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Atheist – "Jupiter"

22. November 2010 | Matthias | Musikrezensionen | 2.899 mal gelesen

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Comeback allerfeinster Couleur

Atheist - "Jupiter"Lange 17 Jahre hätte wohl niemand gedacht, dass es diese Ausnahme-Band noch einmal wissen möchte und doch nochmal ein Album veröffentlicht. Nachdem bereits das gute Livealbum "Unqestionable Presence: Live At Wacken" (aus dem Jahre 2009) erschien, begann das Feuer wieder zu lodern und kurz darauf machte sich die Kunde breit, dass ATHEIST ein neues, reguläres Studioalbum aufnehmen. So wurde "Jupiter" geboren und letztendlich war es nur die globale Frage, ob die neue Veröffentlichung mit den bisherigen drei Alben "Piece Of Time" (1989), "Unquestionable Presence" (1991) und "Elements" (1993) mithalten kann.

Gleich, nachdem die ersten Töne des Openers "Second To Sun", der mit einem fabelhaften Einstieg glänzt, dürfte klar sein, dass wir es hier mit etwas großem zu tun haben. Auch durch die weiteren Stücke zieht sich, wie es sich für ATHEIST gehört, der Faden technischer Perfektion und wird dieses Mal sogar um einen 'catchy Faktor' ergänzt. Die Songs haben allesamt Wiedererkennungswert und gehen vor allem ins Blut, und das bei einer Frickel-Band wie dieser!

Nachdem der Einstiegs-Track bereits alles klar macht, haben folgende Songs wie "Fictitious Glide", das von einem schweren Death-Metal-Riff getragene Live And Live Again" oder das mit südamerikanischem Flair ausgestattete "Faux King Christ" (lest diesen Titel mehrmals…) oder auch "Tortoise The Titan" mit seinen fesselnden Gesangsparts leichtes Spiel. Die Gitarrenarbeit ist äußerst filigran, die Bassspuren außerordentlich einfallsreich und das Schlagzeugspiel wie erwartet über jeden Zweifel erhaben.

Jederzeit technisch völlig erhaben zücken ATHEIST eine anspruchsvolle Riff-Salve nach der anderen aus dem Ärmel und spielen einen Gott-Song nach dem anderen aus. Die Stücke machen Druck und qualitativ gibt es hier keine Abstriche zu machen. Der alte Spirit von ATHEIST ist nicht nur wieder da, sondern wird durch wichtige Komponenten, wie den Genuss moderner Technik in Form einer transparenten, kräftigen Produktion und die in all den Jahren hinzugewonnene Erfahrung der Musiker abermals gesteigert.

Auf "Jupiter" haben die Musiker alles richtig gemacht. Das Album birgt so viele kleine aber feine Sahnehäubchen, dass man selbst nach dem zehnten Durchlauf noch Parts und Ecken findet, die man vorher noch nicht genauer beachtet hat. "Jupiter" ist ein Album voll technischer Brillanz und kann nicht nur locker mit den früheren Werken der Band mithalten, sondern übertrifft diese sogar. Man muss es nur zulassen…

10/10

» Atheist

INFO-BOX
Künstler Atheist
Titel Jupiter
Format Album
Länge 8 Tracks | 32:29
Label Season Of Mist
08.11.2010

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (5 Wertungen, Ø 9,60 von 10)
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4 Comments zu Atheist – "Jupiter"

The Law
22. November 2010

Schon ne sehr feine Scheibe, vielleicht auch die beste Atheist aller Zeiten, aber ich würd jetzt vielleicht nicht ganz so überschnappen und gleich die Höchstpunktzahl vergeben. So 9/10 ist aber fjeden drin.

The Law
16. Dezember 2010

Puuh, ein kurzes Vergnügen. Ja, astreine Platte, eigentlich alles richtig gemacht, aber bereits nach nicht mal geschätzten 15 Durchläufen hab ich mich schon an "Jupiter" satt gehört.

Jonas
17. Dezember 2010

tolles album. ksnn mich daran nicht satthören. 15 durchläufe? mach mal eine pause junge. sollst dir die pladde ja nicht kaputthören…

The Law
19. Dezember 2010

Bei den anderen Platten hats länger gehalten. 🙂

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