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Intronaut – "Void"

16. November 2006 | Bastian | Musikrezensionen | 2.088 mal gelesen

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Progressive Psycho Metal

Intronaut - "Void"Intronaut konnten dieses Jahr bereits mit ihrer "Null" EP begeistern. Wer die Kalifornier bis jetzt nicht kannte, sollte diesesn Zustand schleunigst ändern, und die nächstbeste Gelegenheit wahrnehmen, um sich "Void" anzuhören. Aber Vorsicht: Benutzung auf eigene Gefahr! Denn was das Quartett hier an extremster und intensivster Musik abbrennt, scheint schon nicht mehr von dieser Welt zu sein.

Ihr wollt eine Stilschublade? Vergesst es! Vergesst am besten gleich alles, den ganzen Hype um den sogenannten 'Math-Metal', die ganzen Wimps, die sich MASTODON oder DILLINGER ESCAPE PLAN nennen, schmeißt den ganzen Kram in die Tonne!

"Void" ist ein einziges schwarzes Loch, ein psychotischer Sog aus Doom, Sludge, Jazz, Funk, Death, Progressive, Post-Rock, …arrrrghh! INTRONAUT ist das Kollektiv aus vier erfahrenen Musikern, die allesamt in namhaften Bands wie UPHILL BATTLE, ANUBIS RISING, IMPALED und EXHUMED gezockt haben. Dass einer von ihnen auch eine musikalische Hochschulausbildung genossen hat, merkt man den acht komplexen Kompositionen an. Jeder Song ist quasi eine Persönlichkeit für sich, völlig unabhängig von den anderen. Der wilde Stilmix artet jedoch zu keiner Zeit in komplexes Gefrickel-Sperrfeuer aus, INTRONAUT verlieren sich nicht in ihren Mikrokosmen, und auch der Hörer wird auf keiner akustischen Streckbank gefoltert, bis ihm die Nervenstränge reißen – nein! INTRONAUT verstehen es nahezu perfekt, brachiale Gewalt, komplexe Arrangements und fragile Klanggebilde in einem emotionalen Geflecht zu verweben – Materie trifft auf Antimaterie, aber anstatt völliger Vernichtung eröffnen sich neue Welten. INTRONAUT operieren wie ein Metzger, bügeln die Sommerwiese mit einer Planierraupe platt, und gleichzeitig erschaffen sie neues Leben, welches voller Kraft aus dem Boden sprießt.

INTRONAUT wecken viele Erinnerungen, etwa in den melodiösen Passagen an ISIS oder in den zermürbenden Parts, die man in ähnlicher Weise von NEUROSIS kennt. Doch sie rufen kein déjà-vu-Erlebnis hervor, sie kopieren nicht, sie definieren ihren Stil auf ganz eigene Weise, innovativ, intensiv, erfrischend und ungebremst kreativ.

Schwer zu beschreiben, schwer zu genießen für Liebhaber der leichteren, eingängigeren Kost, wobei INTRONAUT den Kontakt zur Eingängigkeit zu keinem Zeitpunkt verlieren. Wer den Einstieg in dieses Album findet, wird sich freiwillig dem Sog hingeben, der Reise in die Miniaturepen, aus denen man nicht wieder hinaus möchte.

Ein faszinierendes Album der Art, von der es glücklichweise nicht viele gibt. INTRONAUT sind in ihrer Liga eine Band von wenigen, die sich auch nicht großartig um Trends und Hypes scheren muß. "Void" ist keine Partymusik, nichts zum mal Nebenbeihören, "Void" muß man genießen, "Void" muß wirken… und es wird wirken. Lasst Euch berauschen…

» Intronaut

INFO-BOX
Künstler Intronaut
Titel Void
Format Album
Länge 8 Tracks | 50:14
Label Lifeforce Records
17.11.2006

Leserwertung:

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1 Kommentar zu Intronaut – "Void"

Stendahl 666
31. August 2008

Hi Betadroner,

die möchte ich auch mal kennenlernen!

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