• MatthiasNach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu...
  • MEMeine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem...
  • GhostiDas Album geht vom ersten Hör an dermaßen geil rein, daß man befürchtet, daß es sich ebenso schnell wieder...
Kurz notiert

Kurz notiert #40

Meat Wave - "The Incessant"Meat Wave – "The Incessant"
(SideOneDummy Records, 2017)

Drei Typen aus Chicago, eine musikalische Gemeinsamkeit: Post-Punk! Mit eckigen und teils zackigen Rhythmen sowie fast schon nervenaufreibenden Melodien, die manchmal gerade so an der Schrägheit vorbeikratzen, rotzen und holzen sie ihr drittes Album in die Runde. Die Stimme ist dabei ein wichtiger Aspekt. Oft nah am Sprechgesang, wird auch mal geschrien, ein wenig gesungen und gerne rumgestänkert. Rein musikalisch könnte man MEAT WAVE auch in die Noise-(Punk)-Rock-Ecke packen, wobei sie dort nur mit einem Fuß hineingehören. Eigenwillig und fordernd sind sie allemal, aber genau das ist die Musik, mit der man sich öfter auseinandersetzt, wenn man Gefallen daran findet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #39

Genau - "Genau"Genau – "Genau"
(Eigenproduktion, 2017)

Leicht macht es einem das Duo, bestehend aus Christopher Belkofer und Erik Gosnell aus Milwaukee, Wisconsin, U.S.A., absolut nicht. Im Februar 2016 bringen sie eine selbstbetitelte EP heraus, ziemlich genau ein Jahr später ein selbstbetiteltes Album. Schonmal versucht den Begriff "Genau" zu googeln? Genau… Man kommt überall hin, aber garantiert nicht auf die Website der Band, die sich soundmäßig in den Goth-Welten der 198er Jahre aufhält. Simpel aber stimmig gestrickt, mit etwas düsterem Ambiente belegt und mit einer Produktion ausgestattet, die kaum noch in die heutige Zeit passt, gelingt es der Band, längst vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #38 – Extrem hörbar

Boris The Blade - "Warpath"Boris The Blade – "Warpath"
(Siege Music, 2017)

Zugegeben, die individuelle Spannbreite unter nahezu sämtlichen Deathcore-Bands ist nicht sehr groß. Auch BORIS THE BLADE bedienen das Genre fast schon nach Lehrbuch. Fett groovende Parts mit brutalen Stops, Breakdowns, viel Midtempo, eintöniger Brüllgesang. Zwischendurch wird mal eine kurzer Blastbeat rausgehauen und ein paar kleine Melodien zur Auflockerung gezockt. Hier und da  werden sogar elektronische Spielereien verwendet, wie synthetische Beats, die das Ganze wohl modern und aufgeschlossen klingen lassen sollen. Ausführungen darüber, ob Bands wie DESPISED ICON nicht schon alles in dem Subgenre gesagt haben, werden an dieser Stelle eingespart. Halten wir dennoch fest, dass "Warpath" für ein Deathcore-Album einigermaßen gelungen ist, allerdings auch ohne nennenswerte Höhepunkte auskommt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #37

Fufanu - "Sports"Fufanu – "Sports"
(One Little Indian, 2017)

Das ehemalige Techno-Duo CAPTAIN FUFANU hat sich modifiziert. Nun als Band praktizierend, den Namen etwas verkürzt sowie mit leichter Korrektur der stilistischen Ausrichtung. Die Isländer verschreiben sich einem Sound, der an späte JOY DIVISION und frühe NEW ORDER in Kombi mit den Klangexperimenten von KRAFTWERK erinnert. Der Klang der '80er ist offensichtlich wieder schwer im Trend, denn nicht wenige Künstler haben die alten Vibes erneut aufgegriffen; im Rock sowie in der elektronischen Musik. New Wave ist wieder in, besonders aber die Bezeichnung Post-Punk für alles, was man nicht einwandfrei in die Indie-Ecke stecken kann. FUFANU rangeln dabei mit um die Spitzenplätze. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #36

Cloud Nothings - "Life Without Sound"Cloud Nothings – "Life Without Sound"
(Wichita Recordings Ltd., 2017)

Fetzigen Indie Rock schmettert die Truppe aus Cleveland in die Runde und weiß dabei zu gefallen. Beginnt die Platte zunächst etwas üblich und fast schon gewöhnlich, entpuppt sie sich nach und nach und zeigt somit erst mit zunehmender Spieldauer ihre Stärken. Abwechslungsreich konzipiert bedienen CLOUD NOTHINGS sämtliche Facetten des Indie Rocks und behalten dabei stets den roten Faden im Visier. Der energische, stellenweise fast schon rausgerotzte Gesang bringt dabei zusätzlichen Schwung ins Spiel. Am Ende des Albums wagt sich die Band mit "Realize My Fate" sogar in experimentelle Gefilde und entwirft eine Art Indie-Noise. Ein sehr stimmiges Album, das mit zunehmenden Durchläufen seine Feinheiten preisgibt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #35 – Extrem hörbar

Heresy Denied - "Innerception"Heresy Denied – "Innerception"
(Eigenproduktion, 2016)

Richtig wuchtigen Death Metal mit etlichen Deathcore-Einheiten holzen diese Polen in die Runde. Sie streuen dabei ein paar progressive Feinheiten ein, die dem Ganzen etwas Abwechslung bescheren. Da das Genre mittlerweile mit seinen Varianten an Break- und Beatdowns sowie Stop-And-Go-Parts nahezu ausgereizt ist, darf man natürlich auch von HERESY DENIED keine großen Innovationen erwarten. Dennoch bringen sie ihren Sound ansprechend rüber und können, neben interessantem, gutem Songwriting, mit extremem Gesang und vor allem mit viel Kraft im Gepäck punkten. Die volle Breitseite! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #34

Destroyer - "Poison Season"Destroyer – "Poison Season"
(Dead Oceans, 2015)

Wer bislang noch nicht in Berührung mit dem Begriff Chamber Pop gekommen ist, kann sich mit dieser Veröffentlichung zumindest ein grobes Bild davon machen. Mit einer Mischung aus eben Chamber Pop, Art Pop sowie Singer-songwriter-Ideen hat Mastermind Dan Bejar auch nach rund 20 Jahren seine Musik fest in der Hand. Dass er sich dabei nach wie vor einer sehr präsenten musikalischen Romantik verschrieben hat, ist kein Geheimnis und kommt auf "Poison Season" nicht nur durch seine teils gehauchten Vocals zum Ausdruck. Das Benutzen von Streichern, Bläsern, Percussion-Instrumenten sowie einem gelegentlichen Gefühl von '60er Bar-Musik für Liebende oder sich Suchende, ist dabei nur ein Teil vom Ganzen. Mag sein, dass es manchen ein wenig des Guten zuviel ist, aber andere werden diese Musik lieben. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #33

No Sun - "If Only"No Sun – "If Only"
(The Native Sound, 2017)

Beim Hören von "If Only" fallen einem sofort Vergleiche zu Bands wie NOTHING oder SLOWDIVE ein, aber die Musik der Band aus Salt Lake City so einfach mit Namedropping abzuhandeln, würde ihren Qualitäten nicht gerecht werden. Die Mischung aus knackigem Alternative, inklusive harten Riffs und verträumtem Shoegaze ist gut ausgelotet und verfehlt seine Wirkung zu keiner Sekunde. Der relativ schmutzige Sound ist dabei der Kern, der die gelungene Stimmung des Albums ausmacht. Der Gesang ist meist verhallt und leicht zurückgstellt, was einen Depri-Effekt hervorruft und zum Träumen einlädt. Es ist schön zu hören, dass Musik, die eben nicht völlig glattpoliert ist, viel mehr Tiefensubstanz besitzt, als supermoderne High-Tech-Produktionen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #32 – Extrem hörbar

Hannes Grossmann - "The Radial Covenant"Hannes Grossmann – "The Radial Covenant"
(Eigenproduktion, 2014)

Der ehemalige OBSCURA-Drummer hat sich mit "The Radial Covenant" erstmals auf Solopfade begeben und eine erstaunlich gute Arbeit abgeliefert. Spannend ist, dass man seiner Musik sofort anhört, wer bei OBSCURA maßgeblich seine Finger im Songwriting hatte. Er kann seine Wurzeln nicht verleugnen und vermutlich will er das auch gar nicht. Selbst, wenn man sich neben all dem Gefrickel und den vertrackten Parts gerne mal den einen oder anderen Killer-Refrain wünscht (den man im Übrigen bis heute auch auf jedem OBSCURA-Release vermisst), ist seine Scheibe ein absoluter Hinhörer in Sachen Technical- und Progressive Death Metal. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #31 – Extrem hörbar

Palehorse - "Looking Wet In Public"Palehorse – "Looking Wet In Public"
(Truthseeker Music, 2016)

Na sowas, kaum hatten die londoner Briten PALEHORSE im Juli 2016 ihr viertes Album an den Start gebracht, wurde auch schon die Auflösugs bekannt gegeben. Dabei birgt ihr schmutziger Sludge-Doom durchaus viel Potential und vermutlich hätte sich die Band perspektivisch äußerst positiv entwickelt, aber nun ja, wenn sie halt nicht wollen… "Looking Wet In Public" besitzt einen räudigen, dreckigen Sound mit viel Wumms und vor allem die beiden knarzenden Bass-Klampfen regeln alles. Der sehr fiese Kreisch- und Schreigesang bohrt sich regelrecht in die Gehörgänge und transportiert die verbale Apokalypse. Auch wenn sich der eine oder andere Part auf dem Album etwas zieht, ist das Teil unter Strich ganz gut gelungen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #30

Heliotropes - "Over There That Way"Heliotropes – "Over There That Way"
(The End Records, 2016)

Die Riffs der Vergangenheit wurden einegstampft, die Mannschaft (fast) komplett ausgewechselt und der Musik wurde eine Retro-Frischzellenkur verpasst. Psychedelischer Rock mit Blick auf die 1960er und '70er Jahre, inklusive ein paar Ideen aus der Beat-Zeit. Thematisch werden Geschichten aus den Weltkriegen behandelt, was sich auch im Cover zeigt. Man sollte die Platte bei Nichtgefallen der ersten paar Stücke keineswegs gleich wieder ausmachen, denn spannenderweise wächst die Scheibe mit zunehmender Spieldauer. Was anfangs stilistisch vielleicht noch etwas (zu) schnuckelig, altmodisch oder wenig ansprechend konzipiert wirkt, entpuppt sich im weiteren Verlauf als recht gelungener Retro Rock mit pschedelischen Ansätzen, den man sich in passender Umgebung, zum Beispiel auf der Couch, mit dem Fotoalbum der (Groß-) Eltern auf dem Schoß, durchaus von Zeit zu Zeit mal geben kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #29 – Extrem hörbar

Tau Volantis - "Tau Volantis" EPTau Volantis – "Tau Volantis" EP
(Eigenproduktion, 2016)

So klingt also der neumodische Death Metal, der, wenn man ganz genau ist und vor allem noch eine Prise Old-School-Flair in der Hose trägt, eigentlich nur noch am Rande Death Metal ist. Oder ist es einfach das, was man heutzutage als Deathcore bezeichnet? Ist Deathcore nicht auch Death Metal? Nun, Fragen über Fragen, Fakt ist, dass TAU VOLANTIS das Thema Deathcore in Kombi mit Death-Metal-Zitaten gut ausreizen. Sie nutzen dabei technische Spielereien ebenso wie abgehackte Parts und schräges Gitarrenspiel. Klar ist das Ganze ultrabrutal, aber das individuelle Song-Gefühl bleibt irgendwie auf der Strecke. Alles klingt, wie willkürlich aneinandergereiht. Hätte man einzelne Parts unter den  Songs einfach ausgetauscht, wäre vermutlich trotzdem ein ähnliches Ergebnis herauskommen. Fragmentcore wäre ein leicht überspitzer Begriff für die Musik, aber nun ja, der Death-Metal-Nachwuchs will es ja so. Nette EP, der leider der Wiedererkennungswert fehlt.
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Kurz notiert #28

Slothrust - "Of Course You Do"Slothrust – "Of Course You Do"
(Ba Da Bing!, 2014)

Grunge ist nicht tot. Unsinn, wer sagt sowas? Und er wird sogar in Brooklyn gespielt. Unter anderem vom Trio SLOTHRUST, deren Frontfrau, Sängerin und Gitarristin Leah Wellbaum hier das Zepter in der Hand hält und sich in bester Manier der alten Alternative-Schule in Szene setzt. Leicht schnoddriger Gesang, gerne mal etwas schief, aber nie krumm, in Kombination mit rauhem Rock, irgendwo zwischen Alternative mit poppigen Melodien, aber mit Grunge-Produktion. Hört sich  komisch an? Ist es nicht! "Of Course You Do" klingt dabei wunderbar unangepasst und losgelöst von derzeitigen musikalischen Trends. Auch wenn Klassen wie die von MUDHONEY oder frühen PIXIES nicht erreicht werden, stehen SLOTHRUST ganz eindeutig in den Startlöchern, wenn es um die Aufmerksamkeit von Liebhabern schlabbrigen Rocks geht. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #27

Drowners - "On Desire"Drowners – "On Desire"
(Frenchkiss Records, 2016)

Eine Band aus New York benennt sich nach einer SUEDE-Single, spielt selbst aber in einer etwas anderen Kategorie des Indie-Bereichs. Melancholisch sehnsüchtige Töne wie auf dem SUEDE-Debüt oder deren letztem Album werden auf DROWNERS' Zweitling "On Desire" nicht angeschlagen. Vielmehr bedienen die U.S.-Amerikaner eine Menge Hüftschwung und gute Laune. Flotten Indie mit 1980er-Einschlag (zumindest was die Beats angeht) sowie eine Prise Pop in den Melodien gelten als Aushängeschild und zeugen von Lebenslust und -durst. Diese Platte sollte man sicher nicht auflegen, wenn man gearde in Grabesstimmungen schwelgt, denn dann könnten Keyboarddüdeleien, wie bei "Pick Up The Pace", zu Gesichtsverzerrungen führen. Ansonsten gerne anmachen und das gute Wetter genießen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #26 – Extrem hörbar

Aversions Crown - "Tyrant"Aversions Crown – "Tyrant"
(Nuclear Blast, 2014)

Einmal alles aus den Angeln hebeln? Aber gern, AVERSIONS CROWN besorgen das! Die Australier gehören zu den Deathcore-Bands, die sich aus dem Gros des Sub-Genres abheben, auch wenn sie weitestgehend bekannte Trademarks bedienen; sie machen es nur einfach viel besser als die meisten anderen. Begonnen mit der Brutalität, die einfach nur enorm und vor allem in den langsameren Parts außerordentlich wuchtig ist, über den sehr extremen Grunz-/Kreisch-Wechselgesang, hin zu den bedrohlich tönenden Lead-Gitarren, die fast schon im Hintergrund lauernd Melodien beisteuern. Das Riff-Werk ist sehr extrem und knallhart. Es wird alles aus dem Weg geballert, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Sehr krasses Teil und durchaus als Genre-Highlight handelbar! ⇒ weiterlesen

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