• N/A

  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)

Helheim – "Heiðindómr ok Mótgangr"

17. November 2012 | ME | Musikrezensionen | 1.713 mal gelesen

Tags: , , ,

Black Arrows

Nach den halbgaren, komplex-wirren letzten Alben der Norweger HELHEIM veröffentlichte die Band im letzten Jahr "Heiðindómr Ok Mótgangr". Niemals hätte ich gedacht, dass es dieser Band gelingen würde, noch einmal so ein geiles, durchgängig hochwertiges Black Metal-Album aufzunehmen. Denn das ist es geworden, eines der besten Werke des Genres der letzten Zeit. "Viten og mot (Sindighet)" startet episch, sehr melancholisch, dennoch klirrend und düster und sagen wir es vorweg, diese dunkle Schiene behält die Band über mehr als fünfzig Minuten bei. Tolle Soli, völlig ungewohnt für diese Musikrichtung, ein beinahe an eine Tuba erinnernder Effekt und atmosphärischer Hall begleiten den staunenden Hörer. Das sollen HELHEIM sein, die Band, welche einen mit ihren wirren Songstrukturen zuletzt beinahe aus dem Fenster springen ließ? Aus dem Erdgeschoss natürlich…

Nun, HELHEIM begeistern diesmal und das ist wirklich schwer geworden in diesem so ausgelutschten Musiksegment. Sie erinnern kurz an MARILYN MANSON ("Element"), dann wieder an Techno, aber ohne das Gesamtbild archaischer Kälte und Norweger-Stimmung zu gefährden. Im Gegenteil, sie reichern es an. "Dualitet Og Ulver" entführt in den Tiefschnee, hinter die vom Dunst verhangenen Berge. Es rasselt schwarze Pfeile, Rebellion, Verzweiflung, und erneut ein feines Wah-Wah-Solo. Grandios!
"Viten og mot (Stolthet)" und "Maðr" (mit ganz kurzem beinahe tanzbarem Break) führen diese Linie konsequent fort. Anklagend die halsbrecherischen Vocals, die Breaks überraschend platziert, gute (!) Klarstimmen und rasselnde Parts im Dauerfeuer, komplexe Strukturen, dann wieder beinahe an eine schnelle Version von SUMMONING erinnernd, mit modernen Passagen, das ist richtig gut, was HELHEIM da zelebrieren. Narration-Voice, Rhythmuswechsel, dann ab in den Tunnel, kurz in Trance versetzen lassen, Morgendämmerung, kurze innere Einkehr, um sofort wieder loszulegen. Eine Achterbahnfahrt! "Viten og mot (Årvåkenhet)" ist der technische, sehr komplexe Track des Albums (welcher jedoch sehr fein ist!), "Viten og mot (Bevissthet)" ein weiterer Atmosphärensong mit erneut diesem eigenwilligen Tuba- oder Horn-Effekt und "Helheim 8" führt endgültig instrumental ins Nirwana.

» Helheim

INFO-BOX
Künstler Helheim
Titel Heiðindómr ok Mótgangr
Format Album
Länge 9 Tracks | 53:04
Label Dark Essence Records
01.04.2011

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (2 Wertungen, Ø 7,50 von 10)
Loading...


Ähnliche Artikel:
» Kurz notiert #67 – Extrem hörbar
» Månegarm – "Nattväsen"
» Windir – "Arntor"
» Kampfar – "Mare"
» Einherjer – "Norrøn"
» Enslaved – "Ruun"
» Finntroll – "Nifelvind"

No comments yet.

Leave a comment

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *