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Depeche Mode – "Delta Machine"

4. April 2013 | Matthias | Musikrezensionen | 2.078 mal gelesen

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Willkommen in der neuen alten Welt

Ich bin mir nicht sicher, ob es angemessen oder überhaupt passend ist, DEPECHE MODE als ehemalige Rebellen der modernen Musik zu bezeichnen, aber auf gewisse Art und Weise haben sie einiges dazu beigetragen, die elektronische Musik damals in den 1980ern zu revolutionieren. Sie haben ihr einen Popcharakter verliehen und trotzdem das dunkle Feeling des Dark Wave beibehalten. Nicht umsonst nannten viele Gothic-Freaks DEPECHE MODE wenn sie ihre musikalischen Vorlieben und Helden angeben sollten. Nun sind die 80er Jahre rund 30 Jahre her und DEPECHE MODE gibt es immer noch. Rebellen sind sie zwar keine mehr, brauchen sie aber auch nicht, denn ihre Musik spricht anno 2013 für sich.

Mit "Delta Machine" zeigen DEPECHE MODE, wo sie im zweiten Jahrzehnt des noch jungen Jahrtausends stehen. Beweisen müssen sie niemandem mehr etwas und auch von einem (weiteren) Comeback zu sprechen wäre schlichtweg falsch. DEPECHE MDOE waren immer irgendwie in irgend einer Form da.

Langsam schleichende Rhythmen, mal auch stampfend oder kantig verspielt, paaren sich mit elektronischen Spielereien und Effekten. Es zirpt, fiept und piepst und hinzu kommen leichte Klangteppiche und offensive aber auch versteckte Melodien. Eingängigkeit paart sich mit elektronischen Spielereien und auch der stets dagewesene Schwermut in der Stimme Dave Gahans und in den Melodien ist nach wie vor vorhanden. Gahan leidet sich durch die Songs und singt wieder von Schmerz und Leid.

Eine Neuerung, oder auch Rückbesinnung, wie man es halt nimmt, gibt es doch: Die Gitarren bleiben fast gänzlich aus. Gahan, Gore und Fletcher besinnen sich vornehmlich auf rein künstliche Klänge, behalten dabei jedoch immer den Überblick über das Geschehen und schwiefen nicht in unnötige Noise-Orgien ab. "Delta Machine" wirkt einerseits klinisch steril, da die reine Musik sehr robotisiert wirkt, andererseits verleiht Gahan den Stücken mit seiner charismatischen Stimme eine gewisse Sehnsucht und wehmütige Wärme. Ich möchte sogar klar sagen, dass DEPECHE MODE lange nicht mehr so wirksam und eigen klangen wie auf diesem Album.

Der Popfaktor ist natürlich immer noch vorhanden aber eben nicht mehr so direkt platziert wie auf den vorigen Alben. Und es tut ihnen gut! Wie schon der Opener sagt: Welcome to my world. Na denn, Willkommen in der neuen alten Welt von DEPECHE MODE.

» Depeche Mode

INFO-BOX
Künstler Depeche Mode
Titel Delta Machine
Format Album
Länge 13 Tracks | 57:48
Label Sony Music
22.03.2012

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (2 Wertungen, Ø 9,00 von 10)
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