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Mantric – "The Descent"

19. Mai 2010 | ME | Musikrezensionen | 1.598 mal gelesen

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Norwegen hat die Härtesten

Mantric - "The Descent"EXTOL sind lange Vergangenheit. LENGSEL gibt es wohl noch, aber diese Band ist abgetaucht. Da erschienen MANTRIC am Firmament. MANTRIC bündeln Siebziger-Rock mit progressiven Riffs, Noisecore sowie Alternative-Licks und einigen Hardcoreshouts. Da klingt anstrengend und ist es auch. Doch gibt es Anstrengungen, welche gut sind, wie wir wissen.

Und MANTRIC sind hart, heavy, brachial. Ständig wechseln dissonante mit sanften Passagen, Klargesänge in Refrainnähe (und die sind geil, nicht SOILWORK!) mit harten Vocals, wird Konsonanz ausgehebelt, werden Takte verschoben, kurz an ARCTURUS geschraubt, sodann beinahe folkloristisch eingekehrt, nur um dann allerhärtestem Hard-Noise-Core Referenz zu erweisen.

Das Riffing ist monströs; die Schlagseite in Richtung Post Rock überzeugt, denn hier wird wild experimentiert, SCHÖNBERG ist King, wir erinnern uns an STRAWINSKY und "Le Sacre Du Printemps" und erschauern ob des Skandals 1913. Nehmen wir beispielhaft "Symptoms" und "Cognitive Cocaine": Musik wird als eine Möglichkeit wahrgenommen, zu spielen, zu verändern, gegen Konventionen anzugehen, das Publikum zu verstören, jedoch auch zu faszinieren.

EXTOL waren immer eine Band, welche uns allerhärtesten Prüfungen aussetzte. Das setzen MANTRIC fort. "Cognitive Cocaine" enthält eine Melodielinie, welche RADIOHEAD sicher auch gern für ihr letztes (tolles!) Album verwendet hätten. "Symptoms" erinnert mich vom Auf und Ab des Wahnsinns an DEVIN TOWNSEND, den irren Professor aus Kanada, welchen ich nun einmal sehr ins Herz geschlossen habe.

Weiter ausholend als THE OCEAN und weniger zugänglich als CULT OF LUNA (jawohl!) berserkern MANTRIC typisch norwegisch durch die Stile und können begeistern, weil sie unstet sind, die richtige Musik mögen und überhaupt sämtliche Brücken hinter sich abbrechen. Wirklich? Nein, denn hat man sich in die CD eingehört, erscheinen wie graue Geister immer mehr Melodien, welche hängen bleiben, gehört werden wollen, der Stahl wird biegsam, aber bricht niemals. Die Produktion von Tue Madsen, des uns von den letzten DARK TRANQUILLITY-Epen wohlbekannten Tüftlers, ist übrigens exzellent ausbalanciert. Und MANTRIC sind richtig gut!

8/10

» Mantric

INFO-BOX
Künstler Mantric
Titel The Descent
Format Album
Länge 12 Tracks | 51:11
Label Prosthetic Records
27.04.2010

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (4 Wertungen, Ø 9,25 von 10)
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