• Aquilus – „Griseus“Ein richtig schönes Album (sofern man das überhaupt bei dieser Art Musik so sagen darf), majestätisch, erhaben, schwermütig, aber auch bitter und... (Matthias)
  • Napalm Death – „Smear Campaign“Mit etwas Abstand kann ich ganz eindeutig sagen, dass dieses Album einen der allerbesten ND-Tracks an Bord hat. „Sink Fast Let... (Matthias)
  • U2 – „No Line On The Horizon“Nach langer Zeit mal wieder aufgelegt. Was für ein Müll! Es tut fast schon weh, U2 in diesem Zustand zu hören (der sich bis heute leider... (Matthias)
Musikrezensionen

Memoriam – "The Silent Vigil"

20. August 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Verzweifeltes Feuer

Memoriam - "The Silent Vigil"Wir wissen: MEMORIAM sind als legitime Nachfolger der 2016 aufgelösten Kriegsmaschine BOLT THROWER zu bezeichnen. Zwei Ehemalige sind mit Sänger Karl Willetts und Drummer Andy Whale, der zumindest bis zum (völlig subjektiven) Höhepunkt "For Victory" (1994) an den Kesseln saß, dabei und somit darf man mit ein wenig Wohlwollen schon von einer kleinen Reinkarnation sprechen. Jaja, Fan-Gewäsch, wissen wir. Lassen wir das! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #100

In Gowan Ring - "Visions Of Shadows That Shine"In Gowan Ring – "Visions Of Shadows That Shine"
Singer-songwriter (Eigenproduktion, 2015 / Lune Music, 2016)

Bobin Eirth ist IN GOWAN RING. Geboten wird ruhiger, folkiger Singer-songwriter mit wirklich schönen, einfühlsamen Texten. Ohne die Musik und deren Inhalt abwerten zu wollen, sind die Texte leider auch schon alles, was an der Musik wirklich fesselt. Musikalisch beläuft sich jeder Song auf regulärem, satt bekanntem Singer-songwriter-Stoff ohne Höhen und Tiefen. Auch der Gesang an sich ist recht unspektakulär gehalten und lässt höchstens Erinnerungen an die seelige Hippie-Zeit aufkeimen, in der Jeder Hans und Franz gesungen hat, egal ob gekonnt oder nicht. Nur Gesang und Gitarre braucht starke Ideen, da reichen gute Texte nicht aus. Oder doch?! ⇒ weiterlesen

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Genesis – "We Can't Dance"

Ein gutes Pop-Album oder ein schwaches Rock-Album?

Genesis - "We Can't Dance"Es dürfte jedem, der sich für Musik und insbesondere für progressiven Rock interessiert, klar sein, dass man GENESIS nicht generell nach ihren letzten Jahren bzw. letzten Alben bewerten darf, selbst wenn diese in kommerzieller Hinsicht ziemlich eingeschlagen haben und ihre Frühwerke diesbezüglich in den Schatten stellen. Nein, GENESIS waren eine, wenn nicht sogar die Prog-Größe schlechthin in den 1970er Jahren; und das völlig zu Recht! Bekanntlich gab es eine langsame, aber stetig vorangehende Veränderung im Sound der Band, seit sich Gitarrist Steve Hackett Ende der '70er von der Band verabschiedet hatte. Diese Veränderung schritt stetig vorn und mündete in einer Art -Achtung: Freie Erfindung- Prog Pop. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #99

Heads. - "Collider"Heads. – "Collider"
Alternative Rock, Grunge, Noise Rock, Sludge (This Charming Man Records, 2018)

Dieses berliner Trio weiß, wie man es krachen lässt. Ihr Noise-geladener Alternative Rock, der in Richtung Post-Punk, Grunge und sogar etwas Sludge schielt, rödelt an allen Ecken. Mit fetzigen, wuchtigen Beats und Riffs, treffen die Jungs durchweg den Kern der Sache. Am Schlagzeug werden die Rhythmen oft mit einem scheppernden Becken gestützt, der Bass pumpt, die Gitarren säbeln ordentlich, es herrscht Alarmzustand. Der Gesang ist häufig fast schon im Shoegaze angesiedelt, hinterlässt wenig aussagekräftige Momente, passt aber trotzdem absolut stimmig ins Geschehen. Coole Scheibe von einer Band, die man im Auge/Ohr behalten sollte, wenn man auf krachigen Rock steht. ⇒ weiterlesen

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Rivers Of Nihil – "Where Owls Know My Name"

Progressiver Todesstahl der Spitzenklasse

Rivers Of Nihil - "Where Owls Know My Name"Dass sie den Nackenbrecher im Gepäck haben, hat der Fünfer aus Reading/Pennsylvania bereits mit den beiden großartigen Vorgängern "The Conscious Seed Of Light" (2013) und "Monarchy" (2015) gezeigt und bewiesen. Man durfte also gespannt sein, was sie auf ihrem dritten Album präsentieren würden; ob sie sich an bewährte Muster halten, quasi auf Nummer Sicher gehen oder ob sie schon bereit sind, einen Schritt weiter zu gehen. Klare Frage, klare Antwort: RIVERS OF NIHIL sind mit "Where Owls Know My Name" einen großen Schritt weiter gegangen, ohne jedoch ihre Trademarks zu verlieren. Sie wahren ihr Gesicht nicht nur, sie lassen es in frischem Glanz erscheinen und zeigen der hiesigen Konkurrenz ganz nebenbei gleich mal, wie man extreme Kunst auf enorm hohem Niveau fabriziert und produziert, ohne an Energie und Durchschlagskraft einzubüßen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #98 – Extrem hörbar

Slumlord - "Preview Of Hell"Slumlord – "Preview Of Hell"
Grindcore, Hardcore (Eigenproduktion, 2018)

Diese aus Alberta stammende Formation zelebriert alles, was man mit dem Begriff Hardcore in Verbindung bringt. Sie donnern wuchtige D-Beats raus, ebenso wie Metalcore-Grooves, Oldschool Uptempo-Speed und Grindblasts in verschiedenen Geschwindigkeiten; dazu nutzen sie einen vollen, leicht metallischen Sound und fertig ist das kräftige Gebräu. Am Mikro werden abwechselnd angeätzte Screams ausgespuckt und kehlig Gebrüllt. Klingt vielseitig und ist es bei genauerem Hinhören auch. Dadurch passiert es zwar so gut wie nie, dass die Musiker eines der oben genannten Stilelemente einen kompletten Song lang durch ziehen, aber das muss es ja auch nicht; dafür sind andere Bands da. Krasses Teil, das mit zunehmenden Durchläufen Sympathie und Qualitäten entfaltet. ⇒ weiterlesen

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David Byrne – "American Utopia"

Der Kopf spricht wieder

David Byrne - "American Utopia"Selbst, wenn man sich vornimmt, es nicht zu tun, man kommt im Laufe eines Textes über die Solokarriere von DAVID BYRNE einfach nicht drum herum, irgendwann – und sei es nur in einem Nebensatz – seine ehemalige Band zu nennen und sie als Vergleich heranzuziehen. Natürlich könnte man es schon, aber dann würde die Wettbewerbsfähigkeit der Musik des Wahl-New-Yorkers ein wenig oder vielleicht sogar deutlich an Gewicht verlieren; besonders auch dann, wenn man es vermeidet oder ignoriert, den Namen eines der größten und erfolgreichsten Produzenten zu erwähnen. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #97

Tape Deck Mountain - "Echo Chamber Blues"Tape Deck Mountain – "Echo Chamber Blues"
Shoegaze, Psychedelic (Katuktu Collective, 2018)

Am Rande zu psychedelischen Klängen agieren diese vier U.S-Amerikaner. Viel Hall und Reverb im Sound sind da freilich Programm. Trotzdem vergessen die Musiker nicht, songdienlich zu wirken und haben ihren Stücken klare Strukturen verpasst, von denen einige Parts sogar imstande sind, hängen zu bleiben, selbst, wenn es nirgends einen Hitcharakter gibt. Viele Psych-Gaze-Bands verlieren sich ja in unendlichem Geschwurbel, nicht so TAPE DECK MOUNTAIN, die neben der Schuhstarrerei auch durchaus den Song an sich im Visier haben. Gut so. ⇒ weiterlesen

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Level 42 – "A Physical Presence"

Stimmung, gute Laune und Spielfreude

Level 42 - "A Physical Presence"Es gibt einfach Bands, die man zu Unrecht in eine bestimmte Schublade steckt, ohne darüber nachzundeken, ob das auch wirklich so passt; meistens zudem nur deshalb, weil sie mal einen Radio-Hit hatten, der rauf- und runtergedudelt wurde. Dazu gehören vermutlich auch LEVEL 42, zumindest phasenweise, denn sie mach(t)en es nicht allen recht. Für die einen ist es 'typischer Pop-Scheiß', die anderen wissen über die tatsächlichen Qualitäten der Band Bescheid, nämlich dass sie vorzügliche Musiker sind und nicht einfach nur Popmusik mit funky Feeling spielen, sondern nicht selten atemberaubend geniale Parts einflechten und den Hörer manchmal regelrecht schwindelig spielen. Besonders eindrucksvoll wird dies auf ihrem phantastischen Live-Album "A Physical Presence" präsentiert, bei dem es sich sogar ausnahmsweise sehr lohnt, zu einer späteren Ausgabe zu greifen, aber dazu gleich mehr. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #96 – Extrem hörbar

Henker - "Slave Of My Art"Henker – "Slave Of My Art"
Technical Death Metal (Eigenproduktion, 2010, Frozen Archives, 2015))

In Sachen (Tech) Death Metal kommt aus Frankreich größtenteils Qualitätsware, diese Truppe hier verweist allerdings einen Großteil aller ihrer Genrekollegen auf die Plätze. Als eine der ersten Bands, die den Gravity Blast als völlig normal ins Spiel gebracht hat, nutzen sie dieses und andere Elemente, wie z.B. ebenso schnelles Doublebass-Spiel, wofür ein extra angefertigtes Quad-Drum-Pedal benutzt wird. Es gibt sehr schnelles und anspruchsvolles Riffing, enorm versiertes Schlagzeugspiel, Aggro-Growls feinster Couleur und ein äußerst druckvoller, klarer Sound, welcher der Musik den Boden zum Vorzeigematerial ebnet. Diese Scheibe ist der Wahnsinn! ⇒ weiterlesen

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Autopsy – "After The Cutting"

Die Geschichte des Schlachtfestes

Autopsy - "After The Cutting"Dass die amerikanischen Old-School-Death-Metaller AUTOPSY, um ihren charismatischen Front- bzw. Backman Chris Reifert, der Schlagzeug und Gesang gleichzeitig bedient, nicht nur Kultstatus besitzen, sondern auch zur Elite der Szene gehören, dürfte jedem, der mit der Geschichte des Genres vertraut ist, bewusst sein; egal, ob man die Band mag oder nicht. Dass AUTOPSY anfangs davon profitierten, dass Reifert auf "Scream Bloody Gore" (1987) von DEATH spielte, hatte sich schnell erledigt, denn spätestens mit ihrem zweiten Album "Mental Funeral" haben sich die Musiker einen ganz eigenen, rauen und im positiven Sinne schmutzigen Wiedererkennungswert erspielt. ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #95

Sonic Jesus - "Dead Man"Sonic Jesus – "Dead Man" EP
Post Punk, New Wave, Shoegaze, Psychedelic (Fuzz Club Records, 2017)

Nach dem sehr guten letzten Album "Grace" (2017) schieben die Italiener zackig eine frische 7" hinterher mit zwei Stücken, die an das Album anknüpfen und doch mit einer etwas psychedelischeren Seite daherkommen. Vermutlich sind beide Stücke Überbleibsel der Album-Sessions, denn qualitativ können es "Dead Man" und "Transpose" mit keinem einzigen Lied von "Grace" aufnehmen. Und doch sind sie keineswegs zu missachten; sie zeigen SONIC JESUS halt mehr von einer nicht so eingängigen Seite. Lohnt sich für Komplettisten. ⇒ weiterlesen

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DMA's – "For Now"

Aus Down Under geht's vor allem down...

DMA's - "For Now"Nach ihrem gelungenen Debüt "Hills End" aus dem Jahre 2016, das klang, als wenn OASIS in Bestform wären oder sogar ihre Meister gefunden hätten, legen die australischen Indie Rocker nun ihr zweites Album nach. Oder muss man nun Indie-Popper sagen, denn "For Now" vollzieht einen Schritt, der sich nach dem erwähnt starken Debüt nur schwer nachvollziehen lässt; zumindest dann, wenn man auch nur geringsten Anspruch dahingehend stellt, dass die Band ihren einst eingeschlagenen Weg weitergeht und perfektioniert. Pustekuchen! ⇒ weiterlesen

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Kurz notiert #94 – Extrem hörbar

Horizon Ablaze - "The Weight Of A Thousand Suns"Horizon Ablaze – "The Weight Of A Thousand Suns"
Death Metal, Black Metal, Progressive Death Metal (Leviathan Records, 2018)

Na hoppla, das dritte Album der Norweger kann was, und wie! Ihre Mischung aus Death- und Black Metal, angereichert mit Elementen aus der progressiven Ecke, ist so gut gelungen, dass man von einem ersten echten Highlight des (Metal-) Jahres 2018 sprechen darf. Dabei bedienen die Musiker ein weites Spektrum, das Growls, Screams und vorzüglichen Klargesang (kein operettenhaftes Geträller!) umfasst. Die Jungs wechseln von kernigem, stets anspruchsvollen Death Metal zu schwarzen Eruptionen, hinüber zu feinfühligen, fast schon post-lastigen Parts, um dann wiederum einen Bogen zurück in deftigere Gefilde zu spannen. Ein tolles Album, dessen Umschreibungen im Grunde nur schief gehen können, da hier viel mehr passiert, als auf den ersten Höreindruck vermutlich hängen bleibt. Anhören ist Pflicht! ⇒ weiterlesen

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Malevolent Creation – "The Fine Art Of Murder"

20. April 2018 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Aggression kommt schnell und wütend

Malevolent Creation - "The Fine Art Of Murder"Es gibt Bands, die sind einfach fest mit ihren Stamm- bzw. Ur-Mitgliedern eng verwurzelt und haben trotz unzähliger Besetzungswechsel stets dann am besten funktioniert, wenn sie die wichtigen Leute mit an Bord hatten. Neben Bandkopf und Gitarrist Phil Fasciana war (und ist) dies Sänger Brett Hoffmann, der im Laufe der Jahre mehrfach ausgetauscht bzw. ersetzt wurde und doch niemals von einem seiner Nachfolger übertroffen wurde. Hoffmann ist einfach die Stimme schlechthin für MALEVOLENT CREATION. Ansichtssache? Ja, aber so ist es nun einmal für viele Die-Hard-Anhänger der Band. Wir sind da zickig. ⇒ weiterlesen

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