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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Progressive Rock
Opeth – “Ghost Reveries”
Bindeglied zwischen Alt und Neu
Nachdem OPETH, bzw. Bandleader Mikael Åkerfeldt mit den beiden vorangegangenen, zusammenhängenden Werken “Deliverance” und “Damnation” ein relativ groß angelegtes Projekt erfolgreich vollendet haben, war es an der zeit, einen Schritt weiter nach vorne zu gehen und die Musik der Band auf ein neues Niveau zu heben. “Ghost Reveries” sollte der richtige und aus künstlerischer Sicht notwendige Sprung in die Zukunft OPETHs sein. Es lag auf der Hand, die Essenz der vorangegangenen Album herauszufiltern, entsprechend umzusetzen und so zu verarbeiten, dass alte Fans nicht enttäuscht sein würden und trotzdem auch neue Hörer aus anderen, eben progressiveren Bereichen Interesse bekämen. 
Vanden Plas – “The Seraphic Clockwork”
Wie immer kompliziert
Unsere Landsleute von VANDEN PLAS sind immer bestrebt gewesen, dem Hörer interessante, ideenreiche Songs im Spannungsfeld von Prog Rock, Melodic- und Heavy Metal sowie einer Portion Kitsch zu präsentieren. Diesem Vorsatz sind sie auch 2010 mit “Seraphic Clockwork” treu geblieben.
“Frequency” läutet das Opus ein mit tollem Chorus und feinen Leads. “Holes In The Sky” gerät softer, doch VANDEN PLAS schaffen das, woran andere Bands, gerade im Power Metal, mit ihren Halb-Balladen so oft scheitern: sie verzichten auf den sich auftürmenden Zucker, stattdessen wickeln sie den Hörer melodisch um den Finger oder die Pommesgabel. 
GPS – “Window To The Soul”
Von Asien aus in den Weltraum
Was haben GPS mit der Rock-Legende ASIA zu tun? Eine ganze Menge! Deren kreativer Kopf John Payne ist nämlich der Hauptdrahtzieher bei GPS. Zudem kommt hinzu, dass GPS tatsächlich mehr nach ASIA klingen als diese zuletzt selbst. Als ob das noch nicht genug wäre, hat Payne zur Realisierung seiner Ideen kurzerhand die beiden verbliebenen ASIA-Mitglieder Guthrie Govan und Jay Schellen mit an Bord geholt und das Line-Up mit dem Keyboarder Ryo Okumoto von SPOCK’S BEARD komplettiert. So hochklassig diese Besetzung klingt und ist ist, so klasse ist dann tatsächlich auch das Album ausgefallen. 
Proto-Kaw – “The Wait For Glory”
Der Geist KANSAS’ schwebt nebenher
Eine der ersten vernünftigen Prog-Rock-Veröffentlichungen des Jahres 2006 war “The Wait Of Glory” von PROTO-KAW, der Band um den Ur-KANSAS-Recken und Multiinstrumentalisten Kerry Livgren. Dass die Musik und der Spirit von KANSAS auch bei PROTO-KAW seine Spuren hinterlassen haben, liegt eigentlich auf der Hand und so wurde mit einer feinen Portion Old School Progressive Rock ein Album oberster Güteklasse zusammengewerkelt. Der geneigte Genre-Hörer wird sich sicherlich auch heute noch an diesem Werk erfreuen können. 
A.C.T. – “Silence”
Vielfältig und eingängig
Poppiger Progressive Rock? Aber ja doch! A.C.T aus Schweden zeigen auf ihrem bereits vierten Album, dass poppige und teils schwülstige Gesänge richtig gut mit dem Grundthema Progressive Rock harmonieren. Komplexe Rhythmen treffen auf leichte und beflügelte Gesangslinien, technisches aber nicht übertrieben frickeliges Spiel trifft auf minimalistische, aber dafür umso prägnanter wirkende Parts. Es gibt sehr viele Spannungsbögen und ausführliche Eskapaden an jedem einzelnen Instrument und trotzdem hat man jederzeit das Gefühl, es mit durchweg eingängiger Musik zu tun zu haben. Die Schweden schlagen hier die Brücke zwischen Radiomusik und anspruchsvollem Hörgenuss. 
Saga – “Saga”
Das Debüt einer der wichtigsten Prog-Bands
Die Kanadier SAGA sind wohl eine der wichtigsten poppigen Progressive-Rock-Bands der 1970er und 1980er Jahre. Sie haben die Entwicklung des Genres tatkräftig mit hochkarätigen Releases beeinflusst und unterstützt und sich zudem nebenbei noch ihre eigene Nische erspielt. SAGA sind, bzw. waren nicht nur wegen der Stimme von Michael Sadler eine Ausnahmetruppe, sondern auch ihr Stil ist sehr prägnant und hat starken Wiedererkennungswert. Besonders sticht dabei das Gitarrenspiel von Ian Crichton heraus, der mit feinfühliger Handhabung, atmosphärischen Harmonien und pfeilschnellen Melodieläufen das Geschehen dominiert.
Ausnahmesänger Michael Sadler verließ SAGA im Jahre 2007, um sich auf sein Privatleben zu konzentrieren. Zwar macht die Band mit neuem Sänger weiter, jedoch sollte man mit Abschluss der Sadler-Ära die Band in einem komplett neuen Licht sehen, denn seine Stimme war das Aushängeschild der Band schlechthin. 
Tomas Bodin – “I Am”
Sideproject des THE-FLOWER-KINGS-Keyboarders
Ein riesiges musikalisches Repertoire bietet TOMAS BODIN auf seinem vierten Soloalbum “I Am”, welches von Progressive Rock über Hard Rock, bis hin zu psychedelischen Elementen der Marke PINK FLOYD reicht. Bei einigen wird es vielleicht klingeln, wenn der Name TOMAS BODIN fällt, ist er doch hauptamtlicher Keyboarder bei THE FLOWER KINGS. Sein Solowerk hat jedoch nur am Rande etwas mit den Blumenkönigen zu tun und wer bisher mit den besagten Schweden nichts anfangen konnte, sollte nichtsdestotrotz ein Öhrchen für dieses Album hier riskieren; es wird auf keinen Fall schaden! 
The Flower Kings – “Paradox Hotel”
Gar nicht paradox, sondern nahezu einwandfrei
Viele Leute bemängeln heutzutage, dass sich Band XY angeblich nicht weiter entwickelt und stur ihren Stil durchzieht, was am Ende langweilig und einfallslos sein soll. Nun, ich persönlich finde diese art Vorwürfe absolut blödsinnig und in den wenigsten Fällen zutreffend. Wenn es einer Band gelingt, immer wieder interessante Alben innerhalb ihres gewünschten Spektrums zu veröffentlichen, sehe ich keinen Grund darin, den Stil zwanghaft zu verändern oder zu modifizieren. Ebenso verhält es sich mit THE FLOWER KINGS.
Als ich ihr Album “Paradox Hotel” zum ersten Mal gehört habe, schaute ich mir das eine oder andere Review der Konkurrenz an und stieß nicht selten eben auf diesen seltsamen Vorwurf, THE FLOWER KINGS würden sich nicht entwickeln, bzw. hätten es mal bitter nötig. Was für ein Mist! Wie kann man einer Band, die seit vielen Jahren regelmäßig gute bis sehr gute Alben abliefert Stagnation vorwerfen? Wo bitte steht geschrieben, dass eine Band sich von Album zu Album merklich verändern oder sogar neu definieren muss? Die Qualität ist alles was zählt! Was für eine Musik wir geboten bekommen, liegt absolut und ganz alleine in der Entscheidung der Musiker, die sie veröffentlicht. 
Spock’s Beard – “Octane”
Bärte ohne Morsezeichen
Meiner Meinung nach hatten SPOCK’S BEARD nach Abgang ihres Oberproggers und hauptverantwortlichen Songwriters Neal Morse einen sehr schweren Stand und ebenso finde ich, dass “Feel Euphoria”, damals das erste Album ohne ihn, nicht unbedingt dazu anregte, sich euphorisch zu fühlen. Die Scheibe war ein halber Griff ins Klo. Die Musik an sich war teilweise OK bis gut, aber die Gesangslinien uninspiriert vorgetragen und schlichtweg langweilig.
Nun, scheinbar stand der Band damals noch der anspruchsvolle Geist ihres ehemaligen Mainman im Nacken und sie wollten auf Biegen und Brechen beweisen, dass sie ein Album auch ohne ihn mal eben locker aus dem Ärmel schütteln können. Wie eben erwähnt ist dieser Versuch leider in die Binsen gegangen, aber auch wenn Neal Morse früher das Zepter in der Hand hatte, waren die anderen Jungs an den Instrumenten dabei und verstehen selbstverständlich ihr Handwerk. Es lag also mit dem Nachfolger zu “Feel Euphoria” an, dieses Verständnis zu zeigen und endlich aus dem Schatten von Neal Morse herauszutreten. 
These Monsters – “Call Me Dragon”
(Un)Geordnetes Wirrwarr der Stile
Man nehme einen großen Topf, werfe ein wenig Punk hinein, würzt dominant mit saftigem Stoner Rock nach, garniert mit einem Hauch Jazz (Saxophon und Düdelei) und veredelt mit Post- und Progressive-Rock-Elementen, schon hat man eine wunderbar bunte Suppe voller exotischer Überraschungen, die trotzdem stimmig wirken. Das Beste daran ist jedoch, dass die Zutaten frisch gepflückt worden und nicht einfach nur ein alter Aufguss kalten Kaffees sind. THESE MONSTERS vermischen ihre Stilmittel homogen und anspruchsvoll, verzetteln sich dabei auch nicht in unkontrollierten Genreübergängen oder Halbherzigkeiten, sondern sie wissen genau, was sie machen; und sie machen es mit Schwung und Elan. 
Paatos – “Timeloss” (Reissue)
Reissue des Debütalbums
Nach ihrem überragendem Album “Kallocain” wurde im Jahre 2004 “Timeloss”, das Debut der Schweden PAATOS, über InsideOut Music, das vermutlich beste Label für Progressive Rock-Musik, mit 16-seitigem Booklet neu aufgelegt. Zwar nicht als Digipak, wie seinerzeit das Original von Stockholm Records, dafür aber mit einem Bonus-Video (”Hypnotique” im Quicktime-Format) deutlich aufgewertet und somit auch für alle nachgezügelten Interessenten schmackhaft gemacht. 
Jon Oliva’s Pain – “Festival”
Hall Of The Hamburger King
Es ist lange her, dass Jon Oliva alleiniger Frontmann bei den legendären SAVATAGE war. Seine schrillen Schreie und sein hektischer Gesang wurden neben den kantigen Licks seines viel zu früh verstorbenen Bruders “Criss” zum Markenzeichen der US-amerikanischen Band. JON OLIVA’S PAIN nennt sich sein Soloprojekt (eines von zahlreichen Sideprojekten von SAVATAGE-Mitgliedern), welches mit “Festival” nun ein neues Lebenszeichen von sich gibt.
Jon Oliva neigte ja in der Vergangenheit sehr zu barockem Pomp und aufgeblasener Musicalatmosphäre, sodass wir schon im Vorfeld einiges zu befürchten haben. 
Muse – “The Resistance”
QUEEN sind zurück, mit Freddy
Der erste Song, “Uprising”, gefällt mir sehr. An dieser Stelle ist Freddy Mercury noch nicht an Bord. Eher werden wir an die phantastische Band BEIRUT erinnert, welche ja gern einmal ahnungslosen Pariser Touristen in der Seine-Stadt am Cafetisch ein kleines Stelldichein liefert. Da schlagen wir den Bogen zur “Resistance”. Auch in diesem Song verdichten Klavier, Percussion und melancholischer Gesang die Atmosphäre. Empor getragen beinahe in COLDPLAY-artige Höhen, setzt es unvermittelt Pomp, Chöre, Phrasierung und Akkorde welche wir vor über 20 Jahren von QUEEN gewohnt waren. 
Gazpacho – “Tick Tock”
Gut, aber zuviel MARILLION
Zu Beginn des Albums erinnern GAZPACHO aus Norwegen an die Briten MUSE, was vermutlich an der sehr ähnlichen Stimmlage und ebenso ähnlichen Phrasierung von Sänger Jan-Henrik Ohme liegt. Auch musikalisch gibt es zunächst durchaus entfernte Ähnlichkeiten, die sich im Laufe der Spielzeit jedoch mehr und mehr auflösen. Mit zunehmender Spieldauer nehmen dann sehr deutliche Gemeinsamkeiten zu MARILLION gestalt an, was wohl daran liegen mag, dass GAZPACHO MARILLION auf einer großen Tour (2004-2005) begleiteten. 
Borknagar – “Universal”
Weg in die Freiheit
BORKNAGERs letztes “echtes” Sudioalbum (das Akustikalbum “Origin” von 2004 sei sanft übergangen, da es eher untypisch für die Band ausfiel) “Epic” konnte mir durchaus gefallen; allerdings war das Werk dermaßen kalt arrangiert und so steril produziert, dass viele Passagen wirkten wie ein eisiger Griff aus dem Kühlhaus. Auf dem Vorgänger “Empiricism” aus dem Jahre 2001 dagegen, dem ersten Album mit Sänger Vintersorg, tönten die Kompositionen noch organischer, standen die experimentellen Parts nicht für sich allein im verschneiten Raum.
“Universal” beginnt dermaßen euphorisch, als wollten BORKNAGAR schon jetzt Kandidat für das Album des Jahres 2010 sein. 












