• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
Musikrezensionen

Satyricon – "Deep Calleth Upon Deep"

21. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Quintessenz satyrischer Kunst

Satyricon - "Deep Calleth Upon Deep""Als ich an dieses Album herangegangen bin, habe ich immer im Hinterkopf behalten, dass es entweder der Beginn von etwas Neuem oder mein letztes Album sein würde."

So Bandleader Satyr, als er das neue SATYRICON-Album "Deep Calleth Upon Deep" beschrieb. Das machte natürlich neugierig. Veränderungen hatte es ja stets gegeben, zuletzt schienen sie sich jedoch im hymnischen, treibenden, einfach-rifforientierten Nacht- und Nebelsound eingerichtet zu haben. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #70 – Extrem hörbar

20. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Order Ov Riven Cathedrals - "The Discontinuity's Interlude"Order Ov Riven Cathedrals – "The Discontinuity's Interlude"
Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2017)

Heiliges Feuer, was für ein Geschoss! Nach einem kurzen Gefühl der Sicherheit (Intro) zeigen die Italiener schnell ihr wahres Gesicht. Schwindelerregend schnell und trotzdem nie stumpf rast das Duo um den Multiinstrumentalisten mit dem kryptischen Synonym 12 und seinem Mitstreiter und Sänger En Sabah Nur durch sein erstes Album. Die Lyrics behandeln Themen wie Aliens, Astronomie, Ägypten und Mesopotamische Geschichte, was sich auch in den Melodien spiegelt. Wer nun denkt, dass es wieder einen NILE-Abklatsch zu hören gibt, der irrt, denn ORDER OV RIVEN CATHEDRALS klingen nur im Ansatz vergleichbar. Sie bauen zudem spacige Keyboards ein, die keineswegs störend oder übertrieben künstlich wirken. Eine erstaunlich coole Scheibe, die einem schön die Schuppen aus den Haaren knüppelt. ⇒ weiterlesen

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Ensiferum – "Two Paths"

17. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Tomorrow I'll Drink

Ensiferum - "Two Paths""Ajattomasta Unesta" führt atmosphärisch in die aktuelle CD "Two Paths" von ENSIFERUM. Ein Intro mit Elbenstimme und Fanfaren im Hintergrund. Das konnte man erwarten. "For Those About To Fight For Metal" eröffnet in AC/DC-Manier, Ennio Morricone gesellt sich dazu, dann faucht Petri. "Fire, Fiiire, Fiiiiiiire" und "Hardeeeer" schrauben sich die Finnen zum Höhepunkt, dem mächtigen, überkitschigen, typischen ENSIFERUM-Chorus. Es klackert, rumst und böllert. Und wie immer zuletzt, halten sie sich nicht ans Strophe-Chorus-Schema, zumindest nicht wirklich. Ein Break, kurze Silence, Trinkhörner kreisen, "Ooohoooo" und noch einmal Refrain. Finito. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #69

16. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Wren Kitz - "Dancing On Soda Lake"Wren Kitz – "Dancing On Soda Lake"
Experimental, Ambient, Psychedelic, Folk (NNA Tapes, 2017)

Wenn man sich Musik anhört und sehr schnell merkt, dass sie einen auf besondere Weise herausfordert, dann gibt es selten das Ergebnis, dass sich der 'Like-Faktor' im Mittelmaß einpendelt. Herausfordernde Musik polarisiert meistens. Entweder man geht in der Musik auf oder man hasst sie! Oder aber man hört WREN KITZ und weiß gar nicht so recht, was man damit anfangen soll. Echo- und Hallspiele mit Gitarrenpickings, ausgedehnte Ambient-Collagen, Traumspiele, Akustikgitarren, die Folk-Flair versprühen und ebensolcher Gesang, der mal einsam, mal mehrstimmig seine Runden zur oft -auf den ersten Blick- ziellos wirkenden Musik dreht. "Dancing On Soda Lake" ist ein Album, dem viele Review-Schreiber eine Note verweigern würden, weil sie nicht wissen, wie man so etwas (natürlich wie immer subjektiv) bewertet. Und tatsächlich ist das nicht so einfach… ⇒ weiterlesen

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Ryley Walker – "Golden Sings That Have Been Sung"

14. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Brücke in die Vergangenheit

Ryley Walker - "Golden Sings That Have Been Sung"Völlig aus der Zeit gerissen und deshalb umso herausragender ist die Musik des amerikanischen Singer-Songwriters RYLEY WALKER, denn er besitzt die Gabe, Stile unter einen Hut zu bringen, die man in der Regel eher separat kennt und hört. Er webt Indie Rock-, Jazz-, Folk- und Singer-songwriter-Ideen zu einem harmonisierenden Geflecht zusammen und klingt dabei nicht einfach nur in Ordnung, sondern außerordentlich gut. Das Resultat transportiert durchaus ein wenig Nostalgie, so als ob das Album ein Dachbodenfund ist, man es auflegt und plötzlich wieder den Geist längst vergangener Zeiten einatmet. WALKER stammt aus Chicago und genau so klingt das Album, zumindest aber so, wie man sich die Musik der Stadt in den 1960ern und -70ern vorstellen möchte. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #68

12. September 2017 | Kurz notiert » Musikrezensionen | Keine Kommentare

Thunder Dreamer - "Capture"Thunder Dreamer – "Capture"
Indie Rock (6131 Records, 2017)

THUNDER DREAMER aus Indiana vermischen Indie- und Post-Rock mit etwas Pop, gekleidet in ein vorsichtig schwermütiges Gewand aus Molltönen mit größtenteils eher zurückhaltendem Gesang. Sie halten ihre Musik leicht und unkompliziert und setzen vordergründig auf die Wirkung der Atmosphäre. Unverzerrtes Gitarrenpicking und locker-flockige Drumbeats, die sich niemals in den Vordergrund drängeln, bilden dabei das Haupterscheinungsbild. Am Rande zum Easy-Listening birgt "Capture" vielleicht nicht soviel an Tiefe, als dass man es unzählige Male genießen könnte, als gelegentliche Beschallung für entspannte Momente am frühen Abend aber durchaus geeignet. Wohlfühlen inklusive. ⇒ weiterlesen

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New Order – "Waiting For The Sirens' Call"

10. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Hooks letzte Zuckungen

New Order - "Waiting For The Sirens' Call"Das achte Studioalbum der Briten überraschte mit einer Besonderheit. Es ist bis dato das einzige von NEW ORDER, das ein Titelstück enthält, also ein Lied, das den Albumtitel trägt. Auch der musikalische Schwerpunkt überrascht ein klein wenig, denn es wird schnell deutlich, dass der elektronische Anteil erheblich zurückgeschraubt wurde, zugunsten einer verstärkten Gitarrenlastigkeit. Man fühlt sich an "Brotherhood"-Zeiten erinnert, beziehungsweise an die Gitarrenstücke aus dieser Ära. Ur-Mitglied Gilian Gilbert ist im Vorfeld der Veröffentlichung ausgestiegen, um sich um ihre (und Drummer Stephen Morris') Kinder zu kümmern. Für sie stieß Phil Cunningham an den Tasten zur Band. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #67 – Extrem hörbar

En Satan - "Nous Croyons"En Satan – "Nous Croyons"
Black Metal (Eigenproduktion, 2015)

Die kanadischen Black Metaller bewegen sich auf ihrem Debütalbum angenehm ausladend. Ihre Songs pendeln sich mit wenigen Ausnahmen zwischen fünf und sieben Minuten ein. Dabei wird nicht nur im donnernden Doublebass-Midtempo gepredigt, sondern auch langsame, mit Keyboards untermalte, atmosphärische Parts finden den Weg in den Vordergrund. Vorsichtig spärlich, aber keineswegs schlecht produziert, benutzen sie dabei die typische Herangehensweise des Genres. Allein der äußerst eintönige, heisere Krächzgesang ist auf Dauer regelrecht anstrengend bis extrem langweilig, was sehr schade ist, denn die Musik selbst hat absolut ihren Reiz. ⇒ weiterlesen

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The Haunted – "Exit Wounds"

4. September 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Schreihals wechsel dich

The Haunted - "Exit Wounds"Diese Band hat es nicht leicht, zugegeben, wird sie doch seit ihrer zweiten Veröffentlichung an ihrem fetzigen, selbstbetitelten Debüt gemessen und demzufolge regelmäßig in der Luft zerrissen. Dann haben die Schweden sich im Laufe des ersten Jahrzehnts der 2000er getraut, ihren Thrash-Stil zu erweitern, den Speed abzulassen, mehr auf Rhythmus, Groove und Melodien zu setzen. Auch das passte vielen nicht. Sänger Peter Dolving ging nach dem Debüt ab, der Ersatz Marco Aro kam für zwei Alben hinzu; dann Abgang Aro und Dolving wieder rein plus musikalischer Neuausrichtung. Dies bescherte ihnen etliche neue Hörer, verschreckte allerdings auch viele frühe Anhänger der Band gleichermaßen. Nachdem Dolving dann nach "Unseen" (2011) erneut das Weite gesucht hat, kommt Marco Aro zurück an Bord. Alles wieder gut also? Nun ja, es ist mal wieder nicht so einfach wie gewünscht und wie vielleicht gedacht.
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Kurz notiert #66 – Extrem hörbar

Acrimonious - "Eleven Dragons"Acrimonious – "Eleven Dragons"
Black Metal (World Terror Committee, 2017)

Bereits der über neunminütige Opener lässt erahnen, dass die Griechen ihren Songs Raum zur Entwicklung lassen möchten. Und selbst, wenn nicht jedes der elf Stücke so weitläufig arrangiert ist, besitzen sie alle die Ausstrahlung, dass sie nicht mal eben schnell gehört werden können und wollen. Man muss sich Zeit nehmen, um die elf Drachen zu verinnerlichen. ACRIMONIOUS setzen dabei keineswegs nur auf Raserei, ganz im Gegenteil. Sie variieren die Geschwindigkeit oft und wälzen sich gerne auch mal in atmosphärischen, traditionell anmutenden Midtempoparts. Ein Album, das zwar zu keiner Sekunde überrascht, trotzdem aber einen recht guten Eindruck hinterlässt. ⇒ weiterlesen

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Solstice – "Solstice"

Die Death-Thrash-Abrissbirne

Solstice - "Solstice"In den frühen und mittleren 1990er Jahren war die Aufbruchstimmung im Metal-Genre mit fast jeder neuen Veröffentlichung zu spüren. Junge Bands und (Sub-)Genres schossen wie Pilze aus dem Boden. Besonders aber der Death Metal erfreute sich einer zunehmenden Beliebtheit und die Bands fingen an, das Genre auszuloten, die Grenzen neu zu setzen und unverbrauchtes Territorium zu erobern. Manche wollten so extrem wie nur möglich sein, andere so schnell wie es geht und wieder andere das Maximum an Aggression mit ihrer Musik transportieren. Zu Letzteren gehör(t)e der Florida-Vierer SOLSTICE; ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #65

Smidley - "Smidley"Smidley – "Smidley"
Indie Rock, Indie Pop (Triple Crown Records, 2017)

Das als Spielwiese ins Leben gerufene Projekt des FOXING-Sängers Conor Murphy hat er nach seinem Hund benannt. Gemeinsame Sache macht er dabei mit Leuten von SORORITY NOISE, DR DOG und TIGERS JAW. Die Mischung aus Indie Rock mit vielen poppigen Melodien und Ideen ist durchaus gelungen. Der Gesang ist allerdings stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Murphy gerne mal in Falsett singt, was leider nicht zu seinen Stärken zählt, da seine Stimme dabei nicht sonderlich einladend, sondern auf längere Dauer nervig klingt. Wer leichte Kost bevorzugt und Musik gerne hört, ohne sich großartig darum zu kümmern, was passiert und einfach nur die Stimmung aufsaugen möchte, dürfte mit SMIDLEY gut bedient werden. ⇒ weiterlesen

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Sonic Youth – "Bad Moon Rising"

24. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Das Transitionsalbum

Sonic Youth - "Bad Moon Rising"Für viele Fans gelten SONIC YOUTH bis heute als eine Art Inbegriff der musikalischen Extravaganz. Sie seien der wahre Alternative Rock, eben die Alternative zu allem Üblichen. Es ist dabei sicher unbestreitbar, dass die vier Ex-New-Yorker einen enormen Wandel im Laufe ihrer Karriere durchlebt haben. Begonnen hat alles mit, man verzeihe diesen harten Ausdruck, fast schon dilettantischem Spiel und scheinbar unkontrolliertem Herumhacken auf den Instrumenten. Als diese Experimente Form annahmen, entstanden tatsächlich Songs und die Erfolgsgeschichte der Band nahm ihren Lauf. So in Etwa lautet die Ultrakurzfassung der Entstehung des SONIC-YOUTH-Kults. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #64 – Extrem hörbar

The Vomiting Dinosaurs - "Exoplanets"The Vomiting Dinosaurs – "Exoplanets" EP
Death Metal, Thrash Metal, Sludge Metal, Grindcore (Grimoire Records, 2017)

Was erbrechende Dinosaurier mit Exoplaneten zu tun haben, wissen wohl nur die aus aus Winchester/Virginia stammenden Musiker selbst. Soll uns aber auch nicht weiter stören, denn ihre Neun-Track-EP ist mit rund 15 Minuten Spielzeit ein herrlich altbackener Mix aus Rumpel-Death-Metal, etwas Thrash, Sludge und Grindcore. Roh und ungeschliffen und speedmäßig trotz allem stets überschaubar, rappeln sich die Jungs durch die Platte. Alles ist recht simpel gehalten und nichts davon musikalisch unbekannt, trotzdem besitzt die Musik bzw. versprüht die Band eine angenehme Sympathie, die es einfacher macht, sich dem Stoff zu nähern und ihn gut zu finden. ⇒ weiterlesen

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Suffocation – "…Of The Dark Light"

20. August 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Brutales Gefummel

Suffocation - "...Of The Dark Light"Wenn das alte Schlachtross SUFFOCATION mit einem neuen Album an der Tür klingelt, weiß man im Grunde bereits im Vorfeld, was einen erwartet, denn großartige bzw. mindestens erwähnungswürdige stilistische Veränderungen gab es bei den Brutalo-Tech-Deathern eigentlich noch nie. Die einen wird es freuen und ihre Handflächen vor Aufregung feucht werden lassen, wenn die New Yorker Bastion neue Musik am Start hat, die anderen werden sich, wie auch in den (mittlerweile tatsächlich schon) 27 Jahren zuvor, aus Anerkennung bestenfalls ein freundliches Lächeln rausdrücken und innerlich wohl mit den Schultern zucken. SUFFOCATION halt, immer dasselbe, Gebrülle ohne Ende und haufenweise Riffs, deren Zusammenhang kaum noch nachvollziehbar ist. ⇒ weiterlesen

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