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Herder – "Gods"

30. August 2014 | Matthias | Musikrezensionen | 1.333 mal gelesen

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Die Groninger Scheißhaus-Walze

Herder - "Gods"Auf ihrer Facebook-Seite beschreiben die niederländischen Sludge-Metaller HERDER ihren Heimatort abfällig mit 'Groningen Shithole'. Ob diese Bezeichnung tatsächlich treffend formuliert ist, vermag ich nicht zu beurteilen, durchaus aber, dass sich das intensive, harsche Gefühl hinter dieser Äußerung auch in der Musik auf ihrem zweiten Album "Gods" wiederfindet. Die Musiker schenken sich demnach nichts und zerfetzen die Ohren des Hörers mit wuchtigen Doom-, Stoner- und Sludge-Salven, die sich gewaschen haben. Definitiv haben HERDER im direkten Vergleich zu ihrem gleichnamigen Debüt von 2011 noch eine Schippe drauf gelegt und klingen reifer, feiner aber auch wuchtiger und insgesamt vollmundiger.

Besonders herausstechend sind die starken Lead-Gitarren, die mit Hall eine melancholische Weite ins Spiel bringen, welche man bei Sludge-Bands nicht allzu häufig findet. Das siebenminütige "Asylum Of The Forgotten" beinhaltet dabei alle Stärken der Band und führt ihren Sound zur Vollendung. Zwischendurch wird der tiefe Moloch durch den wuchtigen Hardcore-Prügler "Maelstrom" oder das saftige "FOAD II" aufgefrischt und zeugt von einer musikalischen Haltung, die sich trotz einer bestimmten Stilzugehörigkeit in keine Schranken weisen lässt. Selbst diese etwas flotteren Nummern besitzen dabei eine tiefe Schwere, was übrigens ganz klar auch an den super fett produzierten Gitarren liegt, die wie eine Maschinensäge auf Low-Speed klingen. Der durchgehend angepisste Schreigesang, der die Musik vorzüglich ergänzt, spiegelt dann auch genau das wider, was die Band mit ihrem Herkunftsort und ihrer anarchischen Haltung äußert: Stimmung aus dem Scheißloch Groningen. That's it, buy or die!

8/10

» Herder

INFO-BOX
Künstler Herder
Titel Gods
Format Album
Länge 10 Tracks | 46:56
Label Reflection Records
14.05.2014

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