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Manowar – "Thunder In The Sky"

19. Februar 2010 | ME | Musikrezensionen | 1.573 mal gelesen

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Daniel Day-Lewis mit wehenden Haaren vor den ewigen Jagdgründen

Manowar - "Thunder In The Sky"Wer von MANOWAR noch einmal etwas Neues erwartet, ist schief gewickelt. Die EP "Thunder In The Sky" bietet zwar neue Songs, jedoch immer aus den Bestandteilen quasineu zusammengesetzt, wie sie uns seit langem, sagen wir seit 1985 bekannt sind. Gut, das Drum-Geklacker tönt heutzutage getriggerter, die Gitarren sind in digitale Gefilde mutiert, der Gesang hat sich nun im wohl tönend mittigen Bereich eingependelt, aber eigentlich war das früher auch nur marginal anders.

"Thunder In The Sky" ist ein typischer Midtemporocker geworden; ebenso "Let The Gods Decide". Eine EP rechtfertigen diese Songs nicht. Mit "Father" folgt dann das Herzstück der ganzen Angelegenheit: haben MANOWAR diese überbordend-kitschige Ballade neben der englischen Version doch tatsächlich in 15 weiteren Sprachen eingesungen; wir können, wenn wir es denn wollen, diesen musikalisch wie textlich äußerst uninspirierten Song auf beigelegter CD u. a. in spanischer, griechischer, japanischer, polnischer, ungarischer und türkischer Landessprache über uns ergehen lassen.

Nun, ich will nicht. Schon die englische Fassung gefällt mir überhaupt nicht; Daniel Day-Lewis mit wehenden Haaren im Frühabendlicht in "Der Letzte Mohikaner" oder wie? Nicht mit Vati, wenn Western, dann entweder authentisch mit Banjo und Country-Vibes (BLACKFOOT, CASH), nach Art von Ennio Morricone (ENSIFERUM) oder die Highwayvariante für Trucker, wie es KISS auf ihrem Unplugged-Album u. a. mit dem Song "God Of Thunder" vorexerziert haben. Nach der Zusatzportion Edamer folgt mit "Die With Honour" ein vor allem im Chorus zu einhundert Prozent bekannter Song, dann erwartet uns die "Metal"-Variante des Kitsch-Klassikers "The Crown And The Ring" ("Kings Of Metal", 1988), welche allerdings nur noch mehr Pomp und Hall als das Original aufweist (eigentlich kaum möglich, oder?) und somit reichlich unmetallisch ausgefallen ist.

Das abschließende "God Or Man" ist dann wieder etwas flotter geraten; allerdings an die drei harten Vorzeige-Songs "Hand Of Doom", "House Of Death" oder "Fight Until We Die" von der "Warriors Of The World" kommt dieser und keiner der anderen Tracks auch nur annähernd heran. MANOWAR touren ja mal wieder mit den nahezu talentfreien HOLYHELL; das färbt ab und lässt für das neue Album üble Vorahnungen aufkommen…

3/10

» Manowar

INFO-BOX
Künstler Manowar
Titel Thunder In The Sky
Format EP
Länge 6 Tracks | 25:53
Label Magic Circle Music
17.07.2009

Leserwertung:

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