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Imaad Wasif – "The Voidist"

27. Oktober 2010 | Bastian | Musikrezensionen | 2.598 mal gelesen

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Vertontes Glück

Imaad Wasif - "The Voidist"Mit den YEAH YEAH YEAHS kann er gut, ebenso mit den RACONTEURS oder DEAD WEATHERS, und noch mindestens ein anderes Dutzend klangvoller Namen, die in dem in Los Angeles beheimateten Singer-Songwriter IMAAD WASIF so etwas wie einen Seelenverwandten gefunden haben. Kein Wunder also, dass er sich mit Dale Crover (MELVINS), Greg Burns (RED SPAROWES) und Mathias Schneeberger (THE OBSESSED, GUTTER TWINS) illustre Gäste für sein drittes Album an Bord geholt hat. Und was kommt bei dieser Konstellation heraus? Ein fantastisches Album, mit dem Wasif seine psychedelische Zeitreise fortsetzt.

"The Voidist" ist gar nicht so leicht zu greifen, verzahnt aber die stilistische Vielfalt so geschickt, als wäre das eine der leichtesten Übungen. Akustische Gitarren, traumhafte Reverbs, leichtherziger Indie Rock, bei dem immer ein bisschen Melancholie mitschwingt, Folk-Einflüsse und alles mit dieser kräftigen Psychedelic-Grundierung, dass man völlig ohne Beigaben einen herrlichen, musikalischen Trip genießen kann. Wasif fühlt sich an vielen Plätzen wohl: auf der geräumigen Bühne, wo die Saiten elektronisch klingen dürfen, in gemütlicher Club-Atmosphäre, wo man gern enger zusammenrückt, um ihm zuzuhören oder einfach nur er mit seiner Gitarre – irgendwo. Er singt über die Liebe, das Leben, die Mysterien des Universums und kann dabei so eindringlich sein wie Matthew Bellamy von MUSE. In anderen Momenten spricht aus seiner Stimme ein junger Jim Morrison, und die ehrwürdigen analogen Sounds versprechen Nestwärme und schöne Erinnerungen.
Es ist das wohlige Gefühl von Zeitlosigkeit, was dieses Album umgibt. Ausschweifende Instrumentalparts, verträumter, intimer Gesang, sphärische Arrangements, angenehmes Dröhnen… kurz gesagt, Musik, aus der ohne Zweifel ehrliche Emotionen zum Vorschein treten. Oder aus einer anderen Perspektive, wie es Wasif vor kurzem in einem Interview selbst gesagt hat: Es ist kein Album, welches einen inneren Rauschzustand abbildet, "The Voidist" ist der Versuch, das Mittel für so einen Rausch, einen Trip oder wie man es auch immer nennen möchte, zu sein.

Vertontes Glück, das Schönste, was Musik bewirken kann. Das Cover erinnert mich an OVUCAs "Wasted Sunday" – genau so entspannt kann man "The Voidist" auf sich wirken lassen.

8/10

» Imaad Wasif

INFO-BOX
Künstler Imaad Wasif
Titel The Voidist
Format Album
Länge 11 Tracks | 42:21
Label Viva Hate Records
22.10.2010

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (3 Wertungen, Ø 8,33 von 10)
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1 Kommentar zu Imaad Wasif – "The Voidist"

Hagen Von Tronje
3. November 2010

Tolle CD!

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