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Graveyard – "Lights Out"

28. Februar 2013 | ME | Musikrezensionen | 2.620 mal gelesen

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Electric Lightning

Okay, natürlich erinnern sie an LED ZEPPELIN, LYNYRD SKYNYRD und BLACK SABBATH. Und klar, neu ist solche Musik nicht. Allerdings von umwerfender Qulität, Stimmung, ein Kunstwerk wunderbar organischen Zusammenspiels. In all der lärmenden Härte derzeitiger Veröfentlichungen kommen GRAVEYARD aus Schweden locker daher, scheren sich um keine Trends und räumen bei Verehrern von Black Metal ebenso ab wie bei Fans von MOTÖRHEAD oder Indie Rock.

Kein Wunder. Denn das Songmaterial und das Können der Band heben die Schweden weit über den Durchschnitt hinaus. "An Industry Of Murder" zimmert uns feine Kiffermucke der Sorte LED ZEPPELIN in die Gehörgänge, Härte, Blues, Heavyness, kringelnde Gitarren, schräg-schönen Gesang. Das folgende "Slow Motion Countdown" erinnert an Glenn Hughes und die "Seventh Star"-Scheibe von Toni Iommi. Gänsehaut pur im Chorus!

"Seven Seven" kommt als kurzer Rocker mit Heavy-Hookline und lässigstem Gesang. Die Gitarren drücken und der Blues rollt. Einfach geil, so einfach kann das gehen! "The Suits, The Law & The Uniform" setzt mit Charme auf diese schräge Form des Rock'n'Roll, wie sie LED ZEPPELIN einst so populär gemacht haben. Die Stimme, zu gut der Joakim Nilsson!

"Endless Night" entführt in schmissige Blues-Gefilde, der Refrain ist einfach GOTT. "I Was Born Into Endless Night…" that's pure fuckin' coolness! "Hard Times Lovin'" zaubert dann wieder einen Verführersong vom Allerfeinsten in den Äther. Wer damit bei seiner Angebeteten scheitert, muss Zombie sein. Unmöglich!

Manchmal erinnert der Gesang auch sehr angenehm an die Legende JEFF BUCKLEY. "Goliath" tönt erdig, Route 66, Gasoline. Ramm, Edlund und Sjöberg hämmern munter vor sich hin, daraus entstand Metal einst und hier schließt sich der Kreis. "Fool In The End" schichtet wieder diese WHITESNAKE-Vibes aufeinander, Sex, Drugs & Rock'n'Roll. Diese unnachahmliche, nur von dieser Art Musik zu erzeugende Dynamik. Pures Leben pulsiert hier um seiner selbst willen. Geil, was sonst, da passt das Wort mal wirklich!

"20/20 (Tunnel Vision)" beschließt das Album ruhig, mit einem weiteren Song für Attentate auf die Liebste. Meine Güte, die feinen, fetten, warmen Hooklines, dafür würden andere Bands zu Kannibalen. GRAVEYARD nicht, die schütteln sich allercoolstes Liedgut nur so aus dem Ärmel.

Der Verfasser dieser Zeilen hat die Band 2011 beim Breeze gesehen und gehört, da waren sie neben THE OCEAN die Besten. Und "Hisingen Blues" war ja schon ein Hammer vor dem Herrn. Nun, "Lights Out" ist es auch. Musik fürs Auto, feine Rendez-Vous, zum Rauchen und einfach so.

» Graveyard

INFO-BOX
Künstler Graveyard
Titel Lights Out
Format Album
Länge 9 Tracks | 35:26
Label Nuclear Blast Records
26.10.2012

Leserwertung:

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1 Kommentar zu Graveyard – "Lights Out"

Matt
17. August 2013

Top-Album!!! Absolute Empfehlung …nicht nur für Nostalgiker!

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