• U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
  • Amorphis – „Under The Red Cloud“Das Album geht vom ersten Hör an dermaßen geil rein, daß man befürchtet, daß es sich ebenso schnell wieder abnutzt. Aber das Gegenteil ist... (Ghosti)
Hall of Fame

Simple Minds – "Live In The City Of Light"

Der Live-Zenit

Simple Minds - "Live In The City Of Light"Im Laufe der Pop- und Rock-Musikgeschichte gibt es mittlerweile unzählige Studioalben, die den Ruf "legendär" verdient haben oder die sogar in die sogenannte Hall Of Fame der Musikwelt eingegangen sind. Bei Live-Alben verhält es sich da etwas anders. Die Liste an tatsächlich essentiellen Live-Veröffentlichungen ist zwar auch nicht unbedingt auf den ersten Blick überschaubar, aber trotzdem längst nicht so ausufernd wie bei den Studioalben. In die Liste der Live-Releases, die man zumindest einmal gehört haben sollte, gehört definitiv "Live In The City Of Light" von den SIMPLE MINDS. Wer diese Platte nicht kennt oder sich nicht wenigstens einmal mit ihr befasst hat, darf in Bezug auf Rock- und Popmusik der 1980er Jahre nicht ernsthaft mitreden, Punkt! ⇒ weiterlesen

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Soundgarden – "Down On The Upside"

Mehr als nur der Nachfolger von "Superunknown"

Soundgarden - "Down On The Upside"Es war für die Band wohl das Jahr 0 nach dem Megaerfolg von "Black Hole Sun" und dem dazugehörigen Album "Superunknown", denn der Erfolgsdruck dürfte immens gewesen sein. Erstaunlicherweise hat es dann doch "nur" zwei Jahre gebraucht, bis die Seattle-Grunger den Nachfolger parat hatten. "Down On The Upside" ist dabei nicht nur der im Schatten stehende Nachfolger geworden, sondern ein qualitativ ebenbürtiges Statement gegen den Hype und gegen Kommerzialisierung. SOUNDGARDEN sind nicht den bequemen Weg gegangen und haben einfach ihre Hit-Garanten Part 2 veröffentlicht, sondern ein eigenständiges, durch den Einsatz von ungeraden Takten zuweilen leicht sperriges Werk ins Rennen geschickt, das den bislang bekannten Stil der Band noch einmal erweitert hat. ⇒ weiterlesen

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R.E.M. – "Automatic For The People"

Did you hear about this one?

R.E.M. - "Automatic For The People"Wenn man den Erfolg dieser Platte aus heutiger Sicht betrachtet, ist es durchaus ein klein wenig erstaunlich, dass sie so dermaßen eingeschlagen ist. "Automatic For The People" ist das bis heute erfolgreichste Album der Band aus Athens/Georgia. Warum das so erstaunlich ist, dürfte, betrachtet man die damalige Szene drumherum, recht schnell einleuchten. NIRVANA hatten knapp ein Jahr zuvor mit "Nevermind" die Rockszene aufgemischt und alle zappelten und flippten zu dem lautem Getöse der drei Seattle-Grunger aus. Es kamen PEARL JAM, SOUNDGARDEN, ALICE iN CHAINS und viele andere, die ebenfalls die große Welle bedeuteten. ⇒ weiterlesen

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Iggy Pop – "Lust For Life"

Sag "Ja" zum Leben!

Iggy Pop - "Lust For Life"Nachdem THE STOOGES 1974 zum wiederholten Male zerbrachen, hat sich Frontmann IGGY POP intensiv seiner Solokarriere gewidmet. Mit Unterstützung seines Kumpels DAVID BOWIE brachte er 1977 "The Idiot" raus, das während der gemeinsamen Berlin-Ära entstand. Auch sein zweites Album, "Lust For Life", nahm IGGY mit BOWIE in den Hansa-Studios in Berlin auf und trotzdem gibt es wichtige Unterschiede zum Erstling. BOWIE produzierte erneut, lieferte viele Ideen, beteiligte sich am Songwriting und spielte zudem das Piano ein. Dennoch nahm er seinen persönlichen Einfluss insgesamt hörbar zurück und überließ IGGY mehr Raum für eigene Ideen, selbst, wenn viele der Songcredits BOWIE zugeschrieben werden.. ⇒ weiterlesen

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David Bowie – "The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars"

Ziggy played guitar...

David Bowie - "The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars"Allein für den überlangen, abgefahrenen Namen hätte BOWIE ein Sternchen verdient oder nicht? Wie dem auch sei, das Werk über die Figur Ziggy Stardust ist jedenfalls als eines der maßgeblichen Alben der 1970er Jahre in die Geschichte der Rockmusik eingegangen, und das absolut zu Recht. Die 70er waren ein Jahrzehnt, in dem schillernde, fiktive Charaktere und der dazugehörige Personenkult Hochkonjunktur hatten. Somit hat BOWIE seinerzeit exakt den Zeitgeist aufgegriffen und mit den behandelten Themen genau den Nerv der Hörerschaft getroffen. Er hat mit Ziggy Stardust ein Kunstwerk erschaffen, das bis heute erwähnt und über das immer noch spekuliert und gesprochen wird. Was kann ein Künstler mehr erreichen und erwarten, als dass auch viele Jahre später noch sein Schaffen präsent ist? ⇒ weiterlesen

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The Cure – "Disintegration"

Elegischer Wall of Sound

The Cure - "Disintegration"THE CURE ist eine Band mit vielen Gesichtern. Sie hatten Phasen, in denen sie Indie, Wave und (Post-)Punk vermischten oder nur New Wave mit ein paar elektronischen Spielereien. Gothic, Alternative, Shoegaze und auch eine Prise Pop gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire und trotzdem hören sich THE CURE immer nach THE CURE an, egal, was sie nun als Hauptelement auf ihrem jeweiligen Album verwenden. "Disintegration" ist dabei etwas besonderes, spezielles, etwas außerordentlich intensives. Für viele Fans wurde das Album in der Hochphase der Band veröffentlicht, die von "Kiss Me Kiss Me Kiss Me" (1987) und "Wish" (1992) umrahmt wurde und deren Mittelpunkt "Disintegration" darstellt. Mit dem Folgealbum "Wild Mood Swings" (1996) ging es danach etwas bergab, bis sich THE CURE erst vier Jahre später mit "Bloodflowers" wieder freischaufelten. ⇒ weiterlesen

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The Police – "Reggatta De Blanc"

Eine Regatta durch die Stile

The Police - "Reggatta De Blanc"Wer kennt ihn nicht, den Super-Hit "Message In A Bottle"? Wochenlang hielt sich das Stück auf Platz eins in verschiedenen Landes-Charts und brachte den Namen THE POLICE und natürlich die der Musiker, Sting, Stewart Copeland und Andy Summers, zum zweiten Mal in aller Munde. Dabei ist das Lied nur ein Teil des dazugehörigen und vorzüglichen zweiten Albums "Reggatta De Blanc", mit dem die Polizisten 1979 die Herzen der Post-Punk-Generation restlos eroberten. Neben dem erwähnten Stück finden sich noch weitere und vielleicht sogar feinere Perlen auf der Scheibe. Die Beurteilung, welches Lied nun das bessere ist, obliegt natürlich der rein subjektiven Geschmacksache, wobei man dies auch gar nicht wirklich entscheiden muss. Fast alle sind klasse, so! ⇒ weiterlesen

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Yes – "Relayer"

Ein verspieltes und weitschweifendes Meisterwerk

Yes - "Relayer"Es ist sicher absolut gerechtfertigt zu behaupten, dass der Progressive Rock in den kompletten 1970er Jahren in seiner vollsten Blütenpracht stand und in diesem Jahrzehnt die besten Alben der Genregeschichte geschrieben wurden. Auch später wurden natürlich noch große Alben geschrieben, stilistisch jedoch immer im Schatten der Göttergaben der frühen '70er. Nicht umsonst bekennen sich viele aktuelle Prog-Musiker zu ihren Wurzeln als Hörer und Musiker und nennen Namen wie GENESIS, ELOY oder YES, wenn es um ihren Haupteinfluss geht. Wenn wir an dieser Stelle die übergroßen GENESIS weglassen, waren es vor allem YES, die fantastische Prog-Rock-Werke an den Start brachten und dem Genre einen nicht wegzudenkenden Beitrag leisteten. ⇒ weiterlesen

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Santana – "Caravanserai"

Lateinamerikanischer Hüftschwung

Santana - "Caravanserai"Die Musik des aus Mexiko stammenden Carlos Santana war nicht immer so einfach gestrickt wie auf seinen späten Alben (z.B. dem Kommerzknaller "Supernatural" von 1999), deren Songs sich regelmäßig in den Charts tummelten und die vom Aufbau her eher als Easy Listening zu bezeichnen sind. Es gab gerade zu Beginn seiner Karriere trotz ewig gespielter Hits wie "Black Magic Woman" oder "Samba Pa Ti" (beide auf "Abraxas") die für ihn als Musiker wichtige Zeit, in der er kategorisch gemacht hat, was er wollte und sich auch schon mal über den Wunsch seines Labels, das eingängigere Radiomusik forderte, hinweggesetzt hat. Einer dieser Ich-will-das-jetzt-so-Trips ist "Caravanserai", das vierte Album der SANTANA-Band, deren Mitglieder das erste Mal gravierend wechselten. Die Scheibe glänzt mit herausragendem Fusion-Latin-Rock und stellt eines der stimmigsten und dichtesten Werke SANTANAs dar; und das ganz ohne Hits. ⇒ weiterlesen

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The Police – "Outlandos D'Amour"

Der erste gelungene Polizeieinsatz

The Police - "Outlandos D’Amour"1978 war es Zeit für den ersten offiziellen Polizeieinsatz, denn THE POLICE legten mit "Outlandos D'Amour" ihr Debütalbum und, man verzeihe mir an dieser Stelle diese wohl umstrittene Subjektivität, gleichzeitig das Beste ihrer Karriere vor. Meisterklampfer Andy Summers, Drum-Spezialist Stewart Copeland und natürlich Bass- und Stimmchef Sting hatten hier den absolut richtigen Riecher für griffige Melodien, verpackt in ein Gewand aus Rock, Jazz, Ska, Punk und und und… kurz gesagt: Sie trafen den Zeitgeist ziemlich genau in die Mitte der Zielscheibe und haben sich gleich mit ihrem ersten Werk in der History of Music für alle Zeiten verewigt. ⇒ weiterlesen

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Bruce Springsteen – "Born To Run"

Das erste Meisterwerk vom Boss

Bruce Springsteen - "Born To Run"Als der "Boss" 1975 sein drittes Album "Born To Run" veröffentlichte, gelang ihm endlich der verdiente Durchbruch. Das Titelstück schlug in den Top 20 ein und ist bis heute ein großer Hit, das Album selbst gelangte sogar auf Platz 3 der Charts. Übrigens wird das Titelstück auch gerne mal gecovert, unter anderem in den 1980ern von den Wüstlings-Poppern FRANKIE GOES TO HOLLYWOOD auf ihrem Debüt "Welcome To The Pleasuredome"; dort in einer sehr flotten und gelungenen Version.
"Born To Run" brachte neben dem kommerziellen Erfolg auch neue Mitglieder in BRUCE SPRINGSTEENs E-Street Band mit sich. Gitarrist Steve Van Zandt (auch bekannt unter LITTLE STEVEN) stieß noch während der Aufnahmen hinzu, ebenso wie Schlagzeuger Max Weinberg und Tastenmann Roy Bittan, die übrigens bis heute bzw. aktuell wieder dabei sind. ⇒ weiterlesen

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Sonic Youth – "Daydream Nation"

Nation der Träumer

Die New Yorker Individualisten SONIC YOUTH waren noch nie jedermanns Sache. Viele tun ihre sehr eigenwillige Musik als Krach oder Schrammel-Rock ab, beschreiben die Band als viel zu sehr Abseits vom Strom, zu schwierig, zu schräg, zu wirr, zu stur, zu dreckig, zu ungerade, zu laut, zu punkig, zu "…" (bitte eigens kreierte Abwertungen eintragen). Meiner Ansicht nach sind genau diese Kritikpunkte die positiven Eigenschaften der Band. Sie gehen ihren eigenen Weg, ohne nach links und rechts zu schielen, ohne darauf zu achten, was so im Mainstream passiert, was andere machen und was derzeit Hip ist. Nicht umsonst geben erstaunlich viele Größen der alternativen Rockszene SONIC YOUTH als großen Einfluss an. NIRVANA zum Beispiel wurden als Vorband der New Yorker bekannt und haben sich stets auf sie berufen. ⇒ weiterlesen

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Talking Heads – "Remain In Light"

Letting the days go by...

Das vierte Album der New Yorker Amerikaner TALKING HEADS war seinerzeit nicht nur in seiner ganz eigenen Form bahnbrechernd, weil sich die Band auf neuen Pfaden bewegte und deutlich experimenteller zur Sache ging, sondern es stellte auch so etwas wie den Durchbruch für Sänger und Gitarrist David Byrne, Keyboarder und Gitarrist Jerry Harrison, Bassistin Tina Weymouth und ihren Mann, Schlagzeuger Chris Frantz dar. Auch wenn die Singles des Albums, "Once In A Lifetime" und "Houses In Motion", damals eher bescheidene Anstandserfolge erzielten (Platz 14 und 50 in den U.K.-Charts) sollte "Remain In Light" später als Gesamtwerk einen sehr wichtigen Angelpunkt in der Geschichte TALKING HEADs einnehmen. Nicht umsonst wird das Album heute noch von vielen Liebhabern als das beste und zugleich auch mutigste Werk der Band bezeichnet. ⇒ weiterlesen

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Swans – "Soundtracks For The Blind"

Avantgardistische Klangkunst par excellence

Die New Yorker SWANS haben viele Episoden in ihrem Band-Dasein durchgemacht und auch die beteiligten Musiker, allen voran natürlich Sänger und Hauptsongwriter Michael Gira, hatten nicht nur einschlägige musikalische Erlebnisse und Begegnungen, sondern auch persönliche Abgründe erlebt, deren Reflexionen immer wieder in die Musik der Avantgarde-Künstler eingeflochten sind. Das Doppelalbum "Soundtracks For The Blind", dessen Titel auf die Erblindung des Vaters von Michael Gira zurückzuführen ist, ist eines der besten Beispiele für die Vielseitigkeit der Band, vereint es doch sämtliche Facetten der bekannten und unbekannten SWANS-Episoden. Lyrisch und thematisch findet man hier ebenso hohen Wert wie musikalisch. Selbst entdecken heißt das Zauberwort. ⇒ weiterlesen

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Talk Talk – "The Colour Of Spring"

Ein Klassiker der 80er Jahre

Talk Talk - "The Colour Of Spring"Unter den Menschen, die aufmerksam Musik hören, sich (nicht nur) für die 80er Pop-Szene interessieren, dürfte, nein, sollte die prägnante Klaviermelodie von "Life's What You Make It" bekannt sein; zumindest aber hat man sie schonmal irgendwie irgendwo wahrgenommen. Natürlich ist dies ein sehr starkes Lied, das nicht umsonst in den höheren Plätzen der Pop-Top-Ranglisten rangiert, aber man darf daneben auf gar keinen Fall den Rest vergessen, den TALK TALK mit ihrem fantastischen Album "The Colour Of Spring" geschaffen haben. Die synthie-poppigen Zeiten von "Such A Shame" waren vorbei und die Band um ihren eigentümlich wirkenden Frontman und Sänger Mark Hollis ist einen Schritt weiter gegangen. ⇒ weiterlesen

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