Rezensionen von: OPETH, BLACK BREATH, LOOP, BEIRUT, GROOMBRIDGE, JEN GLOECKNER, BRIDGES OF KÖNIGSBERG, DEE DAY DUB, FORGOTTEN LIVE IN DEATH PARADISE, HEARTS NO STATIC, SONAR LODGE, SONORES, THE DECLINING WINTER, STRANGE ATTRACTOR u.a.

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Lights Out Asia - "Garmenia"
Zurücklehnen und entspannen

Alvin Zealot - "Tears of St. Lawrence"
Schweizer können's besser


Moon
Moon




  • MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
  • Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
  • MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...

Power Metal

Falconer – “Northwind”

2. Juni 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Die Rückkehr des Königs

Falconer - "Northwind"Als mit dem 2006 erschienenen Album “Northwind” bekannt wurde, dass Mathias Blad wieder das Mikro bei den Schweden FALCONER besingt, war mein erster Gedanke: Endlich sind sie wieder komplett. Mann kann zu dem Sänger stehen wie man will, aber niemand kann verleugnen, dass er eine eigenständige Stimme hat, die man sofort erkennt und heraushört. Blad, der ja bekanntlich auf den ersten beiden Alben sang, verlieh FALCONER durch sein charismatisches Organ einen besonderen Status in der Power-Metal-Szene. Nein, ich will damit nicht behaupten, dass FALCONER einmalig toll und erhaben sind, keineswegs, aber dadurch, dass Mathias Blad eben nicht klingt wie 99% seiner Kollegen, stachen und stechen FALCONER nach wie vor einfach heraus aus dem Wust an gesichtslosen Bands.

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Nevermore – “The Obsidian Conspiracy”

Nevermore - "The Obsidian Conspiracy"4 Ohren 2 Meinungen

Es ist das mittlerweile siebte Studioalbum der Seattle-Metaller NEVERMORE, und wenn man der hiesigen Presse und vor allem den Reaktionen der Fans vertrauen darf, hat die Band bislang mit keiner ihrer Veröffentlichungen enttäuscht. Nach dem großartigen Vorgänger “This Godless Endeavor” und der folgenden, relativ lange Pause von fünf Jahren bis “The Obsidian Conspiracy” endlich im Kasten war, durfte die Metal-Welt sehr gespannt sein, welches musikalische Zeichen Warrel Dane (Vocals), Jeff Loomis (Guitars), Jim Sheppard (Bass) und Van Williams (Drums) von sich geben würden. ME und Matt Sick haben sich den neuen Ergüssen angenommen.

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Rhapsody Of Fire – “The Frozen Tears Of Angels”

Herzblut, oder: Eine Mitternachtsparty mit Luca, Eros, Alexi, Dani und Angelo

Rhapsody Of Fire - "The Frozen Tears Of Angels"RHAPSODY OF FIRE machen also weiter. Nach einem lupenreinen CRADLE-OF-FILTH-Intro eröffnet “The Frozen Of Angels” mit Epik, Pomp und Hall. Ein wenig erinnern die Italiener an FATES WARNING aus den Anfangszeiten, ein wenig hatte ich gesagt! Der Refrain ist warm, plüschig, jedoch auf angenehme Weise anschmiegsam. Die Affinität zu CHILDREN OF BODOM ist, was die Leads und Soli angeht sowie auch den Gebrauch der Keys, obligatorisch.

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Sabaton – “Coat Of Arms”

Wehret der Macht des Spaßes!

Sabaton - "Coat Of Arms"Das Cover der CD: eine Mischung aus RUNNING WILD und HAMMERFALL. Der Reichsadler verfremdet, ein zackiges “S” in einem Kreis darunter. Die Titel: es hagelt Begrifflichkeiten wie “Wehrmacht”, “White Death”, “Final Solution”, “Midway” etc… Wir bemerken, da spielt jemand immer noch gern mit Panzern. Die Texte: in einem an Debilität kaum zu steigernden Interview mit ihrem Label geben die Bandmitglieder Dinge zum Besten, d.h. Schlechten, wie: “wir wollen nicht nur Texte über die Verbrechen des NS schreiben, sondern im Song “Wehrmacht” auch einmal über die Stärke und Technik des deutschen Heeres. Denn letztlich soll es nicht um Unterricht gehen, sondern um Spaß…”

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Keep Of Kalessin – “Reptilian”

Optimale Performance

Keep Of Kalessin - "Reptilian"Ein endlos anmutendes, allerdings durchaus dramatisch-zugespitztes Intro führt uns mitten hinein ins Terrarium, dorthin, wo wir nicht sein möchten, denn es wimmelt von Echsen, Waranen und Reptilien anderer Art. Riffing, tackerndes Schlagzeug und der typisch heisere Gesang erinnern uns an die Armada, welche uns hier ausgesetzt hatte. Alles tönt kolossal, ein wenig vertrackt, modern und zugleich atavistisch. Norwegisch eben. IN VAIN oder ISKALD kommen mir da in den Sinn.

Dann setzt es die bekannten Chöre. Bekannt, und nicht schlecht; dennoch, die Melodien der beiden Vorgänger waren mir nach kurzer Zeit zu anschmiegsam, die Drums zu sehr im Vordergrund und überhaupt, Langzeitwirkung stellte sich bei derart unterkühlter Musik nicht ein. Eigentümlich, wie Sterilität mehr und mehr Einzug in das schaffen der Norweger hält; es soll wohl Ausdruck der Moderne sein.

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Avantasia – “The Wicked Symphony” + “Angel Of Babylon”

Doppelcheese mit Pommes Schranke

Avantasia - "The Wicked Symphony"Die letzte sehr auf bornierte Dörflichkeit getrimmte EDGUY war nur etwas für hessische Mitbürger. Doch Bandleader Tobias Sammet hat noch lange nicht genug. Das neue jüngst unter dem Banner AVANTASIA erschienene Doppelpack “The Wicked Symphony”/”Angel Of Babylon” wird nun, und mehr kann ja auch kaum erwartet werden, ein Streifzug durchs begrenzte musikalische Universum mittelprächtiger Metal-/Rock-Sternchen. Gesanglich begegnen wir u. a. Altrocker Klaus Meine, Fesselballon Chris Oliva, Ripper Owens (warum macht der so was nur?), dem unermüdlichen Jorn Lande (welcher stimmentechnisch noch der Einäugige unter den Blinden ist) und natürlich Toby himself, welcher naturgemäß selbst mit der zweiten Garde (und um nichts anderes handelt es sich hier) nicht mitzuhalten imstande ist.

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Communic – “Waves Of Visual Decay”

18. April 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Nur ein schwaches NEVERMORE-Album?

Communic - "Waves Of Visual Decay"Gleich die ersten Töne machen klar, dass hier nur eine Band am Werk sein kann, denn nur eine Band spielt diesen unverwechselbaren Stil. Das vorliegende Album von NEVERMORE ist… ähm, Moment, noch einmal eben auf die Hülle gucken… sorry, von COMMUNIC ist ein wahrlich, ähm, ansprechendes, wenn auch nicht überragendes NEVERMORE-Album geworden. Ja, so könnte man es denn wohl sagen…

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Dream Evil – “In The Night”

15. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Songmaterial: Fehlanzeige

Dream Evil - "In The Night"Fredrik Nordström hat im Studio “Fredman” gute Bands produziert. DIMMU BORGIR zum Beispiel. Oder DARK TRANQUILLITY. IN FLAMES. DREAM EVIL nun sind Fredriks eigenes “Produkt”; hier agiert er als Produzent und Gitarrist eines “Projekts”. Zusammengestückelt war daher immer die übrige Belegschaft dieser künstlichen Studio-Band. Zu keiner Zeit des Daseins von DREAM EVIL konnte das Songwriting überzeugen. Immer waren PRIEST oder MAIDEN Bezugspunkte. Und immer wurde deren Klasse nicht erreicht; selbst an Ausschuss der Idole, B-Seiten oder Cover-Songs kamen Fredrik und Co. Nicht heran. Nie gab es mal ein einprägsames Riff oder eine wirklich fette Hookline, welche aufhorchen ließ. Die gab es nur bei Bands, welche Fredrik produzierte.

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Gamma Ray – “To The Metal”

13. März 2010 | Musikrezensionen | 4 Kommentare
Coverband

Gamma Ray - "To The Metal"Noch eine Band, welche sich um den Preis für das inspirierteste CD-Cover des Jahres bewerben und locker vordere Platzierungen einfahren könnte. Auch mit dem gewählten Titel “To The Metal” übrigens. Gut, die zeitgleich veröffentlichten Meisterwerke von DREAM EVIL, METALIUM und ORDEN OGAN sind diesbezüglich echte Konkurrenten. Auch was die Musik betrifft. GAMMA RAY wildern ja seit Jahren im Fahrwasser von HELLOWEEN, JUDAS PRIEST und ACCEPT, und das, obwohl es auf diesem Gebiet nichts mehr zu entdecken gibt. Selbst die Urväter kopieren sich nur noch; da kann GAMMA RAY erst recht nichts ernten. Mann muss der Band um Kai Hansen allerdings zugestehen, dass sie die Rasiermesser wendiger schärfen als oben genannte Trittbrettfahrer.

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Orden Ogan – “Easton Hope”

25. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Chöre überwölben Chöre überwölben Chöre

Orden Ogan - "Easton Hope"ORDEN OGANs Vorgänger “Vale” hatte ich zwar auch mal am Wickel; sonderlich beeindruckt hat er mich aber nicht. Ehrlich gesagt hatte ich die Arnsberger zunächst aufgrund ihres Namens mit Pagan in Verbindung gebracht, als ich vom neuen Opus “Easton Hope” hörte. Weit gefehlt. Denn diese Buben wildern, und ich erinnerte mich dann auch wieder an die Vorgänger-CD, in BLIND GUARDIAN-Gefilden. Ein wenig Mogly, etwas Bambi, eine Portion Arztroman und dazu “Somewhere Far Beyond” der Krefelder Schlafgardinen; das soll also das neueste große Ding im Power Metal sein?

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Manowar – “Thunder In The Sky”

19. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Daniel Day-Lewis mit wehenden Haaren vor den ewigen Jagdgründen

Manowar - "Thunder In The Sky"Wer von MANOWAR noch einmal etwas Neues erwartet, ist schief gewickelt. Die EP “Thunder In The Sky” bietet zwar neue Songs, jedoch immer aus den Bestandteilen quasineu zusammengesetzt, wie sie uns seit langem, sagen wir seit 1985 bekannt sind. Gut, das Drum-Geklacker tönt heutzutage getriggerter, die Gitarren sind in digitale Gefilde mutiert, der Gesang hat sich nun im wohl tönend mittigen Bereich eingependelt, aber eigentlich war das früher auch nur marginal anders.

“Thunder In The Sky” ist ein typischer Midtemporocker geworden; ebenso “Let The Gods Decide”. Eine EP rechtfertigen diese Songs nicht. Mit “Father” folgt dann das Herzstück der ganzen Angelegenheit: haben MANOWAR diese überbordend-kitschige Ballade neben der englischen Version doch tatsächlich in 15 weiteren Sprachen eingesungen; wir können, wenn wir es denn wollen, diesen musikalisch wie textlich äußerst uninspirierten Song auf beigelegter CD u. a. in spanischer, griechischer, japanischer, polnischer, ungarischer und türkischer Landessprache über uns ergehen lassen.

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Overkill – “Ironbound”

5. Februar 2010 | Musikrezensionen | 2 Kommentare
Kugelblitz stimmt!

Overkill - "Ironbound"Kugelblitz und Thrash, da fällt mir zuerst immer das brasilianische Fußballlaufwunder Ailton ein. Die jüngsten Auftritte des Ex-Bremer Ailton, welcher aufgrund seiner Statur und seines Laufstiles den nicht unzutreffenden Beinamen “Kugelblitz” erhielt, in Deutschlands Liga sechs gerieten ja recht unterhaltsam: “Ailton gut!”, “Ailton rennen!”, “Ailton schnell, stimmt”, “Ailton Tor, ja”, das war feine Unterhaltung, echter Thrash.

Ebenso echten Thrash von allerdings weit weniger Unterhaltungswert bieten die US-Veteranen OVERKILL mit “Ironbound”: es ist die geschätzte 27. Veröffentlichung aus dem Hause der Amerikaner um Bobby “Blitz” Elsworth. Nie wichen OVERKILL in knapp 30 Jahren von ihrer Linie ab; immer sägten die Gitarren, der inzwischen (ebenso) zum Kugelblitz mutierte Bobby steuerte seine stark nach Udo Dirkschneider tönenden gepressten, leicht nasalen Vocals bei, METALLICA werden ausgiebig zitiert, es hagelt Soli, unheimliche Intros, Thrash-Drums, alles in überlange Songs verpackt.

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Helloween – “Unarmed – Best Of 25th Anniversary”

2. Februar 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Verunglimpfte Geschichte

Helloween - "Unarmed"Die (einstige?) Power-Metal-Truppe HELLOWEEN hat viele verschiedene Stationen hinter sich. Sie begannen unter der musikalischen Regie von Kai Hansen (GAMMA RAY) und Michael Weikath und starteten somit als äußerst vielversprechende Metal-Truppe, die amtlich Saft gegen hat. Die Spielfreude war eindeutig hörbar und die Songs sprühten nur so vor Energie und Power. Nach “Walls Of Jericho” und den beiden “Keeper Of The Seven Keys”-Alben zerbrach dieses vielversprechende Gitarrenduo und Weikath übernahm die Verantwortung für das Meiste, was die Band hervorbrachte. Nach ihrem durchwachsenen Album “Chameleon” verließ auch noch ihr mit einer begnadeten Stimme gesegneter Sänger Michael Kiske die Band und Andi Deris von PINK CREAM 69 nahm seinen Platz ein. Seitdem waren HELLOWEEN meiner Meinung nach musikalisch wie auch qualitativ nie wieder dieselben und konnten auch nie wieder an alte Glanztaten anknüpfen. Natürlich ist diese Aussage reine Geschmacksache und jeder muss für sich selbst entscheiden, was er mag und was nicht.

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Warmen – “Japanese Hospitality”

3. Oktober 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Hospitalisiert

Warmen - "Japanese Hospitality"Warmen kennen wir als Keyboarder von CHILDREN OF BODOM. Sein Geklimper ist ja durch die trockenere Herangehensweise der Kinder vom Bodensee auf den letzten Alben etwas in den Hintergrund gerückt. Daher veröffentlicht Warmen wohl hin- und wieder Soloalben. Bisher hat die kompositorische Qualität kaum imponieren können, da macht auch “Japanese Hospitality” keine Ausnahme.

Mit diversen Gastsängern bestückt (u.a. Timo Kotipelto und Alexi Laiho), welche sich das Mikro in die Hand drücken, klopft sich Warmen durch klischeetriefenden Power Metal.

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Primal Fear – “16.6 (Before the Devil Knows You’re Dead)”

Rezept für Marshmallows gefällig?

Primal Fear - "16.6 (Before the Devil Knows You're Dead)"Immer schon machten die Teutonenrocker von PRIMAL FEAR unverhohlen einen auf PRIEST. Eine “6″ hatten sie noch nicht im Titel, also zögerten sie nicht, auch dieses Klischee zu bedienen: “16.6 Before The Devil Knows You’re Dead” nennt sich nämlich das neue Werk dieser deutschen Operettenfreunde. Der Opener “Riding The Eagle” (gähn) setzt auf PRIEST-Gesang der Marke Halford in den Achtzigern (gähn hoch zwei), sehr poppige Refrainstrukturen, Speed und UDO-Rhythmus (gähn hoch drei). Die Zeile “Metal Fighter – Shining Brighter” (einschlaf) ergibt zwar keinen Sinn, ist dafür aber umso ulkiger geraten. Ob das nun interessant ist, entscheidet selbst; ich finde so etwas allmählich nur noch beknackt, dümmlich, untalentiert und kann dem vermeintlichen Kult dahinter bzw. dem True-Metal-Habitus generell nichts mehr abgewinnen.

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