• U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
  • Amorphis – „Under The Red Cloud“Das Album geht vom ersten Hör an dermaßen geil rein, daß man befürchtet, daß es sich ebenso schnell wieder abnutzt. Aber das Gegenteil ist... (Ghosti)
Musikrezensionen

Kurz notiert #52 – Extrem hörbar

Code Orange - "Forever"Code Orange – "Forever"
Hardcore Metal (Roadrunner Records, 2017)

Als 2014 aus CODE ORANGE KIDS nur noch CODE ORANGE wurde (man wird ja auch mal erwachsen) und mit "Forever", dem dritten Album der Truppe aus Pittsburgh, der Wechsel zu Roadrunner Records vollzogen wurde, fürchteten manche einen Ausverkauf. Aber weit gefehlt. CODE ORANGE hauen sich gnadenlos durch ihr Album und brüllen ihre ganze Wut raus. Es gibt feinen Hardcore-Metal auf die Lauscher, mit gelegentlichen Ausflügen in alternative Gefilde, wie zum Beispiel bei "Bleeding In The Blur", wo dann in Sachen Gesang doch auch nochmal die 'Kids' durchsickern. Ansonsten regieren harte Riffs und schwere, saftige Drumparts. Manchmal ist die Schose vielleicht etwas eintönig, aber auch dafür muss es wohl eine Nische geben. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Rivers Of Nihil – "The Conscious Seed Of Light"

Perfekt zelebrierter Todesstahl

Rivers Of Nihil - "The Conscious Seed Of Light"Man darf ohne Übertreibung behaupten, dass man eine der besten jüngeren Bands (2009 gegründet) der aktuellen Death-Metal-Szene verpennt hat, wenn man die aus Reading, Pennsylvania, stammenden U.S.-Amerikaner RIVERS OF NIHIL (noch) nicht kennt. Ihr Albumdebüt von 2013 dürfte nämlich so ziemlich alles beinhalten, was der geneigte Hörer vom gebotenen Stil erwarten darf. Und trotzdem besitzt die Musik des Fünfers dieses spezielle Etwas, das eine Band aus dem mittlerweile kaum noch überschaubaren Wust an Veröffentlichungen herausragen lässt. Es gibt also nicht einfach nur Death Metal sondern außerordentlich guten Death Metal! ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Kurz notiert #51- Extrem hörbar

Fleshless - "Dethroned In Shadows"Fleshless – "Dethroned In Shadows" EP
Death Metal (Metal Age Productions, 2017)

Seit 1993 bedienen die Tschechen bereits den Genrepool und fügen mit "Dethroned In Shadows" die erste EP in ihre Diskographie ein. Natürlich gibt es wieder klassischen Death Metal um die Lauschlappen gewuppt, inklusive deftiger Blastbeats, Midtempo-Doublebass-Gedonner, tiefem Gesang und sogar erstaunlich vielen Melodien. Letzteres steht dem Geballer gut zu Gesicht, selbst wenn sich FLESHLESS sowieso um ein relatives Maß an Abwechslung bemühen. Unterm Strich ist es trotzdem Todesstahl der alten Schule, allerdings auch ohne besondere Ausschläge nach oben, aber auch ohne großartige Mangelerscheinungen. Nach nicht ganz 12 Minuten, darunter zwei Lieder und zwei Intros, ist die Freude auch schon wieder vorbei. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Thurston Moore – "Rock N Roll Consciousness"

Sonic Rock

Thurston Moore - "Rock N Roll Consciousness"Als ob nie etwas anders war. Als ob nie etwas passiert ist. Als ob SONIC YOUTH einfach weiter machen mit dem, was sie zuletzt ausgezeichnet hat. Das ist der erste Eindruck, der beim Hören des neuen Soloalbums des ehemaligen Fronters der New Yorker Alternative-No-Waver in den Sinn kommt. Wir erinnern uns: SONIC YOUTH, die Legende, unvergessliche Momente, Antihelden, Antistars, ewige Gegner eingängiger Musik, die eigensinnigen Rocker, Punk, hoch kreativ, unkommerziell, NIRVANAs Entdecker, "Teen Age Riot". Dann das bedauerliche Ende der Band infolge der Trennung des Paares THURSTON MOORE und Kim Gordon. ⇒ weiterlesen

Tags: , , ,

Kurz notiert #50

Undo - "Undo"Undo – "Undo"
Indie Rock, Punk Rock (Eigenproduktion, 2017)

Eine flotte Mischung haben UNDO auf ihrem Debüt fabriziert. Deutlich beeinflusst von Bands der mittleren und frühen 1980er Jahre haben sie sich einem Stil verschrieben, den sie richtig gut beherrschen und entsprechend gekonnt rüberbringen. Zwischen dezentem Spät-Punk und gelösten Indie-Sounds der Marke frühe THE CURE oder ECHO & THE BUNNYMEN haben sie sich eingenistet und zelebrieren diese Welle auf ihre ganz eigene Art und Weise, ohne direkt zu kopieren. Sie greifen den Flair der vergangenen Zeiten auf und transportieren diesen gelungen in die heutige Zeit. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Simple Minds – "Live In The City Of Light"

Der Live-Zenit

Simple Minds - "Live In The City Of Light"Im Laufe der Pop- und Rock-Musikgeschichte gibt es mittlerweile unzählige Studioalben, die den Ruf "legendär" verdient haben oder die sogar in die sogenannte Hall Of Fame der Musikwelt eingegangen sind. Bei Live-Alben verhält es sich da etwas anders. Die Liste an tatsächlich essentiellen Live-Veröffentlichungen ist zwar auch nicht unbedingt auf den ersten Blick überschaubar, aber trotzdem längst nicht so ausufernd wie bei den Studioalben. In die Liste der Live-Releases, die man zumindest einmal gehört haben sollte, gehört definitiv "Live In The City Of Light" von den SIMPLE MINDS. Wer diese Platte nicht kennt oder sich nicht wenigstens einmal mit ihr befasst hat, darf in Bezug auf Rock- und Popmusik der 1980er Jahre nicht ernsthaft mitreden, Punkt! ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Kurz notiert #49

Pictures - "Promise"Pictures – "Promise"
Indie Rock (Virgin / Universal, 2017)

Bedenkt man, dass "Promise" das Debüt dieser Formation ist, muss man schon dicke Backen machen, denn Ohrwurmmelodien gibt es zu Hauf und entsprechend viele Refrains bleiben entweder gleich nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten oder dritten Durchlauf hängen. Das Kernduo des Quartetts, Sänger Maze Exler und Schlagzeuger Michael Borwitzky, kennt sich bereits von seiner früheren Band UNION YOUTH. Mit PICTURES haben sie wieder zueinander gefunden und spielen besser denn je auf. Tolle Platte mit lockeren, leicht melancholisch getränkten Indie-Songs, die einem so schnell nicht wieder aus dem Ohr huschen wollen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Soundgarden – "Down On The Upside"

Mehr als nur der Nachfolger von "Superunknown"

Soundgarden - "Down On The Upside"Es war für die Band wohl das Jahr 0 nach dem Megaerfolg von "Black Hole Sun" und dem dazugehörigen Album "Superunknown", denn der Erfolgsdruck dürfte immens gewesen sein. Erstaunlicherweise hat es dann doch "nur" zwei Jahre gebraucht, bis die Seattle-Grunger den Nachfolger parat hatten. "Down On The Upside" ist dabei nicht nur der im Schatten stehende Nachfolger geworden, sondern ein qualitativ ebenbürtiges Statement gegen den Hype und gegen Kommerzialisierung. SOUNDGARDEN sind nicht den bequemen Weg gegangen und haben einfach ihre Hit-Garanten Part 2 veröffentlicht, sondern ein eigenständiges, durch den Einsatz von ungeraden Takten zuweilen leicht sperriges Werk ins Rennen geschickt, das den bislang bekannten Stil der Band noch einmal erweitert hat. ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Kurz notiert #48 – Extrem hörbar

Ascended Dead - "Abhorrent Manifestation"Ascended Dead – "Abhorrent Manifestation"
Death Metal (Dark Descent Records, 2017)

Ordentlich auf die Glocke gibt's von den Kalifornien-Amerikanern aus San Diego. Schnellen Death Metal mit der Handschrift der alten Schule wird einem um die Ohren gepfeffert. Mit räudigem Sound und wenig Kompromissen knallt es zehn mal ganz heftig aus den Rillen. Nach einer guten EP ("Arcane Malevolence", 2014) und zwei Compilations bringt das Albumdebüt noch einmal alles unter den Hut, was die Band ausmacht. Für Hörer mit dem Anspruch an viel Abwechslung ist dies hier sicherlich die ungeeignetste Platte. Wer es trotzdem braucht, dass eine unbarmherzige Abrissbirne durch sein Zimmer pflügt und bei gehobener Lautstärke selbst die Nachbarn auf der anderen Straßenseite genervt aus dem Fenster schauen, der muss diese Scheibe checken. Natürlich möglichst laut. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Malevolent Creation – "Doomsday X"

Florida-Todesstahl in Reinkultur

Malevolent Creation - "Doomsday X"Die zehnte Veröffentlichung und somit das Jubiläum der Institution aus Florida kann was! Das scheinbar unkaputtbare Death-Metal-Schlachtschiff MALEVOLENT CREATION hat mit "Doomsday X" nicht nur ein weiteres Album der Bandgeschichte veröffentlicht, sondern mal eben ein bis dato kleines Highlight ins Rennen geschickt, auch, wenn es nicht das ultimative MC-Album darstellt und der direkte Nachfolger "Invidious Dominion" sogar noch um einiges besser ist; deshalb halt auch 'nur' ein kleines Highlight. ⇒ weiterlesen

Tags: ,

Kurz notiert #47

Moon Duo - "Occult Architecture Vol 1"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 1"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Deutlich elektronischer und noch psychedelischer als zuvor, gehen MOON DUO auf diesem Album zu Werke. Natürlich war die Elektronik stets ein wichtiger und tragender Anteil in ihrer Musik, dennoch wirkt sie hier noch präsenter und vordergründiger. Auch der psychedelische Aspekt wurde auf ein gehöriges Maß ausgeweitet. Es gibt lange, atmosphärische, regelrecht trance-artige Passagen, die von simplen und monotonen Beats geführt werden. Der Gesang ist manchmal zurückhaltend und dezent verhallt, manchmal gedoppelt und sphärisch belegt. Coole Sache, die hier fabriziert wurde, allerdings muss die persönliche Stimmung vor dem Genuss der Musik auch passen. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , ,

Bush – "Black And White Rainbows"

Die zuckersüße Alternative

Bush - "Black And White Rainbows"Es ist doch irgendwie mutig, ein Album gleich mit einer Schmuseballade zu beginnen oder? Obwohl es angesichts der letzten Ergüsse, an denen Sänger Gavin Rosdale mitgewirkt hat, kaum verwunderlich ist. Dass er diesen Unbedingt-ab-in-die-Charts-Weg tatsächlich auch mit seiner Rock(?)-Band BUSH weiter geht, ist einerseits verständlich, denn die Taschen müssen ja voll werden, damit man sich sein gehobenes Leben inklusive sämtlicher Extravaganzen leisten kann, andererseits ist es ein Armutszeugnis für sein durchaus bekanntes Können als Musiker und Songschreiber. ⇒ weiterlesen

Tags: ,

Kurz notiert #46

Moon Duo - "Occult Architecture Vol. 2"Moon Duo – "Occult Architecture Vol. 2"
Psychedelic, Indie Pop (Sacred Bones Records, 2017)

Das dynamische MOON DUO trumpft mit seinem zweiten Teil der okkulten Architektur auf. Natürlich geht es wieder psychedelisch zu und ebenfalls teilen sich elektronische Tasteninstrumente und Gitarren das Hauptaugenmerk. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf Teil 2 lediglich fünf Stücke enthalten, die jedoch durch Überlänge glänzen und dadurch den psychedelischen Aspekt wunderbar ausreizen. Insgesamt wirkt dieser Teil ein wenig geschmeidiger und fast schon lieblich. Man hat nicht selten das Gefühl, zurück in den 60ern zu sein, wäre da eben nicht der Einsatz der Synthesizer. Die perfekte Ergänzung zum ersten Teil und somit unbedingt im Doppelpack zu empfehlen! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Phobocosm – "Deprived"

Ein tiefer, schwarzer Abgrund

Phobocosm - "Deprived"Bei der aus Montreal stammenden kanadischen Band handelt es sich um einen Ableger der Death-Metal-Institution VENGEFUL. Alle Musiker, die an dem Album beteiligt sind, waren oder sind ebenfalls noch bei VENGEFUL im Amt, wodurch man eine stilistische Ähnlichkeit ableiten kann. In einem Gespräch mit Sänger und Bassist Etienne Bayard sagte dieser, dass sie bei PHOBOCOSM den Sound von VENGEFUL auf eine noch intensivere, tiefere Ebene bringen und verstärkt auch Doom-Elemente einbauen wollten. Das Vorhaben ist ihnen definitiv gelungen, denn das Band-Debüt "Deprived" ist ein wahres Monster an musikalischer Schwere und ausladender Dunkelheit geworden. ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Kurz notiert #45 – Extrem hörbar

Effrontery - "Seven Years Of Agony"Effrontery – "Seven Years Of Agony"
Death Metal (EIgenproduktion, 2017)

Aus Ungarn kommt nicht nur Black Metal! Die fünf Musiker, die sich unter dem Banner EFFRONTERY vereinigt haben, huldigen einer relativ reinen Form des Death Metals, der hörbar von der alten Schule geprägt ist. Sie reichern ihre Musik mit vielen kleinen Melodien an, was allerdings nicht bedeutet, dass hier das Melodic-Death-Genre bedient wird. Es wird gerne und oft im Uptemo und sogar im Blastbeat geballert, aber auch donnernde Doublebassparts und fast schon progressive Rhythmen kommen ausreichend zum Zug. Vermischt mit einem stimmigen Maß an Brutalität ist der Band ein rundes Album gelungen, das vielleicht keine Besonderheiten aufweisen kann, dafür allerdings mit Charme und hörbar tiefrotem Herzblut geschrieben wurde. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , ,

Seite 1 von 10912345...102030...Letzte »