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  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
Kurz notiert

Kurz notiert #87 – Extrem hörbar

Artificial Brain - "Labyrinth Constellation"Artificial Brain – "Labyrinth Constellation"
Technical Death Metal (Profound Lore Records, 2014)

Das, was die Amerikaner in rund 45 Minuten auf ihrem Albumdebüt veranstalten, dürfte jeden begeistern, der auf extrem heftigen Tech Death steht, welcher am Rande zum Brutal Death agiert, dabei jedoch dessen stumpfe Herangehensweise herausfiltert und gegen höchst komplexe Songstrukturen austauscht. Die brutale Intensität des Sub-Genres wird aufgegriffen und in ein äußerst anspruchsvolles Konzept verpackt, das mit (gutturalen) Growls, vielen schnellen Blastbeats, wahnwitzigen Gitarrenläufen und einem insgesamt extrem schweren, vollmundigen Sound alles wegpustet. Fans von GORGUTS werden hier definitiv Blut lecken. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #86

Death Bells - 2017 - Standing At The Edge Of The WorldDeath Bells – "Standing At The Edge Of The World"
Post-Punk (Funeral Party, 2017)

Diese Australier wissen, wie man Post-Punk mit Biss spielt. Mit (natürlich!) angedüstertem Ambiente, schrillen sowie verträumten Gitarrenmelodien, rollendem Bass, kantigen Drumbeats und leicht unterkühltem Gesang schlagen sie genau in die Kerbe, die man mit dem Begriff Post-Punk in Verbindung bringt. Dabei springen einem beim ersten und vielleicht auch beim zweiten Durchlauf nicht unbedingt Hits entgegen und doch besitzt die Musik der Debütanten etwas anziehendes, das man gerne noch einmal auflegt. Ob es die Erinnerungen an die kauzigen End-80er sind oder einfach nur der Umstand, dass DEATH BELLS gut sind, ohne dass man darüber nachdenken muss warum, spielt keine Rolle; Hauptsache es gefällt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #85

Thee Oh Sees - "A Weird Exits"Thee Oh Sees – "A Weird Exits"
Garage Rock, Alternative Rock (Castle Face, 2016)

Einen wilden Fuß bieten die alten Hasen THEE OH SEES. Alte Hasen nicht nur, weil es die Band schon so lange gibt (seit 1997), sondern weil sie seit 2006 kontinuierlich mehrere Alben und EP's pro Jahr veröffentlicht. "A Weird Exits" reiht sich unter die besten Sachen der Band ein, auch wenn der Rest ganz bestimmt nicht schwach ist. Man hört der Musik Erfahrung, Vielseitigkeit, aber auch den Mut an, eben nicht in eingefahrene Spuren zu rutschen. Der Garage Rock der Band ist roh, auch mal dreckig, experimentell und zwischendurch sogar ein wenig post-psychedelic. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #84

Girls Who Care - "Light Sleeper"Girls Who Care – "Light Sleeper"
Indie Rock, Indie Pop (Eigenproduktion, 2017)

Lockeren Synthie Pop mit Indie-Einschlag, der durch begleitende Gitarren aufgefrischt wird, bieten GIRLS WHO CARE aus Ann Arbor in Michigan/U.S.A.. Der Gesang ist leicht verhallt und freundlich. Manchmal fühlt man sich an die seeligen '80er Jahre erinnert, obwohl es produktionstechnisch und auch musikalisch eigentlich kaum Gründe dafür gibt. Möglicherweise ist es die Stimmung, dieses leicht schwebende, verträumt entspannte Gefühl, Sonne und Wasser, vielleicht noch ein Cocktail und nette Begleitung, halt etwas Nostalgie, die dann doch mitschwebt. Who knows… ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #83

People Like You - "Verse"People Like You – "Verse"
Indie Rock, Math Rock, Jazz (Topshelf Records, 2017)

Selten haben sich eigentliche Gegensaätze so gut ergänzt wie auf "Verse", dem zweiten Album der Truppe aus Boston. Ihre Mischung aus geschmeidigem Indie Rock und Jazz ist so gut gelungen, dass man fast glauben mag, diese Art Musik gab es schon immer. Sängerin Michi Tassey singt lieblich, zurückhaltend und ohne großartig herausstechende Phrasen. Die Gitarre spielt weitestgehend klar und wenig bis gar nicht verzerrt, sie zockt fast unaufhörlich schnelle, kompliziert wirkende Picking-Muster, die sich dabei schnell ins Ohr schleichen. Der Bass zieht unaufhaltsam seine Runden und der Schlagzeuger achtet förmlich darauf, es nicht zu übertreiben; das hört man ganz eindeutig, denn das Potential ist definitiv da. Hinzu kommt eine wiederkehrende Trompete, die den vertrackten Rhythmen eine jazzige Note verleiht und die Musik letztendlich zu etwas eigenständigem macht. Klasse Platte, die man aufgrund ihrer musikalischen Komplexität auf jeden Fall mehrmals hören muss, damit sie richtig wirken kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #82

Lea Porcelain - "Hymns To The Night"Lea Porcelain – "Hymns To The Night"
Wave, Post-Punk (Lea Porcelain Recordings, 2017)

Dem (Wahl-)Berliner Duo Julien Bracht und Markus Nikolaus ist auf ihrem Debütalbum etwas gelungen, das nicht viele Künstlern schaffen, zumindest nicht in dieser hohen Qualität, wie auf "Hymns To The Night". Sie verweben den Spirit von JOY DIVISION und frühen NEW ORDER mit einem modernen Post-Punk-Gefühl und kleiden alles in elektronische Wave- und Shoegaze-Klänge. Dabei ist viel Weite und Melancholie spürbar, aber angenehm, nie erdrückend oder niederschmetternd. Die Beats sind stets präsent und treiben die Songs voran, oftmals auch mit pumpendem Bass, maschinellem Brodeln und stimmungsvollen Synthie-Flächen. Der Gesang ist nüchtern und schwermütig und trägt dadurch viel zur Gesamtwirkung bei. Ein tolles Album, das man fast schon als Pflichtstoff bezeichnen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #81 – Extrem hörbar

Becomes Astral - "Paleblood Sky"Becomes Astral – "Paleblood Sky"
Progressive Death Metal (Eigenproduktion, 2017)

Selbst die kanadischen Death Metal Bands entwachsen langsam ihrem bisherigen Spektrum, was ein unaufhaltsames Voranschreiten der Szene bestätigt. Dabei lässt sich nicht einmal behaupten, dass die Szene aus dem Land des Ahornblattes stagniert. BECOMES ASTRAL bewegen sich auf "Paleblood Sky" für eine Band aus Ontario auf eher ungewohnten Pfaden. Prog-Death mit -Core gemischt und zudem mit einer gehörigen Prise Melo-Death-Thrash gewürzt. Klingt vielseitig, ist es auch. Dabei muss man allerdings schon ein Ohr für hochmelodische, schnelle Saitenflitzerei haben, denn was die Jungs da an ihren Instrumenten fabrizieren, ist einerseits eine feine Sache, andererseits könnte es dem einen oder anderen jedoch zuviel des Guten sein. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #80 – Extrem hörbar

Erebus Enthroned - "Temple Under Hell"Erebus Enthroned – "Temple Under Hell"
Black Metal (Seance Records, 2014)

Es ist ein Kreuz mit den guten Bands. EREBUS ENTHRONED aus Australien lösten sich im Jahre 2015 auf, nicht aber ohne zuvor noch ein verdammt gutes Album auf den Markt zu bringen. Auch wenn bekannte Formen des Black Metal stets erkennbar sind, haben die meisten Bands aus Down Under etwas ganz eigenes an sich. Man nehme zum Beispiel RUINS oder NAZXUL, die ebenfalls hervorstechen mit ihrer Art, diesen Stil zu zelebrieren. So auch EREBUS ENHRONED, die mit guter, an RUINS erinnernder Produktion glänzen und musikalisch kräftig Druck machen. Der Stoff springt dir direkt ins Gesicht. Es wird viel im High Speed geblastet, es gibt aber auch ebenso viele atmosphärische Midtempoparts, die manchmal mit beschwörenden Vocals untermalt werden. Ein starkes Album und ein Trauerspiel, dass es die Band nicht mehr geben soll. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #79 – Extrem hörbar

Baring Teeth - "Ghost Chorus Among Old Ruins"Baring Teeth – "Ghost Chorus Among Old Ruins"
Technical Death Metal, Progressive Death Metal (Willowtip Records, 2014)

Heiliger Falter, diese Texaner wollen es aber wissen! Auf ihrem zweiten Full-Length gehen BARING TEETH noch einen Schritt weiter als auf ihrem vorzüglichen Erstling "Atrophy" und stellen sämtliche Regler auf anspruchsvoll, vertrackt, sperrig, abgefahren und grundsätzlich extrem. Sie riffen sich durch schwierige Parts, gehen über in einen kurzen Blast-Ausflug, brechen diesen abrupt ab und verschachteln ihre Musik wieder dermaßen, dass man die Konzentration beim Hören niemals aufgeben sollte, sonst wird alles Positive ins Gegenteil gewendet und die Scheibe nervt ultra ab. BARING TEETH polarisieren, ganz klar, aber dafür ist ihre Musik auch einzigartig. GORGUTS auf Drogen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #78 – Extrem hörbar

Tehom - "The Merciless Light"Tehom – "The Merciless Light"
Death Metal (Blood Harvest, 2017)

TEHOM ist ein dynamisches Duo aus Schweden. Allerdings spielen sie keinen typischen Elchtod-Sterbestahl, wie man es vielleicht aufgrund ihrer Herunft erwartet. Ihre Musik ist düster, aber oft auch schnell und treibend. Der Sound, die Produktion, ist leicht rau und erinnert an amerikanische Death-Metal-Klassiker à la MORBID ANGEL oder auch AUTOPSY, wobei TEHOM etwas flotter zur Sache gehen als letztgenannte Rotzlöffel. Der röhrende Gitarrensound lässt die Musik natürlich und sympathisch erscheinen. Von Glanz und Gloria keine Spur, was in Zeiten von ultrasterilen Deathcore-Alben sehr erfrischend ist. Zum Abschädeln vorzüglich geeignet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #76 – Extrem hörbar

Ion - "Ion"Ion – "Ion"
Black Metal (Eigenproduktion, 2014)

Schweres Geschütz wird von den U.S.-Schwarzmetallern aus San Francisco aufgefahren. Wenn das Trio richtig Fahrt aufnimmt, kommt der schwarze Geist der Musik so richtig schön zur Geltung. Zwischendurch wird das Szenario fast komplett runtergefahren und sehr vorsichtige Ambient-Klänge übernehmen das Zepter. Diese Passagen ("Transcendence") kann man fast schon als reine Klangcollagen bezeichnen, die dazu dienen, eine schwelende Atmosphäre zu erzeugen, die dann wiederum in rasendes Black-Metal-Geschehen gipfelt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #75

B Boys - "Dada"B Boys – "Dada"
Post-Punk, Indie Rock, Punk Rock  (Captured Tracks, 2017)

Direkt aus Brooklyn versenden die drei B BOYS ihre musikalische Message und diese lautet im freien Sinne Indie Post-Punk Rock oder so. Angenehm simpel gehalten, jedoch nicht, wie es der Titel verheißen mag, im Dadaismus untergehend, besitzen die BOYS eine beschwingende, unbekümmerte Leichtigkeit, die mehr mit Freiheit als mit überschwenglich guter Laune zu beschreiben ist. Dabei scheuen sie sich nicht, auch mal ordentlich Schwung zu geben und die Pnnk-Sau raus zu lassen. Eine nette, feine, unbestechliche Platte, die man immer wieder gerne auflegen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #74 – Extrem hörbar

Selbst - "Selbst"Selbst – "Selbst"
Black Metal (Sun & Moon Records, 2017)

Endlich erscheint das Album des schwarzen Duos, das bereits seit 2010 aktiv ist, jetzt aber erst ihr Debüt veröffentlicht hat. Die Formation, die in Venezuela gestartet ist und mittlerweile in Chile beheimatet ist, bietet uns auf sechs Liedern ausladend arrangierten Black Metal mit viel Stimmung und melancholisch-düsteren Melodien. Neben feinen Gitarrenlinien, die eindeutig in der alten Schule verwurzelt sind, gibt es schwere Midtempogrooves und wilde Raserei, die von einem Sänger ergänzt werden, der irgendwo in der Mitte zwischen Growls und Schwarzmannkreischerei anzusiedeln ist. DIe Stücke sind interessant gestaltet und bieten einige dynamische Wendungen, an denen man sich wunderbar satthören kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #73

Landing - "Complekt"Landing – "Complekt"
Shoegaze, Psychedelic Rock (These Are Not Records, 2016)

Kräftige und leicht bratzig verzerrte Klampfen ebnen den musikalischen Weg bei den aus Connecticut stammenden Shoegazern LANDING. Sie spielen dabei mit Ideen aus der Ambient-Ecke, was keineswegs verwunderlich ist, wirbt die Band selbst doch damit, dass sämtliche Mitglieder professionelle Ambient-Musiker seien. Aber auch wabernder Psychedelic kommt zum Zuge, was vor allem in den abgehoben wirkenden Passagen deutlich wird, in denen die Band mit experimenteller Electronic eine unwirkliche Atmosphäre erzeugt. Eine sehr stimmige und vor allem gelungene Platte. ⇒ weiterlesen

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