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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
Limbonic Art – “Phantasmagoria” (10.00 / 10)
Blind Guardian – “At The Edge Of Time” (10.00 / 10)
Moon (2009) (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Reviews! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Noise
Discordless – “148 Light Years”
Experimentelle Welten
DISCORDLESS sind sich dem Zahn der Zeit in der Musikszene bewusst und bieten ihr Album “148 Light Years” in zwei verschiedenen Versionen an, nämlich einmal als kostenlosen Download und als reguläre CD, für alle jene, die gerne den original Silberling mit allem Drum und Dran im Regal stehen haben. Natürlich hat solch eine Entscheidung der Vermarktung für einen Künstler immer zwei Seiten. Die Gute ist, dass die gebotene Musik für jeden Interessenten kostenlos zur Verfügung steht, was erstmal sympathisch erscheint und die Kunst an sich in den Vordergrund stellt. Die andere Seite ist selbstverständlich die, dass Musikmachen auch eine Kostenfrage ist, denn nicht nur das Mieten eines Proberaumes (sofern notwendig) ist kostspielig, auch das Anschaffen vernünftiger Instrumente und zu guter Letzt die Produktion eines Albums erfordern einen manchmal nicht gerade geringen finanziellen Aufwand. Als Konsument kann man den Schritt von DISCORDLESS jedenfalls sehr begrüßen, auch wenn ich die andere Seite der Medaille bestens kenne. 
Chris Rehm – “Salivary Stones”
Zuviel Lärm um zu wenig
CHRIS REHM kommt aus Houston/Texas und hat sich experimentellen Geräuschkulissen verschrieben. Drone, Noise und Ambient gelten hier als herausstechende Stichwörter und sein Album “Salivary Stones” erfüllt all das, was diese (Sub-)Genrenamen, bzw. das was sich dahinter verbirgt, versprechen und was man im Groben erstmal von ihnen erwartet. Der Trip in dröhnende Elektro-Landschaften, in wabernde Klangflächen, in übersteuerte, stark verzerrte Sound-Teppiche und himmlisch weiche Ambient-Pads erscheint im Falle von “Salivary Stones” allerdings ebenso anstrengend wie nervenzerrend. 
My Silver Booster – “Bunker”
Experimenteller Ambient
MY SILVER BOOSTER aus Monza/Italien sind vielseitig, sehr vielseitig sogar. Sie mischen ihrer Musik Einflüsse aus unterschiedlichen Bereichen der elektronischen Musik bei. Genutzt werden die (Sub-)Genres Ambient, IDM, Noise, Experimental und sicherlich noch einige mehr, die mir grad nicht in den Sinn kommen wollen. MY SILVER BOOSTER nutzen zur Untermalung schwache Beats, die jedoch nie in den Vordergrund rücken, sondern eher wie ein Pulsierendes Element als rhythmische Klangbasis eingesetzt werden. Hinzu kommen leichte Gitarrentöne (?), zumindest klingen sie so; ob nun aus der Konserve oder nicht lässt sich schwer beurteilen und andere, schwer definierbare (elektronische) Geräusche. 
Yellow Swans – “Going Places”
Verzerrte Traumwelten
Die beiden Experimentalmusiker Gabriel Mindel Saloman und Pete Swanson haben unter dem Banner YELLOW SWANS bereits unmengen an Releases zustande gebracht, an denen man als Liebhaber experimenteller Ambient- und Drone-Musik einfach nicht vorbei kommt. Das Duo selbst hat seine Musik sehr gut und nahezu exakt zutreffend als Psychedelic Noise beschrieben. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Sounds zu kreieren, die auf den Hörer in spezieller Weise einwirken. Vorliegendes Album ist ein explizit gutes Beispiel dafür, wie intensiv und tiefgreifend Töne und Klänge auf den Hörer und dessen Gemütszustand einwirken können. 
Fennesz – “Black Sea”
Elektronische und natürliche Klanglandschaften
Der Österreicher Christian Fennesz dürfte in der elektronischen Musikszene vielen Leuten, die auf Ambient und experimentelle Sounds stehen, ein Begriff sein. Häufig wird seine Musik auch lose dem Genre Clicks & Cuts zugeordnet, was im Groben gesehen sicherlich hier und da zutrifft, insgesamt jedoch eine etwas zu limitierte Beschreibung darstellt.
Schlicht unter seinem Namen FENNESZ veröffentlicht er seit 1995 regelmäßig Alben und agiert dabei so interessant wie auch künstlerisch anspruchsvoll. Klangexperimente, wabernde (Drone-)Sounds in Kombination mit Gitarrenklängen und -Samples stehen dabei im Vordergrund und sollen entsprechend auf den Hörer einwirken. 
Belong – “October Language”
Soundtrack für den Herbst
In der Tat klingt “October Language” nach Herbst und all den Gefühlen und Stimmungen, die diese welke, melancholische Jahreszeit mit sich bringt. Man kehrt in sich, genießt die Zeit der abendlichen Stille, sitzt entspannt am Fenster während der Regen langsam die Scheibe hinunterläuft, sieht den leuten auf den Straßen zu, die sich im Wind den Kragen der Jacke zuhalten und sich wünschen, am liebsten im warmen Zuhause zu sein. Nahezu perfekt fangen BELONG aus New Orleans/Louisiana diese Stimmungen auf ihrem Album ein und es ist immer wieder erstaunlich, wie intensiv doch solch minimale Musik auf den Hörer einwirken kann. 
Grey Machine – “Disconnected”
Wall of distortion
Es rumorte lange Zeit bevor die hier beteiligten Musiker endlich Nägel mit Köpfen machten und eine angestrebte, gemeinsame Veröffentlichung endlich verwirklicht wurde. Ex-GODFLESH- und JESU-Mastermind Justin Broadrick, sein Band-Kollege Diarmuid Dalton (FINAL, CABLE REGIME), Aaron Turner von ISIS und Dave Cochrane (HEAD OF DAVID, GOD) hoben GREY MACHINE aus der Asche und verfolgten die gemeinsame Idee eines Albums, auf dem es ordentlich hageln sollte. Herausgekommen ist ein Bastard aus musikalischer Unbarmherzigkeit, beherrschtem Krach und künstlerischer Vielfalt, Sound-Erkundung und -Versuchung. 
Muslimgauze – “Sufiq”
Kulturübergreifende, musikalische Verständigung
Ich vermute mal, dass es nur wenige Electronic-Projekte gibt, die mehr Veröffentlichungen in der Discography vorweisen können als MUSLIMGAUZE, bzw. der 1999 verstorbene Mastermind Bryn Jones. Zwar lässt sich mittlerweile über das posthume Ausschlachten seiner Arbeit streiten, denn es werden immer noch regelmäßig Veröffentlichungen auf den Markt geschmissen, und auch die Releases zu Lebzeiten waren ehrlich gesagt nicht immer das Gelbe vom Ei, denn Jones kopierte sich selbst viel zu oft und bastelte Lieder oftmals nur aus einem einzigen Beat, Rhythmus oder einer einzigen Melodie. Das, was andere Bands und Künstler in einem einzigen Lied verarbeiten, hat Jones oftmals über ein ganzes Album verteilt. 
MZ.412 – “Burning The Temple Of God”
Satan im Maschinenraum
Eines der wohl bekanntesten und bevorzugten Projekte des schwedischen Sound-Experimentalisten Henrik Björkk alias Nordvargr ist wohl sein langjähriges Baby MZ.412 (oder auch MASCHINENZIMMER 412), das bereits im Jahre 1988 gegründet wurde und regelmäßig in gewissen Abständen Produkte veröffentlicht.
“Burning The Temple Of God”, das Album aus dem Jahre 1996, ist hörbar beeinflusst vom Black Metal der damaligen Zeit. In Kombination mit krachendem Industrial, Neo-Folk, diversen Samples, Sound-Fragmenten und bis an die Schmerzgrenze verzerrtem Noise wurden die Grenzen ausgelotet. Die Verknüpfung der genannten Elemente ist Nordvargr durchaus gelungen und somit entstand ein stimmiges Dokument aus dem Mix genannter Stile. 
Steven Wilson – “Insurgentes”
Schwerelos
Steven Wilson muss sehr viele kreative Lebensphasen haben, denn nun veröffentlichte er neulich auch noch ein überlanges Solo-Album unter dem Banner “Insurgentes”. BLACKFIELD, PORCUPINE TREE oder auch diverse Nebenbaustellen (OPETH?) binden ja eigentlich genug Energie auf Jahre. Nun, uns soll es recht sein. Der Opener “Harmony Korine” könnte von PORCUPINE TREE sein. Atmosphärisch, schwebend, dennoch mit treibenden Gitarren versehen gilt es mal wieder melancholische Pfade nachzuzeichnen. Sehr überzeugend, dieser Einstieg. 
1349 – “Revelations Of The Black Flame”

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Wenn es in diesem Jahr bisher noch keine kontroverse Black-Metal-Platte gegeben hat, dann ist sie spätestens jetzt da. Mit ihrem neuen Album haben die Norweger von 1349 einen Überraschungsangriff gestartet und sorgen damit für reihenweise ratlose Gesichter aber auch die üblichen Lobeshymnen. Ein Album zum Lieben oder Hassen? ME und Bastian in der ersten Runde der neuen Rubrik 4 Ohren, 2 Meinungen. 
Fiorella Terenzi – “Music From The Galaxies”
Völker, hört die Signale
Anfang der 60er Jahre begann man in der Astrophysik mit Forschungen, für die heute wohl das Akronym “SETI” am bekanntesten sein dürfte. Wissenschaftler aus aller Welt interessierten sich für die zahlreichen Radiosignale, die durch Sternensysteme und Galaxien emittiert werden, und trotz unvorstellbarer Entfernungen irgendwann auch auf der Erde empfangen werden können. Dazu wurden immer größere Radioantennen und Observatorien gebaut, eine der bekanntesten und größten Anlagen dieser Art befindet sich heute in Arecibo in Puerto Rico.
Die italienische Astrophysikerin Terenzi hat als eine der ersten versucht, die Radiowellen aus dem Universum hörbar zu machen. 
GÅNGLÎÅ – “The Beginnings”
Elektronische Grind-Apokalypse!
GÅNGLÎÅ sind schon eine eigenartige Erscheinung. In den späten Achtzigern begannen ein paar durchgeknallte Metalheads ihre Instrumente dermaßen brutal zu foltern, und hoben damit das aus der Taufe, was wenig später als ‘Grindcore’ in die Annalen der Musikgeschichte eingehen sollte. Das war neu, das war einfach nur schockierend! Ein paar Jahre später, kurz vor Ende des 20. Jahrhunderts kroch GÅNGLÎÅ aus den Tiefen der Musik, um selbige vollkommen zu zerstören. Firmierte Projektkopf David Smittcamp vorher noch unter “Noisegrind”, änderte er diese irreführende Bezeichnung bald passenderweise in “eGrind”. Das ist ganz trivial elektronischer Grindcore, realisiert durch Hard- und Software Drum-Machines, Samples, Synth-Effekte und einer Stimme am Mikro.
Diese Basiszutaten werden zu einem erstickenden Übermaß an Brutalität vermengt, mit Geschwindigkeiten jenseits der 500 BPM-Grenze, die jeden ICE als müde Bimmelbahn stehen lassen, und absolut abartigen, gutturalen Stimmbandvergewaltiger-Vocals. Das Grundgerüst bilden klassische, brutale Grindcore Strukturen, dazu die für Speedcore und Digital Hardcore typischen Dampfhammer-Bassdrums. Auch wenn die Drum-Machines sehr dominant sind, werden auch haufenweise Gitarrenschrammel-Riffs emuliert, oder durch Synthpads ersetzt. Fügen wir noch ein paar Versatzstücke aus Drum’n'Bass, Breakbeat, Noise und Industrial hinzu, und wir erhalten in etwa das, was uns in der Welt GÅNGLÎÅs erwartet – die Hölle!











