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Kurz notiert #4

28. Oktober 2014 | Bastian | Kurz notiert » Musikrezensionen | 3.626 mal gelesen

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Clinton Affair - "Passions / Passions II"Clinton Affair – "Passions / Passions II"
Pop (Eigenproduktion, 2014)

Ein Spanier auf dem Nostalgie-Trip. CLINTON AFFAIR aus Madrid fährt mit dem DeLorean zurück in die 80er und 90er, und steckt das beste aus Pop, R&B, Softporno-Soundtracks und Miami Vice in den Mixer. Heraus kommt eine Mischung aus Remix, Collage, Loops – "Passions" ist sozusagen feinstes Pop-Sampling. Gesangsfragmente treffen auf neu arrangierte Beats, und zwischendurch werden eigene sehnsuchtsvolle Melodien eingewebt. Hier reiht sich ein déjà-vu an das Nächste, ständig ertappt man sich beim Wühlen in der eigenen, mentalen Erinnerungskiste, wo man denn diese eine Melodie, diesen einen Songfetzen schon mal gehört hat. Bei "gaychatnow" ist es z.B. DUBSTARs Dream-Pop-Hit "Stars", bei "yearn" TASMIN ARCHERs "Sleeping Satellite". Geht nahtlos über in den zweiten Teil "Passions II", wo man gleich von KIM WILDE begrüßt wird. Unter Kennern wird diese immer beliebter zu werden scheinende Samplebastelei mittlerweile als 'Vaporwave' bezeichnet. Beide Platten gibt's derzeit für lau bei Soundcloud und Bandcamp. Macht Lust, die Originale wieder aus dem Regal zu holen.

7/10


Hydras Dream - "The Little Match Girl"Hydras Dream – "The Little Match Girl"
Ambient, Drone, Neo-Classic (Denovali Records, 2014)

Anna von Hausswolff und Matti Bye, beides preisgekrönte schwedische Musiker, haben sich als HYDRAS DREAM zusammengetan, um ein Märchen zu erzählen. "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" von H.C. Andersen ist die Vorlage für ein Album der besonderen Art. Eingespielt und komponiert an nur drei Tagen treffen hier Improvisation, Neoklassik, Ambient und Drone aufeinander, um geradezu märchenhafte Klänge zu erzeugen. Neben den instrumentalen Jams mit Gesangsfragmenten kommt es dann mitunter zu richtig starken, emotionalen Momenten, wie z.B. im Stück "Grandma's Appearance". Schaurig-schöne Musik für eine schaurig-schöne Geschichte.

7/10


Summer Effect - "Starting Over"Summer Effect – "Starting Over"
Post-Rock (Fluttery Records, 2014)

Indonesien – nicht nur als Urlaubsland exotisch, sondern auch als Herkunftsort für Post-Rock. SUMMER EFFECT haben sich 2012 als Duo gefunden und produzieren seitdem fleißig Instrumentaltracks in ihrem kleinen Studio. Irgendwann erfreuten sich ihre Stücke auf Reverbnation derartiger Beliebtheit, dass das türkisch-internationale Label Fluttery Records auf sie aufmerksam wurde, und gleich mit ins Programm nahm. "Starting Over" präsentiert sich als energischer Post-Rock, der weniger auf die üblichen weitläufigen, atmosphärischen Effekte setzt, sondern auf authentischen Klang. In den ruhigeren Momenten ist das unverfälschter Raumhall, und ansonsten lässt es das Duo recht lautstark angehen. Eine erfreuliche Abwechslung von gewohnter Instrumentalkost.

6/10


Whisper Room - "The Cruelest Month"Whisper Room – "The Cruelest Month"
Psychedelic Rock, Krautrock (ConSouling Sounds, 2014)

Fünf Jahre Vorbereitung für eine Jamsession der besonderen Art. Denn was sich auf "The Cruelest Month" mit seinen nüchternen Nicht-Songtiteln wie Improvisationsarbeit anhört, scheint offenbar genauestens geplant worden zu sein. An Bord sind der vielbeschäftigte Aidan Baker, Jakob Thiessen und Neil Wiernik. Was mit schwebenden Ambient-Rock-Klängen á la TRANSIENT WAVES beginnt, nimmt im Verlauf Fahrt auf, driftet in psychedelische, krautrockige Sphären, ohne jedoch etwas von seiner Leichtigkeit zu verlieren. Atmosphäre wird hier groß geschrieben.

7/10


The Search - "Our Need For Solace"The Search – "Our Need For Solace"
Dream Pop, New Wave, Indie Rock (afmusic, 2014)

Nicht nur optisch kehren die Schweden auf ihrem siebten Album zurück zu den Wurzeln, auch beim Sound geht es nach dem rockigeren Vorgänger wieder wesentlich geschmeidiger zu. Dream Pop, Indiegitarren und New Wave Flair – ein zeitloses Fundament für elf Songs, die nicht weiter vom Anspruch der Post-Moderne entfernt liegen könnten. THE SEARCH zelebrieren hier eine musikalische Ära, die gut 30 Jahre zurück liegt und nichts von ihrem Zauber verloren hat. "Our Need For Solace" schreit nicht vor Hits, sondern gibt sich bisweilen intim, aber auch mit beeindruckenden Lyrikzeilen wie "snipers outside the hospital doors".

6/10


Talvihorros - "Eaten Alive"Talvihorros – "Eaten Alive"
Ambient, Noise (Denovali Records, 2014)

Ein Album über Süchte, menschliches Verderben und wie man sich ihren Klauen entreißen kann. Nach "And It Was So" hatte ich einen ähnlich finsteren Abstieg in musikalische Abgründe erwartet, doch Ben Chatwin alias TALVIHORROS lässt sein fünftes Album zunehmend durch wärmere Klänge erleuchten. Nach wie vor experimentiert er mit Ambient und Noise, aber gerade in harmonischen, fesselnden Stücken wie "The Secrets Of The Sky" und "Today I Am Reborn" gewinnt seine klangliche Welt eine ganz neue Dimension. Eine, in der sich Leid und Glück so nahestehen wie sonst nirgendwo.

7/10


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