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Jeff Beck – "Emotion & Commotion"

27. April 2010 | Matthias | Musikrezensionen | 1.443 mal gelesen

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Virtuos und gefühlvoll

Jeff Beck – "Emotion & Commotion"Über den Gitarrenmeister JEFF BECK braucht man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Lediglich den jüngeren unter uns sei gesagt, dass dieser Mann einer der ersten war, die mit dem sogenannten 'electronic fuzz distortion' experimentierten. Ohnehin probierte er viele Varianten aus und tobte sich vornehmlich im Laufe der Zeit im Großraum Jazz ordentlich aus

Die legendären YARDBIRDS stehen in seiner Biografie, mit Rod Stewart und Ron Wood (THE ROLLING STONES) spielte er in den 60er Jahren in seiner eigenen Band JEFF BECK GROUP und er war sogar mal als Gitarrist von PINK FLOYD im Gespräch, musste jedoch gegen David Gilmour klein beigeben. Aus heutiger Sicht war die Entscheidung für PINK FLOYD seinerzeit sicher richtig, obwohl die spielerischen Qualitäten bei JEFF BECK definitiv bis heute deutlich mehr überzeugen, bzw. überlegen sind gegenüber denen von David Gilmour, dessen feinfühlige Art zu spielen natürlich ebenfalls nicht zu verachten ist.

Auf "Emotion & Commotion" tobt sich der Meister in einer eigenwilligen, aber keineswegs schwer zugänglichen Art an bekannten Songs der Musikgeschichte aus. Zum einen zählt er auf fast schon minimal instrumentierte Songs wie "Corpus Christi Carol", "Over The Rainbow" oder "Nessun Dorma", die etwas ausladender instrumentierten und mit Gesang ausgestatteten Songs wie "I Put A Spell On You (feat. Joss Stone)", "Hammerhead" oder "There's No Other Me (feat. Joss Stone)" gegenüberstehen.

Nun, so schön der Herr einen Kult-Song wie "Over The Rainbow" auch bringt, so fragwürdig finde ich es im Gegenzug, solch einen, mittlerweile wirklich bis in den letzten Ton ausgequetschten Oldie einmal mehr neu aufzulegen. Ebenso verhält es sich mit einigen anderen Stücken des Albums, wobei mir persönlich die nicht ganz so dezent ausgestatteten Lieder noch am meisten zusagen, da JEFF BECK hier deutlich mehr Wert auf eine verspielte Gitarre legt, sein Können gut präsentiert und sich nicht ausschließlich auf sanfte und behagliche Töne konzentriert.

Insgesamt pendelt "Emotion & Commotion" zwischen ruhigen, leicht verträumten Instrumental-Songs und spannungsgeladenen Rock-, Blues und Jazz-Nummern, die ordentlich Saft ins Spiel bringen. Zwar würde ich das Album nicht als Meisterwerk bezeichnen, definitiv nicht, allerdings kann die Scheibe nach einigen Durchläufen durchaus ungeahnte Sympathien entfalten. Man muss es halt nur wollen…

6/10

» Jeff Beck

INFO-BOX
Künstler Jeff Beck
Titel Emotion & Commotion
Format Album
Länge 10 Tracks | 40:26
Label Warner Music Group
09.04.2010

Leserwertung:

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