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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Shoegaze
Giants – “Old Stories”
Perfekte alte Geschichten
Post-Rock hat mittlerweile viele Gesichter und jeder Hörer kann sich aus dem schier unüberschaubaren Wust an Bands die Musik wählen, die ihm am meisten zusagt. Wenn die Wahl auf die Sorte Post-Rock fällt, mit der das Genre anfänglich gewachsen ist, dann müssten GIANTS als einer der Top-Kandidaten auf der Liste ganz weit oben stehen. Als spontane Vergleiche würde ich Namen wie EXPLOSIONS IN THE SKY oder THIS WILL DESTROY YOU nennen, denn die musikalische Tiefe ist genannten Bands sehr nahe und auch die Art des Aufbaus der jeweiligen Atmosphäre innerhalb eines Songs ist von ähnlicher Machart. Nein, dies soll keineswegs bedeuten, dass GIANTS nur ein Plagiat der großen Namen des Genres sind. Auch wenn sie genannten Formationen sehr ähnlich klingen und nicht wirklich ein vollkommen eigenes musikalisches Gesicht besitzen, ist ihre Musik phantastisch gut gelungen und schlicht und einfach echt. Jeder einzelne Ton bestätigt dies. 
Lights Out Asia – “Garmonia”
Zurücklehnen und entspannen

Das Debütalbum der U.S.-Amerikaner erschien 2003 und enthielt sämtliche Basis-Sounds, die auf den beiden Folgealben “Tanks And Recognizers” und “Eyes Like Brontide” vertieft und verfeinert wurden. Rein qualitativ gibt es allerdings kaum Unterschiede anzumerken, denn selbst wenn “Garmonia” ‘nur’ das Debüt ist, ist die Klangfülle und -Tiefe enorm feinfühlig, einlullend und schlichtweg wohltuend. Selten habe ich so weiche, klare und gleichsam schöne, in sich stimmige elektronische Sound-Kreationen gehört wie auf den Veröffentlichungen von LIGHTS OUT ASIA. 
Jesu / Envy – “Split EP”
Jesus und der Neid
Auf dieser Split EP, die erstmalig im Jahre 2008 nur in Japan über Daymare Recordings veröffentlicht wurde und seit 2009 weltweit auch über Hydra Head Records erhältlich ist, gibt es eine äußerst interessante und vielversprechende Kooperation zu hören. Die jeweils recht eigentümlichen Sounds von JESU und ENVY ergänzen sich vorzüglich und ergeben insgesamt ein super funktionierendes Ganzes. Die Musik beider Bands harmoniert wunderbar und zeigt dennoch zwei verschiedene Facetten und Spielweisen auf, die dem Begriff Split EP einen inhaltlich runden Sinn geben. 
Murmansk – “Eleven Eyes To Shade”
Gute Musik, anstrengender weiblicher Gesang
Die Finnen von MURMANSK begleiteten zuletzt die auch an diesem Orte euphorisch besprochenen KARNIVOOL auf einer Minitour. Seltsam, was diese Finnen uns hier mit ihrem Zweitwerk auftischen: “Eleven Eyes To Shade” schlängelt sich, wenn man den Ausführungen des Labels Glauben schenken darf, entlang an “Aggresive Shoegaze”, Indie, Krautrock, Noise, Stoner, Ambient und führt so manches Mal in die Psychedelic Corner. 
Jesu / Eluvium – “Split EP”
Musik, die sich ergänzt
Diese Split-EP von JESU und ELUVIUM aus dem Jahre 2007 ist ursprünglich nur auf 12″ Vinyl erschienen und bis heute lediglich teilweise auf CD erhältlich. Von dem Vinyl-Release wurden 4000 Stück hergestellt, 2000 auf dem Label Hydra Head Records und 2000 auf dem ELUVIUM-Haus-Label Temporary Residence Limited. Als Gimmick gibt es das Vinyl in Weiß, Geld, Schwarz sowie in durchsichtig/Bernstein. Die JESU-Tracks wurden später (2008) auf der EP “Why Are We Not Perfect” mit zwei zusätzlichen Versionen in Form der Stücke “Why Are We Not Perfect (Alternative Version)” und “Blind & Faithless (Extra Mix)” erstmals auf CD veröffentlicht. 
Alcest – “Écailles De Lune”
Fin De Siècle
Die Musik von ALCEST wird von meinem Kollegen Jenseman sehr treffend beschrieben. Was dazu noch sagen? Verträumt, elegisch, still, gespannt der Dinge, die da kommen, führt uns Neige, welcher wie immer als Meister aller Klassen, soll heißen an allen Instrumenten in Erscheinung tritt, durch seinen Kosmos weittragender Emotionen.
Oft wird Kreativität durch Leid und Traurigkeit beflügelt; an diesem Orte scheinen schmerzvolle Erfahrungen der Struktur der Arrangements die Konturen zu geben. Da geht Neige ähnlich vor wie die Trauerweiden von AGALLOCH. 
Have A Nice Life – “Time Of Land”
Zwischen Gothic und Endzeitszenario
Aus Middletown, Connecticut stammen HAVE A NICE LIFE, eine Zwei-Mann-Band, die sich depressiver Industrial-Rock-Musik verschrieben hat. Als Einflüsse benennen die beiden Bands wie MY BLOODY VALENTINE, JOY DIVISION, XASTHUR, EARTH, SWANS und SISTERS OF MERCY und im Groben gesehen kann man das so stehen lassen, denn natürlich klingen HAVE A NICE LIFE nicht exakt wie eine der genannten Formationen, sondern sie vermischen ausgewählte Zutaten zu einem eigenen Ganzen. 
Jesu – “Sun Down/Sun Rise”
Die Wärme der Sonne
Auf der EP “Sun Down/Sun Rise” präsentiert Justin Broadrick seine Band JESU von einer etwas anderen Seite. Zwar merkt man den beiden enthaltenen Tracks immer noch an, wer hier hier am Werk ist, jedoch sind die Songs viel atmosphärischer gehalten und präsentieren JESU von ihrer experimentelleren Seite. Das Hauptaugenmerk liegt auf einem chilligen Ambiente, entspannt und losgelöst von allem Drumherum. Nicht das Gespielte steht im Fokus, sondern das Feeling und die entsprechende Wirkung. “Sun Down/Sun Rise” ist der perfekte Soundtrack um der Schnelllebigkeit und dem Wahnsinn des Alltags für rund eine halbe Stunde zu entfliehen. 
Lights Out Asia – “Tanks And Recognizers”
Warm und wohltuend
Drei Männer, ein Ziel. Mike Ystad, zuständig für die Electronics, Chris Schafer, Gitarre und Vocals und Mike Rush, ebenfalls an den sechs Saiten, harmonieren so eindringlich miteinander, dass sich diese kreative Basis ebenso intensiv und in sich stimmig in der Musik von LIGHTS OUT ASIA wiederspiegelt.
Die Musik auf “Tanks And Recognizers” pendelt sich zwischen Post-Rock und chilliger Ambient-Elektronik ein. Sie versprüht dabei eine durch und durch entspannte und losgelöste Atmosphäre. Die Musik schwebt und umschmeichelt förmlich die Ohren. Selten habe ich so unglaublich weiche und einfach nur wunderschöne Sound-Teppiche und Melodien vernommen. 
Jesu – “Why Are We Not Perfect?”
Warum sind wir nicht perfekt?
Kenner der Band wissen, dass Justin Broadrick seine EPs nutzt, um Musik komplett im Alleingang aufzunehmen. Er spielt sämtliche Instrumente selbst ein, erledigt das Programming, denn die meisten Songs auf den EPs sind gekennzeichnet von elektronischen Loops und Samples, und ist sowieso alleine verantwortlich für die gesamte Produktion. Genau in diesem Bereich befindet auch der Schwerpunkt dieser Veröffentlichung. Ein Alleingang ohne Wenn und Aber. 
Jesu / Battle Of Mice – “Split EP”
Jesus kämpft mit den Mäusen
JESU und BATTLE OF MICE haben sich verbündet und eine Split-EP zusammengeschraubt. Neben “Why Are We Not Perfect” und der Split EP mit ENVY war dies die dritte EP-Veröffentlichung von JESU im Jahre 2008 und das erste und gleichfalls auch letzte Lebenszeichen von BATTLE OF MICE seit ihrem Album “A Day Of Nights” von 2006. Die Band löste sich Anfang 2009 völlig überraschend auf.
Mit jeweils zwei Tracks sind beide Bands vertreten und präsentieren durch ihre unterschiedliche Herangehensweise eine EP der gelungenen Gegensätze. Von verträumten Post-Rock-Elementen bis zu harten und heftigen Energieausbrüchen bieten uns JESU und BATTLE OF MICE das komplette Programm. 
Jesu – “Pale Sketches”
Don’t dream it… be it!
Über sein Label Avalanche Recordings hat JESU-Head Justin Broadrick mit “Pale Sketches” ein ganzes Album mit Kompositionen zusammengestellt, die im Zeitraum zwischen 2000-2007 von ihm alleine angefertigt und eingespielt wurden. Immer wieder bringt er zwischen den regulären Alben von JESU EPs auf den Markt, die er vornehmlich alleine einspielt.
“Pale Sketches” wurde hauptsächlich mit künstlichen Mitteln aufgenommen, sprich mit Drumcomputer, Samples oder überhaupt elektronischen Sounds und Spielereien, und bis auf ein paar eingestreute Gitarrensounds, die dem Ganzen mit ihrem typischen Klang überhaupt den Stempel “JESU” aufdrücken, gibt es keine natürlichen Instrumente zu hören. 
Jesu – “Heart Ache”
Die Mammut-Debüt-EP
Nachdem GODFLESH im Jahre 2002 gestorben waren, gönnte sich Mastermind Justin Broadrick eine Auszeit, um neue Kräfte zu sammeln. JESU entsprang dem Gedanken, die düsteren und depressiven Elemente aus dem ursprünglichen GODFLESH-Sound zu extrahieren und mit einigen frischen Ideen zu versetzen, die mit dem Industrial-Schlachtschiff nie möglich gewesen wären. Auch wenn JESU gar nicht mal so weit entfernt sind vom ursprünglichen GODFLESH-Feeling, sind neue Impulse leicht und unverkennbar auszumachen. Etwas Avantgarde, eine Menge Psycho der Marke NEUROSIS, eine Prise SWANS und bittere Depression gepaart mit dem unverkennbaren Gitarrensound Broadricks lassen die Grenzen, die er sich mit GODFLESH steckte, problemlos verschwimmen und den Spielraum deutlich erweitern. So geschehen auf “Heart Ache”, der ersten Veröffentlichung von JESU aus dem Jahre 2004. 
Jesu – “Conqueror”
Tiefe Emotionen
Nach der EP “Silver” von 2006, die etwas vielschichtiger klang als das erste selbstbetitelte Album aus dem Jahre 2005, wurde mit “Conqueror” ein weiterer wichtiger und richtiger Schritt nach vorne vollzogen und der Sound von JESU um einige Elemente erweitert.
Als erstes fällt sofort auf, dass “Conqueror” nicht durchgehend von lavaartigen Soundwänden gestützt wird, wie es noch auf dem selbstbetitelten Debut-Album der Fall war, sondern rhythmisch und auch melodisch deutlich abwechslungsreicher erscheint. Dominierten früher fast ausschließlich schwere Rhythmen und langsame, zäh fließende Klangkonstruktionen, besticht “Conqueror” durch abwechslungsreiche Arrangements und kleine, aber feine Veränderungen im Sound-Gefüge. 
Jesu – “Opiate Sun”
Authentisch und aufs Wesentliche reduziert
Einmal mehr hat Band-Gründer und -Kopf Justin Broadrick eine EP komplett im Alleingang aufgenommen und demnach auf die Mitwirkung seiner Weggefährten Ted Parsons (Ex-SWANS) an den Drums und Diarmuid Dalton am Bass verzichtet.
“Opiate Sun” ist, wie viele EPs zuvor, das Ergebnis eines in sich gekehrten, sehr zurückhaltenden Musikers, der sich scheinbar am wohlsten und sichersten fühlt, wenn er für sich allein seine Kunst, seine Musik leben und fühlen kann. Broadrick ist Multiinstrumentalist und somit prädestiniert für musikalische Alleingänge, die er eben genau in EPs dieser Art auslebt. Selbstverwirklichung, wie man sie sich optimal vorstellt. 











