• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
Kurz notiert

Kurz notiert #57

Pillow Talk - "This Is All Pretend"Pillow Talk – "This Is All Pretend"
Indie Rock, Post-Punk (Animal Style Records, 2017)

Weinerlich melancholisch ist der Rock von Sänger Joshua Cannon und seiner Truppe aus Memphis. Dabei wird nahezu in jedem Lied der Gesang elektronisch akzentuiert, was man in der Regel von angesagten Pop- und sogenannten R'n'B-Künstlern her kennt. Dieser Vocal-Effekt kann manchmal nett wirken, in jedem Lied eingesetzt überstrapaziert er allerdings ein wenig den Kitschfaktor. Musikalisch ist die Indie-Seite schön ausgelotet und gerne streifen PILLOW TALK auch mal ein ganz klein wenig die Shoegaze-Ecke, ohne jedoch tatsächlich darin aufzugehen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #56

Post War Glamour Girls - "Swan Songs"Post War Glamour Girls – "Swan Songs"
Indie Rock, Post-Punk (Hide & Seek Records, 2017)

Die Engländer haben ihren Indie Rock bislang mit Post-Punk-Elementen verfeinert und auch auf "Swan Songs", das übrigens alles andere als ein Schwanengesang geworden ist, spielt dieser Umstand wieder eine wichtige, tragende Rolle, auch wenn das Verhältnis dieses Mal deutlich mehr in die Indie-Richtung tendiert. Die Stücke sind tiefgründig,  somit definitiv nicht oberflächlich gehalten und bleiben auch nach mehrmaligem Hören interessant. Der leicht düstere Aspekt ist erhalten geblieben und fesselt den geneigten Hörer. Wer sich nach dunkler Melancholie sehnt, die eher beiläufig erscheint, trotzdem aber das ganze Album über präsent ist und entsprechend wirkt, kommt an dieser tollen Band nicht vorbei. Und an alle Fans von PROTOMARTYR: Zuschlagen! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #55

Venn - "Runes"Venn – "Runes"
Indie Rock, Post-Punk (Full Time Hobby, 2017)

Eine flüssige Mischung aus Indie, etwas New Wave und gelassenem Post-Punk gibt die Truppe aus Berlin und London zum Besten. Dass dabei das Licht der Stimmung etwas abgedunkelt wird, dürfte sich anhand der stilistischen Beschreibung von selbst erklären. Aber wir haben es nicht mit generellen Düstermännern zu tun, sondern mit einer Band, die sich eher im Halbschatten aufhält. Keine Schwarzmaler. Es gibt ein Bisschen frühe NEW ORDER, vermischt mit atmosphärischen Synthie-Pads, Hall-Gitarren und gerne auch mal kurzen, rein instrumentalen Anteilen. Hit-Potential ist nicht zu verspüren, aber das muss auch nicht, denn die Kompositionen sind auch so dicht genug, um gut wirken zu können. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #54

Memoryhouse - "Soft Hate"Memoryhouse – "Soft Hate"
Dream Pop (Beko, 2016)

Von sanftem Hass keine Spur! Das kanadische Duo um Sängerin Denise Nouvion und Instrumentalist Evan Abeele hat mit seinem zweiten Album alles richtig gemacht. Es gibt teils entspannte, teils verträumte, teils dezent schwungvolle Musik zu hören, die stets ein angenehmes Maß an seichter Melancholie beinhaltet, was nicht zuletzt am nachdenklichen Gesang liegt. Rein musikalisch bewegt sich das Duo im (Dream) poppigen Bereich, entwickelt durch die intensiven Kompositionen aber gleichzeitig deutlich mehr Inhalt als so manche 08/15-Kapelle. "Soft Hate" ist ein in sich stimmiges, schönes Album geworden, das mit seinen weichen Sounds besticht und manchmal sogar einen, auf den ersten Eindruck kaum merkbaren, kleinen Abstecher in die 1980er Jahre wagt. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #52 – Extrem hörbar

Code Orange - "Forever"Code Orange – "Forever"
Hardcore Metal (Roadrunner Records, 2017)

Als 2014 aus CODE ORANGE KIDS nur noch CODE ORANGE wurde (man wird ja auch mal erwachsen) und mit "Forever", dem dritten Album der Truppe aus Pittsburgh, der Wechsel zu Roadrunner Records vollzogen wurde, fürchteten manche einen Ausverkauf. Aber weit gefehlt. CODE ORANGE hauen sich gnadenlos durch ihr Album und brüllen ihre ganze Wut raus. Es gibt feinen Hardcore-Metal auf die Lauscher, mit gelegentlichen Ausflügen in alternative Gefilde, wie zum Beispiel bei "Bleeding In The Blur", wo dann in Sachen Gesang doch auch nochmal die 'Kids' durchsickern. Ansonsten regieren harte Riffs und schwere, saftige Drumparts. Manchmal ist die Schose vielleicht etwas eintönig, aber auch dafür muss es wohl eine Nische geben. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #51- Extrem hörbar

Fleshless - "Dethroned In Shadows"Fleshless – "Dethroned In Shadows" EP
Death Metal (Metal Age Productions, 2017)

Seit 1993 bedienen die Tschechen bereits den Genrepool und fügen mit "Dethroned In Shadows" die erste EP in ihre Diskographie ein. Natürlich gibt es wieder klassischen Death Metal um die Lauschlappen gewuppt, inklusive deftiger Blastbeats, Midtempo-Doublebass-Gedonner, tiefem Gesang und sogar erstaunlich vielen Melodien. Letzteres steht dem Geballer gut zu Gesicht, selbst wenn sich FLESHLESS sowieso um ein relatives Maß an Abwechslung bemühen. Unterm Strich ist es trotzdem Todesstahl der alten Schule, allerdings auch ohne besondere Ausschläge nach oben, aber auch ohne großartige Mangelerscheinungen. Nach nicht ganz 12 Minuten, darunter zwei Lieder und zwei Intros, ist die Freude auch schon wieder vorbei. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #50

Undo - "Undo"Undo – "Undo"
Indie Rock, Punk Rock (Eigenproduktion, 2017)

Eine flotte Mischung haben UNDO auf ihrem Debüt fabriziert. Deutlich beeinflusst von Bands der mittleren und frühen 1980er Jahre haben sie sich einem Stil verschrieben, den sie richtig gut beherrschen und entsprechend gekonnt rüberbringen. Zwischen dezentem Spät-Punk und gelösten Indie-Sounds der Marke frühe THE CURE oder ECHO & THE BUNNYMEN haben sie sich eingenistet und zelebrieren diese Welle auf ihre ganz eigene Art und Weise, ohne direkt zu kopieren. Sie greifen den Flair der vergangenen Zeiten auf und transportieren diesen gelungen in die heutige Zeit. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #49

Pictures - "Promise"Pictures – "Promise"
Indie Rock (Virgin / Universal, 2017)

Bedenkt man, dass "Promise" das Debüt dieser Formation ist, muss man schon dicke Backen machen, denn Ohrwurmmelodien gibt es zu Hauf und entsprechend viele Refrains bleiben entweder gleich nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten oder dritten Durchlauf hängen. Das Kernduo des Quartetts, Sänger Maze Exler und Schlagzeuger Michael Borwitzky, kennt sich bereits von seiner früheren Band UNION YOUTH. Mit PICTURES haben sie wieder zueinander gefunden und spielen besser denn je auf. Tolle Platte mit lockeren, leicht melancholisch getränkten Indie-Songs, die einem so schnell nicht wieder aus dem Ohr huschen wollen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #48 – Extrem hörbar

Ascended Dead - "Abhorrent Manifestation"Ascended Dead – "Abhorrent Manifestation"
Death Metal (Dark Descent Records, 2017)

Ordentlich auf die Glocke gibt's von den Kalifornien-Amerikanern aus San Diego. Schnellen Death Metal mit der Handschrift der alten Schule wird einem um die Ohren gepfeffert. Mit räudigem Sound und wenig Kompromissen knallt es zehn mal ganz heftig aus den Rillen. Nach einer guten EP ("Arcane Malevolence", 2014) und zwei Compilations bringt das Albumdebüt noch einmal alles unter den Hut, was die Band ausmacht. Für Hörer mit dem Anspruch an viel Abwechslung ist dies hier sicherlich die ungeeignetste Platte. Wer es trotzdem braucht, dass eine unbarmherzige Abrissbirne durch sein Zimmer pflügt und bei gehobener Lautstärke selbst die Nachbarn auf der anderen Straßenseite genervt aus dem Fenster schauen, der muss diese Scheibe checken. Natürlich möglichst laut. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #47

Moon Duo - "Occult Architecture Vol 1"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 1"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Deutlich elektronischer und noch psychedelischer als zuvor, gehen MOON DUO auf diesem Album zu Werke. Natürlich war die Elektronik stets ein wichtiger und tragender Anteil in ihrer Musik, dennoch wirkt sie hier noch präsenter und vordergründiger. Auch der psychedelische Aspekt wurde auf ein gehöriges Maß ausgeweitet. Es gibt lange, atmosphärische, regelrecht trance-artige Passagen, die von simplen und monotonen Beats geführt werden. Der Gesang ist manchmal zurückhaltend und dezent verhallt, manchmal gedoppelt und sphärisch belegt. Coole Sache, die hier fabriziert wurde, allerdings muss die persönliche Stimmung vor dem Genuss der Musik auch passen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #46

Moon Duo - "Occult Architecture Vol. 2"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 2"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Das dynamische MOON DUO trumpft mit seinem zweiten Teil der okkulten Architektur auf. Natürlich geht es wieder psychedelisch zu und ebenfalls teilen sich elektronische Tasteninstrumente und Gitarren das Hauptaugenmerk. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf Teil 2 lediglich fünf Stücke enthalten, die jedoch durch Überlänge glänzen und dadurch den psychedelischen Aspekt wunderbar ausreizen. Insgesamt wirkt dieser Teil ein wenig geschmeidiger und fast schon lieblich. Man hat nicht selten das Gefühl, zurück in den 60ern zu sein, wäre da eben nicht der Einsatz der Synthesizer. Die perfekte Ergänzung zum ersten Teil und somit unbedingt im Doppelpack zu empfehlen! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #45 – Extrem hörbar

Effrontery - "Seven Years Of Agony"Effrontery – "Seven Years Of Agony"
Death Metal (EIgenproduktion, 2017)

Aus Ungarn kommt nicht nur Black Metal! Die fünf Musiker, die sich unter dem Banner EFFRONTERY vereinigt haben, huldigen einer relativ reinen Form des Death Metals, der hörbar von der alten Schule geprägt ist. Sie reichern ihre Musik mit vielen kleinen Melodien an, was allerdings nicht bedeutet, dass hier das Melodic-Death-Genre bedient wird. Es wird gerne und oft im Uptemo und sogar im Blastbeat geballert, aber auch donnernde Doublebassparts und fast schon progressive Rhythmen kommen ausreichend zum Zug. Vermischt mit einem stimmigen Maß an Brutalität ist der Band ein rundes Album gelungen, das vielleicht keine Besonderheiten aufweisen kann, dafür allerdings mit Charme und hörbar tiefrotem Herzblut geschrieben wurde. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #44

Native - "Orthodox"Native – "Orthodox"
Alternative Rock, Indie Rock, Post-Hardcore (Sargent House, 2013)

Aus Valparaiso in Indiana kommen NATIVE und nach ihrem 2010er Debütalbum, das weitestgehend untergegangen ist, veröffentlichten sie drei Jahre später einen Nachschlag, der zwar ähnlich wenig Aufsehen erregte, dafür aber qualitativ ein deutlicher Schritt nach vorne war bzw. ist. Grenzüberschreitend zwischen Post-Hardcore, leichtem Math Rock und einer kleinen Prise Indie pendelnd, treffen sie mit ihrer Musik den Nerv des Genres. Komplexe aber nie überbordernde Sturkturen, aufgeregte Riffs und kantige Beats werden mit leichten Gitarrenparts und zurückgenommenen Takten vermischt. Der Gesang ist hier ein wesentlicher Bestandteil des Spannungsaufbaus, denn die latent fordernde Stimmlage bzw. das Fastgeschrei macht viel Druck und zeugt von aufgestauten Aggressionen. Zu einem kleinen Hit hat es zwar nicht gereicht, aber "Orthodox" ist ein Album, das man sich bei schlechter Laune durchaus mal reinziehen kann. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kurz notiert #43

Surfer Blood - "Snowdonia"Surfer Blood – "Snowdonia"
Indie Rock (Joyful Noise Recordings, 2017)

Die locker flockige, positive Stimmung, die das vierte Album von SURFER BLOOD wiedergibt, ist regelrecht erstaunlich, bedenkt man, dass Gitarrist Thomas Fekete nur wenige Monate zuvor verstorben ist und einige der Songs vermutlich bereits in diesem Zeitraum entstanden sind. Aber irgendwie auch gut, sich von der Endgültigkeit eines Ablebens nicht runterziehen zu lassen. Die Jungs aus Florida machen genau die Musik, die man sich vorstellt, wenn man die Strände und sonnigen Plätze ihres Herkunftsortes West Palm Beach vor Augen hat. Lieder, die Wärme, gute Laune und viel positive Energie enthalten und diese an den Hörer weitergeben. Selbst, wenn man diese gebündelte Feierlichkeit nicht in jedem Moment vertragen kann, wird sich immer wieder ein Augenblick finden, in dem genau diese Art Musik die richtige ist. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Seite 1 von 41234