dynamiken veredeln jeden einzelnen Song auf dem Album zu einem echten Erlebnis. Verhallte Gitarren, schwebende, verträumte Keyboardflächen und melancholische Pianoklänge bilden das Himmelsgerüst für den Wolkensound, während die spielfreudige Rhythmussektion der perfekte Ergänzungspart ist und zu den luftigen Klängen die Erdung bietet. Hierbei sticht besonders das Drummng heraus, welches oft auf zackige Beats setzt ist und somit einen antreibenden Part in der Musik bildet. Durch diesen scheinbaren Gegensatz wird aber erst die besondere Atmosphäre des Albums erschaffen, wobei das Wort Gegensatz im selben Atemzug schon wieder unsinnig erscheint, denn die Sounds sind definitiv nicht gegensätzlich sondern sie ergänzen sich vorzüglich.

Zum Abschluss möchte ich gerne erwähnen, dass MAYBESHEWILL mit diesem Album der langsam erlahmenden Post-Rock-Bewegung gezeigt haben, wie es richtig gemacht wird. Genauso sollte echter Post-Rock nämlich klingen. Die oben erwähnten Kollegen aus Schottland haben sie mit "Fair Youth" jedenfalls locker abgehängt und nun warten wir also nur noch gespannt auf ein neues, reguläres Album von EXPLOSIONS IN THE SKY, die auch vermutlich die einzigen sind, die das derzeitige Level von MAYBESHEWILL halten oder eventuell noch toppen können. Bis dahin ist "Fair Youth" für mich das erste wirkliche Post-Rock-Highlight des Jahres 2014.

9/10

» Maybeshewill

INFO-BOX
Künstler Maybeshewill
Titel Fair Youth
Format Album
Länge 11 Tracks | 49:51
Label Superball Music
22.08.2014

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (1 Wertungen, Ø 7,00 von 10)
Loading...


Ähnliche Artikel:
» Maybeshewill – "I Was Here For A Moment, Then I Was Gone"
» Hypomanie – "A City In Mono"
» We Deserve This – "Farewell"
» Omega Massif – "Geisterstadt"
» Toundra – "(II)"
» SOJUS3000 – "Atlas"
» Apoa – "Enūma Eliš"

No comments yet.

Leave a comment

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *