• Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
  • David Bowie – „★“ (Blackstar)Meine Zustimmung, absolut! Geniales Album, seltsame Stimmung, androgyn, enthoben, warm, jazzig, mit sensationellem Pop-Appeal, wenn der Meister... (ME)
Musikrezensionen

Kurz notiert #97

Tape Deck Mountain - "Echo Chamber Blues"Tape Deck Mountain – "Echo Chamber Blues"
Shoegaze, Psychedelic (Katuktu Collective, 2018)

Am Rande zu psychedelischen Klängen agieren diese vier U.S-Amerikaner. Viel Hall und Reverb im Sound sind da freilich Programm. Trotzdem vergessen die Musiker nicht, songdienlich zu wirken und haben ihren Stücken klare Strukturen verpasst, von denen einige Parts sogar imstande sind, hängen zu bleiben, selbst, wenn es nirgends einen Hitcharakter gibt. Viele Psych-Gaze-Bands verlieren sich ja in unendlichem Geschwurbel, nicht so TAPE DECK MOUNTAIN, die neben der Schuhstarrerei auch durchaus den Song an sich im Visier haben. Gut so. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Level 42 – "A Physical Presence"

Stimmung, gute Laune und Spielfreude

Level 42 - "A Physical Presence"Es gibt einfach Bands, die man zu Unrecht in eine bestimmte Schublade steckt, ohne darüber nachzundeken, ob das auch wirklich so passt; meistens zudem nur deshalb, weil sie mal einen Radio-Hit hatten, der rauf- und runtergedudelt wurde. Dazu gehören vermutlich auch LEVEL 42, zumindest phasenweise, denn sie mach(t)en es nicht allen recht. Für die einen ist es 'typischer Pop-Scheiß', die anderen wissen über die tatsächlichen Qualitäten der Band Bescheid, nämlich dass sie vorzügliche Musiker sind und nicht einfach nur Popmusik mit funky Feeling spielen, sondern nicht selten atemberaubend geniale Parts einflechten und den Hörer manchmal regelrecht schwindelig spielen. Besonders eindrucksvoll wird dies auf ihrem phantastischen Live-Album "A Physical Presence" präsentiert, bei dem es sich sogar ausnahmsweise sehr lohnt, zu einer späteren Ausgabe zu greifen, aber dazu gleich mehr. ⇒ weiterlesen

Tags: , , ,

Kurz notiert #96 – Extrem hörbar

Henker - "Slave Of My Art"Henker – "Slave Of My Art"
Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2010, Frozen Archives, 2015))

In Sachen (Tech) Death Metal kommt aus Frankreich größtenteils Qualitätsware, diese Truppe hier verweist allerdings einen Großteil aller ihrer Genrekollegen auf die Plätze. Als eine der ersten Bands, die den Gravity Blast als völlig normal ins Spiel gebracht hat, nutzen sie dieses und andere Elemente, wie z.B. ebenso schnelles Doublebass-Spiel, wofür ein extra angefertigtes Quad-Drum-Pedal benutzt wird. Es gibt sehr schnelles und anspruchsvolles Riffing, enorm versiertes Schlagzeugspiel, Aggro-Growls feinster Couleur und ein äußerst druckvoller, klarer Sound, welcher der Musik den Boden zum Vorzeigematerial ebnet. Diese Scheibe ist der Wahnsinn! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Autopsy – "After The Cutting"

Die Geschichte des Schlachtfestes

Autopsy - "After The Cutting"Dass die amerikanischen Old-School-Death-Metaller AUTOPSY, um ihren charismatischen Front- bzw. Backman Chris Reifert, der Schlagzeug und Gesang gleichzeitig bedient, nicht nur Kultstatus besitzen, sondern auch zur Elite der Szene gehören, dürfte jedem, der mit der Geschichte des Genres vertraut ist, bewusst sein; egal, ob man die Band mag oder nicht. Dass AUTOPSY anfangs davon profitierten, dass Reifert auf "Scream Bloody Gore" (1987) von DEATH spielte, hatte sich schnell erledigt, denn spätestens mit ihrem zweiten Album "Mental Funeral" haben sich die Musiker einen ganz eigenen, rauen und im positiven Sinne schmutzigen Wiedererkennungswert erspielt. ⇒ weiterlesen

Tags: ,

Kurz notiert #95

Sonic Jesus - "Dead Man"Sonic Jesus – "Dead Man" EP
Post Punk, New Wave, Shoegaze, Psychedelic (Fuzz Club Records, 2017)

Nach dem sehr guten letzten Album "Grace" (2017) schieben die Italiener zackig eine frische 7" hinterher mit zwei Stücken, die an das Album anknüpfen und doch mit einer etwas psychedelischeren Seite daherkommen. Vermutlich sind beide Stücke Überbleibsel der Album-Sessions, denn qualitativ können es "Dead Man" und "Transpose" mit keinem einzigen Lied von "Grace" aufnehmen. Und doch sind sie keineswegs zu missachten; sie zeigen SONIC JESUS halt mehr von einer nicht so eingängigen Seite. Lohnt sich für Komplettisten. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

DMA's – "For Now"

Aus Down Under geht's vor allem down...

DMA's - "For Now"Nach ihrem gelungenen Debüt "Hills End" aus dem Jahre 2016, das klang, als wenn OASIS in Bestform wären oder sogar ihre Meister gefunden hätten, legen die australischen Indie Rocker nun ihr zweites Album nach. Oder muss man nun Indie-Popper sagen, denn "For Now" vollzieht einen Schritt, der sich nach dem erwähnt starken Debüt nur schwer nachvollziehen lässt; zumindest dann, wenn man auch nur geringsten Anspruch dahingehend stellt, dass die Band ihren einst eingeschlagenen Weg weitergeht und perfektioniert. Pustekuchen! ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Kurz notiert #94 – Extrem hörbar

Horizon Ablaze - "The Weight Of A Thousand Suns"Horizon Ablaze – "The Weight Of A Thousand Suns"
Death Metal, Black Metal, Progressive Death Metal (Leviathan Records, 2018)

Na hoppla, das dritte Album der Norweger kann was, und wie! Ihre Mischung aus Death- und Black Metal, angereichert mit Elementen aus der progressiven Ecke, ist so gut gelungen, dass man von einem ersten echten Highlight des (Metal-) Jahres 2018 sprechen darf. Dabei bedienen die Musiker ein weites Spektrum, das Growls, Screams und vorzüglichen Klargesang (kein operettenhaftes Geträller!) umfasst. Die Jungs wechseln von kernigem, stets anspruchsvollen Death Metal zu schwarzen Eruptionen, hinüber zu feinfühligen, fast schon post-lastigen Parts, um dann wiederum einen Bogen zurück in deftigere Gefilde zu spannen. Ein tolles Album, dessen Umschreibungen im Grunde nur schief gehen können, da hier viel mehr passiert, als auf den ersten Höreindruck vermutlich hängen bleibt. Anhören ist Pflicht! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Malevolent Creation – "The Fine Art Of Murder"

20. April 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Aggression kommt schnell und wütend

Malevolent Creation - "The Fine Art Of Murder"Es gibt Bands, die sind einfach fest mit ihren Stamm- bzw. Ur-Mitgliedern eng verwurzelt und haben trotz unzähliger Besetzungswechsel stets dann am besten funktioniert, wenn sie die wichtigen Leute mit an Bord hatten. Neben Bandkopf und Gitarrist Phil Fasciana war (und ist) dies Sänger Brett Hoffmann, der im Laufe der Jahre mehrfach ausgetauscht bzw. ersetzt wurde und doch niemals von einem seiner Nachfolger übertroffen wurde. Hoffmann ist einfach die Stimme schlechthin für MALEVOLENT CREATION. Ansichtssache? Ja, aber so ist es nun einmal für viele Die-Hard-Anhänger der Band. Wir sind da zickig. ⇒ weiterlesen

Tags: ,

Kurz notiert #93 – Extrem hörbar

Hannes Grossmann - "The Crypts Of Sleep"Hannes Grossmann – "The Crypts Of Sleep"
Progressive Death Metal, Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2016)

Die Handschrift ist unverkennbar! Der geneigte Hörer und Kenner von Grossmanns Vorgeschichte wird sofort merken, dass es hier sehr große Ähnlichkeiten zu OBSCURA zu hören gibt, bei denen der Drummer bis einschließlich deren Album "Omnivium" zugegen war. Besonders, dass sich Grossmann auch als Songwriter eingebracht hat, spiegelt sich auf seinem zweiten Soloalbum wieder. Es mag vielleicht vermessen klingen, aber "The Crypts Of Sleep" klingt wie die Essenz des OBSCURA-Sounds und dürfte somit für alle Jünger modernen Tech Deaths ein Vorzeigealbum sein, das, man möge verzeihen, in vielen Teilen einfach besser und homogener klingt, als die OBSCURA-Ergüsse. Stark! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

U2 – "Pop"

Pop-Kultur

U2 - "Pop""Pop" ist nicht nur das Album, auf dem U2 erstmals konsequent mit elektronischen Einflüssen experimentierten, sondern auch jenes, das innerhalb der Band am kontroversesten diskutiert wird. Es sorgte sogar für Spannungen unter den vier Musikern, da Schlagzeuger Larry Mullen Jr. einen Großteil der Studiozeit nicht anwesend sein konnte, da er mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte und sich zudem um seine junge Familie kümmern wollte. Die restlichen Musiker nutzten diesen durchaus unglücklichen Zustand und probierten sich an synthetischen Beats, was ihnen im nachhinein betrachtet sehr gut gelungen ist, selbst wenn U2 ursprünglich eine Band ist bzw. war, die bis dato handgemachte Musik produzierte. ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Kurz notiert #92

Luxury Stranger - "Darkness Falls Upon The Light"Luxury Stranger – "Darkness Falls Upon The Light"
Post-Punk, New Wave, Alternative Rock (Earth-Two Records, 2017)

Mit ihrer Mischung aus Stilen der alten Schule (Post-Punk und New Wave) und moderneren Ausrichtungen (Alternative, etwas Grunge) hat die Formation um Mastermind Simon York eine gute Basis gefunden. Dass ihr mittlerweile drittes Album ihr bisher reifstes Werk darstellt, dürfte somit eine Information sein, die man im Vorfeld bereits geahnt hat und somit lediglich zur Kenntnis nimmt. Selbst, wenn es an der einen oder anderen Stelle ruhig etwas direkter und griffiger hätte sein dürfen, haben die Engländer ein gutes Album vorgelegt, das man sich als Genreliebhaber mindestens einmal geben sollte, um zu checken, ob es die Band auf die persönliche Like-Liste schafft. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Godflesh – "Post Self"

24. März 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Pioniere mit Blick in die Zukunft

Godflesh - "Post Self"Nachdem bekannt wurde, dass das Comeback-Album "A World Lit Only By Fire" (2014) keine einmalige Sache bleiben sollte, durfte man gespannt darauf warten, was sich Justin Broadrick und sein Weggefährte G.C. Green dieses Mal einfallen lassen würden. Geht es einfach weiter auf bewährte GODFLESH-Art oder greifen die beiden mal wieder in die Trickkiste? Nun, letzteres sollte der Fall sein. Hält man sich dazu noch einmal "A World Lit Only By Fire" intensiv vor Augen bzw. Ohren, dann wird einem im zweiten Gedankengang vielleicht deutlich, warum das Duo nicht einfach mit seinem bewährten Rezept weiter macht, auch wenn sich viele vielleicht darauf gefreut haben. Broadrick und Green verlassen die Komfortzone zugunsten künstlerischer Freiheit, was "Post Self" zu einer Überraschung macht, denn es klingt so unerwartet wie nie zuvor. ⇒ weiterlesen

Tags: , ,

Kurz notiert #91

Feral Ohms - "Feral Ohms"Feral Ohms – "Feral Ohms"
Punk Rock, Hard Rock (Silver Current Records, 2017)

Kräftig auf die Zwiebel gibt es vom Trio FERAL OHMS aus Oakland. Ihre fetzige Mischung aus Punk- und (Old School) Hard Rock haut ziemlich rein. Wer einen Vergleich braucht, darf sich etwas schmutzigere THE BRONX vorstellen, die gern mal mit dem Wah-Wah herumspielen. Auf jeden Fall machen die Jungs hier ganz schön "den Affen" (Blick auf's Cover). Die Mucke kommt gut rüber und sorgt für automatische Bewegungen in der Hüftgegend. Am Hitpotential müssen sie vielleicht noch ein klein wenig feilen, aber zum wilden Abspacken ist ihre Scheibe allerbestens geeignet. ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Judas Priest – "Firepower"

10. März 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Rising from Ruins oder das Kind im Manne

Judas Priest - "Firepower"From Ruins? Naja, so wohl doch nicht; bis auf "Nostradamus" und Halfords Solo-Weihnachtsalben war immer eher Phoenix als Asche, oder? Die zahlreichen (raffiniert gestreuten) Snippets haben heiß gemacht auf JUDAS PRIESTs neues Opus, nun rotiert das simpel titulierte "Firepower", und das bereits einige Male. Die Sehnsüchte nach "Painkiller II" waren bei vielen Anhängern groß, allein die Priester wären keine, wenn sie ihren Schafen einen Aufguss servieren; Weihwasser muss zwar direkt von der (un)heiligen Quelle kommen, darf aber nicht wie aus der Leitung schmecken, nicht wahr? ⇒ weiterlesen

Tags: ,

Kurz notiert #90 – Extrem hörbar

Corrupt Moral Altar - "Eunoia"Corrupt Moral Altar – "Eunoia"
Grindcore, Sludge Metal (Eigenproduktion, 2017)

Yes! So wird's gemacht! Diese Briten verstehen, wie man Grindcore zeitgemäß prügelt und mit Sludge-Ideen veredelt. John Cooke, der seit dem Timeout von Mitch Harris bei NAPALM DEATH die Gitarre bedient, gibt bei CORRUPT MORAL ALTAR den Kreischmeier und Brüllwürfel und raspelt sich zudem an der Gitarre die Finger wund. War der Vorgänger "Mechanical Tides" schon eine geile Nummer, ist "Eunoia" noch einmal als Steigerung zu werten. Sludge-Grind der feinsten Sorte mit viel Wucht und ungezügelter Kraft. Hammer Teil; yes, yes, yeeesss!!! ⇒ weiterlesen

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Seite 1 von 11512345...102030...Letzte »