Rezensionen von: OPETH, BLACK BREATH, LOOP, BEIRUT, GROOMBRIDGE, JEN GLOECKNER, BRIDGES OF KÖNIGSBERG, DEE DAY DUB, FORGOTTEN LIVE IN DEATH PARADISE, HEARTS NO STATIC, SONAR LODGE, SONORES, THE DECLINING WINTER, STRANGE ATTRACTOR u.a.

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Lights Out Asia - "Garmenia"
Zurücklehnen und entspannen

Alvin Zealot - "Tears of St. Lawrence"
Schweizer können's besser


Moon
Moon




  • MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
  • Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
  • MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...

Pop

David Bowie – “Lodger”

Berliner Trilogie: Part 3/3 – Exotik und Pop

David Bowie - "Lodger"Nachdem DAVID BOWIE mit IGGY POP im Schlepptau nach Berlin gezogen war und im Zuge dessen seinen Hang zum Drogenkonsum nicht mehr wirklich verheimlichen konnte (und vermutlich auch nicht wollte), was sich nicht zuletzt in seiner teilweise sehr experimentellen Musik wiederspiegelte, die durch den Zeitgeist ‘Kalter Krieg’ und einer neugewonnenen Freizügigkeit bezüglich eben des Drogenkonsums entscheidend geprägt war, verhielt er sich als Künstler auf eine etwas andere Art extravagant und besonders. Zwar war er die vielen Jahre vorher auch schon bekannt als eine Art schillernder Paradiesvogel, der durch seine bunten und exotischen Outfits viel Aufsehen erregte, jedoch gab die Berliner Phase seinem Erscheinungsbild als Künstler noch einmal einen neuen, in gewisser Hinsicht gefährlichen und auch fragwürdigen Anstrich. Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass DAVID BOWIE diese, nennen wir sie mal vorsichtig ‘künstlerische Phase’, unterm Strich mit drei Meisterwerken abgeschlossen hat; “Low”, “Heroes” und “Lodger”.

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David Bowie – “Heroes”

24. Juli 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Berliner Trilogie: Part 2/3 – Helden und Hoffnung

David Bowie - "Heroes"David Robert Haywood Jones, eher bekannt unter dem Namen DAVID BOWIE, hat viele Phasen in seiner Karierre als Sänger und Musiker hinter sich gebracht. Er hat sich dabei nie davor gescheut zu experimentieren und war sich nie zu fein, von anderen Tipps geben zu lassen oder die Komposition seiner Songs (wenigstens) teilweise in andere Hände zu geben. Immer interessiert in alle Richtungen hat DAVID BOWIE mittlerweile ein enormes Repertoire an Alben, Songs (darunter viele Hits) und Stilvariationen angehäuft, das in seiner speziellen Art einzigartig ist.

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David Bowie – “Low”

Berliner Trilogie: Part 1/3 – Klang und Vision

David Bowie - "Low"Einer der schillerndsten Paradiesvögel der Musikgeschichte ist wohl unbestritten der Brite DAVID BOWIE, der seit 1967 nicht nur eine enorme Anzahl von Veröffentlichungen vorweisen kann, sondern auch ebenso vielseitig und vielschichtig durch verschiedene Musikstile und Epochen gereist ist. Immer wieder hat er seine Musik durch aktuelle, moderne Komponenten erweitert und war stets offen für etwas Neues. Dabei hat er sich nie von seinem Weg und seiner Vision abbringen lassen und trotz weitläufiger künstlerischer Offenheit immer auch seinen eigenen Stil beibehalten.

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Ellis, Beggs & Howard – “Homelands”

Pop mit leichten Ethno-Einflüssen

Ellis, Beggs & Howard - "Homelands"

Dieses Album hier müsste man eigentlich in die imaginäre Rubrik ‘vergessene Pop-Perlen aus den 80ern’ einsortieren, denn mal abgesehen von ihrem kurzweiligen, allerdings für die restliche Musik der Band nicht wirklich repräsentativen Hit “Big Bubbles, No Troubles”, erzeugte das zugehörige Album “Homelands” wenig bis gar kein Aufsehen. Erfolge blieben aus und das ‘One Hit Wonder’ ELLIS, BEGGS & HOWARD löste sich relativ schnell unter großer Frustration wieder auf. So hatte der ehemalige KAJAGOOGOO-Bassist Nick Beggs den Werdegang seiner Band sicherlich nicht vorgestellt.

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A.C.T. – “Silence”

Vielfältig und eingängig

A.C.T. - "Silence"Poppiger Progressive Rock? Aber ja doch! A.C.T aus Schweden zeigen auf ihrem bereits vierten Album, dass poppige und teils schwülstige Gesänge richtig gut mit dem Grundthema Progressive Rock harmonieren. Komplexe Rhythmen treffen auf leichte und beflügelte Gesangslinien, technisches aber nicht übertrieben frickeliges Spiel trifft auf minimalistische, aber dafür umso prägnanter wirkende Parts. Es gibt sehr viele Spannungsbögen und ausführliche Eskapaden an jedem einzelnen Instrument und trotzdem hat man jederzeit das Gefühl, es mit durchweg eingängiger Musik zu tun zu haben. Die Schweden schlagen hier die Brücke zwischen Radiomusik und anspruchsvollem Hörgenuss.

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Rosenstolz – “Die Suche geht weiter”

Berlin By Night (Part III): Sushi und Latte

Rosenstolz - "Die Suche geht weiter"Betritt man die Wohnung von Kollegen des gehobenen Mittelstands, so kann einem nicht selten folgendes passieren: man erblickt nach unerfreulichem Rundumblick durch ein gestyltes Wohnambiente die obligatorischen Bücher von Florian Illies, Benjamin Stuckrad-Barre, Judith Hermann oder Charlotte Roche im trendigen Mobiliar aus biologisch-abgebauten Billig-Hölzern, die Farbe an den Wänden ist in orangefarbener Klatschtechnik recht originell aufgebracht, das I-Phone liegt neben der Wellnessbroschüre, denn Urlaub ist immer mit Laufen, Joggen, Rennen, Nordic Walking und etwas Biken sowie Karotten im Dutzend verbunden und die permanente Erreichbarkeit muss gewährleistet sein, klar. Essen? Ja Sushi, bitte, danach eine Latte Machiato, denn wir sind Weltbürger.

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Sophie Hunger – “1983″

9. Mai 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Moderner Jazz-Pop in vier Sprachen

Sophie Hunger - "1983"Auch wenn es eine unangebrachte und entsprechend unnötige Verniedlichung darstellt, ist die 1983 in Bern geborene Schweizerin SOPHIE HUNGER für mich die ‘kleine große Stimme’ der modernen, eingängigen Musik mit seichtem Jazz-Charakter. Ihre leicht rauen aber trotzdem eindringlich wohltuenden Vocals bereichern ihre Musik um eine Menge Wärme und man könnte sogar sagen, dass ihre Songs durch ihre Art zu singen regelrecht veredelt werden.

Sie singt in Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch und Französisch und ermöglicht ihrer Musik dadurch, aus unterschiedlichen Richtungen wahrgenommen zu werden. Auf “1983″ passt einfach alles zusammen und selbst wenn sie kein großes Sangeswunder ist, transportiert sie enorm viel Gefühl und Hingabe, also all das, worauf es ankommt, wenn Kunst funktionieren soll.

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Jupiter One – “Sunshower”

21. März 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Perfekter Pop

Jupiter One - "Sunshower"Nach der Jubelarie meines Kollegen Beta bezüglich des grandiosen Debüts der US-amerikanischen Band JUPITER ONE, welche er als ‘Synth-Rock’ klassifizierte, war ich natürlich gespannt auf deren Zweitwerk “Sunshower”. Nun, die Zutaten wurden ein wenig verändert. Weniger Synths, mehr Melodie, sogar ein wenig aus dem Indie-Mainstream und eine noch lockerer-flockige Herangehensweise als auf dem Debut kennzeichnen diese lässig eingespielte neue Veröffentlichung.

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Efterklang – “Magic Chairs”

20. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Kopenhagen, Straßencafe im Frühling

Efterklang - "Magic Chairs"Die Dänen EFTERKLANG haben mit ihrer dritten Veröffentlichung zum erstem Male ein “Bandalbum” abgeliefert. Wirkten die ersten Werke noch etwas collagenhaft, so zaubern die magischen Dänen uns nun mit “Magic Chairs” verträumte Elektro-Pop-Passagen in Verbindung mit Klassik. Anklänge an die genialen BEIRUT (”Alike”) sind sicher kein Zufall. Man sollte sich folgendes vorstellen können:  Kopenhagen im Juni, wir in einem Straßencafe und die vier Herren von EFTERKLANG geben sich ein Stelldichein.

Mit einfachsten Instrumenten spielen sie komplizierte Klangcollagen und erfreuen das munter werdende Publikum.

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Swan Lee – “The Complete Collection 1997-2005″

15. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Dänische Engelsmusik

Swan Lee - "The Complete Collection 1997-2005"Es gibt Bands, die denken einfach nicht ans Aufhören. Und es gibt Bands, die leider schon viel zu früh gehen. Die dänischen Poprocker SWAN LEE mit ihrer bezaubernden Sängerin Pernille Rosendahl waren für einige Jahre ein funkelndes Sternchen am nordischen Musikhimmel und haben uns mit zwei wundervollen Alben beschenkt. Ein bisschen ironisch ist es da schon, dass ich die Band erst über einen Umweg kennenlernte. Es war 2005 und mit “Blood Money” erschien der bisher erfolgreichste und unangefochten beste Teil der Hitman-Serie. Nicht nur Chefkomponist Jesper Kyd übertraf sein bisheriges Schaffen mit dem fulminanten, orchestralen Soundtrack, sondern auch die lizensierte Musik war exquisit. Der Höhepunkt war zweifellos “Tomorrow Never Dies”, ein Song der im Spiel gleich zwei mal auftauchte. SWAN LEE waren zu diesem Zeitpunkt gerade frisch auseinander gebrochen. Ausgerechnet dieser Song, der von ihrem ersten Album “Enter” (2001) stammte, hätte sie auf Anhieb weltberühmt machen können

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Helloween – “Unarmed – Best Of 25th Anniversary”

2. Februar 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Verunglimpfte Geschichte

Helloween - "Unarmed"Die (einstige?) Power-Metal-Truppe HELLOWEEN hat viele verschiedene Stationen hinter sich. Sie begannen unter der musikalischen Regie von Kai Hansen (GAMMA RAY) und Michael Weikath und starteten somit als äußerst vielversprechende Metal-Truppe, die amtlich Saft gegen hat. Die Spielfreude war eindeutig hörbar und die Songs sprühten nur so vor Energie und Power. Nach “Walls Of Jericho” und den beiden “Keeper Of The Seven Keys”-Alben zerbrach dieses vielversprechende Gitarrenduo und Weikath übernahm die Verantwortung für das Meiste, was die Band hervorbrachte. Nach ihrem durchwachsenen Album “Chameleon” verließ auch noch ihr mit einer begnadeten Stimme gesegneter Sänger Michael Kiske die Band und Andi Deris von PINK CREAM 69 nahm seinen Platz ein. Seitdem waren HELLOWEEN meiner Meinung nach musikalisch wie auch qualitativ nie wieder dieselben und konnten auch nie wieder an alte Glanztaten anknüpfen. Natürlich ist diese Aussage reine Geschmacksache und jeder muss für sich selbst entscheiden, was er mag und was nicht.

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Heather Nova – “The Jasmine Flower”

14. Januar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Unspektakulär auf ganzer Linie

Heather Nova - "The Jasmine Flower"Wenn ich richtig gezählt habe, dürfte “The Jasmine Flower” das mittlerweile zehnte Album von HEATHER NOVA sein, dem hübschen Bermuda-Girl mit der sanften, emotionalen Stimme. Wobei, soviel “Girl” ist die 1967 geborene eigentlich gar nicht mehr, eher eine reife, interessante Frau, die sich (immer noch) sehen lassen kann. Aber Glanz und Glamour machen noch lange keine gute Musik und um diese geht es ja letztendlich, deshalb schwenken wir auch gleich mal dahin. Genau an dieser Stelle liegt nämlich der Hase gewaltig im Pfeffer bei “The Jasmine Flower”, denn dieses Album verkörpert nicht so wirklich das, wofür HEATHER NOVA in den letzten zehn Jahren stand und steht und schafft es nicht, das zum Teil hohe Potential der Vergangenheit zu halten.

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Devin Townsend Project – “Addicted”

29. Dezember 2009 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Devin, komm zurück in die Gegenwart!

Devin Townsend Project - "Addicted"Es ist ja kaum ein halbes Jahr her, seit Devin Townsend mit “Ki” den ersten Teil eines auf vier Parts angelegten Zyklus veröffentlicht hat. Diesmal hat sich der umtriebige kleine Kanadier Anneke, unsere Ex-THE GATHERING-Göttin, als Gastsängerin in seine Karavelle geholt. Schon die ersten zwei, drei Songs zeigen, dass Devin sich diesmal auf relativ einfache Rhythmen und beinahe sterile Beats konzentriert; manchmal kommen mir da schon die Plastikrocker von PAIN in den Sinn. Anneke veredelt einige Tracks mit ihrer ausdrucksstark-hellen Stimme und bildet einen starken Kontrast zu den heiseren Vocals des Jungmeisters.

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Tori Amos – “Under The Pink”

12. Dezember 2009 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Zerbrechlich und intensiv

Tori Amos - "Under The Pink"Über TORI AMOS braucht man nicht mehr viele Worte verlieren. Mit “die Frau und ihr Klavier” ist eigentlich alles gesagt was notwendig ist und was man im Vorfeld wissen sollte.

“Under The Pink” ist ihr zweites und wohl auch ihr wichtigstes Album, und das nicht nur aufgrund ihres Kommerz-Hits “Cornflake Girl”, sondern weil ihre Karriere mit, bzw. nach diesem Album einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht hat. Aber kommerzieller Erfolg hin und her, unterm Strich spielt ausschließlich die Musik eine Rolle und diese überzeugt ohne Wenn und Aber.

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Dark Age – “Acedia”

23. November 2009 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Zeitgeist – Teil 1 – Adipositas

Dark Age - "Acedia"Nun ja, so toll konnte die neue DARK AGE einfach nicht sein, wie es uns unser sympathisch-enthusiastischer Fanboy Jenseman von metal.de euphorisch jubelnd glauben machen wollte. “Acedia” bietet bereits mit dem Opener “Kingdome Nevercome” MetalCore-Stangenware mit Pop-Attitude; ähnlich IN FLAMES zuletzt wird auch auf “Devote Yourself To Nothing” agiert: zwischen den Stühlen, bloß nie zu weit in den dunklen Forst hinein, immer schön in luftig-lockeren Gefilden verbleibend. Die geschickt an seinem Schädel befestigte Karotte wird den Esel permanent im Kreis laufen lassen, ohne dass er sie je erreichen wird. Und immer lähmen soft einfallende Klargesänge das Tempo der Arrangements. Death Metal ist das nun überhaupt nicht mehr. Auch kein Dark Metal. Die wenig begeisternden Mainstreammelodien nehmen den Hörer sofort in beide Adipositas-Arme, verströmen Wärme, Plüsch, lassen uns müde werden.

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