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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
Limbonic Art – “Phantasmagoria” (10.00 / 10)
Blind Guardian – “At The Edge Of Time” (10.00 / 10)
Moon (2009) (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Reviews! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Rock
Danzig – “Deth Red Sabaoth”
Glenn kann es auch noch
Sechs Jahre nach seinem letzten Werk “Circle Of Snakes”, welches wie seine Vorgänger nicht recht überzeugen konnte, will es der alte Mann des Düsterrocks noch einmal wissen. Er hat eine illustre Runde um sich geschart: Gitarrist Tommy Victor (PRONG), Bassmann Steve Zing (Ex-SAMHAIN) und Johnny Kelly (Ex-Type O NEGATIVE) sollen DANZIG wieder Leben einhauchen. Der Opener “Hammer Of The Gods” marschiert metallisch, der gute Glen setzt seine Stimme wieder so ein, dass man nicht andauernd zusammenzuckt, weil man meint, er hätte die rostschartige Dose gleich mitinhaliert; auch die eigenwillig-schrägen Gitarrenpassagen oder Samples sind verschwunden. Eher knüpft die Band an die ersten drei Alben an, was fein stimmt. 
Jerry Cantrell – “Boggy Depot”
Kein Depot für Kettenmusik
Das 1998er Soloalbum des ALICE-IN-CHAINS-Gitarristen und Co-Sängers JERRY CANTRELL wird unter Fans oft als eigentliches ALICE-IN-CHAINS-Album gehandelt, denn es erschien in einer Periode, in der Sänger Layne Staley († 2002) aufgrund seiner nicht zu beherrschenden Drogensucht nicht in der Lage war, an neuer Musik zu arbeiten, geschweige denn überhaupt aufzunehmen. Zudem spielten seine verbliebenen beiden Band-Kollegen auf “Boggy Depot” eine nicht unwesentliche Rolle. Drummer Sean Kinney trommelte das komplette Album ein, während Mike Inez immerhin auf drei Stücken den Bass bediente. Auf den anderen Liedern halfen Rex Brown (PANTERA) und Les Claypool (PRIMUS) an den vier Saiten aus. JERRY CANTRELL selbst übernahm natürlich die Gitarren und den kompletten Gesang. 
Harm – “The Nine”
Ontario ist noch nicht Seattle
Auch die Kanadier von HARM setzen auf Riffgeschiebe. Nu Metal, Grunge und Alternative-Rock werden gemischt, mit eckigem Riffing versehen und etwas verwaschenem Gesang ausgestattet, fertig ist ein neues Album von amtlicher Konsensattitüde.
Man kann es ganz kurz machen: alle möglichen Stilmittel innerhalb oben genannter Genres werden aufgeboten, um gleichzeitig dreckig, melodisch, groovig und kantig zu erscheinen. Es gibt sehr gute Licks wie in “Another Conspiracy”, das müsste die Band noch verfeinern, sie kann Soli spielen, fingerfertig, rauf, runter, die Leitern, wabernd, verzerrt, cool. 
Iron Maiden – “The Final Frontier”
Coming home – Back to the village again…
Mit einem gänzlich untypischen, aber phantastisch atmosphärischen Intro eröffnen IRON MAIDEN ihr neues Album “The Final Frontier”. Düster, mit fein quer schießenden Schlagzeugfiguren, Industrialsequenzen und schrägen Leads spielen sich die Engländer warm, um nach Minuten endlich mit dem hell-markanten Gesang von Bruce aufzuwarten. Technoid, schizophren, dunkel sägt der äußerst mutige Opener “Satellite 15… The Final Frontier”, sehr facettenreich Moderne mit Tradition mischend sich in unsere Gehörgänge. Das Break um 4:40, welches zurück zu den Wurzeln führt und ein tolles Riffing auffährt, wird formidabel in den Track integriert. Diese Eröffnung gefällt mir viel besser als die Songs der letzten Alben, welche mir oft zu lang und zuwenig spannungsreich komponiert waren. Außerdem fällt auf, dass die Gitarren viel fetter produziert sind und mit mehr Schmackes einher kommen. Das Solo ist dermaßen filigran enthusiastisch eingespielt, dass Erinnerungen an “Piece Of Mind” aufkommen. 
Devil Sold His Soul – “Blessed And Cursed”
Manischer Pop?
Wenn Ed von DEVIL SOLD HIS SOUL losbrüllt, verstraffen sich Hochspannungsleitungen, knirschen Brücken unheilvoll und beginnen Triebwerke zu hyperventilieren. Meine Güte, was konnte der Mann am Micro in der Vergangenheit schlecht gelaunt sein und das auch adäquat zum ausdruck bringen. Die neue CD der Briten “Blessed And Cursed” lässt allerdings, und da gehen sie dann doch anders vor als auf dem Vorgänger “A Fragile Hope”, Raum für traurige Klargesänge, nehmen wir nur “Drowning/Sinking”: beinahe poppig schwelgen die Teufel, welche ihre Seele losgeworden sind (an wen eigentlich?), hinauf in Höhen, welche sonst PORCUPINE TREE vorbehalten sind. 
David Bowie – “Lodger”
Berliner Trilogie: Part 3/3 – Exotik und Pop
Nachdem DAVID BOWIE mit IGGY POP im Schlepptau nach Berlin gezogen war und im Zuge dessen seinen Hang zum Drogenkonsum nicht mehr wirklich verheimlichen konnte (und vermutlich auch nicht wollte), was sich nicht zuletzt in seiner teilweise sehr experimentellen Musik wiederspiegelte, die durch den Zeitgeist ‘Kalter Krieg’ und einer neugewonnenen Freizügigkeit bezüglich eben des Drogenkonsums entscheidend geprägt war, verhielt er sich als Künstler auf eine etwas andere Art extravagant und besonders. Zwar war er die vielen Jahre vorher auch schon bekannt als eine Art schillernder Paradiesvogel, der durch seine bunten und exotischen Outfits viel Aufsehen erregte, jedoch gab die Berliner Phase seinem Erscheinungsbild als Künstler noch einmal einen neuen, in gewisser Hinsicht gefährlichen und auch fragwürdigen Anstrich. Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass DAVID BOWIE diese, nennen wir sie mal vorsichtig ‘künstlerische Phase’, unterm Strich mit drei Meisterwerken abgeschlossen hat; “Low”, “Heroes” und “Lodger”. 
David Bowie – “Heroes”
Berliner Trilogie: Part 2/3 – Helden und Hoffnung
David Robert Haywood Jones, eher bekannt unter dem Namen DAVID BOWIE, hat viele Phasen in seiner Karierre als Sänger und Musiker hinter sich gebracht. Er hat sich dabei nie davor gescheut zu experimentieren und war sich nie zu fein, von anderen Tipps geben zu lassen oder die Komposition seiner Songs (wenigstens) teilweise in andere Hände zu geben. Immer interessiert in alle Richtungen hat DAVID BOWIE mittlerweile ein enormes Repertoire an Alben, Songs (darunter viele Hits) und Stilvariationen angehäuft, das in seiner speziellen Art einzigartig ist. 
David Bowie – “Low”
Berliner Trilogie: Part 1/3 – Klang und Vision
Einer der schillerndsten Paradiesvögel der Musikgeschichte ist wohl unbestritten der Brite DAVID BOWIE, der seit 1967 nicht nur eine enorme Anzahl von Veröffentlichungen vorweisen kann, sondern auch ebenso vielseitig und vielschichtig durch verschiedene Musikstile und Epochen gereist ist. Immer wieder hat er seine Musik durch aktuelle, moderne Komponenten erweitert und war stets offen für etwas Neues. Dabei hat er sich nie von seinem Weg und seiner Vision abbringen lassen und trotz weitläufiger künstlerischer Offenheit immer auch seinen eigenen Stil beibehalten. 
Svarthahrid – “Ex Inferi”
When autumn storms come
Bei fast 40 Grad Celsius Black Metal hören? In jedem Falle, wenn es sich um die Kollegen von SVARTAHRID handelt. Denn selbige führen uns mit ihrem neuen Opus “Ex Inferi” gekonnt zurück in rockige Schwarzmetallatmosphäre, wie sie etwa DIMMU BORGIR mit “Enthroned Darkness Triumphant” einst im Mai zelebrierten. Soll heißen: New Wave Of British Heavy Metal-Elemente werden strategisch fett platziert, die Gitarren braten brachial, sägen, biegen sich, die Attacken von metallischen Wespen folgen auf dem Fuße (u.a. “Bastard Child”). 
Himinbjørg – “Chants D’Hier, Chants De Guerre, Chants De La Terre”
Herbst im Juni…
Wenn die Franzosen von HIMINBJØRG ein neues Album schaffen, bin ich immer auf der Hut. Das Intro “Guided By The Stars” von ihrer formidablen 1998′er CD “In The Raven’s Shadow” ist legendär. Gemeiner, gespenstischer kann kein Tau im Hafen irgendeiner Geisterstadt knarren als die Franzosen das im normannischen Nebel des Grauens umgesetzt haben. Auf den in den nächsten Jahren folgenden Alben gab es neben rabenschwarzem Black Metal und den gewohnt düsteren instrumentalen Ausflügen ins Moor immer auch einige Experimente. 
Rosenstolz – “Die Suche geht weiter”
Berlin By Night (Part III): Sushi und Latte
Betritt man die Wohnung von Kollegen des gehobenen Mittelstands, so kann einem nicht selten folgendes passieren: man erblickt nach unerfreulichem Rundumblick durch ein gestyltes Wohnambiente die obligatorischen Bücher von Florian Illies, Benjamin Stuckrad-Barre, Judith Hermann oder Charlotte Roche im trendigen Mobiliar aus biologisch-abgebauten Billig-Hölzern, die Farbe an den Wänden ist in orangefarbener Klatschtechnik recht originell aufgebracht, das I-Phone liegt neben der Wellnessbroschüre, denn Urlaub ist immer mit Laufen, Joggen, Rennen, Nordic Walking und etwas Biken sowie Karotten im Dutzend verbunden und die permanente Erreichbarkeit muss gewährleistet sein, klar. Essen? Ja Sushi, bitte, danach eine Latte Machiato, denn wir sind Weltbürger. 
Sophie Hunger – “1983″
Moderner Jazz-Pop in vier Sprachen
Auch wenn es eine unangebrachte und entsprechend unnötige Verniedlichung darstellt, ist die 1983 in Bern geborene Schweizerin SOPHIE HUNGER für mich die ‘kleine große Stimme’ der modernen, eingängigen Musik mit seichtem Jazz-Charakter. Ihre leicht rauen aber trotzdem eindringlich wohltuenden Vocals bereichern ihre Musik um eine Menge Wärme und man könnte sogar sagen, dass ihre Songs durch ihre Art zu singen regelrecht veredelt werden.
Sie singt in Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch und Französisch und ermöglicht ihrer Musik dadurch, aus unterschiedlichen Richtungen wahrgenommen zu werden. Auf “1983″ passt einfach alles zusammen und selbst wenn sie kein großes Sangeswunder ist, transportiert sie enorm viel Gefühl und Hingabe, also all das, worauf es ankommt, wenn Kunst funktionieren soll. 
Jeff Beck – “Emotion & Commotion”
Virtuos und gefühlvoll
Über den Gitarrenmeister JEFF BECK braucht man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Lediglich den jüngeren unter uns sei gesagt, dass dieser Mann einer der ersten war, die mit dem sogenannten ‘electronic fuzz distortion’ experimentierten. Ohnehin probierte er viele Varianten aus und tobte sich vornehmlich im Laufe der Zeit im Großraum Jazz ordentlich aus. 
Barren Earth – “Curse Of The Red River”
Tuonela – Traurigkeit der tausend Seen
Wenn die ehemaligen AMORPHIS-Haudegen Oppu Laine (Bass) und Kasper Mårtenson (Synthesizer) zusammen mit MOONSORROW-Drummer Marko Tarvonen, KREATOR-Axtmann Sami Yli-Sirniö, Janne Perttilä von RYTMIHÄIRIÖ sowie Vocalist Mikko Kotamäki von SWALLOW THE SUN eine neue Band zum Leben erwecken, ist einiges zu erwarten. BARREN EARTH nennt sich diese skandinavische Kombo, welche nach einer viel versprechenden EP nun mit “Curse Of The Red River” ihr Debüt veröffentlicht hat. 
Ty Tabor – “Rock Garden”
Ein Leben neben KING’S X
Ich möchte nicht soweit gehen und sagen, dass alles was TY TABOR anfasst, im musikalischen Sinne zu Gold wird, aber ich denke ohne die geringsten Zweifel behaupten zu können, dass er ein absolut gestandener und phantastisch guter Musiker ist, der genau weiß, was er zu tun hat, damit ein Lied funktioniert und ins Ohr geht. TY TABOR macht nicht erst seit gestern Musik und wenn man mal seine zumeist vorzügliche Arbeit als Gitarrist und Sänger bei KING’S X ausklammert, hat er durchaus noch andere Stationen in seiner musikalischen Laufbahn vorzuweisen. So wären da seine guten Solo-Alben “Moonflower Lane” und “Safety”, die beide vor “Rock Garden” erschienen sind, oder seine Projekte THE JELLY JAM, JUGHEAD und PLATYPUS, bei denen er unter anderem mit DREAM-THEATER-Musikern zockte. Dieser Mann deckt mit seinem Können von Hard Rock über Alternative Rock, bis hin zum Progressive Rock mit Metal-Ansätzen so ziemlich alle Sparten der Rock-Musik ab. Einmal mehr ein Beweis für ein feines Händchen. 












