• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)

Faded Paper Figures – "Relics"

13. September 2014 | Bastian | Musikrezensionen | 1.482 mal gelesen

Tags: , , ,

Kontrastreicher Synth-Indie-Pop

Faded Paper Figures - "Relics"Für Kreativität ist immer Platz, egal ob man tausende Meilen zwischen sich stehen hat, Vollzeitjobs nachgeht und nebenbei noch eine Familie gründet. So zumindest zeigt es das US-Trio FADED PAPER FIGURES, bestehend aus einem Uni-Dozenten, einem Musikproduzenten und einer Ärztin (letztere beide verheiratet mit Kind). Sie veröffentlichen seit 2008 im schönen 2-Jahres-Rhythmus neue Album, das vierte im Bunde ist nun "Relics".

Was einmal als willkommene Zerstreuung neben Studium und Beruf begann, hat sich längst zu einer recht erfolgreichen Geschichte entwickelt. Das liegt vor allem daran, dass die Band mit ihrem leichtfüßigen Synth-Indie-Electro-Pop verdammt viele Nerven treffen, und das auf recht vielseitige Weise. "Relics" besteht nämlich bei weitem nicht nur aus Elektronik – Musikproduzent Kael Alden nimmt ein ganzes Dutzend Instrumente in die Hand, darunter auch Sitar, Mandoline, Banjo, während R. John Williams Ukulele und Schreibmaschine beisteuert. Ärztin Heather glänzt vor allem durch ihre Stimme.
Die Platte beginnt mit einem deutlichen 80er Electro-Pop-Vibe ("Breathing"), zeigt aber auch schnell ganz andere Facetten, so z.B. die Akustikklänge in "Wake Up Dead". Warum auch die ganzen Instrumente anschleppen, wenn man sie nicht hören sollte. Die drei erschaffen damit eine wirklich hörenswerte Balance aus synthetisierten Pop-Klängen, Beats und unverfälschten Saiten- und Tasteninstrumenten, mit denen sie auch die gewohnten Elektronik- und Popschemen aufbrechen. Das Ergebnis sind dann so honigsüße Refrains wie in "Spare Me" oder auch nachdenklichere Nummern wie "Fellaheen".

Zwei der stärksten Stücke haben sie sich fast bis zum Schluß aufgehoben: "What You See" begeistert mit reichlich Energie und mitreißender Melodie, während mein persönliches Highlight "Real Lies" um ein paar Ecken mit UNDERWORLD verwandt sein könnte. Gerade hier zeigen sich auch die tollen instrumentalen Kontraste, wenn flirrende Synths mit der Sitar im Einklang stehen.

Wer auf unbeschwerte, offenherzige Pop-Klänge mit reichlich Electro und Synths steht, sollte "Relics" unbedingt mal antesten.

7/10

» Faded Paper Figures

INFO-BOX
Künstler Faded Paper Figures
Titel Relics
Format Album
Länge 12 Tracks | 48:52
Label Shorthand Records
05.08.2014

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (Noch keine Leserwertungen vorhanden)
Loading...


Ähnliche Artikel:
» Kurz notiert #56
» Passion Pit – "Manners"
» Cinnamon Chasers – "A Million Miles From Home"
» (((S))) – "The Moon Is My Sun"
» Kurz notiert #25
» Subraum Katzen – "Träume in dunklen Farben"
» M83 – "Saturdays = Youth"

No comments yet.

Leave a comment

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *