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Maserati – "Rehumanizer"

2. November 2015 | Matthias | Musikrezensionen | 569 mal gelesen

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Im alten Schlitten unterwegs auf neuen Straßen

Maserati - “Rehumanizer”Nach den letzten beiden, sehr gelungenen und spritzigen Alben "Pyramid Of The Sun" (2010) und "Maserati VII" (2012), die übrigens von ihrer musikalischen Ausrichtung her dicht beeinander stehen, lag es fast schon auf der Hand, dass sich die Moroder-Rocker mit ihrem nächsten Werk etwas verändern würden. Noch einmal komplett dasselbe Konzept zu fahren, hätte die Truppe nämlich in eine Sackgasse geführt und ihre Kreativität zu sehr in Frage gestellt. Oder doch nicht? Wer sich den Namen eines schnittigen Flitzers gibt, wird sicher nicht stehenbleiben, sondern zügig vorankommen wollen.

Mit "Rehumanizer" gehen die Sound-Experten also auf Spritztour. Wobei letzteres dann doch etwas weit gegriffen ist, denn so anders ist das neue Album bei genauerer Betrachtung dann doch gar nicht. Man erkennt immer noch klar die Trademarks der Band, allerdings auch, dass der eine oder andere (Gitarren-) Sound langsam ausgelutscht wirkt. Als Beispiel hierfür seien die leicht verhallten Gitarren in den beiden "Rehumanizer"-Teilen genannt. Diese Art des Spiels und des Sounds haben die Jungs bereits auf oben genannten Vorgängern vorzüglich auf den Gipfel getrieben; aber höher als der Gipfel ist der Berg eben nicht. Die Band verweilt sozusagen auf der Spitze und genießt ihr Schaffen.

Die ersten vier Stücke des Albums versuchen, den Sound MASERATIs in frische Wellen zu lenken. Natürlich wird auch wieder dem guten Giorgio ausgiebig gehuldigt und dennoch zeigen die Jungs auch den Willen zur (wenn auch nur zarten) Veränderung. Es gibt noch mehr Keyboards als zuvor und insgesamt klingt der Stoff deutlich stärker nach den 1980ern als ihre vorigen Alben. Allerdings fehlt den ersten Stücken ein wenig der Zündeffekt. So richtig anspringen will die Maschine irgendwie nicht. Würde man es mit Worten ausdrücken, wäre wohl ein "joaaah" angebracht, also sowas wie "geht OK, haut mich aber nicht um".

Auch wenn ich weiter oben festgehalten habe, dass eine erneute Wiederholung MASERATI nicht gut getan hätte bzw. gut tun würde, ist es nach eigenem Geschmack so, dass das abschließende Doppelpack "Rehumanizer" Teil I und II den Höhepunkt des Albums darstellt. Ich weiß, ich weiß, ist ein Widerspruch, aber MASERATI tun es einem auch wirklich nicht ganz so leicht mit dem neuen Material. Die vorangegangenen Stücke sind ebenfalls OK, wirken auf mich jedoch ein klein wenig einfallslos, wie das blinde Fischen in leicht abseitigen Gewässern. Aber zum Glück bleibt für die Zukunft ja noch die Hoffnung, dass MASERATI mal wieder einen dicken Fisch an Land bringen. "Rehumanizer" ist also ein nettes Album, das ohne besondere Vorkommnisse und ohne Höhepunkte auskommt.

6/10

» Maserati

INFO-BOX
Künstler Maserati
Titel Rehumanizer
Format Album
Länge 6 Tracks | 39:54
Label Temporary Residence Ltd.
30.10.2015

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