• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
Forgotten Nu Stuff

Five Pointe O – "Untitled"

Forgotten Nu Stuff - Teil XIV

Five Pointe O - "Untitled"Was habe ich im Rahmen dieser Serie nicht schon über den Charakter von Bandkarrieren sinniert und Metaphern benutzt, um sie zu beschreiben. In den Wind geschossene Zukunftspläne, verbrannte Erde, Burn-Out Syndrom oder Familienzwist – es gibt viele Ursachen, die Bands von den Bühnenbrettern der Welt steigen lässt. FIVE POINTE O aus Illinois waren in der Welt des modernen Metal ein Streiflicht, wie eine Sternschnuppe, die kurz am Himmel auftaucht und dann nach sehr kurzer Zeit wieder erlischt. Sie hat nicht viel bewegt, aber einige Menschen haben sie gesehen. ⇒ weiterlesen

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40 Grit – "Heads"

Forgotten Nu Stuff - Teil XIII

40 Grit - "Heads"Es war das verflixte siebte Jahr. Die Band, die sich 1997 in Concord, Kalifornien, zusammenfand, war seit jeher von Besetzungswechseln geprägt gewesen, doch als dann 2004 Bassist Kevin Young das Handtuch warf, schien das das Schicksal der Band zu besiegeln. Nur wenig später, im Februar 2004, erklärten sie auf ihrer Homepage das Ende von 40 GRIT.

Vier Jahre zuvor war ihr Debütalbum "Heads" erschienen, ein ziemlich vielversprechender Brocken. Tonnenschwere Riffs, brutales Schlagzeug und eine allgemein düstere Stimmung kennzeichnen diese schwerlastige Platte. ⇒ weiterlesen

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OneSideZero – "Is This Room Getting Smaller?"

Forgotten Nu Stuff - Teil XII

OneSideZero - "Is This Room Getting Smaller?"ONESIDEZERO ist eine der Bands, die das Zeug zum ganz großen Durchbruch hatten. 1997 in Los Angeles gegründet bewiesen sie schon sehr bald auf ihren ersten Demos ein ungeheures Talent und unbändige Energie. Die mehr als überzeugende Mischung aus Alternative Rock mit Elementen aus dem Grunge und Nu Metal ging auch an den A&R Leuten von Maverick Records nicht vorbei, und so ergatterten sie quasi auf Anhieb einen Majordeal.

Auf dem Debüt hört man melodischen, kraftvollen Rock vom Feinsten, der vor – man muss es einfach so deutlich sagen – geilen Hooks und Riffs nur so strotzt. Und dann der Sänger! Jasan Radfords Stimme, die von einfühlsam bis aggressiv alle Register zieht, ist fast schon zum Verlieben, was vor allem Fans vom TOOL-Maynard anziehen dürfte, trifft Radford doch dessen markante Phrasierung verblüffender Weise ein ums andere Mal. ⇒ weiterlesen

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From Zero – "One Nation Underground"

Forgotten Nu Stuff - Teil XI

From Zero - "One Nation Underground"Nu Metal war ursprünglich nichts anderes als Metal mit Hip Hop Elementen, und Metalcore auch nichts spektakuläreres als Metal mit Hardcore. Wenn man als junge Band aus solchen einfach gesteckten Definitionen herausfällt, verschwindet man entweder aus dem Blickfeld der möglichen Zielgruppe oder man erarbeitet sich einen Ausnahmestatus. FROM ZERO, die 1998 in Chicago starteten, waren die einfachen Raster zu öde, und so kombinierten sie ihren Metal gleich mit mehreren Stilen. Auf ihrem Debüt "One Nation Under" begegnen uns einerseits gewohnt harte Gitarrenklänge, Mosh-Riffs, typische Songstrukturen und aggressive Shouts – aber die Medaille hat eben noch eine andere Seite. ⇒ weiterlesen

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Downthesun – "Downthesun"

Forgotten Nu Stuff - Teil X

Downthesun - "Downthesun"DOWNTHESUN stehen für ein Syndrom hoffnungsvoller Bands, welches ich als "Verbrannte Erde" bezeichnen würde. Nach einem gelungenen Start mit besten Zukunftsaussichten werden selbige zu Staub zermahlen und die Karriereleiter eingeäschert.
Die sechsköpfige Truppe stammte aus Kansas City in Missouri musizierte seit 1999 miteinander. Schon zu Beginn pflegten sie enge Kontakte zu SLIPKNOT, die sich später in Form von Vitamin B und Support-Slots bezahlt machten. Zu einem großen Teil lag das sicherlich daran, dass man stilistisch auf einer ähnlichen Wellenlänge lag. Wie die maskierten Herrschaften aus Iowa waren DOWNTHESUN hart und teilweise richtig erbarmungslos unterwegs. ⇒ weiterlesen

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Darwin's Waiting Room – "Orphan"

Forgotten Nu Stuff - Teil IX

Darwin's Waiting Room - "Orphan"Südflorida. Immer wieder eine schöne Gegend für interessante Bands, und das nicht nur im Extrem-Hartwurstsektor. 1995 fanden sich dort ein paar Highschool-Schüler zusammen, um gemeinsam Musik zu machen. Die ersten Aufnahmen wurden bereits 1996 auf Tape gebannt, und waren noch deutlich von Punk beeinflusst. Doch bereits dieses frühe Werk zeigte einiges Potential und einen reichhaltigen Fundus an Inspirationen, aus dem sich die Band bediente. Es sollte allerdings noch ein paar Jahre dauern, bis sich die Besetzung festigte und alle Kräfte für den nächsten großen Schritt sammeln konnte.

2001 war es dann soweit: DARWIN'S WAITING ROOM hatten sich mittlerweile in Miami und Umgebung einen entsprechenden Ruf erspielt, der auch die Aufmerksamkeit von MCA Records auf sich zog. Ein Vertrag wurde unterzeichnet und im Juli das Majordebüt veröffentlicht. ⇒ weiterlesen

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Human Waste Project – "E-Lux"

Forgotten Nu Stuff - Teil VIII

Human Waste Project - "E-Lux"Es war 1993, und sie waren gerade auf dem Weg zum Lollapalooza, da dachten sich Scott Ellis und Jeff Schartoff, dass sie doch eine Band gründen könnten. Wenig später holten sie sich Rockröhre Aimee Echo und Studiotechniker und Gitarrist Mike Tempesta an Bord. Im sonnigen Kalifornien wurden die ersten Demos eingespielt bis sich ihr einprägsamer Name langsam in der lokalen Szene verbreitete. Irgendwann spielten sie den Support für Bands wie HELMET, DEFTONES und KORN, bis endlich Hollywood Records anklopften und ihnen einen Plattenvertrag vor die Nase hielt. ⇒ weiterlesen

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Snot – "Get Some"

Forgotten Nu Stuff - Teil VII

Snot - "Get Some""Say something for the record… tell the people what you feel!" – "FUCK the record! And FUCK the people!" – Überzeugender könnte ein Album von einer Band, die sich selbst den wahrhaft eleganten Namen "Snot" verpasst hat, gar nicht starten. Ein entsprechendes "Fuck You" ist dann auch die Botschaft vom lautstarken "Get Some". Es ist das Debüt und einzige Album der Band in Originalbesetzung, die aus dem sonnigen Santa Barbara in Kalifornien stammt (dort wo auch die Fragezeichen zuhause sind). ⇒ weiterlesen

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One Minute Silence – "Buy Now… Saved Later"

Forgotten Nu Stuff - Teil VI

One Minute Silence - "Buy Now... Saved Later"Eine Minute Stille, eine Minute Respektsbekundung – eine Minute lang pure Heuchelei. So ähnlich sah es die englischsprachige "Multikulti"-Band, als sie ihren Namen von "Near Death Experience" auf ONE MINUTE SILENCE ändern musste. Und um gleich den Kulturscherz zu erklären: Sänger Brian Barry und Gitarrist Chris Ignatiou stammen aus Irland, Bassist Glen Diani aus Gibraltar, Schlagzeuger Edwin Stratton aus England.
1995 fand sich diese Originalbesetzung zusammen, die drei Jahre später ihr erstes Album "Available In All Colours" vorstellte. Auf dem es politisch geprägten Rap Metal gab. Grösstes Manko war der äußerst schwachbrüstige Sound, den man einem Hip-Hop-Produzenten überlassen hatte. Für den Einstand war das nicht übel, aber auch nichts zwingend notwendiges. ⇒ weiterlesen

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The Union Underground – "An Education In Rebellion"

Forgotten Nu Stuff - Teil V

The Union Underground - "An Education In Rebellion"1996 hoben Sänger Bryan Scott und Gitarrist Patrick Kennison, Freunde von der High School, im heißen Texas ihre Band THE UNION UNDERGROUND aus der Taufe. Wenig später stießen Schlagzeuger Josh Memelo und Bassist John Moyer dazu. Mit ihrem ersten selbst veröffentlichten Album konnten sie für eine Undergroundband beachtlichen Erfolg erzielen, der auch an großen Labels nicht vorbeiging. Columbia's A&R John Weakland bekam die Scheibe in seine Finger und hörte das Potential einer Band, die genug Raffinesse, Vielseitigkeit und Energie mitbrachte, um in der heranlaufenden Nu-Metal-Welle kräftig mitmischen zu können. Das war auch die Zeit, in der Majors noch wesentlich mehr Geld in junge Talente steckten, als heutzutage. ⇒ weiterlesen

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SugarComa – "Becoming Something Else"

Forgotten Nu Stuff - Teil IV

SugarComa - "Becoming Something Else"Es muss irgendwann in den späten 90ern gewesen sein, als genderbetontes Marketing wieder hip wurde. Keine Ahnung, ob dieser Begriff tatsächlich existiert, aber in PR-Sprech soll das nichts anderes heißen, als dass man wieder Begriffe wie "all-girl-band" und ähnliches herauskramte. Ich gebe zu, ein gewisses Alleinstellungsmerkmal ist das schon, aber insgesamt und auf die Musik bezogen ist das ein absolut nichtssagender und überflüssiger Begriff, genauso wie "female-fronted" soundso. ⇒ weiterlesen

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Epidemic – "Epidemic"

Forgotten Nu Stuff - Teil III

Epidemic - "Epidemic"EPIDEMIC waren das, was man wohl als "Kollisionsband" bezeichnen könnte – weil alle Musiker wie in einem Crash aus unterschiedlichen Richtungen zusammengekommen sind, miteinander kollidierten und danach in ebenso unterschiedliche Richtungen wieder auseinandergingen. So etwas ist vor allem dann verdammt schade, wenn solche Bands Potential für viel mehr offenbarten. ⇒ weiterlesen

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Ultraspank – "Ultraspank"

Forgotten Nu Stuff - Teil II

Ultraspank - "Ultraspank"Man soll nicht glauben, dass ein halbes Dutzend Streetteams, Online-Portale und möglichst viele Myspace-Freunde allein zum Erfolg verhelfen. In einer Zeit, in der man noch ohne den sozialen Overkill auskommen musste, waren die wichtigsten Faktoren die gleichen wie heute: Gute Musik, gute Livequalitäten und über allem eine loyale Fanbasis. Und wenn die nicht groß genug ist, dann ist nachhaltiger Erfolg entweder kurzlebig oder schlicht unmöglich, auch wenn man als Band sämtliche Kriterien erfüllt.

So auch im Fall der 1996 in Santa Barbara, Kalifornien gegründeten ULTRASPANK. Hervorgegangen waren sie aus der Speed-Metal-Band INDICA, die 1992 von MTV sogar zur besten College Rock Band gekürt wurde. Durch rechtliche Nickeligkeiten und dank eines spontanen Einfalls von Rob Zombie wurde aus "Spank" dann ULTRASPANK. ⇒ weiterlesen

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Vacant Stare – "Vindication"

Forgotten Nu Stuff - Teil I

Vacant Stare - "Vindication"Sie waren gekommen, um viel zu früh zu gehen. Ende der 90er trafen sich vier Musiker in der englischen Stadt Kent und gründeten VACANT STARE. Ihre erste aussagekräftige Visitenkarte produzierten sie zusammen mit Andy Sneap in Form einer Demo EP. Diese begeisterte nicht nur Fans, sondern auch sehr bald Tourveranstalter und Vertreter englischer Musiklabels. Was das Quartett da aus dem Ärmel schüttelte, passte mit seiner Intensität, Spielfreude und Energie genau in die Zeit, in der Nu Metal richtig angesagt war – ohne sich dabei dem lupenreinen Nu Metal verschrieben zu haben. ⇒ weiterlesen

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