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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Stoner Rock
Clouds – “We Are Above You”
Zwischen den Stühlen
CLOUDS aus Boston verschreiben sich einer Mischung aus Alternative Rock, etwas Stoner Rock, bissel Punk-Feeling und einem Schuss klassischem Rock. Das Ganze verweben sie zu einem funktionierenden Geflecht, das ineinander greift und jedem der genannten Stile für sich den Raum gibt, sich zu entfalten. Andersherum fabrizieren sie auch eine spannende Aneinanderreihung aus genannten Zutaten und wechseln fröhlich von Part zu Part unter den Stilen hin und her. Dabei gehen CLOUDS allerdings überhaupt nicht so wolkig vor, wie es ihr Name vielleicht suggerieren mag, sondern mitunter laut und ungestüm, ab und an etwas ruhiger aber nicht leise und oftmals kernig und vollmundig. 
Electro Baby – “Speye”
Stoner, Baby!
Die deutschen Rocker ELECTRO BABY sind bisher an mir vorbeigegangen, und das wo sie doch schon seit Jahren unterwegs sind. “Speye” ist jedenfalls schon Album Nummer Vier. Auf den ersten Blick dachte ich, dass mich etwas in der Art von Horror Punk erwartet, und auch wenn im ersten Song “The Arrival” sogar ein zarter Hauch von diesem Flair mitschwingt, werden hier ganz andere Saiten geölt. ELECTRO BABY stehen für energiegeladene Mischung aus Hard und Stoner Rock und einer Prise ursprünglichen Heavy Metals, und “Speye” ist wie ein wilder Trip durch ausgedörrte Landschaften, über zerbröselnde Highways, hinein in blutrote Sonnenuntergänge. 
Cathedral – “The Guessing Game”
Der Fremde im Zug, letzte Passage
Ein düsteres Intro mit Babygeschrei führt in das sperrige, mutig als Opener eingesetzte “Funeral Of Dreams”. Sowas können sich nur die Buben von CATHEDRAL einfallen lassen. Dorian setzt Akzente mit seiner stoisch monoton agierenden Klarstimme; es hagelt Breaks, seltsame Wendungen, Jazz, Zirkus, Doom, immer wird an der Wahnsinnsschraube gedreht. Zugänglich klingt anders. Lee Dorian und Co. schert das nicht. Die Hammonds erinnern kurz an DEEP PURPLES “Child In Time”, hört gut hin und ihr versteht, wetten? Haben wir die Verrücktheit des Openers hinter uns, erscheint das “Painting In The Dark”. Nun legen die Briten los, Bass, Drums, Gesang, heavy, stoned, griffig, geil! Der Chorus bremst ein, sehr gewöhnungsbedürftig. Aber gut! 
These Monsters – “Call Me Dragon”
(Un)Geordnetes Wirrwarr der Stile
Man nehme einen großen Topf, werfe ein wenig Punk hinein, würzt dominant mit saftigem Stoner Rock nach, garniert mit einem Hauch Jazz (Saxophon und Düdelei) und veredelt mit Post- und Progressive-Rock-Elementen, schon hat man eine wunderbar bunte Suppe voller exotischer Überraschungen, die trotzdem stimmig wirken. Das Beste daran ist jedoch, dass die Zutaten frisch gepflückt worden und nicht einfach nur ein alter Aufguss kalten Kaffees sind. THESE MONSTERS vermischen ihre Stilmittel homogen und anspruchsvoll, verzetteln sich dabei auch nicht in unkontrollierten Genreübergängen oder Halbherzigkeiten, sondern sie wissen genau, was sie machen; und sie machen es mit Schwung und Elan. 
Baroness – “Blue Record”
Das nächste Mal bitte “Black Release”!
BARONESS reichern Siebziger-Hardrock gerne mit Sludge und Stoner-Elementen an, wie wir bereits auf dem “Red Album” erfahren durften. Gleiches gilt auch für die neueste Veröffentlichung der Band “Blue Record”. Nun, DEEP PURPLE, THE DOORS oder LED ZEPPELIN wurden mit Sicherheit früher ausgiebig gehört. Und BLACK SABBATH zu Ozzy-Zeiten natürlich. Ausgiebiges Quälen der überdehnten Saiten wird mit ordentlich Groove gemischt; den Originalitätspreis für kompositorische Spitzenleistungen werden BARONESS so allerdings kaum erwerben können, klar. 
Asteroid – “II”
Peace!
Schlaghosen wie umgedrehte Trompetenpflanzen, verknotete Hemden in türkis, Haare bis zum Rücken und Sonnenbrillen Sorte US-Jagdpilot, bunt bemalte Kleinbusse mit Peace-Zeichen, Mandalas, freie Liebe auf dem Dach desselben, der Duft nach Marihuana und dazu Musik von JEFFERSON AIRPLANE, CREAM, VELVET UNDERGROUND und WISHBONE ASH… Woodstock? Nein, weit gefehlt. Doch das ist die Stimmung, in die uns ASTEROID auf ihrem Zweitalbum, simpel “II” betitelt, versetzen wollen. Denn diese Schweden (was sonst?) sind der Inbegriff des Wortes ‘Retro’. Man kann kaum glauben, diese Musik auf das Jahr 2010 zu datieren. 
Mannhai – “Hellroad Caravan”
Solides Stoner-Album
Nachdem MANNHAI ihren Sänger verloren hatten, sah es für eine (kurze) Weile recht düster aus für die Band. Es ging zwar nicht um das Fortbestehen aber durchaus darum, ob man solch eine charismatische Stimme wie die ihres entschwundenen Sangesbarden ersetzen kann. Nun, Pasi Koskinen stieß zur Band, vielen sicherlich noch bekannt als ehemaliger Mikro-Quäler bei AMORPHIS und MANNHAI haben “Hellroad Caravan” als Nachfolger ihres wirklich starken 2004er Albums “The Exploder” aufgenommen. 
Mannhai – “The Exploder”
Mit der grünen Tüte wird gerockt
Nach dem Fuzzy-Classic-Rock-Debüt “Sons Of Yesterday’s Black Grouse” aus dem Jahre 2001, welches noch nicht allzu viel Staub aufwirbelte, nahmen MANNHAI eine klitzekleine Korrektur in Richtung Stoner Rock vor und fabrizierten 2002 den Zweitling “Evil Under The Sun”, der schon etwas deutlicher aufzeigte, wie der Hase in Zukunft hoppeln sollte. Mit dem Drittwerk “The Exploder” machten MANNHAI dann alles klar und bewiesen auch den letzten Zweiflern, dass sie es drauf haben. 
Om – “God Is Good”
Ist Gott wirklich gut?
Die heilige Silbe Om, die im Buddhistischen eine sehr große Rolle spielt, hat bei der Band OM musikalisch nur am Rande Bedeutung, denn so erhaben ist der Sound dieser Truppe hier beiweitem nicht.
Aus ehemaligen Mitgliedern der mittlerweile in Szenekreisen zu kleinem Kultstatus erlangten SLEEP und GRAILS rekrutiert sich die Besetzung von OM. “God Is Good” ist nach “Variations On A Theme” (2005), Conference Of The Birds” (2006) und “Pilgrimage” (2007) bereits das vierte Album der Truppe aus San Francisco. Zwischendurch gab es Split-Veröffentlichungen und eine Single und in den Jahren 2008 und 2009 wurden zudem mit “Live At Jerusalem” und “Conference Live” zwei Live-Alben veröffentlicht. 
Black Cobra – “Chronomega”
Kompromisslos umgesetzt
Wenn Sludge auf harten Stoner Rock und Doom Metal trifft kann dabei schonmal eine äußerst explosive Mischung herauskommen. Nachzuhören auf “Chronomega”, dem dritten Full-Length-Album der Kalifornier BLACK COBRA.
Die Truppe zieht alle Register und versprüht auf “Chronomega” mindestens genauso viel Energie wie eine brachiale Death-Metal-Band in voller Fahrt. Hier wirkt nichts gekünstelt, geschweige denn steril oder überzogen aufgebauscht. BLACK COBRA spielen ihren Sound mit enorm viel Herzblut und knallen dem Hörer einen riesigen Haufen Wut, Aggression und Schmerz um die Ohren. 
Cherry Choke – “Cherry Choke”
Stoned
CHERRY CHOKE lieben anscheinend die Sechziger. Ihr Sound ist roh, knarzig, verzerrt und heavy. DEEP PURPLE sind Zukunft. An Metal ist nicht zu denken. HENDRIX, THE WHO, BLUE CHEER, die Woodstock-Bands und der Zeitgeist von damals, all das ist in dieser Musik präsent. Trotz der Sechziger-Vibes ist diese Band authentisch. Soll heißen, sie ist Gegenwart. Epigonal ist dieser Sound nämlich keineswegs, eher könnte man sagen, dass eine erhellende Zeitreise vorgenommen wird, quasi ein innovativer Rückblick auf die knorrigen Wurzeln aller Stromgitarren-Leads. ZZ TOP machen das ja auch immer wieder gerne. Und es wird darauflos gejammt, bis Doc Holiday kommt. Die Straßen sind staubig. Noch vor kurzem pendelte hier der Pony-Express, nun sind es ölverschmierte Trucks und Straßenkreuzer, deren Lackierung weit bessere Zeiten gesehen hat. 
U.S. Christmas – “Eat The Low Dogs”
Worte sind Schall und Rauch
Ich gebe zu: Es war der Name. Er sollte sich als Glückstreffer erweisen, denn – so einfach ist das gar nicht, unter der erdrückenden Masse an monatlichen, ja wöchentlichen Veröffentlichungen etwas von Interesse und Einzigartigkeit zu finden. Seltsamerweise sind es diese kuriosen Zufallsfunde, die mir solch intensive Musik zuspielen, wie sie auf “Eat The Low Dogs” zu hören ist.
U.S. CHRISTMAS kommen aus einer kleinen Stadt in den Appalachen, ihr Name klingt ungewöhnlich und ihre Musik atemberaubend. Was von Neurot Records kommt, kann schon fast per definitionem nichts Gewöhnliches sein, und diese Platte ist hier keine Ausnahme. Psychedelischer Space Rock mit Stoner Flair, der einem staubige Hügel, endlose Horizonte und eine kühle Brise zur sternenverhangenen Nacht ins heimische Wohnzimmer bringt, direkt ins Ohr. 
Gorilla Monsoon – “Extermination Hammer”
Total langweilig
Die Dresdner GORILLA MONSOON versuchen sich auch auf Album Nummer Zwei an einem Bastard aus ROB ZOMBIE, BLACK SABBATH, MONSTER MAGNET und CATHEDRAL. Stoner Rock, Doom, Sludge und Rock’n'Roll werden gemischt. Nicht bunt und variantenreich, sondern immer stur auf der in diesem Genre allseits beliebten “Slow Motion”-Schiene. Dabei könnten die Klampfen durchaus gerne auch mal einen Abzweig nach oben nehmen und der kehlige, zumeist in mittleren Tonlagen verweilende Gesang, wie im Track “High On Insanity” angedeutet, häufiger mal in Richtung Growls Tiefen ausloten, welche sich unterhalb des reifenzerfurchten Straßenstaubs befinden; auf einem uralten Friedhof zum Beispiel. Obwohl, in der Wüste bzw. der sächsischen Einöde gibt es wohl eher Autofriedhöfe und da verbleiben GORILLA MONSOON auch, an der Oberfläche. 
Slo Burn – “Amusing The Amazing”
Einmalige Reinkarnation des KYUSS-Sounds
Nach dem Aus von KYUSS hatte ich damals die Befürchtung, nie mehr in den Genuss zu kommen, John Garcias einmalige Stimme jemals wieder in Verbindung mit Stoner Rock hören zu können. Aber erstaunlich schnell nach dem letzten KYUSS-Werk “…And The Circus Leaves Town” hat sich Garcia zurück gemeldet. SLO BURN erschienen auf der Bildfläche, und zwar gewaltig. Mit ihrer (leider einzigen) EP-Veröffentlichung “Amusing The Amazing” haben sie im Prinzip haarfein die KYUSS-Schiene weiter gefahren und ich möchte sogar so weit gehen und behaupten, dass jeder kompromisslos glauben würde, KYUSS wären hier am Werk gewesen, wenn kein anderer Name auf dem Cover stehen würde. 











