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Malevolent Creation – "The Fine Art Of Murder"

20. April 2018 | Matthias | Musikrezensionen | 274 mal gelesen

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Die Aggression kommt schnell und wütend

Malevolent Creation - "The Fine Art Of Murder"Es gibt Bands, die sind einfach fest mit ihren Stamm- bzw. Ur-Mitgliedern eng verwurzelt und haben trotz unzähliger Besetzungswechsel stets dann am besten funktioniert, wenn sie die wichtigen Leute mit an Bord hatten. Neben Bandkopf und Gitarrist Phil Fasciana war (und ist) dies Sänger Brett Hoffmann, der im Laufe der Jahre mehrfach ausgetauscht bzw. ersetzt wurde und doch niemals von einem seiner Nachfolger übertroffen wurde. Hoffmann ist einfach die Stimme schlechthin für MALEVOLENT CREATION. Ansichtssache? Ja, aber so ist es nun einmal für viele Die-Hard-Anhänger der Band. Wir sind da zickig.

Nachdem Hoffmann nach "Stillborn" (1993) aus der Band flog und Bassist Jason Blachowicz zusätzlich den Gesang auf den absolut gelungenen Folgealben "Eternal" (1995) und "In Cold Blood" (1997) übernahm, kehrte Hoffmann zurück und "The Fine Art Of Murder" wurde geboren. Blachowicz wurde wegen 'ungebührendem Verhalten' (Zeitzeugenwerden sich erinnern…) verbannt, den Tiefton-Job übernahm fortan Gordon Simms und am Schlagzeug trat erstmalig Dave Culross in Erscheinung, der mit seinem enorm schnellen, versierten Spiel beeindrucken konnte. An die zweite Gitarre kehrte Rob Barrett zurück, der schon auf dem Kultalbum "Retribution" (1992) die Saiten bediente. Die Voraussetzungen für gute Ergebnisse stimmten alsound tatsächlich fanden MALEVOLENT CREATION wieder zurück zu ihren prägnanten, ureigenen Stärken, da die beiden Vorgänger "Eternal" und "In Cold Blood" hörbar von Blachowicz beeinflusst wurden (deswegen aber alles andere als schlecht waren!).

Gleich der Opener "To Die Is At Hand" fetzt alles weg und zeigt die Band, gerade was die Gesangsanteile angeht, von einer erstaunlich eingängigen Seite. Hoffmann regelt! Weitere Killer, wie unter anderem "Manic Demise", "Bone Exposed" oder "Scorn" zeugen absolut davon, dass nach wie vor In-Your-Face-Death-Metal gezokt wird. Zwischendurch gibt es zwar den einen oder anderen Track zur Auflockerung, jedoch ist bis auf ganz wenige Ausnahmen ("Day Of Lamentation") kein wirkliches Absacken der Qualität zu vermerken.

Allein der Sound ist tatsächlich zu kritisieren. Hier hat sich Produzent und Aufnahmeleiter Brian Griffin offensichtlich zu sehr am Rumpelsound seiner eigenen Band BROKEN HOPE orientiert. Etwas sehr dumpf, schwammig, irgendwie stumpf und manchmal auch kraftlos erscheint der Gesamtklang. Zwar knallt das Schlagzeug ganz gut, aber das liegt eher an der gehobenen Spielkunst des Drummers als an der Produktion. Etwas weniger Schmutz und ein wenig mehr erkennbare Feinheiten wären sicherlich hilfreich gewesen und hätten "The Fine Art Of Murder" rückblickend in der Gunst der Hörer vielleicht deutlich besser abschneiden lassen.

» Malevolent Creation

INFO-BOX
Künstler Malevolent Creation
Titel The Fine Art Of Murder
Format Album
Länge 13 Tracks | 56:40
Label Pavement Music / System Shock
27.10.1998

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