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Battlelore – "Doombound"

25. Februar 2011 | ME | Musikrezensionen | 2.273 mal gelesen

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CREMATORY-Bazillus

Keybords, eine bombastische Produktion und Zuckerwatte-Fräuleingesang schon nach wenigen Sekunden gefällig? Dann hört die Buben und Madeln von BATTLELORE, dem Lande der tausend Seen. Diese stets auf äußerst schmalem Kitschgrad balancierende Band, welche regelmäßig in die schwarze Schlucht stürzt, da der Inhalt einfach nicht über die Länge eines Albums trägt, lässt sich jedoch nicht entmutigen und dröhnt weiter wie zuvor, so auch auf dem neuen Longplayer "Doombound". Das erinnert an die nimmermüden Deutschen von CREMATORY, die ja auch keine Songs zu schreiben imstande sind, es jedoch immer wieder tun, mit entsprechendem Ergebnis.

Die Klar-Gesänge sind nicht allzu kraftvoll, auch nicht als wirklich talentiert zu bezeichnen, das Elbenweiblein trällert munter und unverdrossen zu Arrangements, welche kaum Höhepunkte aufzuweisen haben. Fanfarenhaft wirt getrötet; wir segeln erneut durch die Anfurten, welche uns nunmehr bekannt sind. Die schwarzen Reiter können uns mal und hier begegnen sie uns auch nicht.

Denn wir sitzen mal wieder im Kreise wildbärtiger Germanenunholde, welche rumgeifern, um holde Maiden streiten oder, wenn sie über einen Restfunken Tatkraft verfügen, das Umfeld des Lagerplatzes erkunden. Das allerdings kann böse ausgehen, denn weit intelligentere Wesen tummeln sich unauffällig in der Nähe… Nun, dem Rest um das Lagerfeuer fällt es nicht sonderlich auf, das das Expeditionscorpse nicht wiederkehrt.

Einfachste Kinderliedmelodien werden mit unfassbar kitschigen Songstrukturen zu anspruchslosen, allerdings auf Hochglanz produzierten Songs verwoben. Wo da Doom sein soll… Blasphemie! Meine Güte, wie gut sind YEARNING dagegen, und diese Band kennt kaum einer! Erneut hören wir Akustisches; Wo bei NIGHTWISH, EPICA und AFTER FOREVER  lange Schluss wäre, fangen BATTLELORE erst an. Kreistanz, Reigen, mondbeschienener Platz vor dem Allerheiligsten, dazu ein wenig Grünen-Esoterik, grünäugige Fräuleins mit Stirnbändern, Ledersandalettchen und roten Zöpfen, wer jetzt nicht spätestens das Weite sucht ist selbst schuld.

Meine Güte, dagegen sind selbst die Nachtwächter NIGHTWISH eine Klassikerband. Selbst mit Hietala… *ächz*

INFO-BOX
Künstler Battlelore
Titel Doombound
Format Album
Länge 11 Tracks | 54:06
Label Napalm Records
28.01.2011

Leserwertung:

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1 Kommentar zu Battlelore – "Doombound"

Ralf
9. März 2011

Das Album mal außen vor: Ist schon eher 'ne holprige Kritik – Germanen? Yearning? Kinderlieder? Platte gehört? 😉

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