• N/A

  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)

Augury – "Fragmentary Evidence"

10. Juni 2010 | Matthias | Musikrezensionen | 1.673 mal gelesen

Tags: , ,

Hammer of the (Frickel-)Gods

Augury - "Fragmentary Evidence"Vermutlich können kanadische Death-Metal-Bands keine simplen Parts spielen oder zumindest keinen geraden Beat/Part zocken, ohne 25 Breaks in 20 Sekunden zu brettern und möglichst viele Griffwechsel auf den Gitarren zu bringen. AUGURY haben auf ihrem Longplayer "Fragmentary Evidence" zumindest alles erfüllt, was technischer Death Metal fordert, bzw. was man von diesem Genre erwartet. Das Album ist hart, hat einen fetten Sound, die Burschen frickeln was das Holz hergibt und definitiv schafft man es beim ersten oder zweiten Mal nicht, alle Breaks innerhalb eines Songs auf Anhieb mitzuzählen, geschweige denn wahrzunehmen.

Mit fettem Sound ausgestattet knüppeln sich AUGURY durch ihr komplexes Werk und mitunter kommt man schon ins Staunen bei dem, was die Herren Musiker hier fabrizieren. Mal abgesehen davon, dass die Gitarrenfraktion über jeden Zweifel erhaben ist und der Drummer zur oberen Garde gehört, besticht vor allem der Bassist durch seine vielen Einwürfe auf den hohen Saiten. Schnelle Läufe, melodische Einwürfe und Schau-was-ich-kann-Gefummel wirken hier überhaupt nicht großkotzig, sondern auf jeden Fall erhaben. Auf "Fragmentary Evidence" wird nicht nur gefummelt um des Fummelns Willen, sondern um den Songs den jeweils nötigen Kick zu geben.

Durchweg anspruchsvoll konzipiert und bis ins feinste Detail durcharrangiert kann man sich an diesem Album ergötzen. Es gibt brettharte Blastparts, super-melodische Midtempoparts, jazzig angehauchte Einwürfe und völlig verwurstelte Fingerbrechattacken, die sich gewaschen haben. Selbst der Gesang bei AUGURY variiert weitaus mehr als bei 99% aller anderen technischen Death-Metal-Truppen. Mal wird tief gegrunzt, mal aggressiv geschrien, mal hoch gekreischt und dann wiedererum werden mit klarer Stimme richtig geile Melodien gezockt. AUGURY sind eine der wenigen Bands, die dem Gesang genau dieselbe Bandbreite zugestehen wie der Musik. Während sich die meisten anderen Bands lediglich um eine verfrickelte Instrumentalfraktion kümmern, sind AUGURY hörbar bemüht, diesen Aspekt auch auf den Gesang zu übertragen; und es ist ihnen absolut gelungen.

Für alle Technik-Freaks und offenherzigen Extrem-Metaller dürfte "Fragmentary Evidence" von AUGURY eine wahre Wonne darstellen. Bestens geeignet um Luftgitarre zu spielen, die Nachbarn zu verschrecken oder um seinem Gitarrenlehrer mal eine Lektion zu erteilen.

9/10

» Augury

INFO-BOX
Künstler Augury
Titel Fragmentary Evidence
Format Album
Länge 9 Tracks | 55:02
Label Nuclear Blast Records
17.07.2009

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (2 Wertungen, Ø 9,00 von 10)
Loading...


Ähnliche Artikel:
» Kurz notiert #80 – Extrem hörbar
» Coprofago – "Unorthodox Creative Criteria"
» Atheretic – "Apocalyptic Nature Fury"
» Cryptopsy – "None So Live"
» Gorguts – "The Erosion Of Sanity"
» Phobiatic – "Fragments Of Flagrancy"
» Fallujah – "The Flesh Prevails"

No comments yet.

Leave a comment

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *