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Enslaved – "Ruun"

10. Januar 2009 | Matthias | Musikrezensionen | 1.937 mal gelesen

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Der zündende Funke will nicht richtig überspringen

Eigentlich waren ENSLAVED immer ein Garant für ein aufregendes Hörerlebnis, oder zumindest dafür bekannt, sich nicht von Grenzen einengen zu lassen. "Ruun" fädelt sich im Grunde genau dort ein, hat aber dennoch einen nicht ganz so wohligen Nachgeschmack wie es bisher bei den vorherigen Alben der Fall war.

"Ruun" ist wahrlich kein schlechtes Album geworden, ganz und gar nicht. ENSLAVED spielen erneut eine Melange aus progressivem Black Metal und Rock-Elementen, die durchaus aus den 70ern stammen könnten; dazu der zumeist (immer noch sehr) Black Metal-lastige Kreischgesang und fertig ist das Gebräu. Genau hier liegt jedoch auch der Hund begraben, denn ehrlich gesagt hätte ich von dieser faszinierenden Kapelle ein wenig mehr Innovation, bzw. einen größeren Schritt nach vorne erwartet.

Auch wenn es merkwürdig klingen mag, aber "Ruun" ist das erste Album von ENSLAVED, auf dem mich eben dieser typische Black-Metal-Gesang regelrecht stört. Dieses Gekreische mag an vielen Stellen nicht mehr so wirklich zur gebotenen Musik passen, die im Gegensatz dazu einfach zu vielseitig geworden ist. Sicher, an dieser oder jenen Ecke klappt und passt es noch wunderbar, wirkt auf mich auf weite Strecken jedoch sehr ermüdend, bis hin eben zur störenden Erscheinung. Warum haben sie nicht den Schritt gewagt und dem Gesang mehr Spielraum gelassen?

Dies bedeutet keineswegs, dass "Ruun" komplett durchfällt, nur haben ENSLAVED meiner Meinung nach nicht alles in dieses Album gesteckt, was möglich gewesen wäre. Der Sound lässt wie gehabt jede Zweifel offen und die Songs selbst sind grundsätzlich ebenfalls hörenswert. Was mir fehlt ist einfach das Neue. Mir fehlt das gewisse Etwas, das die vorigen Alben innehatten. Dieses Gefühl, etwas Spannendes zu hören und interessante neue Elemente zu entdecken.

Dieses Mal bewegten sich ENSLAVED in bekannten Gewässern und mieden Untiefen weitestgehend. Die Wikinger sollten sich auf ihren nächsten Alben wieder trauen, in fremden Gegenden zu plündern; ohne Rücksicht auf Verluste!

» Enslaved

INFO-BOX
Künstler Enslaved
Titel Ruun
Format Album
Länge 8 Tracks | 46:03
Label Tabu Recordings
22.05.2006

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (4 Wertungen, Ø 7,50 von 10)
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1 Kommentar zu Enslaved – "Ruun"

ME
4. Oktober 2010

Nicht so stark wie "Isa", "Vertebrae" und "AEO". Nicht so zwingend, das Songmaterial, etwas uneins, unzusammenhängend. Aber ganz gut schon. 7/10

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