• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
Musikrezensionen

The Cure – "Bloodflowers"

Melancholischer Eskapismus in Perfektion

The Cure - "Bloodflowers"Nicht wenige erwarteten seinerzeit, nach dem eher durchwachsenen bis schwachen "Wild Mood Swings" (1996), eine Rückkehr zu den Tugenden der südenglischen Schwarzmaler. Frontmann Robert Smith hatte sich diese direkte Kritik offensichtlich zu Herzen genommen, denn der vier Jahre später erschiene Nachfolger schob mal eben alles beiseite, was die Band mit "Wild Mood Swings" versemmelt hatte. Wenn man beim Hören von "Bloodflowers" das von den Medien damals als bedeutungsschwanger bezeichnete Erscheinungsdatum ausblendet und seinen Fokus allein auf die Musik legt, kann es problemlos gelingen, das Album mit den älteren Veröffentlichungen der Band in Verbindung zu bringen. Die Anhänger der Alternative Wave Goths haben also das bekommen, was sie sich wünschten. Gut so? Gut so! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #57

Pillow Talk - "This Is All Pretend"Pillow Talk – "This Is All Pretend"
Indie Rock, Post-Punk (Animal Style Records, 2017)

Weinerlich melancholisch ist der Rock von Sänger Joshua Cannon und seiner Truppe aus Memphis. Dabei wird nahezu in jedem Lied der Gesang elektronisch akzentuiert, was man in der Regel von angesagten Pop- und sogenannten R'n'B-Künstlern her kennt. Dieser Vocal-Effekt kann manchmal nett wirken, in jedem Lied eingesetzt überstrapaziert er allerdings ein wenig den Kitschfaktor. Musikalisch ist die Indie-Seite schön ausgelotet und gerne streifen PILLOW TALK auch mal ein ganz klein wenig die Shoegaze-Ecke, ohne jedoch tatsächlich darin aufzugehen. ⇒ weiterlesen

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Jesu / Sun Kil Moon – "30 Seconds To The Decline Of Planet Earth"

Tagebuchvorträge mit musikalischer Begleitung

Jesu / Sun Kil Moon - "30 Seconds To The Decline Of Planet Earth"Da ist sie, die zweite Kollaboration von Justin Broadrick (JESU) und Mark Kozelek (SUN KIL MOON). Hat das Debüt der 'Gebrüder Seltsam' bereits einige Fragen aufgeworfen, die übrigens immer noch nicht restlos beantwortet bzw. entschlüsselt werden konnten, durfte man sich im Vorfeld des Zweitlings ebenfalls wundern, was einen denn da nun wohl erwarten wird. Nun, das muss man den beiden lassen, sie haben keine Blaupause durchgeführt, sondern ihre Musik auf ein weiteres Level getragen. Wohlgemerkt ihre Musik, denn Kozelek ist nach wie vor ein verdammt sturer und offensichtlich unverbesserlicher Mistbock am Mikro. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #56

Post War Glamour Girls - "Swan Songs"Post War Glamour Girls – "Swan Songs"
Indie Rock, Post-Punk (Hide & Seek Records, 2017)

Die Engländer haben ihren Indie Rock bislang mit Post-Punk-Elementen verfeinert und auch auf "Swan Songs", das übrigens alles andere als ein Schwanengesang geworden ist, spielt dieser Umstand wieder eine wichtige, tragende Rolle, auch wenn das Verhältnis dieses Mal deutlich mehr in die Indie-Richtung tendiert. Die Stücke sind tiefgründig,  somit definitiv nicht oberflächlich gehalten und bleiben auch nach mehrmaligem Hören interessant. Der leicht düstere Aspekt ist erhalten geblieben und fesselt den geneigten Hörer. Wer sich nach dunkler Melancholie sehnt, die eher beiläufig erscheint, trotzdem aber das ganze Album über präsent ist und entsprechend wirkt, kommt an dieser tollen Band nicht vorbei. Und an alle Fans von PROTOMARTYR: Zuschlagen! ⇒ weiterlesen

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Echo & The Bunnymen – "Porcupine"

New-Wave- und Post-Punk-Helden der 80er

Echo & The Bunnymen - "Porcupine"Das dritte Album der Indie-Post-Punks aus Liverpool war in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung an Sänger und Gitarrist Ian Mc Culloch, Gitarrist Will Sergeant, Schlagzeuger Pete De Freitas und Bassist Les Pattinson. Die Stimmung in der Band war nicht die beste. Die Plattenfirma lehnte die erste Aufnahme des Albums ab, sodass alles noch einmal komplett neu eingespielt werden musste, was nicht nur eine enorme Verzögerung darstellte, sondern auch einen zusätzlichen finanziellen und vor allem nervlichen Aufwand bedeutete. Die finale Fassung von "Porcupine" wurde dann letztendlich in den Amazon Studios in Liverpool, den Trident Studios in London und in den Rockfield Studios in South Wales aufgenommen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #55

Venn - "Runes"Venn – "Runes"
Indie Rock, Post-Punk (Full Time Hobby, 2017)

Eine flüssige Mischung aus Indie, etwas New Wave und gelassenem Post-Punk gibt die Truppe aus Berlin und London zum Besten. Dass dabei das Licht der Stimmung etwas abgedunkelt wird, dürfte sich anhand der stilistischen Beschreibung von selbst erklären. Aber wir haben es nicht mit generellen Düstermännern zu tun, sondern mit einer Band, die sich eher im Halbschatten aufhält. Keine Schwarzmaler. Es gibt ein Bisschen frühe NEW ORDER, vermischt mit atmosphärischen Synthie-Pads, Hall-Gitarren und gerne auch mal kurzen, rein instrumentalen Anteilen. Hit-Potential ist nicht zu verspüren, aber das muss auch nicht, denn die Kompositionen sind auch so dicht genug, um gut wirken zu können. ⇒ weiterlesen

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Mark Lanegan Band – "Gargoyle"

Nachtmusik zum tagsüber Hören

Mark Lanegan Band - "Gargoyle"Der Ex-SCREAMING-TREES-Fronter hat bereits einige Solo- und Koop-Platten am Start. Daneben agiert er unter dem Banner MARK LANEGAN BAND, zusammen mit von Album zu Album wechselnden Musikern. Und selbst, wenn der Unterschied zu seinem tatsächlichen Soloprojekt, das er ohne den Zusatz "Band" führt, nur im Detail deutlich wird, macht das gar nichts, denn letztendlich ist es egal, was sich der Gute dabei gedacht hat, Hauptsache das Resultat stimmt. Wichtig für uns als Konsumenten ist, dass uns die Musik anspricht und gefällt, was im Falle von "Gargoyle" ohne Frage Fakt ist. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #54

Memoryhouse - "Soft Hate"Memoryhouse – "Soft Hate"
Dream Pop (Beko, 2016)

Von sanftem Hass keine Spur! Das kanadische Duo um Sängerin Denise Nouvion und Instrumentalist Evan Abeele hat mit seinem zweiten Album alles richtig gemacht. Es gibt teils entspannte, teils verträumte, teils dezent schwungvolle Musik zu hören, die stets ein angenehmes Maß an seichter Melancholie beinhaltet, was nicht zuletzt am nachdenklichen Gesang liegt. Rein musikalisch bewegt sich das Duo im (Dream) poppigen Bereich, entwickelt durch die intensiven Kompositionen aber gleichzeitig deutlich mehr Inhalt als so manche 08/15-Kapelle. "Soft Hate" ist ein in sich stimmiges, schönes Album geworden, das mit seinen weichen Sounds besticht und manchmal sogar einen, auf den ersten Eindruck kaum merkbaren, kleinen Abstecher in die 1980er Jahre wagt. ⇒ weiterlesen

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Ruelle – "Madness"

Ein Drama-Pop-Highlight

Ruelle - "Madness"Auf sieben Stücken hat RUELLE, alias Maggie Eckford aus Nashville, auf ihrer EP "Madness" ihre Version moderner Popmusik verewigt und man muss ihr ohne Abstriche bescheinigen, dass sie dabei eine verdammt gute musikalische und vor allem stimmliche Figur abgibt. Ihr Downtempo Orchestral Pop ist emotional leicht gedämpft bis melancholisch, aber trotzdem oftmals pompös in der instrumentalen Ausführung. Tragende Parts werden durch kraftgeladene, atmosphärische Arrangements aufgewertet und einem dramatisch angehauchten Gesangsstil, den man mit etwas Fantasie auch schon im Medieval Folk gehört haben könnte; hier jedoch ohne esoterischen Anstrich. Hinzu setzt RUELLE vorsichtige bis vollmundige Rhythmen und Beats ein, die das Ganze flüssiger sowie songdienlicher machen und vor allem die Musik insgesamt mehr erden. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #53

Mock Orange - "Put The Kid On The Sleepy Horse"Mock Orange – "Put The Kid On The Sleepy Horse"
Indie Rock, Alternative Rock (Topshelf Records, 2016)

Geil, was die Amis von MOCK ORANGE auf ihrer sechsten Scheiblette fabrizieren. Staaten-geprägter Indie Rock trifft auf bratzigen Alternative der alten Schule und wird durch hippiemäßig erhöhten Gesang abgerundet. Stets mit einem Schwung gut gelaunter Melancholie (ha!) und wohlig wärmender Sonne im wallenden Haar, zelebriert die Band ein wahres Fest an schrabbeligem Gitarrenrock mit dezentem Collegeflair, nur in anspruchsvoll. "Put The Kid On The Sleepy Horse" ist die Platte, die man nicht umgehen oder gar übersehen sollte, wenn man auf gute Musik steht. ⇒ weiterlesen

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Cairobi – "Cairobi"

Experimenteller Pop deluxe

Cairobi - "Cairobi"Es ist immer wieder schön, wenn man völlig nichtsahnend und ohne jegliche Erwartungen ein Album auflegt und ganz schnell nicht nur positiv überrascht, sondern regelrecht eingelullt wird und Begeisterung verspürt. Das hauptsächlich in Berlin lebende Quartett mit Mitgliedern mexikanischer, französischer und italienischer Abstammung kredenzt uns eine sehr ansprechende Version aufgeschlossenen Pop-Rocks mit viel Groove, 70's-Feeling, fast schon romantischen Melodielinien, manchmal sogar mit einer leicht psychedelischen Note und vor allem mit hörbar viel Hingabe und Mut, die Dinge auch mal etwas anders anzugehen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #52 – Extrem hörbar

Code Orange - "Forever"Code Orange – "Forever"
Hardcore Metal (Roadrunner Records, 2017)

Als 2014 aus CODE ORANGE KIDS nur noch CODE ORANGE wurde (man wird ja auch mal erwachsen) und mit "Forever", dem dritten Album der Truppe aus Pittsburgh, der Wechsel zu Roadrunner Records vollzogen wurde, fürchteten manche einen Ausverkauf. Aber weit gefehlt. CODE ORANGE hauen sich gnadenlos durch ihr Album und brüllen ihre ganze Wut raus. Es gibt feinen Hardcore-Metal auf die Lauscher, mit gelegentlichen Ausflügen in alternative Gefilde, wie zum Beispiel bei "Bleeding In The Blur", wo dann in Sachen Gesang doch auch nochmal die 'Kids' durchsickern. Ansonsten regieren harte Riffs und schwere, saftige Drumparts. Manchmal ist die Schose vielleicht etwas eintönig, aber auch dafür muss es wohl eine Nische geben. ⇒ weiterlesen

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Rivers Of Nihil – "The Conscious Seed Of Light"

Perfekt zelebrierter Todesstahl

Rivers Of Nihil - "The Conscious Seed Of Light"Man darf ohne Übertreibung behaupten, dass man eine der besten jüngeren Bands (2009 gegründet) der aktuellen Death-Metal-Szene verpennt hat, wenn man die aus Reading, Pennsylvania, stammenden U.S.-Amerikaner RIVERS OF NIHIL (noch) nicht kennt. Ihr Albumdebüt von 2013 dürfte nämlich so ziemlich alles beinhalten, was der geneigte Hörer vom gebotenen Stil erwarten darf. Und trotzdem besitzt die Musik des Fünfers dieses spezielle Etwas, das eine Band aus dem mittlerweile kaum noch überschaubaren Wust an Veröffentlichungen herausragen lässt. Es gibt also nicht einfach nur Death Metal sondern außerordentlich guten Death Metal! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #51- Extrem hörbar

Fleshless - "Dethroned In Shadows"Fleshless – "Dethroned In Shadows" EP
Death Metal (Metal Age Productions, 2017)

Seit 1993 bedienen die Tschechen bereits den Genrepool und fügen mit "Dethroned In Shadows" die erste EP in ihre Diskographie ein. Natürlich gibt es wieder klassischen Death Metal um die Lauschlappen gewuppt, inklusive deftiger Blastbeats, Midtempo-Doublebass-Gedonner, tiefem Gesang und sogar erstaunlich vielen Melodien. Letzteres steht dem Geballer gut zu Gesicht, selbst wenn sich FLESHLESS sowieso um ein relatives Maß an Abwechslung bemühen. Unterm Strich ist es trotzdem Todesstahl der alten Schule, allerdings auch ohne besondere Ausschläge nach oben, aber auch ohne großartige Mangelerscheinungen. Nach nicht ganz 12 Minuten, darunter zwei Lieder und zwei Intros, ist die Freude auch schon wieder vorbei. ⇒ weiterlesen

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Thurston Moore – "Rock N Roll Consciousness"

Sonic Rock

Thurston Moore - "Rock N Roll Consciousness"Als ob nie etwas anders war. Als ob nie etwas passiert ist. Als ob SONIC YOUTH einfach weiter machen mit dem, was sie zuletzt ausgezeichnet hat. Das ist der erste Eindruck, der beim Hören des neuen Soloalbums des ehemaligen Fronters der New Yorker Alternative-No-Waver in den Sinn kommt. Wir erinnern uns: SONIC YOUTH, die Legende, unvergessliche Momente, Antihelden, Antistars, ewige Gegner eingängiger Musik, die eigensinnigen Rocker, Punk, hoch kreativ, unkommerziell, NIRVANAs Entdecker, "Teen Age Riot". Dann das bedauerliche Ende der Band infolge der Trennung des Paares THURSTON MOORE und Kim Gordon. ⇒ weiterlesen

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