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Heathen – "The Evolution Of Chaos"

25. März 2010 | ME | Musikrezensionen | 1.340 mal gelesen

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Kein Meilenstein!

Heathen - "The Evolution Of Chaos"Auch auf die Aussicht hin, mich nunmehr gänzlich unbeliebt zu machen, möchte ich anmerken, dass HEATHENs Kultalbum "Victim Of Deception" längst nicht den Klassikerstatus haben sollte, welcher dem Werk von vor beinahe 20 Jahren heute von Szenekennern allgemein zugeschrieben wird. Denn mit Ausnahme der genialen Eröffnung des Albums gab es doch viel zu viel überhellen Gesang zu schon seinerzeit altbacken-klopfenden Riffs, welche eben nicht immer in nachvollziehbare Melodiebögen eingebunden wurden, wie es z. B. auf der "Doomsday"-LP von FLOTSAM & JETSAM so trefflich vorexerziert worden war.

Ein düsteres Intro aus Marrakesch eröffnet "The Evolution Of Chaos". Wilhelm Hauff hätte seine Freude daran gehabt. Nachdem Fatme errettet ist, säbelt der Titelsong "Dying Season" mit Speed, Melodien und sichelnden Leads. Ähnlich gehen PARADOX zu Werke. Helle Licks und überbordende Soli an den unmöglichsten Stellen, das lieben Lee Altus und Co. Auch den typischen Thrash-Gesang für US-Bands, welcher tatsächlich nicht ganz so hoch tönt wie vor zwei Dekaden.

Nicht allzu verwunderlich dürfte sein, dass EXODUS (da ist Lee Altus seit 2005 Gitarrist) und METALLICA durchaus Vorlagengeber für HEATHEN sind. Das fällt bei Chorussen auf, welche an die "Justice For All"-Phase von Hetfield und Konsorten erinnern und an die zahlreichen Querverweise bezüglich der Licks in den Speed-Thrash-Sektor, in welchem zuletzt EXODUS wilderten. Die Höchstnoten für dieses Album kann ich nach dem Hören der ersten zehn Minuten nicht nachvollziehen; dazu fehlt es dem Opus schon jetzt an Killer-Qualitäten. Die Akkorde, Harmonien und Melodien bleiben mittig, schwenken nie in Richtung "Hammerhead", "Bonded By Blood" oder "Creeping Death" aus.

Zu sehr fuhrwerken HEATHEN auf altbekannten Hauptkampflinien; schlecht machen sie das nicht, doch Riffgeschiebe und 0815-Balladen dulde ich allmählich nicht mehr. Gerade die Überlänge der  Tracks zeigt schonungslos den Mangel an Ideen. Einige Soli, orientalische Leads und die konsequent vorgelegte Power sind zu loben, die Cleverness bezüglich der hausbackenen Arrangements weniger. Und auch der Gesang bleibt weit unter seinen Möglichkeiten; Variation heißt das Zauberwort, in jeder Hinsicht. Dieses Manko teilen sie mit OVERKILL.

6/10

» Heathen

INFO-BOX
Künstler Heathen
Titel The Evolution Of Chaos
Format Album
Länge 11 Tracks | 68:08
Label Mascot Records
23.12.2009

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (2 Wertungen, Ø 5,50 von 10)
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