Rezensionen von: OPETH, BLACK BREATH, LOOP, BEIRUT, GROOMBRIDGE, JEN GLOECKNER, BRIDGES OF KÖNIGSBERG, DEE DAY DUB, FORGOTTEN LIVE IN DEATH PARADISE, HEARTS NO STATIC, SONAR LODGE, SONORES, THE DECLINING WINTER, STRANGE ATTRACTOR u.a.

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Lights Out Asia - "Garmenia"
Zurücklehnen und entspannen

Alvin Zealot - "Tears of St. Lawrence"
Schweizer können's besser


Moon
Moon




  • MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
  • Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
  • MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...

Post-Metal

Omega Massif – “Geisterstadt”

Tonnenschwere Breitwand-Sounds

Omega Massif - "Geisterstadt"OMEGA MASSIF kommen aus Würzburg und sorgen für tonnenschwere Lava-Riffs und instrumentale Breitwand-Sounds, die sich gewaschen haben. Auf jeden Fall ist “Geisterstadt” der beste Beweis dafür, dass es die gebotene Art Musik auch aus Deutschland in gehobener Qualität gibt. Egal ob man nun das Etikett Sludge, Post-Metal, Post-Rock oder Post-irgendwas anbringt, Fakt ist, dass sich OMEGA MASSIF keinesfalls vor großen Namen wie NEUROSIS oder ISIS, um einfach mal Beispiele für die grobe Schnittmenge der gebotenen Musik zu nennen, verstecken müssen.

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Jesu – “Heart Ache”

30. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Mammut-Debüt-EP

Jesu - "Heart Ache"Nachdem GODFLESH im Jahre 2002 gestorben waren, gönnte sich Mastermind Justin Broadrick eine Auszeit, um neue Kräfte zu sammeln. JESU entsprang dem Gedanken, die düsteren und depressiven Elemente aus dem ursprünglichen GODFLESH-Sound zu extrahieren und mit einigen frischen Ideen zu versetzen, die mit dem Industrial-Schlachtschiff nie möglich gewesen wären. Auch wenn JESU gar nicht mal so weit entfernt sind vom ursprünglichen GODFLESH-Feeling, sind neue Impulse leicht und unverkennbar auszumachen. Etwas Avantgarde, eine Menge Psycho der Marke NEUROSIS, eine Prise SWANS und bittere Depression gepaart mit dem unverkennbaren Gitarrensound Broadricks lassen die Grenzen, die er sich mit GODFLESH steckte, problemlos verschwimmen und den Spielraum deutlich erweitern. So geschehen auf “Heart Ache”, der ersten Veröffentlichung von JESU aus dem Jahre 2004.

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General Lee – “Hannibal Ad Portas”

14. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Selbst ein Bein gestellt

General Lee - "Hannibal Ad Portas"Im Fahrwasser von Bands wir MINSK, ISIS und anderen Post-Rock, -Metal, -Sludge-und-was-weiß-ich-Kapellen versuchen sich GENERAL LEE aus Frankreich ihr Stückchen vom Kuchen zu sichern und schlagen dabei ein mittlerweile wohlbekanntes Kapitel Musikgeschichte einfach mal für sich auf.

Die Musik pendelt zwischen Noise-Ausbrüchen, heiserem Geschrei und feinfühligen, unverzerrten Elementen sowie verspielten Passagen zum Mitträumen hin und her. ISIS-Rhythmik trifft auf die ausufernden Arrangements von MINSK, gepaart mit einer Stimme die an Aaron Turner vor zehn Jahren erinnert. Warum machen diese Franzosen so etwas?

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Isis – “Panopticon”

8. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Musik mit Ausblick

Isis - Panopticon“Panopticon” aus dem Jahre 2004 ist das dritte Album von ISIS. Es ist ein wahres Glanzstück und besticht mit tonalen Reisen durch musikalische Spannungsbögen und exzessiven Gefühlsvertonungen.

ISIS verstehen es, einen Song nicht zu überladen und dennoch keine Langeweile aufkommen zu lassen. Fesselnd werden hier die Parts aneinander gereiht und in verschieden intensiven Stimmungen vorgetragen. Man bemerkt als Hörer, wie unterschiedlich intensiv ein einziges Riff überhaupt klingen kann.

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Jesu – “Silver”

18. November 2009 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Silver is just another gold

Jesu - SilverDer ehemalige GODFLESH-Mastermind Justin Broadrick hat nach Ableben selbiger Band bekanntlich JESU ins Leben gerufen um neue musikalische Wege zu beschreiten. Ganz so weit ist die Musik zwar nicht von GODFLESH entfernt, aber um etliche Nuancen erweitert.

“Silver” ist die dritte Veröffentlichung JESU’ und war als eine Art Vorgeschmack auf das damals nachfolgende Album “Conqueror” zu verstehen. Der eingeschlagene Weg wurde konsequent eingehalten und erneut eine schwer melancholische Klang- und Klagewelt erschaffen, die förmlich vor Emotionsausbrüchen strotzt. Ich weiß zwar nicht, was J.K. Flesh aka Justin Broadrick schon so alles mitmachen musste, aber solche Musik schreibt niemand, der rundum glücklich ist in seinem Leben. Hier spielen Psychopharmaka und andere Substanzen scheinbar eine große Rolle.

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Transmission0 – “Memory Of A Dream”

4. Mai 2009 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Übertragung erfolgreich

Transmission0 - "Memory Of A Dream"TRANSMISSION0 haben die Gabe, mit ihrer äußerst gefühlsbetonten Musik beim Hörer bereits nach wenigen Augenblicken einen hohen Eindruck einzufordern. aber sie haben auch entsprechend viel zu bieten. Starke Emotionen, vielschichtige Arrangements, phantastisch ausgearbeitete Laut- und Leise-Dynamiken, wunderschön melancholische Gitarrenpassagen und überhaupt enorm viel Tiefgang und Feeling.

Nebenbei darf man “Memory Of A Dream” nicht hören und selbst wenn man es versucht, wird man sich den eindringlichen Klängen dieses Albums nicht entziehen können und seine Prioritäten zwangsweise hin zum aufmerksamen Zuhören verschieben. Nach dem ersten kompletten Durchlauf wird jeder Genießer völlig begeistert und bestenfalls sogar ergriffen sein, so dass ein erneuter Durchlauf nur noch reine Formsache ist.

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Isis – “Wavering Radiant”

1. Mai 2009 | Musikrezensionen | 2 Kommentare
Auch in Amerika baut man atemberaubende Brücken

Isis - "Wavering Radiant"Das permanente Touren mit TOOL hat seine Spuren hinterlassen bei den US-Post-Rockern von ISIS. Die Songs wurden länger, komplexer, Growls und Klarvocals wurden variabler gestreut. Kult sind sie spätestens seit “Oceanic”, ihrem Zweitwerk von 2002. “Wavering Radiant” haben sie ihre neue, fünfte CD genannt. Der Opener “Hall Of The Dead” mischt die unzugängliche monolithische Härte von Felsgestein des Monument Valley mit der Atmosphäre von knarrenden Stahltauen im Hafen von New York (oder Rotterdam). Akustische Einschübe und klare Stimmen führen uns gerne aufs Glatteis oder sollte man sagen auf stählerne Geländer der George Washington Bridge. Da geht es uns ähnlich mit ihren Genrekollegen von TRANSMISSION0 oder CULT OF LUNA. Weit schweifen ISIS in die sie umgebende Landschaft; den Song behalten sie jedoch immer im Auge. Die dezent angedeuteten Hammond-Vibes und Sludge machen aus dem Einführungstrack ein zackig aufgebautes und dennoch fließendes Songungeheuer von spartanischer, nicht authentischer Schönheit.

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Come Sleep – “The Burden of Ballast”

29. März 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Echter Schwedenstahl

Come Sleep - "The Burden of Ballast"Was tun, wenn abgedrehte Ideen nicht zu den Combos passen, in denen sonst gelärmt wird? Klar, es muss ein neues Projekt aus der Taufe gehoben werden, COME SLEEP nennt es sich und will sich von den “Haupt”-Bands LINGUA und RÖVFITTA der schwedischen Musiker Misha, Thomas, Patrik und Anders musikalisch unterscheiden. Und das neue Version Studio zog sich dieses kleine Juwel nun an Land, um uns hiermit stolz “The Burden Of Ballast” zu präsentieren.

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Khoma – “The Second Wave”

25. Dezember 2008 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Gefühlvoll intensive Gitarrenwände und einprägsame Melodien

Bei KHOMA handelt es sich um ein Side-Project des CULT-OF-LUNA-Gitarristen  Johannes Persson und angesichts dieser Tatsache kann man eigentlich schon fast davon ausgehen, dass ihr mittlerweile zweites Album “The Second Wave” ein ziemlich intensives Hörerlebnis ist. Unglaublich intensiv und mitreißend pendelt die Musik zwischen enorm melancholischen Gefühlsausbrüchen und einer besonderen Art der Verspieltheit, wie man sie eher aus der Post Rock-Ecke her kennt, ohne aber deren Langatmigkeit zu übernehmen.

KHOMA sind sehr eingängig und die starken Refrains setzen sich schnell im Gehör des Hörers fest. Würden die Songs nicht so tief emotional rüberkommen, könnte ich mir diese Musik sogar im Radio vorstellen. Am Ende zählt die Qualität der Musik und die ist meines Erachtens auf “The Second Wave” phantastisch gut, gerade aufgrund ihrer Eingängigkeit.

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Minsk – “The Ritual Fires Of Abandonment”

1. Dezember 2008 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Sound-Wände, Schmerz und Wut

Minsk beschwören auf ihrem Album “The Ritual Fires Of Abandonment” Sound-Wände herauf und lullen den Hörer zunächst mit viel Gefühl ein, um ihn um den Finger zu wickeln und um ihm dann immer wieder den harten Ellenbogen in die Rippen zu rammen. Minsk fabrizieren Erlebnismusik, hautnah und mit viel Leidenschaft.

Ohne auf Standardwerte zu achten erschaffen die Amerikaner musikalische Welten aus Schmerz, Depression, Wut und Bitterkeit. Wenn einem dabei Namen wie ISIS und NEUROSIS in den Sinn kommen, ist das gar nicht so verkehrt, wobei MINSK keinesfalls wie ein billiger Abklatsch dieser Bands klingen.

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Neurosis – “The Eye Of Every Storm”

25. November 2008 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Im Auge des Sturms ist es beklemmend ruhig

Nach ihrer Zusammenarbeit mit der Ex-SWANS Sängerin Jarboe zeigen NEUROSIS mit “The Eye Of Every Storm” endgültig, dass sie nicht nur die Großmeister der Brachialklänge sind, sondern die Gefühlsintensität ihrer Musik auch in ruhigen Tönen perfekt in Szene setzen können.

Die Musik NEUROSIS’ ist die Konservierung rabiater Gewalt in harte und ausdrucksstarke Strukturen und Formen, und dennoch erscheint sie stets zerbrechlich und hochsensibel, wie das Gemüt eines bemitleidenswürdigen Psychopathen. NEUROSIS heißen nicht nur so, sie spielen genau die Art Musik, die man mit dem Begriff des Band-Namens verbindet.

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Jesu – “Jesu”

23. September 2008 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Das erste vollständige Album

Das erste vollständige, selbstbetitelte Album der GODFLESH-Nachfolger JESU ist ein Trip in düstere, schwermütig klagende Klangwelten; deprimierend, kriechend und bedrückend zugleich. “Jesu” ist dermaßen atmosphärisch dicht, dass man problemlos alles um sich herum vergessen kann. Tiefe Melancholie kombiniert mit einer nahezu unglaublichen Soundweite erinnern zum einen ein wenig an die schleppenden, mit viel Echo-/Hall-Effekten unterlegten GODFLESH-Songs, aus deren überresten JESU seinerzeit entstanden sind. Dieses Album ist der ultimative Trip in die musikalisch vertonte Psyche und lässt dem Hörer nicht die geringste Chance emotional zu entkommen; vorausgesetzt natürlich, man ist in der Lage, sich der Musik zu öffnen und hinzugeben.

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Cult Of Luna – “Somewhere Along The Highway”

13. September 2008 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Ein intensives, emotionales Klangerlebnis

Es wurde seinerzeit bereits im Vorfeld zu diesem CULT OF LUNA-Album ausgiebig gemunkelt, man würde sich mehr dem Post Rock zuwenden und die brachialen Elemente deutlich zurückschrauben. Viele Liebhaber der Band befürchteten, dass die Schweden nun verstärkt auf Waber-Sounds setzen und sich somit selbst ihrer Härte berauben würden.

Angesichts des vorangegangenen Werkes “Salvation”, welches auch schon etwas lärmreduziert und abwechslungsreicher war, wunderten mich diese Gerüchte im Vorfeld der Veröffentlichung von “Somewhere Along The Highway” keineswegs. Ganz im Gegenteil eigentlich. Es war für mich sogar irgendwie sonnenklar, dass CULT OF LUNA ihre Musik noch mehr erweitern würden.

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