• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
Musikrezensionen

Kurz notiert #80 – Extrem hörbar

Erebus Enthroned - "Temple Under Hell"Erebus Enthroned – "Temple Under Hell"
Black Metal (Seance Records, 2014)

Es ist ein Kreuz mit den guten Bands. EREBUS ENTHRONED aus Australien lösten sich im Jahre 2015 auf, nicht aber ohne zuvor noch ein verdammt gutes Album auf den Markt zu bringen. Auch wenn bekannte Formen des Black Metal stets erkennbar sind, haben die meisten Bands aus Down Under etwas ganz eigenes an sich. Man nehme zum Beispiel RUINS oder NAZXUL, die ebenfalls hervorstechen mit ihrer Art, diesen Stil zu zelebrieren. So auch EREBUS ENHRONED, die mit guter, an RUINS erinnernder Produktion glänzen und musikalisch kräftig Druck machen. Der Stoff springt dir direkt ins Gesicht. Es wird viel im High Speed geblastet, es gibt aber auch ebenso viele atmosphärische Midtempoparts, die manchmal mit beschwörenden Vocals untermalt werden. Ein starkes Album und ein Trauerspiel, dass es die Band nicht mehr geben soll. ⇒ weiterlesen

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Protomartyr – "Relatives In Descent"

14. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Unverbesserliche Sturköpfe

Protomartyr - "Relatives In Descent"Diese Band aus Detroit will es einfach nicht machen! Was? Na, eingängige Songs schreiben, um sich auch ein Stück vom großen Kuchen zu sichern. Das Zeug dazu hätten sie sicher, aber sie schlängeln sich lieber weiter auf ihrer Schiene abseits der Massenkompatiblität. Auch ihr viertes Album ist weit weg von gängigen Normen und nicht nur eigenwillig, ziemlich kauzig, schräg sowie schnodderig geraten, sondern besitzt dabei auch noch eine gehörige Menge Charme und vor allem eine gelungene Atmosphäre. Der perfekte Stoff also, um dem Begriff Punk im Post etwas mehr Raum zu geben. Die unverblümten, sehr direkten Texte stellen dabei ein Spiegelbild der Gesellschaft dar und sind neben aller Ironie definitiv einen zweiten Gedankengang wert. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #79 – Extrem hörbar

Baring Teeth - "Ghost Chorus Among Old Ruins"Baring Teeth – "Ghost Chorus Among Old Ruins"
Technical Death Metal, Progressive Death Metal (Willowtip Records, 2014)

Heiliger Falter, diese Texaner wollen es aber wissen! Auf ihrem zweiten Full-Length gehen BARING TEETH noch einen Schritt weiter als auf ihrem vorzüglichen Erstling "Atrophy" und stellen sämtliche Regler auf anspruchsvoll, vertrackt, sperrig, abgefahren und grundsätzlich extrem. Sie riffen sich durch schwierige Parts, gehen über in einen kurzen Blast-Ausflug, brechen diesen abrupt ab und verschachteln ihre Musik wieder dermaßen, dass man die Konzentration beim Hören niemals aufgeben sollte, sonst wird alles Positive ins Gegenteil gewendet und die Scheibe nervt ultra ab. BARING TEETH polarisieren, ganz klar, aber dafür ist ihre Musik auch einzigartig. GORGUTS auf Drogen! ⇒ weiterlesen

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Khost [Deconstructed And Reconstructed By] Godflesh – "Needles Into The Ground"

8. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Kraftvolle Industriegeräusche

Khost [Deconstructed And Reconstructed By] Godflesh - "Needles Into The Ground"Wenn sich Industrial-Spezialisten zusammentun, dann wird es spannend. In vorliegendem Fall hat sich das KHOST-Duo Andy Swan (u.a. IROHA) und Damian Bennett (u.a. DEATHLESS) mit ihrem alten Weggefährten Justin Broadrick von GODFLESH vereint, um ihre Musik… nennen wir es mal vorsichtig umzugestalten. Die drei Musiker kennen sich bereits aus der gemeinsamen Arbeit bei TECHNO ANIMAL und bei FINAL, zumal sie darüber hinaus seit vielen Jahren Kumpels sind. J.K. Broadrick hat es sich also zur Aufgabe gemacht, drei Tracks von KHOST mit einem GODFLESH-Stempel zu belegen. Als Zusatz gibt es auf der EP ein neues Stück von KHOST. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #78 – Extrem hörbar

Tehom - "The Merciless Light"Tehom – "The Merciless Light"
Death Metal (Blood Harvest, 2017)

TEHOM ist ein dynamisches Duo aus Schweden. Allerdings spielen sie keinen typischen Elchtod-Sterbestahl, wie man es vielleicht aufgrund ihrer Herunft erwartet. Ihre Musik ist düster, aber oft auch schnell und treibend. Der Sound, die Produktion, ist leicht rau und erinnert an amerikanische Death-Metal-Klassiker à la MORBID ANGEL oder auch AUTOPSY, wobei TEHOM etwas flotter zur Sache gehen als letztgenannte Rotzlöffel. Der röhrende Gitarrensound lässt die Musik natürlich und sympathisch erscheinen. Von Glanz und Gloria keine Spur, was in Zeiten von ultrasterilen Deathcore-Alben sehr erfrischend ist. Zum Abschädeln vorzüglich geeignet. ⇒ weiterlesen

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Emma Ruth Rundle – "Electric Guitar One"

4. November 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Improvisierte Gitarrenatmosphäre

Emma Ruth Rundle - "Electric Guitar One"Wenn Künstler ihre ersten alleinigen Gehversuche starten, kann dabei durchaus etwas interessantes herauskommen oder aber es handelt sich um ein Kapitel, dass die Künstler im nachhinein selber und manchmal auch der Hörer gerne überschlagen möchten. "Electric Guitar One" liegt irgendwie in der Mitte dieser beiden Sichtweisen, denn es ist von beidem etwas. Dies liegt begründet im durch und durch experimentellen Charakter der Aufnahmen, denn von regulären Songs mit nachvollziehbaren Strukturen kann absolut keine Rede sein. Vielmehr versucht sich EMMA RUTH RUNDLE in atmosphärischen Klangspielen, die sie ganz allein und rein instrumental mit ihrer Gitarre zelebriert. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #77

Amber Arcades - "Fading Lines"Amber Arcades – "Fading Lines"
Indie Rock, Indie Pop, New Wave (Heavenly, 2016)

Die Niederländerin Annelotte De Graaf kramt alte New-Wave- und Indie-Sounds raus und schreibt mal eben ein Album, das von Anfang bis zum Ende eben diesen roten Faden verfolgt; eng gestrickt und weitestgehend ohne Seitenblicke in andere Ecken. Sie streift dabei höchstens ab und an die Grenze zum Dream Pop, was vordergründig an ihrer vorsichtigen, etwas ungekonnten, aber lieblich verschlafenen Gesangsstimme, die keinem etwas Böses will, liegen dürfte. Die Musik selbst ist dabei klar gestaltet und besticht durch leichte, einfache Strukturen. Ob ihr beim Einfangen des Spirits für die Platte New York als Aufnahmeort geholfen hat, lässt sich nur vermuten; Fakt ist, dass ihr "Fading Lines" gut gelungen ist. ⇒ weiterlesen

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TesseracT – "Polaris"

30. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Progressiver Pioniergeist

Tesseract - "Polaris"Zum dritten Mal erarbeiten sich die Briten gehörigen Respekt von der progressiven Konkurrenz. Was Bands wie beispielsweise DREAM THEATER mit enormer Virtuosität erreichen, die für viele manchmal deutlich zu Lasten der Songwirksamkeit geht, drehen TESSERACT das Prinzip um. Sie verbinden eine wohl dosierte Form der Eingängigkeit, besonders in den klaren Gesangslinien, mit satten, harten Grooves und einem spieltechnischen Anspruch, der nie überzogen wirkt, trotzdem jedoch regelmäßig mindestens für ein anerkennendes und überzeugtes Nicken sorgt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #76 – Extrem hörbar

Ion - "Ion"Ion – "Ion"
Black Metal (Eigenproduktion, 2014)

Schweres Geschütz wird von den U.S.-Schwarzmetallern aus San Francisco aufgefahren. Wenn das Trio richtig Fahrt aufnimmt, kommt der schwarze Geist der Musik so richtig schön zur Geltung. Zwischendurch wird das Szenario fast komplett runtergefahren und sehr vorsichtige Ambient-Klänge übernehmen das Zepter. Diese Passagen ("Transcendence") kann man fast schon als reine Klangcollagen bezeichnen, die dazu dienen, eine schwelende Atmosphäre zu erzeugen, die dann wiederum in rasendes Black-Metal-Geschehen gipfelt. ⇒ weiterlesen

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Mark Lanegan Band – "Phantom Radio"

24. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
App-solut hörbar

Mark Lanegan Band - "Phantom Radio"Wenn der Bariton-König aus der Seattle-Grunge-Ära der '90er ansetzt und dem Schwermut in Stimme und Texten freien Lauf lässt, kann man sich nicht ernsthaft gegen die Wirkung dessen stemmen. MARK LANEGAN hat einfach dieses gewisse Etwas in seinem Gesang, seiner dunklen, leicht verrauchten Stimme und natürlich in seinen Texten. Er nimmt den Hörer mit in seine Welt, enführt ihn in einen Gefühlsschwall und begleitet ihn am Ende auch wieder sanft hinaus. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #75

B Boys - "Dada"B Boys – "Dada"
Post-Punk, Indie Rock, Punk Rock  (Captured Tracks, 2017)

Direkt aus Brooklyn versenden die drei B BOYS ihre musikalische Message und diese lautet im freien Sinne Indie Post-Punk Rock oder so. Angenehm simpel gehalten, jedoch nicht, wie es der Titel verheißen mag, im Dadaismus untergehend, besitzen die BOYS eine beschwingende, unbekümmerte Leichtigkeit, die mehr mit Freiheit als mit überschwenglich guter Laune zu beschreiben ist. Dabei scheuen sie sich nicht, auch mal ordentlich Schwung zu geben und die Pnnk-Sau raus zu lassen. Eine nette, feine, unbestechliche Platte, die man immer wieder gerne auflegen kann. ⇒ weiterlesen

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Enslaved – "E"

19. Oktober 2017 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Of forests, hidden landscapes and memories of mystery

Enslaved - "E"Eine neue ENSLAVED ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die norwegische Band hat zuletzt ja eigentlich nur grandiose Alben produziert. Ihr gelang spätestens seit "Isa" stets, was andere sich nicht trauten oder was sie gar nicht erst umsetzen konnten, Innovation, Komplexität und harte Klänge zu verschmelzen. Sie setzt archaischen Black Metal wuchtig und kontrastreich in Szene, flankiert von harmonischen, flächigen, pyschedelischen Keys und nebulösem Gitarrengewaber. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #74 – Extrem hörbar

Selbst - "Selbst"Selbst – "Selbst"
Black Metal (Sun & Moon Records, 2017)

Endlich erscheint das Album des schwarzen Duos, das bereits seit 2010 aktiv ist, jetzt aber erst ihr Debüt veröffentlicht hat. Die Formation, die in Venezuela gestartet ist und mittlerweile in Chile beheimatet ist, bietet uns auf sechs Liedern ausladend arrangierten Black Metal mit viel Stimmung und melancholisch-düsteren Melodien. Neben feinen Gitarrenlinien, die eindeutig in der alten Schule verwurzelt sind, gibt es schwere Midtempogrooves und wilde Raserei, die von einem Sänger ergänzt werden, der irgendwo in der Mitte zwischen Growls und Schwarzmannkreischerei anzusiedeln ist. DIe Stücke sind interessant gestaltet und bieten einige dynamische Wendungen, an denen man sich wunderbar satthören kann. ⇒ weiterlesen

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Beck – "Colors"

Beck-wards in die Tonne

Beck - "Colors"Reviews sollen ja in der Regel nicht (zu) persönlich geschrieben sein, um dem Leser das Gefühl zu geben, dass man möglichst objektiv an die Sache herangeht. Ist natürlich völliger Unsinn, denn es gibt keine Objektivität, schon gar nicht in Artikeln, in denen etwas beschrieben und sogar bewertet wird. Jede Äußerung, jeder Ausdruck einer Sichtweise ist immer subjektiv, denn es ist die individuelle Meinung eines einzelnen. Aber lassen wir das. Damit sollte nur gesagt werden, dass im Verlauf der untenstehenden Zeien ein paar sehr persönliche Noten zu "Colors" herausgesprudelt kommen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #73

Landing - "Complekt"Landing – "Complekt"
Shoegaze, Psychedelic Rock (These Are Not Records, 2016)

Kräftige und leicht bratzig verzerrte Klampfen ebnen den musikalischen Weg bei den aus Connecticut stammenden Shoegazern LANDING. Sie spielen dabei mit Ideen aus der Ambient-Ecke, was keineswegs verwunderlich ist, wirbt die Band selbst doch damit, dass sämtliche Mitglieder professionelle Ambient-Musiker seien. Aber auch wabernder Psychedelic kommt zum Zuge, was vor allem in den abgehoben wirkenden Passagen deutlich wird, in denen die Band mit experimenteller Electronic eine unwirkliche Atmosphäre erzeugt. Eine sehr stimmige und vor allem gelungene Platte. ⇒ weiterlesen

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