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Autechre – "Incunabula"

20. Februar 2011 | Matthias | Musikrezensionen | 2.911 mal gelesen

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Elektronische Musik zum genießen

Autechre - "Incunabula"Unbestritten gehören Rob Brown und Sean Booth alias AUTECHRE neben Richard D. James / APHEX TWIN zu den großen Innovatoren der elektronischen Musikszene. Besonders ihre frühen Werke aus den 1990ern waren es, die durch futuristisch geprägte Klanglandschaften und kosmisch kühl gestaltete, künstliche Töne beeindruckten und es auch heute noch tun. "Incunabula" ist ihr Debütalbum und es dürfte keineswegs vermessen sein, diese Veröffentlichung als kleines Meisterwerk der elektronischen Musik der 90er Jahre zu bezeichnen. Nicht umsonst haben sich AUTECHRE zu einer der größten Szene-Bands entwickelt und genießen heutzutage einen erheblich guten Ruf und eine entsprechend große Anhängerschaft.

Äußerst fein, sauber und kristallklar produziert bestechen die die elf Tracks auf "Incunabula" trotz ihrer durchweg künstlichen und Form einen warmen Kern. Die Beats sind plastisch und perfekt programmiert, basieren jedoch keineswegs auf der kalten, monotonen Art, wie sie häufig in der Techno- und Trance-Ecke benutzt werden. Es werden gezielt Breaks und Stopps eingesetzt und die Beats werden zudem ausreichend variiert, sodass keine Langeweile aufkommt. Sie unterstützen die wahrhaft atmosphärischen Melodien und Pad-Flächen der Synthesizer nahezu perfekt. Letztere wurden seinerzeit stellenweise kritisiert, da sie ein wenig altmodisch klangen und nicht die angesagten Standards erfüllten. Ich behaupte, dass es gearde das ist, was "Incunabula" ausmacht. AUTECHRE haben eben nicht die aufkommende digitale Kälte eingefangen und wiedergegeben, sondern künstliche aber dennoch lebendige Musik erschaffen, die entspannend chillig wirkt und gleichfalls äußerst interessant anzuhören ist. Es sind die kleinen aber feinen Details, die dieses Album bewegen und spannend machen; die Fülle an Sounds, die sich mit der homogenen Produktion vereinen.

"Incunabula" sollte man entweder über Kopfhörer oder bei gehobener Lautstärke hören, damit sich seine volle Wirkung entfalten kann. Liebhaber gekonnter, vielseitiger elektronischer Klänge dürfen an AUTECHRE und besonders an diesem Album hier nicht vorbeisehen, bzw. -hören. Zur Orientierung für jene, die sich noch nicht mit der Musik der beiden Briten beschäftigt haben: Qualitativ sind AUTECHRE in einem Atemzug mit APHEX TWIN oder THE FUTURE SOUND OF LONDON zu nennen.

9/10

» Autechre

INFO-BOX
Künstler Autechre
Titel Incunabula
Format Album
Länge 11 Tracks | 78:04
Label Warp Records
29.11.1993

Leserwertung:

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