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David Bowie – "Low"

22. Juli 2010 | Matthias | Musikrezensionen | 1.849 mal gelesen

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Berliner Trilogie: Part 1/3 - Klang und Vision

David Bowie - "Low"Einer der schillerndsten Paradiesvögel der Musikgeschichte ist wohl unbestritten der Brite DAVID BOWIE, der seit 1967 nicht nur eine enorme Anzahl von Veröffentlichungen vorweisen kann, sondern auch ebenso vielseitig und vielschichtig durch verschiedene Musikstile und Epochen gereist ist. Immer wieder hat er seine Musik durch aktuelle, moderne Komponenten erweitert und war stets offen für etwas Neues. Dabei hat er sich nie von seinem Weg und seiner Vision abbringen lassen und trotz weitläufiger künstlerischer Offenheit immer auch seinen eigenen Stil beibehalten.

DAVID BOWIE lebte von 1976 bis 1978 zusammen mit Iggy Pop in Berlin-Schöneberg, angeblich um von seiner starken Drogensucht wegzukommen. in der "Welthauptstadt des Heroins" (O-Ton) nahm er zusammen mit Brian Eno drei Alben auf, die nicht nur seine eigene Discography bereichern, sondern der gesamten Pop- und Rock-Welt unvergessliche Musik bescheren sollte. Bedenkt man, dass diese Alben ohne Rücksicht auf Verkaufszahlen produziert wurden, also frei und ohne Druck, wurden hier drei kleine Kunstwerke geschaffen.

Den Beginn der sogenannten 'Berliner Trilogie' machte "Low", ein insgesamt gesehen sehr experimentelles Album, das im Grunde überhaupt nicht das wiederspiegelt, was man (aus damaliger Sicht) bis dato von DAVID BOWIE gewohnt war und erwartet hat. Während der erste Teil des Albums direkte und relativ kurze, gradlinige Songs beinhaltet, unter anderem seinen Hit "Sound And Vision", besticht die zweite Hälfte durch längere, experimentelle Klang- und Song-Gebilde, vordergründig rein instrumentaler Natur.

Bowie und Eno kreierten Musik, die hörbar von Bands wie KRAFTWERK und CAN beeinflusst war und sie versuchten sich darüber hinaus an unkonventionellem Songwriting. Sie experimentierten mit Melodien und Tönen, Ambient und emotional getränkten Sounds, welche in gewisser Weise die innere Stimme und Beschaffenheit DAVID BOWIEs Ende der 70er wiedergaben; die Nähe zur Welt, zu Drogen, freigeistig und losgelöst.

Wer maßgeblich an der Entwicklung der Stile Pop, Rock, Electronic und Avantgarde interessiert ist, kommt an "Low" und den beiden Folgewerken der 'Berliner Trilogie', "Heroes" und "Lodger", nicht vorbei. Das hier ist unvergessliche und unumgängliche Musikgeschichte!

9/10

» David Bowie

INFO-BOX
Künstler David Bowie
Titel Low
Format Album
Länge 11 Tracks | 38:48
Label RCA Records
14.01.1977

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (2 Wertungen, Ø 9,50 von 10)
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