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Deserted Fear – "Kingdom Of Worms"

16. Oktober 2014 | Matthias | Musikrezensionen | 944 mal gelesen

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Die alte Garde wird beben

Deserted Fear - "Kingdom Of Worms"Zwei Jahre nach ihrem Debüt "My Empire" aus dem Jahre 2012 meldet sich die thüringer Death-Metal-Fraktion DESERTED FEAR mit einem neuen Album zurück. Genretypisch sehr treffend betitelt mit "Kingdom Of Worms" bringen sie ihre Vision des Stils erneut ein Stück nach vorne und zelebrieren Todesstahl der alten Schule, ohne Schnörkel, ohne Kirmes und ohne modernem Hickhack wie Breakdowns und sowas. Stilistisch verweben die Musiker den Sound des schwedischen Death Metals mit traditionellem Old-School-Geballer der U.S.-Marke, natürlich immer brutal, fett, saftig und stets kräftig auf die Nüsse.

Die Band konnte auch gleich einen Namen für ihr zweites Album gewinnen und so hat niemand geringeres als Dan Swanö (u.a. EDGE OF SANITY, BLOODBATH) im Unisound-Studio den Mix und das Mastering übernommen. Spielt man diesen Trumpf zusammen mit dem gelungenen Artwork von Thomas "Necromaniac" Westphal aus, haben DESERTED FEAR bereits einen Teil der Miete zusammen. Den Rest erledigt das gute Songmaterial. Spannend hierbei ist, dass mit Manuel Glatter Gesang, Gitarre), Fabian Hildebrandt (Gitarre, Bass) und Simon Mengs (Schlagzeug) nur drei Musiker am Werk sind und sie trotzdem einen schön vollmundigen Sound bringen. Dass man im Studio Gitarren doppeln oder mehrere Spuren einspielen kann ist klar und so müssen die Thüringer natürlich auch live noch beweisen, dass ihr Stoff ebenso wuchtig funktioniert, aber ihre Arbeit auf dem Album ist schonmal beachtenswert.

Wenn nach dem Intro der erste regulläre Track "Forging Delusions" durchpfeift, muss man unwillkürlich aufhorchen, beim Titelstück "Kingdom Of Worms" steigt das Interesse und spätestens mit dem gewaltigen Nackenbrecher "Wrath On Your Wound" dürfte der gute Eindruck bestätigt sein. Der Uptempobeat aus "The Agony" mit seinem erbarmungslosen Gekloppe, das wie von einer Maschine klingt, erinnert mich sogar ein wenig an AT THE GATES, was auf den rest des Stückes nur marginal zutrifft. Das tragende Riff von "With Might And Main" hätte auch von MORGOTH stammen können, was den Song sehr sympathisch macht und so kann man hier und da immer mal wieder die eine oder andere Erinnerung an andere Bands aufleben lassen. Nein, Abkupferei gibt es hier nicht, höchstens eine ernsthafte Verneigung vor der glorreichen Zeit des Death Metals.

Das Album kann auf jeden Fall was und zeigt DESERTED FEAR von einer stark gereiften Seite. War das Vorgängeralbum schon gut, ist "Kingdom Of Worms" noch besser ausgefallen. Gibt es einen Wermutstropfen? Höchstens, dass es hier stilistisch nichts neues oder frisches zu hören gibt, sondern einfach "nur" guten Death Metal der alten Schule mit einem wirklich superben Sound. Aber das reicht doch auch! Oder?

7/10

» Deserted Fear

INFO-BOX
Künstler Deserted Fear
Titel Kingdom Of Worms
Format Album
Länge 11 Tracks | 39:56
Label FDA Rekotz
24.10.2014

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