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Apócrýphos – "The Prisoners Cinema"

4. März 2015 | Bastian | Musikrezensionen | 899 mal gelesen

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Gefangen in der Dunkelheit

Apócrýphos - "The Prisoners Cinema"Aus dem Duo PSYCHOMANTEUM, dessen einziges Album "Oneironaut" wir hier vorgestellt hatten, ist das Soloprojekt APÓCRÝPHOS geworden. Solist Robert C. Kozletsky setzt den Weg allerdings kontinuierlich fort, wenn auch ein paar Stimmungsstockwerke tiefer. Das hört man schon im ersten Track dieser Dark-Ambient-Drone-Offenbarung, "Eigengrau", ziemlich deutlich.

"The Prisoners Cinema" behandelt ein zweiseitiges Konzept, zwei Perspektiven der Gefangenschaft. Das wären zum einen die Erfahrungen der Gefangenen selbst, mit allen Sinneswahrnehmungen bzw. vor allem deren Einschränkungen in der Isolation und Angst des physischen Eingesperrtseins. Die zweite Perspektive ist sozusagen die mentale Seite – als Gefangener in der Dunkelheit des eigenen Geistes. Die Verbindungen zwischen beiden, das Potential der Rückkopplungen ist offensichtlich. Gefangener zu sein, dass ist in der Klangwelt von APÓCRÝPHOS vor allem eine mentale Frage. In neun Tracks, die sich im Verlauf des einstündigen Albums immer weiter hypnotisch in den Abgrund schlängeln, geht es um die Befreiung gedanklicher Fesseln, Katharsis – und zwangsläufig, der Atmosphäre nach zu urteilen, auch um deren Scheitern.

Bedrohliche Klangwände vereinen sich hier mit diffusem Rauschen und Gitarrendrones, sakrale Schwingungen finden ihren Widerhall im Echo riesiger Kathedralen des Nichts. Labelvater Frédéric Arbour (VISIONS) steuert etwas von seiner dunklen Energie bei. Insgesamt ein mehr als solides, atmosphärisches Dark-Ambient-Werk mit interessantem Konzept.

7/10

» Apócrýphos

INFO-BOX
Künstler Apócrýphos
Titel The Prisoners Cinema
Format Album
Länge 8 Tracks | 61:23
Label Cyclic Law
13.01.2015

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