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  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
Musikrezensionen

Annihilator – "For The Demented"

20. Januar 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wahnsinns-Thrash

Annihilator - "For The Demented"Mastermind Jeff Waters ist auf der Gitarre absolut brillant, daran gibt es nichts zu rütteln. Auch Kritiker, die mit der Musik seiner Band ANNIHILATOR nichts anfangen können, müssen eingestehen, dass der Mann weiß, was er mit den sechs Saiten zu tun hat. Sein Spiel ist absolut präzise, technisch anspruchsvoll und hier und da ist ihm sogar schon das eine oder andere göttliche Riff aus den Fingern gesprudelt. Mittlerweile ist Waters auch am Mikro erstarkt und übernimmt seit zwei Alben wie auch schon in der Vergangenheit immer mal wieder alleine den Gesang. Der Mann hat für seine Band eine Vision; das hört man definitiv. Er weiß einfach, wie man modernen Speed- und Thrash Metal mit amerikanischer Prägung spielt, ohne den Bezug zur alten Schule zu verleugnen. Kurz: ANNIHILATOR sind mit "For The Demented" so stark wie selten zuvor aufgetrumpft. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #87 – Extrem hörbar

Artificial Brain - "Labyrinth Constellation"Artificial Brain – "Labyrinth Constellation"
Technical Death Metal (Profound Lore Records, 2014)

Das, was die Amerikaner in rund 45 Minuten auf ihrem Albumdebüt veranstalten, dürfte jeden begeistern, der auf extrem heftigen Tech Death steht, welcher am Rande zum Brutal Death agiert, dabei jedoch dessen stumpfe Herangehensweise herausfiltert und gegen höchst komplexe Songstrukturen austauscht. Die brutale Intensität des Sub-Genres wird aufgegriffen und in ein äußerst anspruchsvolles Konzept verpackt, das mit (gutturalen) Growls, vielen schnellen Blastbeats, wahnwitzigen Gitarrenläufen und einem insgesamt extrem schweren, vollmundigen Sound alles wegpustet. Fans von GORGUTS werden hier definitiv Blut lecken. ⇒ weiterlesen

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Queens Of The Stone Age – "Era Vulgaris"

4. Januar 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Königin ist launisch

Queens Of The Stone Age - "Era Vulgaris"Das fünfte Album der kalifornischen Rocker sollte anders werden. Zumindest dachte sich das wohl der ehemalige KYUSS-Wüstensohn und Vordenker Joshua Homme im Vorfeld des Entstehungsprozesses, denn "Era Vulgaris" hebt sich tatsächlich vom starken Vorgänger "Lullabies To Paralyze" ab. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Troy Van Leeuwen und Joey Castillo wurden eine Reihe von Songs geschrieben, die den Hörer nicht nur fordern, sondern stellenweise sogar an seinem Horizont kratzen sollen, gleichzeitig aber auch mächtig ins Bein gehen. Schräg? Paranoia? Anstrengendes Zeugs? Oder doch eher verkannt geile Melodien, die man einfach nur zulassen muss, damit sie richtig wirken? Tatsächlich irgendwie ein bisschen von allem! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #86

Death Bells - 2017 - Standing At The Edge Of The WorldDeath Bells – "Standing At The Edge Of The World"
Post-Punk (Funeral Party, 2017)

Diese Australier wissen, wie man Post-Punk mit Biss spielt. Mit (natürlich!) angedüstertem Ambiente, schrillen sowie verträumten Gitarrenmelodien, rollendem Bass, kantigen Drumbeats und leicht unterkühltem Gesang schlagen sie genau in die Kerbe, die man mit dem Begriff Post-Punk in Verbindung bringt. Dabei springen einem beim ersten und vielleicht auch beim zweiten Durchlauf nicht unbedingt Hits entgegen und doch besitzt die Musik der Debütanten etwas anziehendes, das man gerne noch einmal auflegt. Ob es die Erinnerungen an die kauzigen End-80er sind oder einfach nur der Umstand, dass DEATH BELLS gut sind, ohne dass man darüber nachdenken muss warum, spielt keine Rolle; Hauptsache es gefällt. ⇒ weiterlesen

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U2 – "The Unforgettable Fire"

Politisches Feuer aus Irland

U2 – "The Unforgettable Fire"Rückblickend haben U2 mit diesem Album begonnen, richtig groß zu werden. Sound und Image der Band wandelten sich, man musste sie endgültig ernst nehmen. Aussagekraft, Weite und Weltoffenheit sind der Musik anzuhören und das einhergehende Gefühl, dass etwas ganz Großes in ihr schlummert. Zwar hatten die Iren bereits mit "Sunday Bloody Sunday" vom fantastischen Vorgänger "War" einen, wenn nicht sogar den Band-Hit ins Leben gerufen, aber man muss unterm Strich dennoch festhalten, dass "The Unforgettable Fire" einfach deutlich reifer und vor allem viel besseer klingt als "War" und die beiden Alben davor. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #85

Thee Oh Sees - "A Weird Exits"Thee Oh Sees – "A Weird Exits"
Garage Rock, Alternative Rock (Castle Face, 2016)

Einen wilden Fuß bieten die alten Hasen THEE OH SEES. Alte Hasen nicht nur, weil es die Band schon so lange gibt (seit 1997), sondern weil sie seit 2006 kontinuierlich mehrere Alben und EP's pro Jahr veröffentlicht. "A Weird Exits" reiht sich unter die besten Sachen der Band ein, auch wenn der Rest ganz bestimmt nicht schwach ist. Man hört der Musik Erfahrung, Vielseitigkeit, aber auch den Mut an, eben nicht in eingefahrene Spuren zu rutschen. Der Garage Rock der Band ist roh, auch mal dreckig, experimentell und zwischendurch sogar ein wenig post-psychedelic. ⇒ weiterlesen

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Sonic Youth – "Sonic Nurse"

22. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Intensiv, nachdenklich, melancholisch

Sonic Youth - "Sonic Nurse"Darüber, dass diese Band als wichtigster und wohl bekannteste Vertreter des No Wave galt, braucht nicht weiter erwähnt, geschweige denn diskutiert zu werden; das ist ohne Wenn und Aber Fakt! Aber auch SONIC YOUTH hatten sich im Laufe ihrer Karriere hörbar entwickelt und von den anfänglichen Kracheskapaden ist in den letzten Jahren ihres Bestehens nicht mehr ganz soviel übrig geblieben. Zum Glück, muss man angesichts solch toller Alben wie "Sonic Nurse" aus dem Jahre 2004 anmerken. Nein, nein, die Band hatte ihre Roots nicht verlassen, aber sie haben sie erweitert, ergänzt und geschickt modifiziert, sozusagen Essenzen gefiltert. Man hört, dass sie reifer und erfahrener geworden waren, musikalisch wie persönlich und nicht mehr ausschließlich auf Krawall und 'direkt ins Gesicht' setzten. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #84

Girls Who Care - "Light Sleeper"Girls Who Care – "Light Sleeper"
Indie Rock, Indie Pop (Eigenproduktion, 2017)

Lockeren Synthie Pop mit Indie-Einschlag, der durch begleitende Gitarren aufgefrischt wird, bieten GIRLS WHO CARE aus Ann Arbor in Michigan/U.S.A.. Der Gesang ist leicht verhallt und freundlich. Manchmal fühlt man sich an die seeligen '80er Jahre erinnert, obwohl es produktionstechnisch und auch musikalisch eigentlich kaum Gründe dafür gibt. Möglicherweise ist es die Stimmung, dieses leicht schwebende, verträumt entspannte Gefühl, Sonne und Wasser, vielleicht noch ein Cocktail und nette Begleitung, halt etwas Nostalgie, die dann doch mitschwebt. Who knows… ⇒ weiterlesen

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David Bowie – "Never Let Me Down"

14. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Eigenwilliger Pop-Zirkus

David Bowie - "Never Let Me Down"Dass DAVID BOWIE unterschiedliche Schaffensphasen in seiner Karriere hatte, in denen er stilistisch ebenso unterschiedlich unterwegs war, dürfte allgemein bekannt sein. Und dass seine 1980er Jahre Pop-Phase, in deren Verlauf er die drei Alben "Let's Dance" ('83), "Tonight" ('84) und "Never Let Me Down" ('87) veröffentlichte, nicht unbedingt zu den Lieblingen der BOWIE-Anhänger zählt, ist ebenfalls kein Geheimnis.  Mal abgesehen von "Let's Dance", dessen Eindruck nachhaltig ist, besonders jedoch des gleichnamigen Stückes und dem ebenfalls auf dem Album enthaltenen Hit "China Girl", haben es die beiden Folgealben nicht geschafft, an den Erfolg anzuknüpfen. Dennoch gehört "Never Let Me Down" tatsächlich zu den besser verkauften Alben des (zuletzt) Wahl-New-Yorkers und ist somit alles andere als ein Reinfall. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #83

People Like You - "Verse"People Like You – "Verse"
Indie Rock, Math Rock, Jazz (Topshelf Records, 2017)

Selten haben sich eigentliche Gegensaätze so gut ergänzt wie auf "Verse", dem zweiten Album der Truppe aus Boston. Ihre Mischung aus geschmeidigem Indie Rock und Jazz ist so gut gelungen, dass man fast glauben mag, diese Art Musik gab es schon immer. Sängerin Michi Tassey singt lieblich, zurückhaltend und ohne großartig herausstechende Phrasen. Die Gitarre spielt weitestgehend klar und wenig bis gar nicht verzerrt, sie zockt fast unaufhörlich schnelle, kompliziert wirkende Picking-Muster, die sich dabei schnell ins Ohr schleichen. Der Bass zieht unaufhaltsam seine Runden und der Schlagzeuger achtet förmlich darauf, es nicht zu übertreiben; das hört man ganz eindeutig, denn das Potential ist definitiv da. Hinzu kommt eine wiederkehrende Trompete, die den vertrackten Rhythmen eine jazzige Note verleiht und die Musik letztendlich zu etwas eigenständigem macht. Klasse Platte, die man aufgrund ihrer musikalischen Komplexität auf jeden Fall mehrmals hören muss, damit sie richtig wirken kann. ⇒ weiterlesen

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The Cure – "4:13 Dream"

6. Dezember 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Hälfte einer Hälfte

The Cure - "4:13 Dream"Auf ihrem 13ten Album schlagen THE CURE erstaunlich positive Töne an. Sollte Sänger, Bandleader und Kreativkopf Robert Smith auf seine erfahrenen Tage doch noch den Weg aus der Melancholie gefunden haben und der Musik die positiven Nuancen abgewinnen können? Tja, es scheint tatsächlich so, auch wenn dies nicht zu 100% gilt, denn zwischen den Zeilen bleibt die schleichende Schwermut. Smith kann sich noch soviel Mühe geben, fröhlich zu klingen, durch seine charismatische, weinerliche Stimme schwingt einfach immer etwas Dunkelheit mit, vermutlich sogar dann, wenn er laut lachen würde. Aber genau das ist es ja, was die Anhänger von THE CURE an deren Musik so sehr mögen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #82

Lea Porcelain - "Hymns To The Night"Lea Porcelain – "Hymns To The Night"
Wave, Post-Punk (Lea Porcelain Recordings, 2017)

Dem (Wahl-)Berliner Duo Julien Bracht und Markus Nikolaus ist auf ihrem Debütalbum etwas gelungen, das nicht viele Künstlern schaffen, zumindest nicht in dieser hohen Qualität, wie auf "Hymns To The Night". Sie verweben den Spirit von JOY DIVISION und frühen NEW ORDER mit einem modernen Post-Punk-Gefühl und kleiden alles in elektronische Wave- und Shoegaze-Klänge. Dabei ist viel Weite und Melancholie spürbar, aber angenehm, nie erdrückend oder niederschmetternd. Die Beats sind stets präsent und treiben die Songs voran, oftmals auch mit pumpendem Bass, maschinellem Brodeln und stimmungsvollen Synthie-Flächen. Der Gesang ist nüchtern und schwermütig und trägt dadurch viel zur Gesamtwirkung bei. Ein tolles Album, das man fast schon als Pflichtstoff bezeichnen kann. ⇒ weiterlesen

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Swans – "Deliquescence"

30. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Vertonte Katharsis

Swans - "Deliquescence"Jeder, der auf die New Yorker Ex-Industrial-nun-Avantgarde-Post-irgendwas-Rocker steht, wird vermutlich versucht haben, sie zumindest einmal im Leben live erleben zu dürfen. All jene, denen es gelungen ist, Michael Gira und seine Truppe live zu sehen, werden Geschichten von extremer Lautstärke, einem abgedrehten Schlagzeuger, der sogar mit dem Kopf spielt, wilden Noise-Orgien und dem über alles thronenden Dirigenten Michael Gira erzählen. Davon, dass sich die Zuschauer wie in Trance zu ohrenbetäubendem Lärm hin und her wiegen, davon, dass die Band gerade mal fünf oder sechs Lieder in über zwei Stunden Spielzeit vorgetragen hat und wohl auch davon, dass es trotz aller Genialität am Ende dann auch gereicht hat, weil Ohren und Körüer völlig erschöpft waren. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #81 – Extrem hörbar

Becomes Astral - "Paleblood Sky"Becomes Astral – "Paleblood Sky"
Progressive Death Metal (Eigenproduktion, 2017)

Selbst die kanadischen Death Metal Bands entwachsen langsam ihrem bisherigen Spektrum, was ein unaufhaltsames Voranschreiten der Szene bestätigt. Dabei lässt sich nicht einmal behaupten, dass die Szene aus dem Land des Ahornblattes stagniert. BECOMES ASTRAL bewegen sich auf "Paleblood Sky" für eine Band aus Ontario auf eher ungewohnten Pfaden. Prog-Death mit -Core gemischt und zudem mit einer gehörigen Prise Melo-Death-Thrash gewürzt. Klingt vielseitig, ist es auch. Dabei muss man allerdings schon ein Ohr für hochmelodische, schnelle Saitenflitzerei haben, denn was die Jungs da an ihren Instrumenten fabrizieren, ist einerseits eine feine Sache, andererseits könnte es dem einen oder anderen jedoch zuviel des Guten sein. ⇒ weiterlesen

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Rivers Of Nihil – "Monarchy"

22. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ein Highlight modernen Todesstahls

Rivers Of Nihil - "Monarchy"Bereits ihr Debütalbum "The Conscious Seed Of Light" konnte überzeugen und präsentierte eine Band, die abwechslunsgreichen, modernen Death Metal mit einer enormen Wucht und entsprechender Durchschlagskraft zelebrierte. Dieses Rezept verfolgen die Amerikaner auch auf ihrem zweiten Album "Monarchy", nur noch besser und ausgefeilter. Ganz klar ist die Steigerung zu hören und zu fühlen. Die Aggression ist intensiver, die Geschwindigkeit wirkt noch fesselnder, der Gesang konsequenter und die Melodien einfach packender. Zudem wurden die Keyboards noch passender eingesetzt und verleihen dem einen oder anderen Part eine enorme Portion an nihilistischer Stimmung. ⇒ weiterlesen

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