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  • Amorphis – „Under The Red Cloud“Das Album geht vom ersten Hör an dermaßen geil rein, daß man befürchtet, daß es sich ebenso schnell wieder abnutzt. Aber das Gegenteil ist... (Ghosti)
Original vs. Remake

Death Race: Original (1975) vs. Remake (2008)

Wenn die alten Römer das noch miterlebt hätten. Nicht nur lassen die Filmschaffenden immer mal wieder römische Legionen auferstehen, sondern holen auch die Gladiatoren zurück ins Leben. Und manchmal auch in ganz neue Zeiten und Umgebungen, ganz ohne Sandalen und Kolosseum. An ihrer Natur hat sich indes nichts geändert: Sie sind Unfreie, Gefangene, die der Gnade ihrer Herrscher und Herren ausgeliefert sind, sowie der Unbarmherzigkeit ihrer Gegner. In Verbindung mit Gefängnis, Polizeistaat, "Sport" und Freakshow gab es in der Vergangenheit schon einige Filme, die in dieses Raster passen, u.a. Rollerball (1975), The Running Man (1987), Wedlock (1991), The Condemned (2007) und Gamer (2009).

Auch wenn jeder dieser Filme seine ganz eigene Geschichte erzählt, haben alle eines gemeinsam: Sie spielen in einer nicht allzu fernen, dystopischen Welt, in der sämtliche Ideen von Freiheit durch ein faschistisches System hinweggefegt wurde, und moralische Wertvorstellungen obsolet geworden sind. Menschlichkeit ist nur in dieser Welt nur noch ein Etikett der Vergangenheit, ein Luxus, der allein das Überleben scheinbar nicht mehr möglich macht. ⇒ weiterlesen

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Angel Heart vs. The Devil's Advocate

Angel HeartWenn 'Remake' bedeutet, dass man einen zuvor verfilmten Stoff neu verfilmt und sich dabei mehr oder weniger stark an der Vorlage orientiert – also keine echte Neuinterpretation einer literarischen Vorlage, sondern eher eine Neufassung des Drehbuchskriptes – dann kann man im Fall von Angel Heart und The Devil's Advocate natürlich nicht von einem Remake sprechen. Beide Filme haben ihre eigenen Romanvorlagen, die aber in ihrem Inhalt, ihrer Struktur und in ihren Elementen so viele Gemeinsamkeiten aufweisen, dass ich es für durchaus legitim halte, sie in dieser Rubrik vorzustellen.

Angel Heart basiert auf dem Roman "Falling Angels" von William Hjortsberg, der 1978 veröffentlicht wurde. Alan Parkers Film hält sich bis auf einige Ausnahmen sehr genau an den Roman, ein wesentlicher Unterschied ist z. B., dass der größte Teil der Handlung von New York nach New Orleans, also in die Südstaaten der USA, verlegt wurde.  Die Geschichte spielt in den 50er Jahren. Privatdetektiv Harry Angel (Mickey Rourke) erhält Besuch vom mysteriösen Geschäftsmann Louis Cyphre (Robert DeNiro), für den er einen Mann namens Johnny Favorite ausfindig machen soll. Vor dem zweiten Weltkrieg war Favorite ein berühmter Sänger gewesen, dessen Spuren sich aber nach einer schweren Verwundung in den Krankenhausakten verlieren. Den genauen Grund für diesen Auftrag will Cyphre nicht nennen, erwähnt nur einen Gefallen, den Favorite ihm schuldig ist. ⇒ weiterlesen

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Charlie and the Chocolate Factory: Original (1971) vs. Remake (2005)

Willy Wonka & the Chocolate FactoryRoald Dahl ist bekannt für seinen ausgeprägten, schwarzen Humor, der seinen Kurzgeschichten oft unerwartete Wendungen bescherte. Der britische Autor ist aber auch für seine Kinderbücher bekannt, die viel eigenwilliger, untypisch und düsterer waren als das, was man Kindern normalerweise auf den Gabentisch legte. Eines davon ist "Charlie and the Chocolate Factory", erschienen 1964 und zuerst verfilmt als "Willy Wonka & the Chocolate Factory".

Es waren die eigenen Erinnerungen aus der Kindheit, die Dahl zu diesem Buch inspirierten. Die Zeit nach dem großen, ersten Weltkrieg, in der Schokoladenfabrikanten ihre neuesten Erzeugnisse direkt an die Schulen schickten, um sie dort quasi von ihren besten und treuesten Kunden testen zu lassen. Eine Branche, in der wie überall, wo es um potente Produkte und große Gewinnspannen geht, geklaut und spioniert wurde, so dass Unternehmer mitunter immer paranoider wurden. Daraus entstand die Geschichte von Willy Wonka, dem exzentrischen, komischen, abgedrehten und eigensinnigen Besitzer der berühmtesten, größten aber ebenso geheimnisumwittersten Schokoladenfabrik der Welt. ⇒ weiterlesen

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The Taking of Pelham 123: Original (1974) vs. Remake (2009)

The Taking of Pelham One Two Three (1974)Bei manchen Remakes hat man das Gefühl, dass die Regisseure und Produzenten wie Schönheitschirugen agieren. Hier ein bißchen Frischzellenkur, da ein paar Fettpölsterchen absaugen und dort ein paar Falten straffen. In den Film übersetzt: Moderne Bildsprache, neuer Soundtrack also quasi die aufwändigere Alternative zur Bild- und Tonrestaurierung des angestaubten Originals. Mit einem Unterschied: Das Original ist keine abgehalfterte Schönheit, die eine Generalüberholung braucht.

The Taking Of Pelham 123, der in Deutschland den herrlich überzogenen Titel "Die Todesfahrt der U-Bahn 123" bekommen hat, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Morton Freedgood (alias John Godey). Joseph Sargent hat damit seinerzeit sein Meisterstück abgeliefert, ebenso wie Soundtrackkomponist David Shire. Die Geschichte ist ein packender Gangsterthriller: Vier bewaffnete Männer entführen eine U-Bahn, nehmen die Passagiere als Geiseln und erpressen die Stadt New York um eine beträchtliche Summe Geld. Sollte die Polizei das Geld nicht innerhalb einer Stunde beschaffen können, so drohen sie, werden sie jede Minute eine Geisel erschießen. Während die Behörden eilig das Geld auftreiben, rätselt die Polizei, was der Plan der Gangster sein könnte. Wie wollen sie aus dem U-Bahn-Tunnel fliehen, wo er doch durch die Einsatzkräfte nahezu hermetisch abgeriegelt ist? ⇒ weiterlesen

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The Wicker Man: Original (1973) vs. Remake (2006)

In den seit Jahren anhaltenden Remake-Trend reihte sich 2006 die US-amerikanische Produktion The Wicker Man ein, eine Neuverfilmung des britischen Klassikers von 1973. Im Großen und Ganzen kann man aber schon vorwegnehmen, dass es lediglich bei einem Versuch geblieben ist, die Atmosphäre des Originals einzufangen, geschweige denn, seine Qualität zu erreichen.

In Robin Hardys Original reist Sergeant Neil Howie aufgrund eines anonymen Schreibens auf eine Insel, wo er das Verschwinden des jungen Mädchens Rowan untersuchen will. Nach seinen anfänglichen, recht merkwürdigen Begegnungen mit der Bevölkerung bemerkt er allmählich, dass es auf der Insel eine Art neuheidnischen Kult gibt. Als überzeugter Christ ist er abgestoßen, irritiert aber auch gleichzeitig fasziniert von den eigenartigen Geschehnissen. Während man ihm erzählt, dass Rowan verstorben sei, entdeckt er Hinweise darauf, dass sie noch leben könnte. Howie spricht mit Lord Summerisle (gespielt von Christopher Lee), dem Besitzer der Insel, und droht ihm, die Behörden einzuschalten, falls er diesem Treiben kein Ende setzen werde. Kurz darauf findet eine große Zeremonie statt, der sich Howie verkleidet anschließt. Während der Rituale stößt er auf Rowan und will mit ihr fliehen. Doch dann muss er eine viel schrecklichere Entdeckung machen…

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Black Christmas: Original (1974) vs. Remake (2006)

Billy Lenz hatte die für Serienkiller, Psychopathen und Massenmörder übliche schwere Kindheit, die man nicht mal den nervenden Nachbarskindern wünschen würde. Dennoch ist ihm trotz seines beeindruckenden Auftritts in Black Christmas der Ruhm anderer Problemkinder aus dieser Horrorfilmperiode verwehrt geblieben (man denke nur an Michael Myers, Jason Voorhees oder Leatherface).
Statt endloser Sequels wurde diesem Weihnachtsschocker auf eine nicht minder beliebte Art Tribut gezollt, indem man einfach 30 Jahre später ein modernes Remake drehte.

Ein bestimmter Landstrich oder eine Straße oder ein bestimmtes Fest als Schauplatz für horrormäßige Unterhaltung und das bestialische Treiben nahezu unbesiegbarer Bösewichte waren hinlänglich etabliert, aber im Jahr 1974 wurde erstmals das "Tabu" des Weihnachtsfestes auf's Korn genommen (im gleichen Jahr auch mit Silent Night, Bloody Night, bis dann zehn Jahre später in Silent Night, Deadly Night endlich ein durchgeknallter Santa Claus an die Axt gelassen wurde). ⇒ weiterlesen

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