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Farflung – "A Wound In Eternity"

25. November 2011 | Bastian | Musikrezensionen | 3.167 mal gelesen

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Raumschiffe im Wüstensand

Eine Wunde für die Ewigkeit. Mondkrater, Canyons auf dem Mars, stumme Zeugen von gewaltigen Explosionen auf Yucatan – all das mag verblassen, wenn die Seele tiefe Schrammen erhält. Wenn FARFLUNG aus dem sonnigen Los Angeles sich in unsere Hirnwindungen eingraben, dann klingt das in etwa so, als wären ELECTRIC MOON und HAWKWIND auf Raumpatrouille. Allerdings nicht in der Nähe von Orion, sondern eher unter dem kühlen Sternenhimmel vom Death Valley. Trips schmeißen, Gras rauchen, Gas geben und den Wüstensand ins Gesicht peitschen lassen – so ungefähr fühlt sich die Platte an.

Mal kurven sie ziemlich lässig neben den legendären Pionieren durch die Gegend, nur um später mit ungehobelter Eleganz musikalische Fraktale mit dick aufgetragenen Riffs zu zeichnen. Ob schnell oder mal etwas gemächlicher unterwegs, kennzeichnend sind immer der breitwandige, vielschichtige Gitarrensound und die herrlich unbeschwerte, unpolierte Attitüde. Sie schwelgen durchaus gern mal in ihren dickflüssigen Klängen, so wie etwa bei "Silver Shrooms", aber Songs wie "Endless Drifting Wreck" klingt genauso dreckig und unaufhaltsam, wie es sein muss.

"A Wound Of Eternity" klingt vertraut, es schmeckt nach retro, auch wenn es die Band nicht darauf anlegt und ein feines Händchen für einen ziemlich ausgeklügelten Mix aus Stoner, Space und psychedelischem Rock beweist. Und das alles in einem derart mitreißenden Fluß, dass einem nicht nur in der Wüstenhitze die Spucke wegbleibt. Hat dich die Strömung einmal erfasst, dann treibt sie dich bis zum Ende. Energisch, gewaltig, und der ganze Körper vibriert. So muss das sein.

» Farflung

INFO-BOX
Künstler Farflung
Titel A Wound In Eternity
Format Album
Länge 10 Tracks | 59:10 (Limited Edition)
Label MeteorCity
2008

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (2 Wertungen, Ø 9,00 von 10)
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