Rezensionen von: OPETH, BLACK BREATH, LOOP, BEIRUT, GROOMBRIDGE, JEN GLOECKNER, BRIDGES OF KÖNIGSBERG, DEE DAY DUB, FORGOTTEN LIVE IN DEATH PARADISE, HEARTS NO STATIC, SONAR LODGE, SONORES, THE DECLINING WINTER, STRANGE ATTRACTOR u.a.

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Lights Out Asia - "Garmenia"
Zurücklehnen und entspannen

Alvin Zealot - "Tears of St. Lawrence"
Schweizer können's besser


Moon
Moon




  • MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
  • Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
  • MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...

Sludge

Omega Massif – “Geisterstadt”

Tonnenschwere Breitwand-Sounds

Omega Massif - "Geisterstadt"OMEGA MASSIF kommen aus Würzburg und sorgen für tonnenschwere Lava-Riffs und instrumentale Breitwand-Sounds, die sich gewaschen haben. Auf jeden Fall ist “Geisterstadt” der beste Beweis dafür, dass es die gebotene Art Musik auch aus Deutschland in gehobener Qualität gibt. Egal ob man nun das Etikett Sludge, Post-Metal, Post-Rock oder Post-irgendwas anbringt, Fakt ist, dass sich OMEGA MASSIF keinesfalls vor großen Namen wie NEUROSIS oder ISIS, um einfach mal Beispiele für die grobe Schnittmenge der gebotenen Musik zu nennen, verstecken müssen.

Tags: , , , ,

Baroness – “Blue Record”

19. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Das nächste Mal bitte “Black Release”!

Baroness - "Blue Record"BARONESS reichern Siebziger-Hardrock gerne mit Sludge und Stoner-Elementen an, wie wir bereits auf dem “Red Album” erfahren durften. Gleiches gilt auch für die neueste Veröffentlichung der Band “Blue Record”. Nun, DEEP PURPLE, THE DOORS oder LED ZEPPELIN wurden mit Sicherheit früher ausgiebig gehört. Und BLACK SABBATH zu Ozzy-Zeiten natürlich. Ausgiebiges Quälen der überdehnten Saiten wird mit ordentlich Groove gemischt; den Originalitätspreis für kompositorische Spitzenleistungen werden BARONESS so allerdings kaum erwerben können, klar.

Tags: , , ,

Hanging Garden – “Teotwawki”

21. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wenn der Schläfer erwacht

Hanging Garden - "Teotwawki"HANGING GARDEN hatten es schwer beim Kollegen Matt Sick. Mit “Inherit The Eden” wandelte die finnische Band noch stark im doom-orientierten Trauerweiden-Death-Metal-Sektor, sagen wir mal in Nachbarschaft zu SWALLOW THE SUN, ohne deren Komplexität und Facettenreichtum zu erreichen. Nun, der gute Matt wird sich umstellen müssen, denn die Finnen haben auf modernere Klänge umgestellt: Das kryptisch “Teotwawki” genannte neue Album beginnt mit “Where Serpents Dwell”, einem feinen Song, welcher stark an Klanglandschaften erinnert, wie wir sie von CULT OF LUNA kennen. Vielleicht sind HANGING GARDEN einen Hauch melodischer als diese, jedoch rankt die Band in den Post Rock-Bereich. Treibend, stählern, mit Gespür für Sludge, Slow Motion, fremdartige Klänge: so werden manche Passagen von seltsamen Flötenklängen indianischer oder sollte man sagen archaischer Herkunft begleitet (keine Panik, nicht der Peru-Panflöten-Hokuspokus von EQUILIBRIUM) und eine Vorliebe für überlange, sich entwickelnde schleppende Arrangements mit vielen Instrumentalparts wabern HANGING GARDEN um den Hörer, spinnen ihn ein, lassen ihn an ihrer Verzweiflung teilhaben.

Tags: , , , ,

Om – “God Is Good”

15. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ist Gott wirklich gut?

Om - "God Is Good"Die heilige Silbe Om, die im Buddhistischen eine sehr große Rolle spielt, hat bei der Band OM musikalisch nur am Rande Bedeutung, denn so erhaben ist der Sound dieser Truppe hier beiweitem nicht.

Aus ehemaligen Mitgliedern der mittlerweile in Szenekreisen zu kleinem Kultstatus erlangten SLEEP und GRAILS rekrutiert sich die Besetzung von OM. “God Is Good” ist nach “Variations On A Theme” (2005), Conference Of The Birds” (2006) und “Pilgrimage” (2007) bereits das vierte Album der Truppe aus San Francisco. Zwischendurch gab es Split-Veröffentlichungen und eine Single und in den Jahren 2008 und 2009 wurden zudem mit “Live At Jerusalem” und “Conference Live” zwei Live-Alben veröffentlicht.

Tags: , , , ,

General Lee – “Hannibal Ad Portas”

14. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Selbst ein Bein gestellt

General Lee - "Hannibal Ad Portas"Im Fahrwasser von Bands wir MINSK, ISIS und anderen Post-Rock, -Metal, -Sludge-und-was-weiß-ich-Kapellen versuchen sich GENERAL LEE aus Frankreich ihr Stückchen vom Kuchen zu sichern und schlagen dabei ein mittlerweile wohlbekanntes Kapitel Musikgeschichte einfach mal für sich auf.

Die Musik pendelt zwischen Noise-Ausbrüchen, heiserem Geschrei und feinfühligen, unverzerrten Elementen sowie verspielten Passagen zum Mitträumen hin und her. ISIS-Rhythmik trifft auf die ausufernden Arrangements von MINSK, gepaart mit einer Stimme die an Aaron Turner vor zehn Jahren erinnert. Warum machen diese Franzosen so etwas?

Tags: , , ,

Isis – “Panopticon”

8. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Musik mit Ausblick

Isis - Panopticon“Panopticon” aus dem Jahre 2004 ist das dritte Album von ISIS. Es ist ein wahres Glanzstück und besticht mit tonalen Reisen durch musikalische Spannungsbögen und exzessiven Gefühlsvertonungen.

ISIS verstehen es, einen Song nicht zu überladen und dennoch keine Langeweile aufkommen zu lassen. Fesselnd werden hier die Parts aneinander gereiht und in verschieden intensiven Stimmungen vorgetragen. Man bemerkt als Hörer, wie unterschiedlich intensiv ein einziges Riff überhaupt klingen kann.

Tags: , , , ,

Black Cobra – “Chronomega”

7. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Kompromisslos umgesetzt

Black Cobra - ChronomegaWenn Sludge auf harten Stoner Rock und Doom Metal trifft kann dabei schonmal eine äußerst explosive Mischung herauskommen. Nachzuhören auf “Chronomega”, dem dritten Full-Length-Album der Kalifornier BLACK COBRA.

Die Truppe zieht alle Register und versprüht auf “Chronomega” mindestens genauso viel Energie wie eine brachiale Death-Metal-Band in voller Fahrt. Hier wirkt nichts gekünstelt, geschweige denn steril oder überzogen aufgebauscht. BLACK COBRA spielen ihren Sound mit enorm viel Herzblut und knallen dem Hörer einen riesigen Haufen Wut, Aggression und Schmerz um die Ohren.

Tags: , ,

The Other Side Of The Sky – “Rorschach”

20. November 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Nichtssagende Tintenklekse

The Other Side Of The Sky - RorschachMit jungen Genrenischen ist es wie mit einem Radiohype, nur in kleinerem Maße. Einer fängt an es gut zu finden und fast alle anderen ziehen nach. Für die verhältnismäßig junge Richtung Post-Rock ist dieser Umstand leider fast schon ein Fluch, wenngleich es erstaunlich ist, wie viele nicht nur gute, sondern sehr gute Bands auf diesen Zug aufgesprungen sind und es immer noch tun. Natürlich gibt es auch hier Ausschuss, aber nach meinem Empfinden sind viele Bands zumindest talentiert, auch wenn sie mit dem ersten Release nicht sofort Bestarbeit leisten. Die Masse an mangelhaftem Stoff scheint mir in anderen Stilbereichen deutlich größer zu sein. Ich kann mich diesbezüglich unterm Strich natürlich auch täuschen aber jede Meinung ist halt subjektiv.

Tags: , ,

Birds Of Prey – “The Hellpreacher”

11. August 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Der unentwegt röchelt

Birds Of Prey - "The Hellpreacher"Dass das Herumhuren von Mitgliedern bekannter Bands in immer neuen Projekten nicht zwangsläufig Volltreffer nach sich ziehen muss, wissen wir aus zahlreichen Beispielen. Auch im Falle von BIRDS OF PREYs “The Hellpreacher” machen Mitglieder von ALABAMA THUNDERPUSSY, THE LAST VAN ZANT oder MUNICIPAL WASTE noch lange keinen Höllen-Sommer.

Tags: , ,

Transmission0 – “Memory Of A Dream”

4. Mai 2009 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Übertragung erfolgreich

Transmission0 - "Memory Of A Dream"TRANSMISSION0 haben die Gabe, mit ihrer äußerst gefühlsbetonten Musik beim Hörer bereits nach wenigen Augenblicken einen hohen Eindruck einzufordern. aber sie haben auch entsprechend viel zu bieten. Starke Emotionen, vielschichtige Arrangements, phantastisch ausgearbeitete Laut- und Leise-Dynamiken, wunderschön melancholische Gitarrenpassagen und überhaupt enorm viel Tiefgang und Feeling.

Nebenbei darf man “Memory Of A Dream” nicht hören und selbst wenn man es versucht, wird man sich den eindringlichen Klängen dieses Albums nicht entziehen können und seine Prioritäten zwangsweise hin zum aufmerksamen Zuhören verschieben. Nach dem ersten kompletten Durchlauf wird jeder Genießer völlig begeistert und bestenfalls sogar ergriffen sein, so dass ein erneuter Durchlauf nur noch reine Formsache ist.

Tags: , , , , ,

Isis – “Wavering Radiant”

1. Mai 2009 | Musikrezensionen | 2 Kommentare
Auch in Amerika baut man atemberaubende Brücken

Isis - "Wavering Radiant"Das permanente Touren mit TOOL hat seine Spuren hinterlassen bei den US-Post-Rockern von ISIS. Die Songs wurden länger, komplexer, Growls und Klarvocals wurden variabler gestreut. Kult sind sie spätestens seit “Oceanic”, ihrem Zweitwerk von 2002. “Wavering Radiant” haben sie ihre neue, fünfte CD genannt. Der Opener “Hall Of The Dead” mischt die unzugängliche monolithische Härte von Felsgestein des Monument Valley mit der Atmosphäre von knarrenden Stahltauen im Hafen von New York (oder Rotterdam). Akustische Einschübe und klare Stimmen führen uns gerne aufs Glatteis oder sollte man sagen auf stählerne Geländer der George Washington Bridge. Da geht es uns ähnlich mit ihren Genrekollegen von TRANSMISSION0 oder CULT OF LUNA. Weit schweifen ISIS in die sie umgebende Landschaft; den Song behalten sie jedoch immer im Auge. Die dezent angedeuteten Hammond-Vibes und Sludge machen aus dem Einführungstrack ein zackig aufgebautes und dennoch fließendes Songungeheuer von spartanischer, nicht authentischer Schönheit.

Tags: , , , ,

Come Sleep – “The Burden of Ballast”

29. März 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Echter Schwedenstahl

Come Sleep - "The Burden of Ballast"Was tun, wenn abgedrehte Ideen nicht zu den Combos passen, in denen sonst gelärmt wird? Klar, es muss ein neues Projekt aus der Taufe gehoben werden, COME SLEEP nennt es sich und will sich von den “Haupt”-Bands LINGUA und RÖVFITTA der schwedischen Musiker Misha, Thomas, Patrik und Anders musikalisch unterscheiden. Und das neue Version Studio zog sich dieses kleine Juwel nun an Land, um uns hiermit stolz “The Burden Of Ballast” zu präsentieren.

Tags: , , ,

Gorilla Monsoon – “Extermination Hammer”

Total langweilig

Gorilla Monsoon - "Extermination Hammer"Die Dresdner GORILLA MONSOON versuchen sich auch auf Album Nummer Zwei an einem Bastard aus ROB ZOMBIE, BLACK SABBATH, MONSTER MAGNET und CATHEDRAL. Stoner Rock, Doom, Sludge und Rock’n'Roll werden gemischt. Nicht bunt und variantenreich, sondern immer stur auf der in diesem Genre allseits beliebten “Slow Motion”-Schiene. Dabei könnten die Klampfen durchaus gerne auch mal einen Abzweig nach oben nehmen und der kehlige, zumeist in mittleren Tonlagen verweilende Gesang, wie im Track “High On Insanity” angedeutet, häufiger mal in Richtung Growls Tiefen ausloten, welche sich unterhalb des reifenzerfurchten Straßenstaubs befinden; auf einem uralten Friedhof zum Beispiel. Obwohl, in der Wüste bzw. der sächsischen Einöde gibt es wohl eher Autofriedhöfe und da verbleiben GORILLA MONSOON auch, an der Oberfläche.

Tags: , , ,

Minsk – “The Ritual Fires Of Abandonment”

1. Dezember 2008 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Sound-Wände, Schmerz und Wut

Minsk beschwören auf ihrem Album “The Ritual Fires Of Abandonment” Sound-Wände herauf und lullen den Hörer zunächst mit viel Gefühl ein, um ihn um den Finger zu wickeln und um ihm dann immer wieder den harten Ellenbogen in die Rippen zu rammen. Minsk fabrizieren Erlebnismusik, hautnah und mit viel Leidenschaft.

Ohne auf Standardwerte zu achten erschaffen die Amerikaner musikalische Welten aus Schmerz, Depression, Wut und Bitterkeit. Wenn einem dabei Namen wie ISIS und NEUROSIS in den Sinn kommen, ist das gar nicht so verkehrt, wobei MINSK keinesfalls wie ein billiger Abklatsch dieser Bands klingen.

Tags: , , , ,

Neurosis – “The Eye Of Every Storm”

25. November 2008 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Im Auge des Sturms ist es beklemmend ruhig

Nach ihrer Zusammenarbeit mit der Ex-SWANS Sängerin Jarboe zeigen NEUROSIS mit “The Eye Of Every Storm” endgültig, dass sie nicht nur die Großmeister der Brachialklänge sind, sondern die Gefühlsintensität ihrer Musik auch in ruhigen Tönen perfekt in Szene setzen können.

Die Musik NEUROSIS’ ist die Konservierung rabiater Gewalt in harte und ausdrucksstarke Strukturen und Formen, und dennoch erscheint sie stets zerbrechlich und hochsensibel, wie das Gemüt eines bemitleidenswürdigen Psychopathen. NEUROSIS heißen nicht nur so, sie spielen genau die Art Musik, die man mit dem Begriff des Band-Namens verbindet.

Tags: , , , , , ,