• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)

Jahrespoll 2016 – Das Jahr der Entdeckungen (Matthias)

10. Januar 2017 | Matthias | Jahrespolls » Mescaline Injection » News » Polls | 852 mal gelesen

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Jahrespoll 2016

Und schon wieder ist ein Jahr rum. Ein Jahr, das prall gefüllt war mit guter und vor allem mit neuer Musik. Ich glaube, dass ich noch nie zuvor in 12 Monaten so enorm viele neue und vor allem herausragende Bands gefunden, entdeckt und kennengelernt habe. Es versteht sich dabei von selbst, dass nicht alles, was ich mir erschlossen habe, tatsächlich nagelneu ist. Manche Bands gibt es schon länger, sind jedoch bislang entweder an mir vorbeigegangen oder ich konnte zuvor nichts mit ihnen anfangen. Aber es sind auch einige darunter, die frisch auf dem Markt sind und mit ihren Debüts begeistern konnten.

Im Folgenden sind meine Top Ten 2016 aufgeführt. Vielleicht findet sich darunter ja der eine oder andere Tipp und bestenfalls entsteht der Wunsch, sich ebenfalls mit dem Stoff auseinanderzusetzen. Es könnte sich lohnen. Viel Freude mit meinen Favoriten der Album-Veröffentlichungen 2016!

Die besten Neuerscheinungen 2016:

david-bowie-blackstar-poll-2016 David Bowie – "★" (Review)

Der Abschied vom Thin White Duke war so überraschend wie seltsam, hat er doch nur wenige Tage zuvor ein letztes, fantastisches Album veröffentlicht. Zudem wusste niemand von seiner schweren Krebserkrankung, der er letztendlich auch erlag. BOWIE neigt sich auf "Blackstar" dem Jazz zu, verknüpft diesen mit experimentellen Pop-Sounds und natürlich seiner unverkennbaren Stimme. Ein Album, das wie gewohnt ungewohnt ist. BOWIE hat nochmal alles gegeben.

young-moon-colt-poll-2016 Young Moon – "Colt" (Review)

Indie Rock aus den Staaten mit Americana-Einschlag. Einfach aber stets dynamisch spannend gestrickt und nahezu durchgehend mit melancholischer Note. Vielleicht packt die Scheibe nicht gleich beim ersten Mal, aber wenn man bereit ist, sich mit ihr intensiv zu beschäftigen, inklusive der tollen Texte, dann lässt sie einen so schnell nicht mehr los. In Dauerrotation hörend kann ich sagen, dass dies ein absolutes Highlight des Jahres ist.

sophia-as-we-make-our-way-poll-2016 Sophia – "As We Make Our Way (Unknown Harbours)"

Wir mussten zwar lange warten, aber genau das hat sich gelohnt, denn das erste SOPHIA-Album nach sieben geschlagenen Jahren ist das beste, was die Band um Charakterkopf Robin Proper-Sheppard bislang veröffdentlicht hat. Tolle, melancholische Akustiksongs mit viel Tiefe und schönen Texten. Die Platte eignet sich für den verregneten Herbst ebenso, wie für entpannte Sommertage auf der Wiese. Hauptsache, man hat die Gelegenheit, die Musik in ihrer Gesamtheit zu genießen.

starflyer-59-slow-100x100 Starflyer 59 – "Slow" (Review)

Ein Mann und seine (musikalische) Vision. Indie Rock mit dunklem Gesang, der stellenweise fast schon in die Goth-Ecke gehört. Fast zumindest… Ein sehr ansprechendes, ausgewogenes Album mit einfachen und sehr prägnanten, eingängigen Songs. Für nachdenkliche Momente ebenso gut geeignet wie bei guter Laune. Musik zum Zurücklehnen und zum laut Aufdrehen. Denn: Auch die Nachbarn müssen endlich mal gute Musik hören!

the-veils-total-depravity-100x100 The Veils – "Total Depravity"

Ein Album, das sich sehr nachhaltig in die Gehörgänge gefräst hat. Zunächst erschien es nicht so leicht zugängig, weil der düstere und teils experimentelle Pop erst einmal die persönlichen Absperrungen durchbrechen musste. Dann aber entfalteten sich vorzügliche Lieder, die zudem viele sehr starke einzelne Parts und Ideen zu bieten haben. Von dröhnenden Beats bis absolut geilen Gesangsanteilen. Tolle Band, tolles, unangepasstes Album mit Langzeitwirkung.

swans-the-glowing-man-100x100 Swans – "The Glowing Man" (Review)

Das letzte Werk in der aktuellen Besetzung darf man wohl als einen (weiteren) Höhepunkt in der Diskographie der New Yorker Krachbarden bezeichnen. Sicher ist diese Musik nicht leicht konsumierbar und man muss sich schon auf die Exzesse der Schwäne einlassen können, um Zugang zu finden. Gelingt dies, entfaltet sich ein vertonter Trip in die Abgründe der Psyche. Genialität trifft Avantgarde und auch ein wenig Verruchtheit.

suede-night-thoughts Suede – "Night Thoughts" (Review)

Wer hätte sich gedacht, dass die Briten es noch einmal so grandios bringen würden?! Nach ein paar halbgaren, lahmen und sogar fast unhörbaren Alben kehren sie zu alter Frische zurück und haben mal eben, in der Rangliste nach dem Debüt, ihr (zweit)bestes Werk veröffentlicht. Tolle, tief gehende, melancholische Songs, die zum Nachdenken, aber auch zum Genießen einladen. Eine große Nachtmusik.

warhaus-we-fucked-a-flame-into-being-100x100 Warhaus – "We Fucked A Flame Into Being"

'Geil' war das Erste, was mir durch den Kopf ging, als ich mit WARHAUS in Berührung kam. Mastermind Maarten Devoldere pflegt hier einen Stil, den es eigentlich gar nicht (mehr) gibt. Irgendwo zwischen Trip Hop, Pop, Indie und Art ist seine Musik angesiedelt und versprüht einen sehr eigenen Charakter. Super geeignet zum chillen oder einfach, um der entspannten Laune einen Klang zu geben. Nebenwirkung ist das spontane Mitsingen oder mindestens das Mitsummen der Melodien.

holy-fuck-congrats-100x100 Holy Fuck – "Congrats" (Review)

Ideenreicher Electro- oder von mir aus auch Industrial-Dance-Punk ist das, was man anno 2016 am wenigsten erwartet. In einem Jahr, in dem neben dem üblichen Radiomist (Indie) Rock und Metal in allen Varianten blüht, ist diese Musik ein Augen- bzw. Ohrenfänger. Vielseitig ist der Stoff, mit einem großen Ideenreichtum ausgestattet und dann auch noch tanzbar; was will man mehr? Ich jedenfalls fahre auf die Scheibe ab, weil sie, wie WARHAUS auch auf ihre Art,  anders ist als das, was wir sonst so geboten bekommen haben.

red-hot-chili-peppers-the-getaway-100x100 Red Hot Chili Peppers – "The Getaway" (Review)

Die Überraschung des Jahres haben eindeutig die RED HOT CHILI PEPPERS vollbracht, denn wer hätte gedacht, dass es den Burschen tatsächlich noch einmal gelingen würde, ihre eigene Diskographie zu revolutionieren und ein weiteres Top-Highlight hnzuzufügen? "The Getaway" klingt so herrlich frisch und (im positiven Sinne) erwachsen, dass es wieder richtig Spaß macht, sich mit der Band auseinanderzusetzen. Die bedachten und reduzierten Klänge stehen den CHILIS verdammt gut. Sie klingen endlich erwachsen.

frightened-rabbit-painting-of-a-panic-attack-100x100 Frightened Rabbit – "Painting Of A Panic Attack" (Review)

Indie am Rande zum Pop und dabei sogar fantastisch gut. Wer die Chance dazu hat, sollte sich die Band unbedingt auch live ansehen. Das, was hier auf Platte schon so super klingt, kommt live noch kräftiger rüber. Viele schöne Songs und tolle Melodien mit Langzeiteffekt gibt es zu lauschen. Ein Album für (fast) jeden Moment, egal, ob man gut gelaunt ist oder eher grad 'nen Durchhänger hat.

gojira-magma Gojira – "Magma"

Es wird genug Metaller geben, die GOJIRA Ausverkauf vorwerfen, weil die Songs auf "Magma" catchy und einige sogar hitverdächtig sind. Das übliche Blabla aus einer Szene, die sich selbst und ihre Traditionen viel zu wichtig nimmt. GOJIRA sind den richtigen Schritt gegangen und schreiben einfach nur noch geile Songs! Mir reicht das! Mal abgesehen von zwei eher unwichtigen Instrumental-Intermezzos gibt es auf "Magma" die besten Metal-Songs des Jahres. METALLICA stinken dagegen mit "Hardwired…" jedenfalls komplett ab.

nick-cave-the-bad-seeds-skeleton-tree-100x100 Nick Cave & The Bad Seeds – "Skeleton Tree" (Review)

Die Tragik, die dieses Album begleitet, ist bei näherer Betrachtung kaum zu ertragen. Und dennoch besitzt "Skeleton Tree" eine anziehend dunkle Ausstrahlung. Manchmal kann man sich selbst bei dem Gedanken erwischen, ob diese Art des Voyerismus legitim oder doch mehr als grenzwertig ist. Dies tut der gelungenen Kunst des Meisters des Dunklen jedoch keinen Abbruch. Musik, die tief unter die Haut geht.

cymbals-eat-guitars-poll-2016 Cymbals Eat Guitars – "Pretty Years" (Review)

Die schönen Jahre sind ganz eindeutig nicht vorbei! Was die U.S-Amerikaner mit ihrem irgendwie leicht britisch klingenden (Pop- und Punk-) Rock fabriziert haben, ist so abwechslungsreich wie packend zugleich. Ein Album, das vor unaufdringlichen Hits strotzt und viele dynamische Facetten zu bieten hat. Bands, die sich nicht limitieren lassen, sind oft die besten. CYMBALS EAT GUITARS gehören 2016 definitiv dazu!

nothing-tired-of-tomorrow-100x100 Nothing – "Tired Of Tomorrow" (Review)

Alternative Rock trifft Shoegaze. Dies ist ein Album, das langsam wächst. Der erste Eindruck war schon gut, aber mit jedem weiteren Durchlauf kamen Pluspunkte hinzu. Was hier zunächst vielleicht einfach nur nett und recht überschaubar wirkt, entwickelt sich bald zu einem wahren Fest aus tollen Melodien und Emotionen. Shoegaze, der mal nicht zum Einschlafen oder Rumheulen ist, sondern einfach nur der Schwermut freien Lauf lässt. Klasse Musik!

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit nächträglichen Empfehlungen aus dem Jahr 2015…

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