• U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
  • Amorphis – „Under The Red Cloud“Das Album geht vom ersten Hör an dermaßen geil rein, daß man befürchtet, daß es sich ebenso schnell wieder abnutzt. Aber das Gegenteil ist... (Ghosti)
Kurz notiert

Kurz notiert #52 – Extrem hörbar

Code Orange - "Forever"Code Orange – "Forever"
Hardcore Metal (Roadrunner Records, 2017)

Als 2014 aus CODE ORANGE KIDS nur noch CODE ORANGE wurde (man wird ja auch mal erwachsen) und mit "Forever", dem dritten Album der Truppe aus Pittsburgh, der Wechsel zu Roadrunner Records vollzogen wurde, fürchteten manche einen Ausverkauf. Aber weit gefehlt. CODE ORANGE hauen sich gnadenlos durch ihr Album und brüllen ihre ganze Wut raus. Es gibt feinen Hardcore-Metal auf die Lauscher, mit gelegentlichen Ausflügen in alternative Gefilde, wie zum Beispiel bei "Bleeding In The Blur", wo dann in Sachen Gesang doch auch nochmal die 'Kids' durchsickern. Ansonsten regieren harte Riffs und schwere, saftige Drumparts. Manchmal ist die Schose vielleicht etwas eintönig, aber auch dafür muss es wohl eine Nische geben. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #51- Extrem hörbar

Fleshless - "Dethroned In Shadows"Fleshless – "Dethroned In Shadows" EP
Death Metal (Metal Age Productions, 2017)

Seit 1993 bedienen die Tschechen bereits den Genrepool und fügen mit "Dethroned In Shadows" die erste EP in ihre Diskographie ein. Natürlich gibt es wieder klassischen Death Metal um die Lauschlappen gewuppt, inklusive deftiger Blastbeats, Midtempo-Doublebass-Gedonner, tiefem Gesang und sogar erstaunlich vielen Melodien. Letzteres steht dem Geballer gut zu Gesicht, selbst wenn sich FLESHLESS sowieso um ein relatives Maß an Abwechslung bemühen. Unterm Strich ist es trotzdem Todesstahl der alten Schule, allerdings auch ohne besondere Ausschläge nach oben, aber auch ohne großartige Mangelerscheinungen. Nach nicht ganz 12 Minuten, darunter zwei Lieder und zwei Intros, ist die Freude auch schon wieder vorbei. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #50

Undo - "Undo"Undo – "Undo"
Indie Rock, Punk Rock (Eigenproduktion, 2017)

Eine flotte Mischung haben UNDO auf ihrem Debüt fabriziert. Deutlich beeinflusst von Bands der mittleren und frühen 1980er Jahre haben sie sich einem Stil verschrieben, den sie richtig gut beherrschen und entsprechend gekonnt rüberbringen. Zwischen dezentem Spät-Punk und gelösten Indie-Sounds der Marke frühe THE CURE oder ECHO & THE BUNNYMEN haben sie sich eingenistet und zelebrieren diese Welle auf ihre ganz eigene Art und Weise, ohne direkt zu kopieren. Sie greifen den Flair der vergangenen Zeiten auf und transportieren diesen gelungen in die heutige Zeit. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #49

Pictures - "Promise"Pictures – "Promise"
Indie Rock (Virgin / Universal, 2017)

Bedenkt man, dass "Promise" das Debüt dieser Formation ist, muss man schon dicke Backen machen, denn Ohrwurmmelodien gibt es zu Hauf und entsprechend viele Refrains bleiben entweder gleich nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten oder dritten Durchlauf hängen. Das Kernduo des Quartetts, Sänger Maze Exler und Schlagzeuger Michael Borwitzky, kennt sich bereits von seiner früheren Band UNION YOUTH. Mit PICTURES haben sie wieder zueinander gefunden und spielen besser denn je auf. Tolle Platte mit lockeren, leicht melancholisch getränkten Indie-Songs, die einem so schnell nicht wieder aus dem Ohr huschen wollen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #48 – Extrem hörbar

Ascended Dead - "Abhorrent Manifestation"Ascended Dead – "Abhorrent Manifestation"
Death Metal (Dark Descent Records, 2017)

Ordentlich auf die Glocke gibt's von den Kalifornien-Amerikanern aus San Diego. Schnellen Death Metal mit der Handschrift der alten Schule wird einem um die Ohren gepfeffert. Mit räudigem Sound und wenig Kompromissen knallt es zehn mal ganz heftig aus den Rillen. Nach einer guten EP ("Arcane Malevolence", 2014) und zwei Compilations bringt das Albumdebüt noch einmal alles unter den Hut, was die Band ausmacht. Für Hörer mit dem Anspruch an viel Abwechslung ist dies hier sicherlich die ungeeignetste Platte. Wer es trotzdem braucht, dass eine unbarmherzige Abrissbirne durch sein Zimmer pflügt und bei gehobener Lautstärke selbst die Nachbarn auf der anderen Straßenseite genervt aus dem Fenster schauen, der muss diese Scheibe checken. Natürlich möglichst laut. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #47

Moon Duo - "Occult Architecture Vol 1"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 1"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Deutlich elektronischer und noch psychedelischer als zuvor, gehen MOON DUO auf diesem Album zu Werke. Natürlich war die Elektronik stets ein wichtiger und tragender Anteil in ihrer Musik, dennoch wirkt sie hier noch präsenter und vordergründiger. Auch der psychedelische Aspekt wurde auf ein gehöriges Maß ausgeweitet. Es gibt lange, atmosphärische, regelrecht trance-artige Passagen, die von simplen und monotonen Beats geführt werden. Der Gesang ist manchmal zurückhaltend und dezent verhallt, manchmal gedoppelt und sphärisch belegt. Coole Sache, die hier fabriziert wurde, allerdings muss die persönliche Stimmung vor dem Genuss der Musik auch passen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #46

Moon Duo - "Occult Architecture Vol. 2"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 2"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Das dynamische MOON DUO trumpft mit seinem zweiten Teil der okkulten Architektur auf. Natürlich geht es wieder psychedelisch zu und ebenfalls teilen sich elektronische Tasteninstrumente und Gitarren das Hauptaugenmerk. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf Teil 2 lediglich fünf Stücke enthalten, die jedoch durch Überlänge glänzen und dadurch den psychedelischen Aspekt wunderbar ausreizen. Insgesamt wirkt dieser Teil ein wenig geschmeidiger und fast schon lieblich. Man hat nicht selten das Gefühl, zurück in den 60ern zu sein, wäre da eben nicht der Einsatz der Synthesizer. Die perfekte Ergänzung zum ersten Teil und somit unbedingt im Doppelpack zu empfehlen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #45 – Extrem hörbar

Effrontery - "Seven Years Of Agony"Effrontery – "Seven Years Of Agony"
Death Metal (EIgenproduktion, 2017)

Aus Ungarn kommt nicht nur Black Metal! Die fünf Musiker, die sich unter dem Banner EFFRONTERY vereinigt haben, huldigen einer relativ reinen Form des Death Metals, der hörbar von der alten Schule geprägt ist. Sie reichern ihre Musik mit vielen kleinen Melodien an, was allerdings nicht bedeutet, dass hier das Melodic-Death-Genre bedient wird. Es wird gerne und oft im Uptemo und sogar im Blastbeat geballert, aber auch donnernde Doublebassparts und fast schon progressive Rhythmen kommen ausreichend zum Zug. Vermischt mit einem stimmigen Maß an Brutalität ist der Band ein rundes Album gelungen, das vielleicht keine Besonderheiten aufweisen kann, dafür allerdings mit Charme und hörbar tiefrotem Herzblut geschrieben wurde. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #44

Native - "Orthodox"Native – "Orthodox"
Alternative Rock, Indie Rock, Post-Hardcore (Sargent House, 2013)

Aus Valparaiso in Indiana kommen NATIVE und nach ihrem 2010er Debütalbum, das weitestgehend untergegangen ist, veröffentlichten sie drei Jahre später einen Nachschlag, der zwar ähnlich wenig Aufsehen erregte, dafür aber qualitativ ein deutlicher Schritt nach vorne war bzw. ist. Grenzüberschreitend zwischen Post-Hardcore, leichtem Math Rock und einer kleinen Prise Indie pendelnd, treffen sie mit ihrer Musik den Nerv des Genres. Komplexe aber nie überbordernde Sturkturen, aufgeregte Riffs und kantige Beats werden mit leichten Gitarrenparts und zurückgenommenen Takten vermischt. Der Gesang ist hier ein wesentlicher Bestandteil des Spannungsaufbaus, denn die latent fordernde Stimmlage bzw. das Fastgeschrei macht viel Druck und zeugt von aufgestauten Aggressionen. Zu einem kleinen Hit hat es zwar nicht gereicht, aber "Orthodox" ist ein Album, das man sich bei schlechter Laune durchaus mal reinziehen kann. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #43

Surfer Blood - "Snowdonia"Surfer Blood – "Snowdonia"
Indie Rock (Joyful Noise Recordings, 2017)

Die locker flockige, positive Stimmung, die das vierte Album von SURFER BLOOD wiedergibt, ist regelrecht erstaunlich, bedenkt man, dass Gitarrist Thomas Fekete nur wenige Monate zuvor verstorben ist und einige der Songs vermutlich bereits in diesem Zeitraum entstanden sind. Aber irgendwie auch gut, sich von der Endgültigkeit eines Ablebens nicht runterziehen zu lassen. Die Jungs aus Florida machen genau die Musik, die man sich vorstellt, wenn man die Strände und sonnigen Plätze ihres Herkunftsortes West Palm Beach vor Augen hat. Lieder, die Wärme, gute Laune und viel positive Energie enthalten und diese an den Hörer weitergeben. Selbst, wenn man diese gebündelte Feierlichkeit nicht in jedem Moment vertragen kann, wird sich immer wieder ein Augenblick finden, in dem genau diese Art Musik die richtige ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #42

Fleece - "Voyager"Fleece – "Voyager"
(Eigenproduktion, 2017)

Ein wunderbar eigenständiges Album hat dieses Trio aus Montreal kreiert. Die sehr gelungene Mischung aus Indie, Jazz, Alternative und Psychedelic hat es in sich. Gefühlvolle Passagen werden von verspielten Jazzy-Parts abgelöst, nur um in einen kurzzeitigen, psychedelischen Rausch zu verfallen, der wiederum von einem Alternative-Riff ins Klare zurückgelotst wird, bevor es erneut Raum für lockere Melodien gibt. Der Gesang hätte auch von einer Prog-Rock-Combo stammen können, denn seine Mischung aus '60s-Vibes mit Indie- und Jazz-Touch machen auch hier eine große Vielfalt deutlich, und das, obwohl das gesangliche Spektrum nicht sonderlich weit ist. Absolute Empfehlung für alle, die es gerne außerhalb der Norm mögen und dennoch auf Qualität großen Wert legen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #41 – Extrem hörbar

Rude - "Remnants..."Rude – "Remnants…"
(FDA Rekotz, 2017)

Das Rezept dieses Albums: Man erhitze einen Topf mit fauliger Brühe, die aus folgenden Zutaten besteht: 50% AUTOPSY, 20% (frühe) PESTILENCE, 20% ASPHYX sowie eine 10%ige Prise POSSESSED. Hinzu gibt man eine rohe, gammelige Produktion, die trotz aller Schlichtheit sehr brachial klingt und keine Details untergehen lässt. Die Stimme von Yusef Wallace ähnelt der von Ex-PESTILENCE-Recke Martin Van Drunen schon sehr stark, was irgendwie unheimlich ist. Ein wenig Chris Reifert (AUTOPSY) steckt auch drin, was anhand der oben aufgeführten Reminiszenzen nicht verwunderlich sein dürfte. RUDE spielen Old-School-Death-Metal vom Feinsten. Mal schleppend langsam, dann wieder im gehobenen Uptempo bis hin zu dreckigen Blast-Ausbrüchen werden sämtliche Ansprüche an das Metier bedient. Starke Platte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #40

Meat Wave - "The Incessant"Meat Wave – "The Incessant"
(SideOneDummy Records, 2017)

Drei Typen aus Chicago, eine musikalische Gemeinsamkeit: Post-Punk! Mit eckigen und teils zackigen Rhythmen sowie fast schon nervenaufreibenden Melodien, die manchmal gerade so an der Schrägheit vorbeikratzen, rotzen und holzen sie ihr drittes Album in die Runde. Die Stimme ist dabei ein wichtiger Aspekt. Oft nah am Sprechgesang, wird auch mal geschrien, ein wenig gesungen und gerne rumgestänkert. Rein musikalisch könnte man MEAT WAVE auch in die Noise-(Punk)-Rock-Ecke packen, wobei sie dort nur mit einem Fuß hineingehören. Eigenwillig und fordernd sind sie allemal, aber genau das ist die Musik, mit der man sich öfter auseinandersetzt, wenn man Gefallen daran findet. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #39

Genau - "Genau"Genau – "Genau"
(Eigenproduktion, 2017)

Leicht macht es einem das Duo, bestehend aus Christopher Belkofer und Erik Gosnell aus Milwaukee, Wisconsin, U.S.A., absolut nicht. Im Februar 2016 bringen sie eine selbstbetitelte EP heraus, ziemlich genau ein Jahr später ein selbstbetiteltes Album. Schonmal versucht den Begriff "Genau" zu googeln? Genau… Man kommt überall hin, aber garantiert nicht auf die Website der Band, die sich soundmäßig in den Goth-Welten der 198er Jahre aufhält. Simpel aber stimmig gestrickt, mit etwas düsterem Ambiente belegt und mit einer Produktion ausgestattet, die kaum noch in die heutige Zeit passt, gelingt es der Band, längst vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #38 – Extrem hörbar

Boris The Blade - "Warpath"Boris The Blade – "Warpath"
(Siege Music, 2017)

Zugegeben, die individuelle Spannbreite unter nahezu sämtlichen Deathcore-Bands ist nicht sehr groß. Auch BORIS THE BLADE bedienen das Genre fast schon nach Lehrbuch. Fett groovende Parts mit brutalen Stops, Breakdowns, viel Midtempo, eintöniger Brüllgesang. Zwischendurch wird mal eine kurzer Blastbeat rausgehauen und ein paar kleine Melodien zur Auflockerung gezockt. Hier und da  werden sogar elektronische Spielereien verwendet, wie synthetische Beats, die das Ganze wohl modern und aufgeschlossen klingen lassen sollen. Ausführungen darüber, ob Bands wie DESPISED ICON nicht schon alles in dem Subgenre gesagt haben, werden an dieser Stelle eingespart. Halten wir dennoch fest, dass "Warpath" für ein Deathcore-Album einigermaßen gelungen ist, allerdings auch ohne nennenswerte Höhepunkte auskommt. ⇒ weiterlesen

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